A Magic Shewolf (German Version)

Kapitel 9: Das Finale

Seine Sicht:

Seit diesem Kuss war ich Rosalie nie wieder nahe gekommen. Ich schaffte es, Vater davon zu überzeugen, dass das Werwolf-Registrierungs-Gesetz geändert werden musste und er schaffte es, keine Ahnung wie, dass der Zaubereiminister diese Änderungen zuließ, somit konnte Rosalie in der Abteilung zur Führung und Aufsicht magischer Geschöpfe arbeiten. Doch trotz alldem sah ich sie lange nicht wieder.

Fünf oder sechs Jahre vergingen und langsam verlangte die Familientradition nach Hochzeit und Erben. Doch fürs Erste stand eine andere Hochzeit an. Vor kurzem war Alanas Eule ins Haus geflattert mit der Einladung zu ihrer Hochzeit mit Ethan. Auch Mutter und Vater waren geladen und so apparierten wir am Tag der Hochzeit zum Fuchsbau.

Das Haus war schon immer seltsam gewesen, doch mit dem quietschbunten Zelt daneben sah es erst recht seltsam aus. Die Hochzeit wurde im Zelt gefeiert. Ich entdeckte James und Albus am Eingang des Zeltes.

„Hey Al, James", begrüßte ich sie.

„Hey Scorp. Guten Tag Mr und Mrs Malfoy", antwortete Albus. Er trug sonnengelb, so wie alles hier in verschiedenen, zusammenpassenden Gelbtönen gehalten war. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass hier jemand den Klitterer las, denn meine Mutter hatte mir erzählt, was die Lovegoods über Hochzeitskleidung dachten. Wir in unseren dunklen Sachen stachen hier furchtbar hervor. Albus geleitete uns zu unseren Plätzen. Im Zelt standen viele Holzstühle aus verschiedenen Holzarten und fürchterlich bunte Luftballons hingen unter der Decke. Ich ging nach vorne zu Ethan, der einen blauen Umhang trug.

„Na, Bräutigam?"

„Hallo Trauzeuge, gut hergefunden?"

„Wir reden vom Haus meines Paten, Ethan."

„Ach ja, ich vergaß. Hast du Rosalie schon gesehen?", fragte er und klang nervös. Ich verneinte.

„Sie sollte Alanas Trauzeugin sein, Madison hatte viel zu viel mit der Planung zu tun. Rose und Lily geben die Brautjungfern."

Ich ließ den Blick durch das sich füllende Zelt schweifen. Da entdeckte ich Rosalie. Sie trug ein einfaches, schwarzes Cocktail-Kleid und war barfuß. Zügig schritt sie durch das Zelt und stellte sich an ihren Platz. Sie sah schöner aus denn je, wilder. Ihr silbergraues Haar war kein bisschen ordentlicher oder länger. Ihre Haut zierten einige helle Narben und ihre rot-goldenen Augen glühten.

Die Trauung begann. Alana trug ein wallendes Brautkleid, das golden war wie die Sonne und ihre Haare fielen in tausend roten Locken über ihren Rücken. Auf ihrer Stirn thronte das Familien-Diadem der Weasleys. In ihrer Hand trug sie einen Strauß aus dreizehn roten und weißen Rosen. Ich hörte ihre Mutter vor Glück leise schluchzen. Mein Pate führte seine Tochter natürlich zum Altar, während sein Bruder damit beschäftigt war, unauffällig goldene Blütenblätter vor seiner Nichte herabregnen zu lassen und gleichzeitig seine vor Glück schluchzende Schwägerin zu beruhigen.

Nach der Trauung sollten sich alle noch unverheirateten Frauen aufstellen, den Strauß zu fangen. Ich erkannte Rosalie unter ihnen. Alana warf ihren Strauß über den Rücken hoch in die Luft. Er landete zielgenau in Rosalies Händen. Verwirrt besah sie sich ihren Blumenstrauß. Ich sah, wie sich alles zum Tanzen wandte und Rosalie mit dem Blumenstrauß das Zelt verließ. Ich folgte ihr.

Am Gartenzaun blieb sie stehen und zupfte den Rosen einzeln die Blätter aus.

„Hast du keine Lust zu heiraten?", fragte ich sie. Rosalie fuhr herum und ließ den Strauß fallen. Sie entspannte sich wieder, als sie mich erkannte.

„Ach du bist es. Hallo Scorpius."

„Hallo. Du siehst wilder aus als früher."

„In die Rangordnung der Grauen Wölfe kommen keine Schwächlinge…"

„Und du bist jetzt wo?"

„Ich darf als drittes fressen", erwiderte sie stolz. Ich schüttelte mich kurz über ihr animalisches Leben.

„Du hast meine Frage nicht beantwortet", erinnerte ich sie. Sie nickte bloß.

„Ich weiß."

„Und, würdest du heiraten wollen?"

„Sicher, nur nicht so bunt. Aber wer würde mich heiraten?"

„Ich", antwortete ich ohne nachzudenken.

„Du? Du weißt schon noch, was ich bin, oder?"

„Eben drum. Du bist halt was ganz Besonderes."

„Sollte das jetzt ein Antrag sein?"

„Wenn du ihn als solchen sehen magst, immer."

„Dann sage ich ‚ja'."

Ich lächelte glücklich und schloss sie zu diesem zweiten Kuss ganz fest in meine Arme.

Wir verbrachten die Nacht im Wohnzimmer des Fuchsbaus. Alle anderen Zimmer waren belegt. Am nächsten Morgen erwachte ich durch ein unglaublich verschlafenes Geräusch. Ich wollte etwas sagen, doch Rosalie hielt mir eine Hand vor den Mund und stand auf. Ethan kam ins Wohnzimmer getappt, in Unterwäsche und vollkommen verschlafen.

„Hey Ethan, wohin des Wegs?", fragte Rosalie frech und stellte sich neben ihn.

„I-i-i-ch wollte ins Badezimmer", gähnte er und rieb sich die Augen. Er war eindeutig zu müde um zu merken, dass er sich im Wohnzimmer befand.„Dann will ich dir mal helfen", sagte Rosalie frech und zog ihn am Arm hinter sich her. Was hatte sie vor? Sie zog Ethan hinüber zum Wohnzimmerschrank, der so groß war, dass ein Hippogreif darin hätte tanzen können, und öffnete dessen Tür. „Hier!"

Ich musste einen Kicherkrampf unterdrücken.

„D-d-d-d-anke", gähnte Ethan und schloss die Schranktür hinter sich. Rosalie lachte und setzte sich zu mir aufs Sofa. Wir beide kicherten und kurz darauf betrat Madison das Wohnzimmer, ihr heute blondes Haar war ziemlich zerrupft.

„Morgen Rosie, Scorp! Habt ihr Alanas Ehemann und meinen Schwager gesehen?"

„Er ist im Schrank."

„Was bitte macht er im Schrank?"

„Er denkt, er sei im Bad", erwiderte Rosalie und kicherte böse. Auch Madison kicherte nun und drehte sich um.

„Hey, Alli! Ich hab deinen Ehemann gefunden! Er ist nicht getürmt!"

Kurz darauf tauchte Alana im Wohnzimmer auf, im Bademantel.

„Wo denn?", fragte sie irritiert.

„Im Schrank", antwortete ich und schüttelte mich vor unterdrücktem Lachen. Alana hob die Augenbrauen und zog die Schranktür auf. Dann begann sie schallend zu lachen. Ethan stand im Schrank und versuchte, mehr oder weniger verzweifelt, den Knopf zu finden um die Dusche anzustellen. Wir lachten schallend und Ethan sah uns grummelig an.

„Müsst ihr das immer ausnutzen, wenn ich einmal ein bisschen viel trinke?!", meinte er und begann dann selber zu lachen. Er war halt auch mit 'nem Kater noch für jeden Spaß zu haben.

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