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Tyrant!

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Zusammenfassung

In dem abgelegenen Viertel Roms lebt die 18-jährige Mariella, ein unscheinbares Mädchen, das in der Schule ständig gemobbt wird. Doch eines Tages ändert sich ihr Leben schlagartig, als ein mysteriöser Junge namens Adriano in einem Imbiss gegenüber ihrer Schule zu arbeiten beginnt. Adriano beobachtet, wie Mariella von ihren Mitschülern schikaniert wird, und eilt ihr sofort zur Hilfe. Von diesem Moment an entwickelt er eine unerklärliche Obsession für sie. Er trägt sie auf Händen, beschützt sie vor jeglichem Unheil und scheint ihr einziger Halt zu sein. Als Mariellas bester Freund, Luca, ihr seine Liebe gesteht, gerät die Situation außer Kontrolle. Adriano, der bislang seine Eifersucht nur subtil gezeigt hatte, lässt nun sein wahres Gesicht raus.

Genre:
Erotica / Thriller
Autor:
Mediha C.
Status:
In Arbeit
Kapitel:
5
Rating:
4.8 4 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Eine nette Bekanntschaft

In einem klaren Spiegel, dessen Glas zersplittert ist, erblicke ich das Bild eines ängstlichen Mädchens. Sie ist zierlich und hat dunkle, lange, glatte Haare, die sie teilweise mit zwei Zöpfen am Ansatz gebunden hat. Ihre Honig braunen Augen sind voller Tränen. Sie steckt in einem weißen Hemd, das mit Tomatensoße übergossen ist. Auf ihrem kurzen, schwarzen Rock finden sich Rühreier, vermischt mit zermatschter Banane. Selbst ihre bis zu den Knien gezogenen Socken sind mit roter Soße befleckt.

Seit ich denken kann, werde ich von meinen Mitschülern schikaniert. Es gibt keinen Tag, an dem sie mir Luft zum Atmen lassen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich nicht wie sie aus einem Elternhaus der Elite stamme. Während ich hier in Rom versuche, die Abendschule und Arbeit unter einem Dach zu vereinen, um mein Leben zu finanzieren, sind meine Eltern einfache Bauern in Sizilien. Sie haben mich hierher ziehen lassen, in der Hoffnung, dass mein Schicksal nicht dem ihren gleicht. Doch manchmal sehnt sich ein Teil von mir einfach nur danach, zurückzukehren und zu fliehen.

Es ist immer dasselbe. Jedes Mal nach Schulschluss, gegen 00:00 Uhr, fühle ich mich wie eine verängstigte Maus, die sich im Badezimmer verstecken muss, um der Horde zu entkommen, die mich gnadenlos in eine Ecke drängt und unmenschlich behandelt. Genau wie jetzt. Ich muss das kleine Fenster öffnen, meine Tasche auf die andere Seite werfen und meinen Körper durch das winzige Loch zwängen, um nicht entdeckt zu werden. Es ist, als ob ich mich durch das enge Schlüsselloch meiner eigenen Existenz zwänge, um der Dunkelheit zu entkommen, die mich umgibt.

Ich lande wie immer auf den Knien, schürfe sie auf und greife nach meiner Tasche, um wieder aufzustehen. “Ich wusste, dass sie sich verkriecht wie eine Ratte aus der Kanalisation”, höre ich Zitas Stimme hinter mir. Sie ist hier äußerst beliebt, alle Jungs schwärmen von ihr, obwohl sie ein herzloses Biest ist. “Was machen wir denn jetzt mit ihr, Pablo?“, fragt sie einen ihrer Freunde, der mir sofort meine Tasche entreißt und den Weg blockiert. “Sollen wir ihre unschuldige Muschi mit einer Flasche entjungfern?” Seine abstoßenden Worte bringen die anderen beiden Jungs und Zita zum Lachen. “Die ist so eng, dass die Flasche es nicht leicht haben wird. Wie wäre es damit?” Zita zieht eine Haarspange aus ihrem blonden Haar und zielt mit ihren giftig grünen Augen auf mich. “Ihr haltet sie fest und ich lasse das Teil in ihre Muschi wandern.” Ihre Worte sorgen dafür, dass die Jungs mich sofort von beiden Seiten packen. “Lasst mich los!“, rufe ich zwar, aber die Straßen sind genauso leer wie ihre seelenlosen Herzen. “Bewahrst du deine Muschi etwa für Luca auf? Ich denke nicht, dass er auf unerfahrene Jungfrauen steht, du Schlampe!” Ihre Hand reißt mir die Bluse vor den Brüsten auf, sodass mein schwarzer BH komplett freiliegt. “Mit deinen kleinen Titten wird er dich eh nicht ficken, da können wir sie ja gleich abschneiden.” Als Zita nach meinen Brüsten greifen will, landet plötzlich eine volle Mülltüte auf ihrem Kopf. Sie kippt sofort zur Seite und hält sich die Schläfe, da das Glas im Inneren ihre Haut zerschnitten hat. Es passiert so schnell, ein Schatten reißt alle Arme von mir weg. Ich lande sofort auf dem Boden. Er schlägt mit der Faust so stark gegen Pablos Gesicht, dass er blutend zu Boden fällt. Die anderen beiden Jungs werden mit den Köpfen aneinander gestoßen. Vor schmerzen krümmen sie sich wie verwundete Tiere, doch als sie den fremden Jungen sehen, wie er sein Messer zückt, reißen sie sich mit letzter Kraft hoch und flüchten um ihr Leben. Tiefschwarze Schuhe stehen nun vor meinen zittrigen Händen, meine Augen gleiten die schwarze sportliche Hose hoch und bleiben auf seinem Hosenbund haften.

Über seinem Bauchnabel ist eine Schrift tätowiert…

The Tyrant.

Der fremde Junge, ist eine imposante Erscheinung. Mit einer Größe von 1,95 Metern und einer muskulösen Statur strahlt er eine gewisse Dominanz aus. Sein ärmelloses Hoodie betont seine muskulösen Arme, während die Kapuze teilweise seine schwarzen, vollen, länglichen Haare bedeckt. Zwei sanfte Strähnen fallen ihm ins Gesicht und enthüllen seine äußerst hellen, eisblauen Augen. Seine dichten, symmetrischen Augenbrauen sind so dunkel wie die Nacht und betonen sein markantes Gesicht. Seine Haut ist braun und äußerst glatt, verleiht ihm ein jugendliches Aussehen. Ein intensiv leuchtender Piercing auf seiner Augenbraue zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich und verleiht ihm einen Hauch von Rebellion. Unter seinem rechten Auge trägt er ein Tropfen-tattoo, das seinem markanten Aussehen eine gewisse Rätselhaftigkeit verleiht. Auffällige Totenkopf-Ohrringe schmücken seine Ohren, während ein teuflischer Kopf mit intensiv roten Augen auf seinem Hals tätowiert ist. Sein Oberkörper ist regelrecht mit Dutzenden von Tattoos bedeckt - von Symbolen über Waffen bis hin zu Totenköpfen und schwarzen Engeln mit Schwertern. Es ist, als wäre er ein lebendiges Gemälde. Besonders einschüchternd sind die drei großen Spinnen-Tattoos über seinen Brüsten. Auch seine Arme sind von zahlreichen Zeichnungen geschmückt. Skelette, die sich küssen oder gegenseitig köpfen, ziehen die Blicke auf sich. Seine Hände und Finger sind von Schriften umgeben, die für Außenstehende unlesbar sind. Doch das Gesicht des Teufels auf seinem Handrücken ist deutlich erkennbar. Er verkörpert eine Mischung aus Faszination und Angst. Sein äußeres Erscheinungsbild spiegelt seine dunkle und mysteriöse Persönlichkeit wider, die sowohl anzieht als auch abschreckt.

“Danke”, sage ich und greife nach seiner Hand, die mit silbernen Ringen geschmückt ist. In diesem Moment trage ich nichts auf meinem Oberkörper außer meinem BH. Er zieht seine ärmellose Strickjacke aus und legt sie über meine Schulter, damit ich sie anziehen kann. Dabei scheint er nicht einmal auf meine Brüste zu achten. Er hilft mir über die Straße und bleibt mit mir vor dem kleinen Imbiss stehen. Als er hineingeht, wird mir klar, dass er hier arbeitet. Ich werfe einen Blick nach oben auf das Schild und lese die Schrift.

Tyrann.

“Behandeln sie dich immer so?“, frage ich, während der fremde Junge den Imbiss bereits verlassen hat und neben mir steht. Er stellt ein kaltes Glas vor mich auf die Theke. “Ja, seitdem ich denken kann, möchte keiner von ihnen mit mir befreundet sein”, antworte ich und senke den Kopf. “Ich heiße Adriano. Und es würde mich freuen, mit dir befreundet zu sein”, sagt er und reicht mir seine tätowierte Hand. Langsam sehe ich zu ihm auf und sein charmantes, freundliches Lächeln genügt, um ihm die Hand zu schütteln. “Ich heiße Mariella”, antworte ich und spüre, wie sein Daumen über meinen Handrücken streicht. “Mariella”, spricht er meinen Namen nach. “Du hast einen schönen Namen, Mariella”, sagt er und ein Kompliment, das mich erröten lässt. Ich muss seine Hand wieder loslassen und mit gesenktem Kopf mein Glas berühren. Doch als seine Hand mein Kinn berührt und meinen Kopf wieder anhebt, muss ich erneut in seine außergewöhnlichen Augen blicken. “Halte deinen Kopf stets erhoben. Du hast nichts getan, wofür du ihn senken müsstest”, sagt er mit einem Zwinkern und tritt durch die Tür in den Imbiss. “Wie wäre es mit einem Hotdog? Es geht auch aufs Haus”, ruft er vom Herd aus. Adriano greift nach der Greifzange und legt zwei Würstchen in die Pfanne. “Ich bin Vegetarier”, unterbreche ich ihn und seine Hand, die gerade dabei war, die Wurst zu wenden, stoppt abrupt. “Du nimmst nicht genug Vitamine zu dir und siehst dennoch so gut aus?“, sagt er und sein nächstes Kompliment schmeichelt mir so sehr, dass ich mir mit geröteten Lippen das Lächeln verkneifen muss. “Weißt du, was das Gute an mir ist?“, fragt er und zeigt mit der Greifzange auf mich. “Ich kann nicht nur gut Menschen vermöbeln, sondern auch ziemlich gut improvisieren.” Adriano legt die Zange beiseite und reibt sich die Hände an der Schürze, die auf dem Tisch liegt. Er nimmt das große Küchenmesser und sticht damit in die Mango, mit der er normalerweise die Säfte herstellt. Als er die Mango auf die Arbeitsplatte prallen lässt und sie gleichzeitig mit dem Messer professionell in zwei Hälften teilt, zucke ich zusammen. Adriano bemerkt es und sieht lächelnd zu mir. Er schneidet mit Kraft die Mango, schält sie und zerkleinert sie. Dabei wirkt er so geschickt und faszinierend, dass sein Körper bei jedem Schnitt eine sinnliche Bewegung vollführt, als würde er sein Glied in etwas einführen. Als er mich wieder ansieht, fühle ich mich ertappt und schaue sofort zur Seite.

“Ich habe dich hier noch nie gesehen. Bist du etwa neu in die Stadt gezogen?“, frage ich und nehme einen Schluck von meinem leckeren Erdbeersaft. “So in etwa”, antwortet er knapp und bewegt sich mit dem Teller voller zerkleinerter Mangostücke zu mir. “Ich bin seit gestern wieder frei”, erzählt er weiter. “Frei? Wo warst du denn?“, frage ich neugierig. “Ich war neun Jahre im Gefängnis”, sagt er mit vollen Lippen, und ich verschlucke mich fast. Ich stelle mein Glas ab, während Adriano mir ein Serviette reicht, damit ich mir den Mund abwischen kann. “Ich... ich muss gehen. Danke für das Getränk!“, stammele ich. Mein Körper wird von einer Welle der Angst durchflutet, die wie ein eisiger Sturm durch meine Adern zieht.

Ich verlasse meinen Platz und eile schnell davon, als ob ich vor einem aufziehenden Sturm fliehe. Als ich einen flüchtigen Blick nach hinten zu Adriano werfe, erkenne ich, dass er sich bereits mit dem Rumpf über die Theke geneigt hat, als wäre er ein düsterer Schatten, der sich über den Tresen legt. Seine Blicke durchdringen die Dunkelheit und spiegeln die Finsternis wider, die sein gesamtes Erscheinungsbild umgibt.


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Ronni: Me encanta la temática es maravillosa el amor del Kookmin es bonito y los cachorros son tan tiernos 🫶🏻

licksclits: Beautifully written. The story is captivating and deep. I thought that the characters were true to life, and it was well written.

doreenL: Einfach schön. Ich konnte garnicht aufhören.

Bam.jk8338: Estuvo bien redactado y bien explicito, eso me gustó

Amy Grindle: This book is hot from the beginning. Teacher with student is an amazing story line that never gets old.

jjapes: Gelungene Story. Hier und da ein paar Wort und Satz Fehler-lässt sich aber dennoch flüssig lesen. Danke dir fürs teilen deiner Phantasie!

Nora: J'ai tout aimé beaucoup de suspense

Manuela: Eine schöne und auch emotionale Geschichte war fesselnd und würde gerne ne Fortsetzung davon lesen

Maree: It’s good so far need to read more to get a understanding

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Lizbeth: Este libro es muy bueno e interesante igual que la autor@ y todos sus libros anteriores la recomiendo mucho por que me encanta el trama de sus historias

Irais: Eres una gran escritora hermosa eres la mejor 💜 me encantan todas tus historias, siempre captas mi atención desde el primer capítulo

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