Die Zwillingswerwölfe - Sonne und Finsternis

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Summary

Band 1 Es gibt eine Legende die besagt, dass vor hunderten von Jahren, zwei Zwillingswerwölfe geboren wurden. Beide konnten sie nicht unterschiedlicher sein. Der eine Zwilling: männlich, schneeweißes Fell und eine reine Seele. Der zweite Zwilling: weiblich, pechschwarzes Fell und eine unreine Seele. Nachkommen wurden geboren und Ich war eine davon. Schwarzes Blut fließt durch mich hindurch. Mein Name: Die Königin der Finsternis.

Status
Ongoing
Chapters
4
Rating
n/a
Age Rating
18+

Prolog

Aufgeregtes Heulen schallte durch den Wald und ließ die Luft erzittern. Aufgeregt und aggressiv warteten meine Krieger darauf, dass der Kampf ausbrach.

Die Luft war mit dem herrlichen Duft der anderen Krieger verpestet.

Meine Krieger hingegen rochen nach Dreck, Wald und Schweiß. Der Duft, der mir lieblich und bekannt vorkam. Einfach göttlich herrlich.

Aufgeregtes Knurren drang vor mir und hinter mir an meine Ohren. Sie wollten kämpfen, was ich auch daran merkte, dass viele sich über die Mäuler leckten, ihre Augen aufblitzten und kaum noch einer ruhig da stand. Der Blutdurst floss durch uns alle und jeder wollte ihm nachgehen.

Sie wollten, dass das Blut nur so floss, die Knochen knackten und der Puls des Gegners sank.

Ich spürte ihre Gier nach Macht bis ins Mark, doch sie hielten sich mit dieser zurück. Denn dieselbe Gier floss auch durch mein schwarzes Blut und niemand wollte mich übertreffen. Diese Gier ließ mich töten und hatte mich schon fast so einige Male in den Wahnsinn getrieben.

Doch wir mussten uns gedulden. Der Kampf hatte noch nicht begonnen, doch dies ließ sich schnell ändern.

Erneut schnupperte ich in der Luft und bemerkte die Unsicherheit der anderen. Listig und entzückt lächelte ich und bleckte die Zähne.

Die weißen Wölfe, die uns gegenüber standen, scharrten unruhig und vor Angst im Waldboden herum. Sie dachten ich merke dies nicht, aber mir fiel so etwas sofort ins Auge. Sie wussten nicht, was sie machen sollten und schauten immer wieder fragend zu ihrem Anführer.

Dieser blickte über die Menge, zählte meine Krieger und hielt Ausschau nach mir.

Da ich mich aber, wie jeder andere meiner Krieger, vorher im Schlamm gewälzt hatte, stach ich nicht aus der Menge heraus und blieb unentdeckt.

Ich selbst hatte schon lange alle weißen Krieger gezählt und meine Späher hatten mir versichert, dass sich wirklich alle weißen Krieger hier befanden. Auf meiner Seite jedoch, war dies nicht so.

Einige meiner Krieger hockten hinter meiner Armee und warteten darauf, dass, wenn gerade die Schlacht voll im Gange war, sie aus ihrer Deckung kamen und angriffen.

Das war keines Falls fair, aber so war meine Strategie nun einmal und noch nie hatten wir verloren. Denn, wie sollte ein anderer davon je erfahren haben, wenn doch alle, die sich uns in den Weg stellten, starben?

Einer der weißen Krieger trat augenblicklich vor. Ich identifizierte ihn als Nick Qualston. Er war enger Vertrauter des Alphas und so etwas wie sein Beta. Pah, ein Beta, so etwas brauchte man doch nicht, wenn man selbst stark genug war. Ich, zum Beispiel, hatte keinen Beta, alle waren mir unterlegen und für meine Nachkommen sollte auch immer dies der Fall bleiben, sonst wären sie eine Schande für unser schwarzes Blut.

„Wenn ich fragen darf, wo bleibt denn die Anführerin des schwarzen Blutes?", fragte Nick und wandte sich dem Alpha fragend zu.

"Ja, wo ist sie denn?", kam es nun von vielen aus den Reihen der weißen Wölfen.

Ohh, wenn sie nur wüssten, wie nah ich doch war.

Dies gehörte auch mit zu meiner Taktik. Alle meiner Krieger-ich eingeschlossen-rochen und sahen gleich aus, bis auf die Augen. Doch bei einem Kampf wie diesen, achtete niemand auf die Augen. Das war ein entscheidender Vorteil für uns. So konnte niemand mich, die Königin der Nacht, töten, denn jeder könnte nun ich sein.

„Ist sie wohl zu feige?", feixte dieser Nick plötzlich. In mir ballte sich augenblicklich eine unglaublich große Wut an. Wie konnte er nur? Dafür müsste er bezahlen!

Ich musste an mich halten, um nicht gleich unkontrolliert vorzuschnellen. Nein, mir kam ein anderer Einfall. So könnte ich den ersten Tod vollkommen auskosten und meine Wut würde sich dann schon mit weiteren geflossenen Blut besänftigen lassen.

Urplötzlich schoss ich mit gezogenen Krallen auf diesen Großkotz zu und landete schräg hinter ihm.

Güldenes Blut floss aus einer klaffenden Wunde an seinem Hals heraus und er begann zu röcheln. Wie erwartet hatte ich die Finsternis genutzt und ihm im Sprung einen heftigen Hieb versetzt.

Wie konnte er es auch wagen, mich, die Königin der Nacht, als einen Feigling abzustempeln!

Nicht umsonst hieß ich so.

Mit einem fürchterlichen Heulen meinerseits, schossen meine dunklen Krieger auf die Gegner, während sie mir eine Schneise freigaben, damit ich gegen den Strom schwarzer Wölfe laufen konnte.

Reden war nie mein Stil, weshalb ich meine Krieger, ohne Vorwarnung, den Kampf beginnen lassen habe.

Der Tod hatte Nick schon lange eingeholt, als weiteres Blut floss.

In dieser Nacht wurde viel Blut vergossen. Nicht nur goldenes, sondern teilweise auch schwarzes.