A Magic Shewolf (German Version)

Kapitel 3: Auf nach Hogwarts

Und das tat sie auch. Doch begleitete sie mich nicht zum Zug, sondern erklärte mir den Weg. Ich trat durch die Absperrungen zwischen Gleis neun und zehn und starrte auf die blutrote Lok des Hogwarts-Express. Es roch nach Kohle, Haustieren und Zauberei. Es roch gut. Ich schlenderte am Zug entlang und suchte mir ein leeres Abteil und hob meinen Koffer galant ins Gepäcknetz. Ein Haustier hatte ich nicht, kein Geld, außerdem war ich selbst mir Haustier genug. Und Hilfe brauchte ich mit dem Koffer sicher nicht, ein Werwolf war stark, und ich war durch meinen Vater sogar noch stärker. Ich setzte mich auf den Fensterplatz und schloss die Augen. Bis gestern war Vollmond gewesen und ich hatte noch ein wenig Schlaf nachzuholen.

Nach zwei, vielleicht auch drei Stunden jedoch wurde ich geweckt. Zwei rothaarige Mädchen hatten sich in das Abteil gesetzt und spielten lautstark eine Runde Zauberschnippschnapp. Ich kannte das Spiel, wir spielten es im Wald auch hin und wieder. Ich murmelte die Zauberformel und öffnete die Augen.

„Oh, du lebst ja doch", sagte der eine Zwilling. Sie roch nach Plätzchen und nach Zimt. Es roch fast wie Weihnachten, gruselig.„Wie ihr sehen könnt", meinte ich kühl. Ich wusste, dass meine Stimme rau klang, ich brauchte sie ja selten.

„Du klingst, als wärst du heiser. Ich bin Alana und das ist Madison. Wir sind Weasleys. Und du?", sagte der andere Zwilling. Sie roch süßlich, nach Gummibärchen und nach dem Rauch von Explosionen, interessant…

„Ich bin Rosalie. Rosalie Delgrey", antwortete ich ruhig.

„Ui, das klingt Französisch. Kommst du aus Frankreich?", fragte Madison, die zuerst gesprochen hatte.

„Nein, ich wohne im Gwydyr Forest of Wales und eigentlich habe ich auch einen anderen Nachnamen, aber der ist nicht sooo praktisch", erwiderte ich und wandte mich der Servierwagenhexe zu, welche mir Bertie Botts Bohnen in allen Geschmacksrichtungen und einige Kesselkuchen überreichte, denn ein wenig Geld war immer noch übrig von dem, was McGonagall für den Einkauf in der Winkelgasse geholt hatte. Auch die beiden Mädels waren ganz heiß auf die Kesselkuchen und vor allem auf die Bohnen, die nach wirklich allem schmeckten. Ich erwischte Leber, Steak–und-Nieren–Pastete, Pfefferminz und Blut. Bei der letzten Bohne leckte ich mir unfreiwillig die Lippen, ich hatte wohl den Blutdurst meines Vaters geerbt. So wurde der Rest der Zugfahrt recht vergnüglich, denn diese Bohnen zu essen war schon interessant.

Angekommen in Hogwarts trennten sich die Zwillinge und ich. Die Zwillinge waren bereits ein Jahr in Hogwarts, so gingen sie zu den schwarzen, von selbst fahrenden Kutschen, ich jedoch zu den kleinen, klapprigen Booten, die uns über den See fahren sollten. Sie waren schön, die Ländereien von Hogwarts, es roch nach Wald, nach dem See und nach uralter Magie. Das versprach eine schöne Zeit zu werden.

Seine Sicht:

Ich saß an unserem Haustisch. Ich war vor einem Jahr den Slytherins zugeteilt worden, so wie Vater und Mutter vor mir.

Doch das war nichts Schlimmes, denn mein Onkel war Harry Potter, der Mann, der Voldemort getötet hatte. Ich war so gesehen eine doppelte Berühmtheit, denn mein Vater war Draco Malfoy, Sohn einer Familie voller Slytherins und Todesser. Aber das machte das Leben nur zu einer Herausforderung und ich hatte von Mutter den Hang zu Herausforderungen geerbt. Denn nach meinem Namen dachte erst mal niemand an meine Mutter und meinen Onkel, aber das war eben nun mal so, damit lebte ich und ich mochte es. Ich hatte Vaters kühle, arrogante Art geerbt, sowie seine und Mutters listige Ader, das hatte mich wohl nach Slytherin gebracht. Doch hatte ich auch Dinge an mir, von denen Mutter immer sagte, sie erinnerten sie stark an ihren Bruder, von meinem Hang als Sucher spielen zu wollen, bis hin zu meinen graugrünen Augen.

Ich beobachtete die Auswahl der Häuser mit wachem Interesse. In der Reihe der Schüler stand ein Mädchen, das seltsam silbergraue Haare hatte und seltsam blaue Augen. Sie sah interessant aus, anders. Sie gefiel mir auf Anhieb. Ich lauschte Professor Sullivan bei der Verteilung der neuen Schüler.

„Delgrey, Rosalie", hörte ich sie sagen. Das war sie, das war dieses Mädchen! Sie schritt nach vorne und setzte den Hut auf. Er schwieg lange, so wie er bei mir geschwiegen hatte.

„RAVENCLAW" Der Tisch in blau klatschte laut. Ich beobachtete sie neugierig. Sie bewegte sich anders als all die anderen Mädchen, vorsichtiger. Ein bisschen wie ein Tier. Ich sah, wie er sie begrüßte, Frank Longbottom, Sohn meines Kräuterkunde-Professors. Ein alter Schleimsack war er, nichts weiter! Eifersucht kochte in mir, was war denn nun los?

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