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Alphas Embrace - Downtown - Matthew

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Zusammenfassung

Man schläft nicht mit dem Chef, egal wie heiß er ist. Sunny kehrt nach einer schwierigen Trennung von ihrem Verlobten in die Stadt zurück. Zwar hat sie nun ihre Freundinnen näher bei sich, aber das Geld wird knapp, denn sie findet einfach keine Arbeit, keine der großen Firmen will sie einstellen, obwohl sie mehr als qualifiziert ist. Dann findet sie einen Job in einem kleinen Familienbetrieb, während ihre Freundinnen wollen, dass sie sich ablenkt und sich ins Dating-Leben stürzt. Ihr Leben verändert sich, ob sie will oder nicht. Einen Tag bevor sie ihren neuen Job antritt, findet sie zwei neue Männer. Was sie nicht weiß: Einer davon ist ausgerechnet er, ihr neuer Chef. Aber er weiß es, und er hat gezielt nach ihr gesucht, denn sie ist nicht nur seine neue Mitarbeiterin, sondern auch seine Gefährtin. Menschen dürfen nichts von der Existenz der Gestaltwandler wissen, aber kann Matthew sich von ihr fernhalten, ohne wahnsinnig zu werden? Springt Sunny über ihren Schatten oder widersteht sie der Versuchung?

Genre:
Romance / Erotica
Autor:
Jum T.
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
18
Rating:
4.8 31 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Matthew

Sie ist es.

Sie ist es wirklich.

Ich habe ihren Duft schon kilometerweit gerochen. Der Duft von Pistazien und etwas, das ich nicht beschreiben kann, hat meine Sinne völlig überwältigt.

Er zog mich magisch zu ihr, zu meiner Gefährtin.

Lennart hatte große Mühe, mir zu folgen. Aber mein Wolf war nicht zu bremsen. Mein Wolf durchbrach die Nacht, folgte blind dem Geruch, ohne Orientierung, denn endlich habe ich sie gefunden. Ich hatte den Glauben an sie schon fast aufgegeben, hatte damit gerechnet, dem Wolfswahn zu verfallen, aber endlich habe ich sie gefunden, sie existiert, meine Gefährtin.

Wenn meine Eltern jetzt hier wären, würden sie vor Freude Luftsprünge machen. Seit einem Jahr höre ich fast täglich, dass ich meine Gefährtin finden muss, denn je näher mein dreißigster Geburtstag rückt, desto größer wird ihre Angst, ihren ältesten Sohn an den Wolfswahnsinn zu verlieren. Das letzte ihrer drei Kinder ohne Gefährtin und der Alpha des Rudels.

Aber die Tatsache, dass sie kein Gestaltwandler ist, würde sie wahrscheinlich noch mehr entsetzen als mich. Denn sie ist ein Mensch.

Lennart kommt kurz nach mir an der Stelle an, wo mein Wolf stehen geblieben ist, und sein Blick folgt meinem direkt zu ihr. Er weiß sofort, wer sie für mich ist, denn mein Wolf droht dem seinen, als er sieht, wie er sie ansieht.

Sie ist mein.

Und sie steht nur wenige Meter von uns entfernt, mitten im Wald, in einer engen Sporthose und einem engen Top, das ihre Brüste verführerisch zusammendrückt.

Ich muss meinen Wolf zwingen, sich nicht direkt auf sie zu stürzen und sie zu markieren. Bei der Göttin, ich habe mich nicht für meine Gefährtin aufgespart. Nur Beziehungen sind etwas, das ich nie geführt habe, denn sie haben keinen Sinn, sobald man seine Gefährtin gefunden hat, ist alles andere wie ausgelöscht. Es ist eine magische Verbindung, die von der Göttin selbst bestimmt wird.

Auch wenn es meinen Eltern nie gefallen hat, hatte ich immer nur Spaß mit anderen Gestaltwandlern, die immer wussten, worauf sie sich einlassen, aber bei ihrem Anblick fühle ich mich wie ein kleiner Junge, der zum ersten Mal in seinem Leben Brüste sieht.

Sie bemerkt Lennart und mich nicht, nur ihr großer Hund schaut uns furchtlos an und knurrt bedrohlich, er will, dass wir uns fernhalten, es ist eine Warnung. Verständlich, wenn man bedenkt, dass wir zwei Wölfe sind, die sein Frauchen beobachten. Er ist ihr Beschützer, was meinen Wolf eifersüchtig schnauben lässt.

Ihr schönes langes rotes Haar weht im kühlen Nachtwind. Ihre vollen Lippen, ihr herzförmiges Gesicht und ihre Stupsnase machen es mir unmöglich, mich zu bewegen, obwohl ich weiß, dass ich Abstand gewinnen muss, um nicht die Kontrolle zu verlieren. Ich will sie schmecken, sie immer wieder zum Höhepunkt bringen, bis sie um Erlösung bettelt. Ihr Duft liegt in der Luft, brennt sich in mir ein, und ich kann nicht anders, als mir vorzustellen, wie sie in meinem Bett liegt und vor Ekstase meinen Namen schreit.

Aber ihre schönen großen grünen Augen sind leer, zeigen keine Regung, kein Gefühl, es bricht mir fast das Herz. Sie ist gebrochen. Ich will wissen, was passiert ist und die Schuldigen in Stücke reißen.

Lennart stupst mich an, als ihr Hund uns immer lauter anknurrt und ihre Augen suchend in unsere Richtung wandern. Wir sind gut versteckt, unsere Wölfe verschwinden in den Büschen des Waldes und sie kann uns nicht entdecken, aber es wäre vielleicht nicht das Beste, wenn wir gezwungen wären, ihren Hund zu töten.

Sie läuft wieder los und ruft ihren Hund Bob. Dieser bleibt noch ein paar Sekunden stehen und starrt uns an, bevor er losläuft und ihr folgt.

Mit Abstand folgen wir den beiden, der Drang, bei ihr zu sein, wird von Sekunde zu Sekunde stärker.

Aber ich kann nicht, ich darf nicht, denn sie ist ein Mensch.

Abgesehen von der Handvoll Menschen, die unsere Ansprechpartner sind, wenn es um die Aufträge geht, die wir vom Staat bekommen, ist die wichtigste Regel, dass die Menschen nichts von unserer Existenz erfahren dürfen.

Niemals.

Wir sind so eine Art Spezialabteilung des Staates, wahrscheinlich gibt es die Abteilung offiziell gar nicht, aber wir sind diejenigen, die gerufen werden, wenn die Leute nicht mehr weiter wissen, oder wenn es um Fälle geht, bei denen vermutlich andere Wandler involviert sind.

Mein Großvater hat damals einen Deal mit ihnen gemacht, nachdem er sich im Krieg verwandelt hatte, um eine Chance zu haben, seine schweren Verletzungen zu überleben.

Und bis heute arbeiten wir für sie, es sind wirklich einfache Jobs für uns, denn es gibt kaum ein Risiko für uns. Wir heilen viel zu schnell, und wer rechnet schon damit, dass ein Rudel Wölfe aus dem Hinterhalt angreift.

Auch sie kann nicht ahnen, was im Gebüsch lauert, wenn sie vor ihrer Tür mit dem Schlüssel kämpft. Nur ihr Hund Bob schaut immer wieder in unsere Richtung, er weiß, dass wir da sind. Sie bemerkt zwar, dass ihr Hund ihr etwas mitteilen will, aber sie ignoriert es gekonnt.

Sie schaut zwar kurz in die Richtung, in die ihr Hund gerade deutet, aber anstatt Angst zu bekommen, zuckt sie nur mit den Schultern und sie flucht leise, als die Tür zu ihrem Wohnkomplex endlich nachgibt.

Mein Wolf winselt leise, als sie aus unserem Blickfeld verschwindet.

Lennart stupst mich an, ich weiß, dass er mir sagen will, dass wir abhauen müssen. Wir sind in unserer Wolfsgestalt viel zu nah an der Stadt, das Risiko, erwischt zu werden, ist zu groß und Wolfsjäger brauchen wir jetzt nicht noch zusätzlich.




„Sie ist es also wirklich? Verdammt! Endlich!“ sagt Lennart und grinst breit.

Seine freunde über meine gefundene Gefährtin sind kaum zu überhören, aber ich kann nicht anders, als mein Gesicht in den Händen zu vergraben.

„Sie ist ein Mensch! Bei der Göttin, das muss ist ein schlechter Witz sein!“ schreie ich fast und werfe die Unterlagen von meinem Schreibtisch.

Lennart nickt und schaut aus dem Fenster in den dunklen Wald, aus dem Boris und Theo gerade von ihrer Patrouille zurückkehren. Ein anderes Rudel dringt immer wieder in unser Revier ein und sorgt für Ärger.

„Wenn sie deine Gefährtin ist, ändert das einiges, Matthew.

Vielleicht ist es ein Zeichen der Göttin, dass es Zeit für Veränderungen ist.

Ich habe von einigen Rudeln gehört, in denen die Gefährtin ein Mensch ist, es gibt genug ‚Ausnahmen‘“, erklärt Lennart.

„Das ergibt alles keinen Sinn“, sage ich mehr zu mir selbst als zu Lennart, aber er schüttelt nur den Kopf über meine Worte. Ich weiß, dass er Menschen mag, er hat sie schon immer gemocht, besonders seit er diese Flirtplattformen entdeckt hat und fast jedes Wochenende eine andere Frau abschleppt.

Lennart schaut mich einen Moment an, bevor er mein Büro verlässt und mit einer Mappe zurückkommt, die wie eine Bewerbungsmappe aussieht.

Er schaut kurz hinein und lacht, bevor er sie mir reicht.

Ich schaue ihn fragend an, was sein Grinsen nur noch breiter werden lässt: „Ich wusste, dass ich sie schon einmal gesehen habe, nicht nur von der App, sondern auch da drin“, wobei er wieder auf die Bewerbungsmappe deutet.

Es ist eindeutig ihr Gesicht, das mich anlächelt, auch wenn sie auf dem Foto eher wie die typische Geschäftsfrau aussieht und nicht wie die wilde, aber gefühlskalte Version von ihr, die ich im Wald gesehen habe.

Ich schaue Lennart finster an, ich kann nicht anders, als seine Worte immer wieder in meinem Kopf zu hören: „Du hast sie also auf dieser Flirtplattform gesehen? Hast du sie deshalb eingeladen?!“

Eifersucht steigt in mir auf, was dumm ist, aber ich kann mich kaum beherrschen. Ich stehe auf, gehe um den Tisch herum, der uns trennt, und bleibe direkt vor ihm stehen, begleitet von einem tiefen Knurren, als ich sage: „Lass sie in Ruhe!“

Lennart hebt sofort entschuldigend die Hände: „Nein! Sie ist die qualifizierteste Bewerberin, ich habe sie erst danach gefunden! Ihr Account muss noch ganz neu sein!“

Ich suche nach Unehrlichkeit in seinem Gesicht, finde aber keine.

Er sagt die Wahrheit.

„Sie kann hier nicht arbeiten“, sage ich und wende mich von ihm ab. Es ist schon gefährlich, jemanden bei uns im Betrieb arbeiten zu lassen, der nicht über uns Bescheid weiß, aber Lennart braucht Hilfe, angeblich wird es ihm zu viel, oder er hat keine Lust mehr und will mehr Zeit mit seinen flüchtigen Bekanntschaften verbringen, wer weiß, aber ausgerechnet meine Gefährtin hier arbeiten zu lassen, das kann nicht gut gehen.

„Wenn du meinst, okay. Wir sagen, wir haben die Stelle schon besetzt. Dann findet sie vielleicht was anderes und wenn nicht, dann ist sie in spätestens zwei Monaten obdachlos. Ich habe Travis ihre Finanzen überprüfen lassen, es sieht wirklich nicht gut aus“, in jedem Wort, das Lennart sagt, schwingt die Wahrheit mit.

Lennart und ich sind nicht nur seit unserer Kindheit beste Freunde, er ist auch mein Beta und ich schätze seine ehrliche Art, mit mir zu reden. Das würde sich sonst niemand trauen, und das aus gutem Grund. Meinem Wolf gefällt der Gedanke gar nicht, wir wollen sie beschützen und sie in all dem Luxus baden, den sie verdient.

Meine Gefährtin.

Sunny.

Lennarts Blick ist siegessicher, als er zum finalen Schlag ausholt: „Na ja, vielleicht ist sie ja gar nicht obdachlos, sondern einer der Typen auf dieser Flirtplattform hat Mitleid und nimmt sie auf.“

Der Gedanke, dass sich ein anderer Typ meiner Gefährtin nähern könnte, lässt meinen Wolf tief und bedrohlich knurren.

Lennarts Grinsen verschwindet kaum aus seinem Gesicht: „Wir wissen beide, dass du irgendwann wie ein Welpe zu ihr krabbeln wirst, also warum nicht das Nützliche mit dem Unvermeidlichen verbinden?“

Ich schaue mir ihren Lebenslauf an, sie ist wirklich mehr als qualifiziert. Sie könnte ohne Probleme woanders arbeiten, für viel mehr Geld, als wir ihr bieten.

Aber da ist eine Lücke von zwei Jahren, vielleicht hat sie deshalb niemand eingestellt.

Ich schaue Lennart einen Moment an, mein Wolf findet Lennarts Idee super.

Mehr noch, er liebt seine Idee, weil er das Gefühl hat, sie so beschützen zu können.

Ihre leeren Augen kommen mir wieder in den Sinn, diese gefühllosen Augen, die verraten, dass ihr etwas zugestoßen ist.

Auch wenn ich sie nicht für mich beanspruchen kann, beruhigt mich und meinen Wolf der Gedanke, sie wenigstens für diese Zeit in meiner Nähe zu haben und zu beschützen.

„Okay“, stimme ich Lennart zu.

Er lacht laut, als hätte er gewusst, dass ich nachgeben würde. Ehrlich gesagt, ich glaube, ich wusste es auch.

Ich betrachte ihr Bewerbungsfoto noch eine Weile, ihre grünen Augen, ihre Lippen und ihr Lächeln lassen meinen Wolf leise heulen, er will zu ihr und ich auch.

„Auf welcher Plattform hast du sie gefunden?“

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kittu: Can’t wait for the next update. It’s a pretty exciting storyline

Devika: Short but soo good 😊👍🏻. There's a lot of meaning in each chapter giving lessons about life. I really enjoyed it even it makes me cry so much but ended happily ever after ❤️🤗. Expecting a lot like this from the author.

Beverley: I enjoyed the book and the storyline was funny sad and well written I look forward to reading more of your storys

Kim Mahaffey: It kept me interested, loved the characters and had me laughing until I cried

cwalton1951: Scared for Dr Bart. Will he come back from the Yukon?

María Del Carmen: Buena redacción, signos bien colocados que hacen fácil la lectura y comprensión

Army gurl: I love this novel soo much

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Viola.: Tolles Buch 👍😄

Tamara: Mir gefällt die Geschichte

annemirl56: Gefällt mir sehr gut! Gut und zügig zu lesen.. deine Bücher laden zum entspannen ein.Danke dafür 🫶🫶🫶

Meegan: About to start book 4 omg I'm so so addicted to this series

marilyn: It's awesome to hear about all these shifters finding their fated mates. I can't wait to hear more about them. I also want to hear about the cubs. And for Daryl to find his mate.

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