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Klöten in Nöten

Summary

Jochen Haase landet in der Notaufnahme und verzweifelt.

Genre:
Humor
Author:
Nea Morielle™
Status:
Complete
Chapters:
1
Rating:
n/a
Age Rating:
16+

Klöten in Nöten

Klöten in Nöten

Zischend zog er die Luft ein. Noch nie hatte er solche Schmerzen gehabt... Und zum ersten Mal seit langem, wünschte er sich zurück nach Berlin - auch wenn es dort unheimlich peinlich für ihn werden würde.
„Tut es noch sehr weh, Schatz?”, fragte sie ihn vorsichtig. Doch wenn sie genauer darüber nachgedacht hätte, hätte sie gewusst, dass sie sich diese Frage auch schenken konnte! Natürlich tat es noch weh. Und ganz sicher würde es noch einige Tage, wenn nicht sogar Wochen, wehtun! „Natürlich nicht. Lass uns nach Hause fahren. Vielleicht fallen sie ja einfach ab“, antwortete er sarkastisch. Die Frau lebte doch wirklich manchmal auf dem Mond!
„Das wäre aber kontraproduktiv“, entgegnete sie stirnrunzelnd.
„Ein bisschen Verlust ist immer. Wenn das hier noch länger dauert, wird ohnehin nichts mehr produziert!“, maulte er frustriert, während er versuchte sich so wenig wie nötig zu bewegen. Es tat ihm leid, dass er sie, frustriert wie er war, anpflaumte. Er wusste genau, dass sie ihm, wenn sie die Möglichkeit dazu hätte, die Schmerzen abnehmen würde. Ohne mit der Wimper zu zucken. Außerdem konnte er in ihrem Gesicht sehen, dass sie ein schlechtes Gewissen hatte. Weil sie neugierig war und ständig neue Dinge ausprobieren musste. Der Grundgedanke war nicht schlecht gewesen! Eigentlich hatte es ihm auch gefallen... Aber gerade eben verfluchte er sich, dass er nicht einfach ins Bett gegangen war oder Suse zum Trocken an die Leine gehängt hatte. „Was dauert denn da so lange?“
„Beruhige dich“, sagte sie leise und strich ihm liebevoll über den Arm. „Der Arzt sagte doch, dass ein Notfall reingekommen ist und sie sich erst darum kümmern müssen.“
„Und das hier ist kein Notfall?“, fragte er entrüstet. „Schau es dir an! Der Begriff „blue balls“ bekommt hier gerade eine ganz neue Bedeutung.“
Neugierig streckte sie den Hals und begutachtete seine „Kronjuwelen“, die heute mehr Leid als Spaß erfahren hatten. Sie waren blau. Lila-bläulich gefärbt und prall.
Ein sehr unappetitlicher Anblick, fand Suse. „Sieht ungesund aus“, sagte sie angewidert. Nur mit größter Anstrengung schaffte sie es, nicht einfach mal mit dem Zeigefinger reinzudrücken. Vermutlich würde er durch die Decke gehen. „Vielleicht schwillt es von selbst ab?“
„Wenn es nach dreißig Minuten noch nicht abgeschwollen ist, sehe ich schwarz“, seufzte er und verzog erneut das Gesicht, als sich hinter ihr plötzlich die Tür öffnete.
„Nun zu Ihnen, Herr Haase.“ Grinsend sah der Kittelträger auf seinen Patienten hinab und zog sich die Latexhandschuhe mit einer Ruhe über die Hände, die ihresgleichen suchte. „Gleich kommt eine Schwester mit einem Werkzeug, welches ich dazu nutzen werde, den Ring zu entfernen.“
„Was heißt hier Werkzeug?“, wollte Jochen wissen und auch seine Freundin spitzte die Ohren.
„Och … nur ein kleines, handliches Werkzeug, welches Ihnen und Ihren Hoden Erleichterung verschaffen wird.“
„Nein, nein, nein! So ähnlich bin ich in die Situation gekommen“, erklärte er schnell. „Weil jemand dachte, dass es ein Spaß wäre und es in den schmuddeligen Filmchen, die ihre beste Freundin ihr ständig schickt, den Männern so gut gefällt. Nichts kommt mehr in die Nähe meines Genitalbereichs, ohne dass ich weiß, was es ist und wie es möglicherweise enden wird.“
„Entschuldige mal bitte“, fuhr sie dazwischen. „Ich konnte ja nicht ahnen, dass du den Ring falsch und zudem auch noch zu fest anlegst. Niemand hat gesagt, dass du dir deine Klöten damit abklemmen sollst.“
„Der Typ in dem Video hat das auch so gemacht“, nuschelte er abwehrend.
„Nein, hat er nicht.“ Kopfschüttelnd verschränkte sie die Arme vor der Brust und funkelte den Arzt böse an, der breit grinsend auf seinem Stuhl saß und die Unterhaltung genoss. „Wollen Sie ihm jetzt helfen oder grinsen Sie gleich im Kreis?“, fragte sie leicht angesäuert. „Eigentlich wollte ich Kinder mit diesem Mann haben.“
Vielleicht war Impotenz doch nicht so tragisch, wie alle Männer immer sagten?
„Dann sollten Sie ihm aber unbedingt eine Gebrauchsanweisung schreiben“, witzelte der Doktor drauf los. Er warf einen kurzen Blick auf die Uhr. „Die Schwester sollte gleich hier sein.“
Gleich, war ein dehnbarer Begriff, das wussten sie alle. Und so kam es, dass besagte Krankenschwester weitere zehn Minuten brauchte, um den Raum zu finden, in dem sie warteten. Beinahe unter Tränen entschuldigte sie sich beim behandelnden Arzt und übergab ihm etwas, das aussah wie eine Kreissäge. In Miniaturausgabe!
„Ähm, Schatz?“, wisperte Suse ihrem Freund zu und beäugte kritisch das Gerät. „Auf einer Skala von eins bis zehn, wie sehr wirst du mich hiernach noch lieben?“
„Frag mich das noch einmal, wenn dieser beschissene Ring endlich ab ist und ich mich wieder wie ein vollwertiger Mann fühle!“
„O-kay“, meinte sie nur und lehnte sich zurück. Sie kannte ihn gut genug um zu wissen, dass er einen astreinen Nervenzusammenbruch bekommen würde, sobald er sah, was da auf ihn und seine heiligsten Stücke zukam.
Und tatsächlich brachte der bloße Anblick den sonst so entspannten Jochen Haase zum Kreischen, wie ein kleines Mädchen. Später würde er seiner Freundin eine Urkunde ausdrucken. Ihn an einem Abend davon zu überzeugen, dass vollkommen normaler Sex die bessere Alternative war und ihn dazu zu bringen über eine Vasektomie nachzudenken... Das hatte noch niemand geschafft.

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