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Das Grauen von Hogwarts

By shinai

Humor

1. Akt

Cornelius Fudge, Nochminister für Zauberei, wischte sich den Schweiss mit einem Taschentuch aus dem hochroten Gesicht und starrte durch die Gitterstäbe der geschlossenen Tore von Hogwarts zu den beiden zerzausten Gestalten dahinter. Von weitem drang gedämpfter Lärm zu ihnen durch die ungewohnte Julihitze. Ein Knall zerriss die Geräusche, Fudges Blick schweifte zum Himmel, wo ein Feuerwerksdrache eben seine Flügel spreizte und irr hin und her sauste. Fudge blinzelte, kniff die Augen zusammen und fixierte erneut McGonagall und Snape, die sich noch immer nicht rührten.

Der Anblick der Beiden war ungewohnt: McGonagalls sonst so akurates Aussehen hatte merklich gelitten. Strähnchen hingen wirr aus ihrem Dutt, die Brille sass schief auf ihrer Nase und auf ihrem Umhang schimmerten bläuliche Flecken. Um Snape stand es nicht besser: Seine Haare waren so fettig, dass sich der Glanz bereits auf dem Kragen seines Umhangs fortsetzte, und sein Gesicht beinahe weiss. Beide blickten sie aus müden Augen mit dunklen Ringen darunter stumm zurück.

Frechheit, dachte Fudge, während die Finger seiner rechten Hand nervös mit dem Zauberstab spielten und er sich fragte, ob es richtig gewesen war, herzukommen. Aber jetzt, wo alles um ihn zusammenbrach, konnte er sich keine Schwäche leisten. Also straffte er seinen Rücken und rief:
„Ich verlange eine Erklärung!“ Schweigen.
„Wo sind meine Auroren?“ zeterte er. „Warum werden meine Briefe nicht beantwortet? Wo ist Dumbledore und warum, verdammt noch mal, ist das Tor verschlossen?“

„Briefe?“ fragte McGonagall tonlos. „Welche Briefe?“
„Die Briefe, die ich Ihnen geschickt habe natürlich!“ brüllte Fudge.
Die beiden hinter dem Tor wechselten einen Blick.
„Es gab Probleme mit der Eulenpost“, antwortete Snape leise und klemmte sich eine fettige Strähne hinters Ohr.
„Was für Probleme?“ schnaubte Fudge. „Lassen Sie mich endlich rein!“

Wieder sahen sich die beiden an.
„Was meinen Sie, Severus?“ fragte McGonagall. Snape lächelte dünn.
„Er scheint mir ganz der Alte zu sein“, erwiderte er maliziös, zog seinen Zauberstab aus dem Umhang und tippte gegen das Schloss des Tores. Es klickte und klackte, dann schwangen die Torflügel quietschend auf, gerade lang genug, dass Fudge sich hindurchzwängen konnte, ehe sie sich wieder mit erneuten Klicks und Klacks hinter ihm schlossen. Fudge warf einen irritierten Blick zurück, fing sich halb und brüllte:
„Ich verlange eine Erklärung! Wo ist Dumbledore und was ist das für ein Lärm?“
„Der Lärm“, seufzte McGonagall. „Ich glaube, unter anderem sind das Ihre Auroren.“ Sie seufzte erneut. „Es lässt sich schlecht erklären. Besser, Sie machen sich selbst ein Bild.“

~0~

Fudge ging hinter McGonagall und Snape die gewundene Strasse entlang, immer dem Lärm entgegen. Über ihren Köpfen explodierte weiteres Feuerwerk und Fudge zuckte bei jedem neuen Knall zusammen. Seine um den Zauberstab gekrallte Hand wurde feucht, das Taschentuch in der anderen war längst nass und er selbst immer verzagter. Was ging hier nur vor? Es waren doch Sommerferien, die Schule müsste verlassen sein; genau genommen sollten weder McGonagall noch Snape hier sein. Und ich am allerwenigsten, dachte er ärgerlich.

Doch länger konnte er das Verschwinden eines Dutzend Auroren nicht mehr vertuschen – die Leute begannen Fragen zu stellen. Aber was hätte er denn tun sollen? Dumbledores Bitte um Verstärkung war so eindringlich gewesen, und Fudge so gebeutelt durch das Erscheinen dessen, den man nicht beim Namen nannte, dass er nicht weiter nachgefragt hatte. Im Grunde hatte er es nicht wissen wollen, seine Stellung war so schon gefährdet genug. Jetzt bereute er das. Nicht auszudenken, wenn herauskäme, dass ihm über zehn Auroren abhanden gekommen waren.

Als sie die letzte Biegung erreichten, ehe das Schloss in Sicht kommen würde, blieben die beiden Lehrer stehen. McGonagall rückte endlich ihre Brille zurecht und strich sich die Haare aus dem Gesicht, dann wandte sie sich zu Fudge um.
„Sie haben nach den Briefen gefragt“, begann sie. Fudge starrte sie an; die waren im Moment wirklich nicht so wichtig.
„Ehe Sie gekommen sind, waren die Auroren unser letzter Kontakt. Seit zwei Wochen sind wir von der Aussenwelt abgeschnitten. Wir können keine Nachrichten schicken, glauben Sie mir, wir haben es versucht, aber die Eulen fliegen nur orientierungslos um die Türme und kommen zurück, wenn sie hungrig sind. Es ist beinahe so, als gäbe es ausser Hogwarts nichts mehr, als sei dieses Gebiet aus der Welt herausgerissen worden.“ Sie schauderte.

„Wie bitte?“ krächzte Fudge. Snape warf ihm einen verächtlichen Blick zu.
„Wie ich gesagt habe: Er ist ganz der Alte.“
„Ich verbitte mir diesen Ton!“ brüllte Fudge, doch Snape lächelte nur spöttisch.
„Severus, das ist schwerlich hilfreich“, mahnte McGonagall ihren Kollegen. Eine Fliege summte träge um Fudges Gesicht.
„Jetzt sagen Sie mir endlich, was hier los ist“, verlangte Fudge entnervt und scheuchte das Insekt mit dem Taschentuch fort.

„Wir glauben, es handelt sich um eine Invasion“, meinte Snape.
„Die Todesser“, wisperte Fudge erbleichend. Die beiden lachten bitter auf.
„Die sind es mit Sicherheit nicht“, entgegnete McGonagall trocken. „Der eine oder andere von ihnen turnt zwar hier rum, aber ich glaube nicht, dass es sich dabei um die echten handelt.“
„Ganz bestimmt nicht“, knurrte Snape.
„Hm, als wir das letzte Mal gezählt haben, waren es fünfzehn Lucius Malfoys, von denen einige eine Schwäche für Professor Snape entwickelt haben.“
„Ich will nicht darüber reden“, zischte Snape.
„Aber Lucius Malfoy sitzt im Gefängnis“, stammelte Fudge.
„Und natürlich diverse Voldemorts“, fuhr McGonagall ungerührt fort.

„Er ist hier?“ flüsterte Fudge nun kreidebleich und wich einen Schritt zurück.
„Mehrfach“, bestätigte McGonagall. „In allen Altersstufen, Erscheinungsformen und Gemütszuständen, doch im Grunde ungefährlich; für uns zumindest. Diese Voldemorts interessieren sich eher für Harry Potter – und andere.“ Sie schielte zu Snape.
„Potter“, würgte Snape hervor.
„Natürlich interessiert er sich für Potter“, rief Fudge und wich noch weiter zurück. „Er will ihn töten!“
„Nicht unbedingt. Ich versichere ihnen, Minister, Ihnen werden diese Voldemorts nichts tun.“

„Mir nichts tun!“ kreischte Fudge. „Ich bin der Minister für Zauberei und Sie wissen schon wer soll mir nichts tun wollen?“
„Politik ist das Letzte, wofür sich unsere Voldemorts interessieren“, presste Snape nahe der Explosion hervor. Fudge erstarrte und blickte verwirrt von einem zum andern.
„Ich verstehe nicht“, stammelte er. „Sie wissen schon wer hat doch nichts anderes im Sinn als die Weltherrschaft.“
„Dazu fehlt unseren die Zeit“, erwiderte McGonagall kühl. „Und ein paar von ihnen sind zu unförmig, um eine Gefahr darzustellen.“
„Unförmig?“
„So ist das nun mal, wenn man schwanger ist“, knirschte Snape.

Fudge starrte ihn an. Das war doch verrückt! Aber ja, das musste es sein: McGonagall und Snape waren wahnsinnig, so einfach war das. Sie hatten die Schule unter ihre Kontrolle gebracht und inszenierten nun eine groteske Komödie, in die sie, dem Lärm nach zu urteilen, auch einige Schüler verwickelt hatten. Fudge zog den Zauberstab aus seinem Umhang und richtete ihn gegen die beiden Irren, die stumm zurückblickten.

„Wir sind nicht verrückt“, sagte McGonagall schliesslich. „Wenn Sie uns nicht glauben, überzeugen Sie sich selbst.“
„Das werde ich nicht tun!“ rief Fudge und fuchtelte mit dem Zauberstab. „Sie wollen mich in eine Falle locken, so sieht es doch aus!“
„Aha“, höhnte Snape. „Sie glauben also, wir zwei hätten nicht nur Ihre Auroren überwältigt, sondern auch Dumbledore besiegt?“
„Vermutlich ist Dumbledore der Kopf des Ganzen!“ schrie Fudge. McGonagall lief rot an.
„Wagen Sie es nicht, den Schulleiter zu verunglimpfen“, rief sie zornig und zog ihrerseits den Zauberstab hervor.

„Aber das ergibt doch Sinn! Die Belastung des letzten Jahres war zuviel für ihn.“ Fudge war ganz begeistert von dieser Lösung – bis ihm einfiel, dass der, dessen Name nicht genannt wurde, ausser von Irren wie den beiden vor ihm, tatsächlich zurückgekehrt war.
„Aber sicher“, schnarrte Snape. „Er hält ein ganzes Jahr durch, während dessen das Ministerium ihm das Leben zur Hölle macht, duelliert sich mit dem dunklen Lord und in den Ferien, als alles geklärt und bewiesen ist, dass er Recht hatte, wird er gaga.“
„So was kommt vor“, verteidigte sich Fudge.

McGonagall atmete schwer und liess ihren Zauberstab sinken.
„Nein, Herr Minister“, sagte sie matt, „leider ist es nicht so einfach. Sehen Sie: Voldemort ist nicht der Einzige, den wir hier mehrfach haben.“ Ihre Arme hingen schlaff an ihrem Körper herunter.
„Dumbledore etwa auch?“ flüsterte Fudge entsetzt.
„Unter anderem“, antwortete sie kaum hörbar. „Wir werden es Ihnen zeigen.“ Damit wandte sie sich um und verschwand hinter der Biegung, gefolgt von Snape, der nicht ging, ohne Fudge einen weiteren verächtlichen Blick zuzuwerfen.

Fudge fühlte sich, als habe er jeden einzelnen Knochen im Leib verloren. Was ging hier nur vor? Er schüttelte sich. Das spielte jetzt keine Rolle; ob Todesser, Irre oder sonst was – er musst hier weg.
„Entschuldigung“, sagte jemand hinter ihm. Fudge wirbelte herum und blickte in das verwirrte Gesicht eines jungen Mannes mit schwarzen Haaren, der ihm entfernt bekannt vorkam. Der Fremde musterte ihn, dann den auf ihn gerichteten Zauberstab und wiederholte unsicher:
„Entschuldigung. Können Sie mir sagen, was ich hier tue?“

„Bitte was?“ fragte Fudge blöde.
„Das hier ist doch Hogwarts, nicht wahr?“ fuhr der Mann zögernd fort. Fudge nickte.
„Aber wie bin ich hergekommen?“ murmelte der Fremde. „Wissen Sie, ich glaube, ich war tot, aber jetzt bin ich hier. Wie ist das möglich?“
„Wer sind Sie?“ fragte Fudge misstrauisch.
„Wie unhöflich von mir. Ich heisse Regulus Black; ich bin hier einmal zur Schule gegangen.“
„Regulus Black?“ wiederholte Fudge. „Aber Sie sind ein Todesser!“ Er hob den Zauberstab so hoch, dass er zwischen Blacks Augen zielte.

„Nicht mehr!“ rief Black empört. „Der dunkle Lord hat meinen Hauself sehr schlecht behandelt, darum bin ich jetzt kein Todesser mehr, verstehen Sie?“
„Nein, das verstehe ich nicht“, schnaubte Fudge. Alles Irre hier. Black musterte Fudge eindringlich, als zweifle er seinerseits an dessen Zurechnungsfähigkeit.
„Hm“, machte er schliesslich, „dann suche ich jemanden, der mir helfen kann. Da geht’s zum Schloss, nicht wahr?“ Und ohne auf eine Antwort zu warten, umrundete er Fudge in grossem Bogen und verschwand ebenfalls hinter der Biegung.

Fudge starrte ihm nach. Das sollte Regulus Black sein? Aber dieser Mann war kaum älter als zwanzig. Das konnte doch nicht sein! Was ist hier nur los, dachte Fudge verzweifelt. Wenn das nun wirklich eine Invasion war, und die Todesser nichts damit zu tun hatten, und es käme heraus, dass er davon gewusst und nichts getan hatte – er sah die Schlagzeilen schon vor sich:
„Zaubereiminister versagt erneut!“
„Wie lange müssen wir das noch ertragen?“
„Unsere Kinder sind dem Ministerium egal!“

Fudge stöhnte; das konnte er sich nicht leisten. Einen Moment wankte er auf der Stelle, dann siegten Ohnmacht und Wut und er hetzte, den Zauberstab im Anschlag, hinter Regulus Black, oder wer auch immer er sein mochte, her.

~0~

Schon von weitem erkannte Fudge, dass es mit Hogwarts nicht zum Besten stand: Das Schloss schien merkwürdig unproportioniert; einer der Türme leuchtete satt violett, zwei andere hatten sich wohl um mehrere Meter verschoben. Aus einem der hinteren Teile stieg dicker roter Rauch auf, und über die gesamte Fudge zugewandte Seite hatte jemand „Weasley Rules“ geschrieben – in schreiendstem Pink.

Der Himmel war voller Eulen und Schülern in bunten Umhängen auf Besen, von denen der eine oder andere von Feuerwerk getroffen abstürzte und auf den Boden zuraste. Wesen mit schwarzen, weissen oder grauen Flügeln kreisten gackernd und quäkend über die Dächer des Schlosses und irr kichernde Mädchen trugen anscheinend ein Quidditchspiel mit stark veränderten Regeln untereinander aus.

Auch die grosse Wiese unter dem himmlischen Tumult erinnerte Fudge an Quiditch, weil sie genauso übervölkert war, wie das Lager bei der Weltmeisterschaft: Schüler rannten hierhin und dorthin, dazwischen stürmten Erwachsene über den Rasen, unter denen Fudge neben den bereits angekündigten Todessern mehrere Mitglieder des Phönixordens ausmachte: Drei Lupins jagten hinter quietschenden Mädchen her, ein anderer, halb Wolf, halb Mensch, wälzte sich mit einem seltsam orangefarbenen Harry Potter auf dem Boden, während ein begeisterter Sirius Black daneben stand und frenetisch Beifall klatschte.

Zwei weitere Siriusse jagten einen quiekenden Ron Weasley Richtung verbotener Wald, gefolgt von einer Zauberstab schwingenden Hermine Granger, die ihrerseits von einem unbekanntem Jungen mit grünen Haaren verfolgt wurde. Eine ganze Gruppe junger Tom Riddles hockte unten am Seeufer und diskutierte wütend miteinander und Ginny Weasley versuchte verzweifelt, ihnen zu entkommen, was nicht gelang, weil sie mit einer Kette an ein Buch gefesselt war.

Fudges Blick schweifte über das Durcheinander und blieb an Hagrids Hütte hängen, wo nicht weniger als drei Hagrids versuchten, gleichzeitig aus der Tür zu kommen, und von einem Feuerball aus dem Innern der Hütte angekokelt wurden. Im Garten vor der Hütte knockten sich gerade zwei Neville Longbottoms mit fehlgegangenen Zaubersprüchen aus und eine sichtlich unmotivierte Luna Lovegood stand daneben und betrachtete entzückt ein seltsames Tier, dessen Gestalt zwischen Löwe, Seehund und Eidechse hin und her wechselte.

Da tönte ein Schrei aus dem Verbotenen Wald und heraus stürzte Harry Potter und ein Fudge unheimlich bekannter Mann mit Gryffindors Schwert. Die Flüchtenden warfen reglose Schüler um und schossen einen Fluch nach dem anderen gegen einen geflügelten Voldemort, der herzerweichend heulte.
„Lucius!“ jammerte der Flügelvoldemort. „Lucius, er will mir einfach nicht glauben, dass wir seine Väter sind!“ Einer der Luciusse, die eben versuchten, zwei mehr oder weniger willige Pansy Parkinsons zu besteigen, löste sich und kam dem klagenden Voldemort zu Hilfe.
„Das ist alles ein Missverständnis“, jaulte er. „Harry Raymondo Veritas, es stimmt, so glaub uns doch!“

„Was halten sie davon?“ raunte Fudge Regulus Black zu, der ihm mit einem Mal recht vernünftig vorkam, aber er erhielt keine Antwort. Die Augen des jungen Mannes verklärten sich, ein Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus und er machte einen Schritt nach vorn.
„Sie ist so wunderschön“, hauchte er, ehe er in gestrecktem Galopp über den Rasen auf ein rothaariges Mädchen zu rannte, das ihm entgegenlächelte.

„Malfoy!“ schrillte McGonagalls Stimme über das allgemeine Tohuwabohu. „Lassen Sie Potter auf der Stelle los! Und Sie, Zabini, hören Sie auf, ihm dabei zu helfen!“ Fudge fuhr herum und starrte fassungslos auf ein Knäuel aus halbnackten Körpern, das die Böschung hinunter auf ihn zu rollte.
„Nur auf den Zimmern!“ schrie McGonagall. „Nur auf den Zimmern, wie oft muss ich das noch sagen?“
Das Knäuel entwirrte sich zu drei Jungen, die sich nackt aufrappelten und vor der heranstürmenden Professorin Reissaus nahmen.

„Severus, so helfen Sie mir doch!“ rief McGonagall atemlos; doch Snape war vollends damit beschäftigt, sich eine Horde verrückter Potters, Malfoys, Senior und Junior, Voldemorts, Hermine Grangers und einige unbekannte Mädchen vom Hals zu halten. Seine Lage war hoffnungslos: Kaum streckte ein Fluch einen der Verehrer zu Boden, schon stand der Nächste zur Stelle und rückte Snape auf den Pelz.
„Severus!“ Jetzt klang McGonagalls Stimme panisch. „Ihre Haare!“

Snape fasste sich in die auf einmal wundersam seidigen Locken und suchte hektisch in seinem Umhang, bis er ein Fläschchen fand und eilig daraus trank. Diese kurze Unterbrechung reichte den Verehrern: Ein Voldemort, zwei Hermine Grangers und etliche Potters stürzten sich auf Snape und begruben ihn unter sich. McGonagall schoss blindlings in den Haufen und zerrte schliesslich einen derangierten, halb bewusstlosen Snape unter der Masse hervor.

„Fudge!“ schrie sie. „Tun Sie doch was!“ Fudge schluckte, dann rannte er los und gab McGonagall Rückendeckung, die Snape unter der Achsel gepackt mit sich schleifte, bis sie sich durch die Menge zum Schloss hinaufgekämpft hatten und sich endlich gegen die Mauern der Eingangshalle lehnten. Das massive Tor schloss sich hinter ihnen und sperrte den Lärm aus.

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