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Schicksal & Liebe

Kapitel 2

Ich kann es noch gar nicht richtig glauben, ich ziehe bei ihm ein. Auch wenn Susan und er über diese Möglichkeit bereits gesprochen haben, hoffe ich trotzdem Susan mit dieser Entscheidung nicht zu verletzen. Mein Gott, wir wohnen seit unserem Studium zusammen.

Dieses Gefühl so wie heute jeden Morgen neben ihm aufzuwachen, ihn in der Nacht neben mir zu spüren, wenn er da ist....

Der Name der Haltestelle reisst Katie aus ihren Gedanken und sie steigt aus. Auf dem Weg zur Arbeit kauft sie noch ein Croissant und einen Kaffee für Susan und für sich. Als sie durch die grosse Eingangstür des Büros geht wird sie schon von Susan grinsend begrüsst. Dankbar nimmt sie Katie das Croissant und den Kaffee ab. „Du bist mein Lebensretter, Katie!“ Katie schüttelt lachend den Kopf. „Also, wie war dein Wochenende?“ fragt Susan. „Du hast also Geheimnisse vor mir?!“ Katie zieht eine Augenbraue hoch und sieht Susan an. „Ähm... was?!“ stammelt Susan. „Jetzt tue nicht so! Thomas hat es mir erzählt“ Sichtlich unsicher was Thomas Katie erzählt hat, steht Susan da und schaut sie an. Katie schaltet ihren Computer an und setzt sich mit ihrem Kaffee in ihren Stuhl. „Nun, also.... Du bist doch nicht sauer deswegen, oder?“ fragt Susan unsicher.

Was hat sie plötzlich? Es war doch nur ein Spass, natürlich bin ich nicht sauer. Ich freue mich das sich Thomas mit all meinen Freunden so gut versteht.

Katie sieht Susan nun fragend an. „Eigentlich dachte ich das Du sauer sein könntest, dass ich bald ausziehen werde.“ Sichtlich erleichtert lächelt Susan. „Ein grosser Schritt in eurer Beziehung, wie? Thomas hatte mir auf Sam´s Party davon erzählt und ich finde es grossartig, auch wenn ich mein Mitbewohner vermissen werde.“ mit diesen Worten geht Susan zu Katie und umarmt sie. „Bist Du aufgeregt?“ sieht sie sie fragend an. Ein grosses lächeln bildet sich in Katie´s Gesicht. „Du brauchst nichts sagen, du leuchtest ja sichtlich. Ich freue mich so für euch beide!“ Susan umarmt Katie nochmal. „Danke Susan!“

Ob Sam noch Kartons von seinem Umzug hat? Am besten ich erstelle eine WhatsApp Gruppe, dass ist einfacher die Dinge zu koordinieren.

Kaum hatte Katie die WhatsGruppe erstellt, klingelt das Smartphone und sie sieht schmunzelnd auf die Emotes und Fragezeichen von Sam und Tanja. Schnell tippt sie eine Antwort und fragt Sam nach seinen Umzugskarton. Plötzlich steckt Susan ihren Kopf zur Tür hinein „Ach ja, Du bist noch nicht vom Haken was euer Wochenende angeht. Ich will Details meine Süsse!“ grinst sie und Katie wirft einen Stressball nach ihr „Mein Gott, es wird Zeit das Du einen Freund bekommst!“ lacht Katie und widmet sich ihrer Arbeit.

So, mal sehen was ich über dieses Cordonian Ruby herausfinden kann. Scheint ja was besonderes zu sein. Oh, dass kannte ich ja noch gar nicht: Königreich Cordonia.

Katie ist so in ihrer Recherche vertieft, dass sie das Klopfen an ihrer Bürotür gar nicht wahrnimmt und erst von ihrem Monitor hochschreckt als zwei Hände ihre Schultern berühren. Sie muss gar nicht weiter hochschauen, sie weiss wer es ist und lächelt. „Hallo mein Schatz, konntest du deine Dinge heute erledigen?“ Thomas beugt sich zu ihr runter und küsst sie. „Ja, dass konnte ich und nun ist es Zeit für deine Mittagspause, Sweetie.“ Katie schaut erschrocken auf die Uhr. „Oh mein Gott, dass habe ich gar nicht mitbekommen. Entschuldige, ich weiss das wir uns im Bistro treffen wollten.“ Sie sieht Thomas entschuldigend an.

Meine Güte, dieser Apfel hat mich aber gefesselt.

Thomas lächelt sie an „Das macht nichts, wofür gibt es den persönlichen Abholservice?“ Katie steht auf, küsst ihn auf die Wange. „Lass uns gehen.“

Im Bistro angekommen bestellen sich beide etwas und Thomas erzählt ihr von den Dingen die er heute erledigt hat. „Und was hat Dich so gefesselt, meine Liebe?“ „Hast Du gewusst das es ein Königreich namens Cordonia gibt?“ Thomas nickt. „Ja, dass kenne ich und ich war auch schon mehrmals dort.“ Katie sieht ihn verwundert an. „Dann kennst Du bestimmt auch den berühmten Cordonian Ruby?“ Er nickt abermals. „Oh ja, die Plantage ist auf Applewood Manor. Ein beeindruckendes Stück Land. Ist das dein neues Projekt?“ Katie nickt. „Ja, sie haben eine Ausschreibung für ein neues Marketingkonzept für ihre Äpfel ausgeschrieben und André findet es interessant und herausfordernd.“ grinst Katie Thomas an. „Dann solltest Du unbedingt einmal dorthin fahren. Die Eindrücke von den Menschen und dem Land können Dir bestimmt bei dem Konzept helfen. Gib mir einfach Bescheid, wenn Du das Ok von André hast. Ich kenne einige Leute dort.“ Katie nickt und sie geniessen ihre gemeinsame Mittagspause.

Das lächeln um seine Lippen als ich Cordonia erwähnte, mh. Ich muss ihn später noch einmal danach fragen – mentale Notiz angelegt.

Thomas bringt Katie wieder zurück, sie stehen vor dem Gebäude und er verabschiedet sich mit einem Kuss. „Ich koche heute Abend, sei also pünktlich.“ zwinkert er ihr zu. „Ich freue mich darauf“ sagt Katie, geht auf die Zehenspitzen und küsst ihn.

Unser letzter Abend bevor er wieder für 3 Wochen weg ist. Reiss Dich zusammen und lächle, mach es ihm und Dir nicht noch schwerer.

Katie dreht sich noch einmal um und winkt ihm zu, bevor sie das Bürogebäude betritt. Sie atmet einmal tief durch und geht in ihr Büro.

Cordonia – Äpfel. Thomas Idee war gar nicht so schlecht. Er scheint die Leute dort zu kennen und die Eindrücke könnten mir wirklich beim Konzept helfen. Mal sehen was André von der Idee hält.

An ihrem Schreibtisch sitzend öffnet sie das Software Programm für den internen Messenger, schreibt André ihre Idee und erkundigt sich dann weiter im Internet über Cordonia und Applewood. Ein „Bling“ reisst sie aus ihrer Konzentration. André findet die Idee super und hat ihr eine Emailadresse von einem Ansprechpartner gegeben. Katie schreibt André zurück, dass sie erst mal ihre Recherche beenden und dann ihre Ideen zu Papier bringen wird.

Ich will ja nicht mit leeren Händen dort erscheinen, für den Fall das jemand schon etwas sehen möchte.

Der Arbeitstag vergeht wie jeder andere Arbeitstag und Katie geht nach Hause. Dort angekommen geht sie duschen, packt ein paar Sachen zusammen und macht sich auf den Weg zu Thomas. Er begrüsst sie mit einer stürmischen Umarmung. „Ich habe Dich vermisst, Sweetie.“ Katie grinst „Das trifft sich gut, ich habe Dich nämlich auch vermisst.“ und küsst ihn auf die Wange. „Das duftet herrlich, gut das einer von uns kochen kann.“ pikt sie ihn grinsend in die Seite. Thomas lacht auf und kümmert sich weiter um das Essen. Der Tisch ist gedeckt, Katie setzt sich während er eine Rotweinflasche öffnet. Sie kann nicht anders als ihn dabei zu beobachten, ein kribbeln durchströmt ihren Körper.

Mein Gott, was liebe ich diesen Mann und ab morgen ist er wieder weg. Ich werde ihn schrecklich vermissen.

„Komm Liebe, kein trauriges Gesicht heute. Lass uns den Abend geniessen“ reisst er sie aus ihren Gedanken. „Es tut mir leid, ich merke bereits jetzt schon wie sehr ich Dich die nächsten Wochen vermissen werde.“ schaut Katie ihn entschuldigend an. Thomas kommt an ihre Seite, beugt sich hinunter und küsst sie. „Ich weiss, mir geht es nicht anders. Machen wir wieder das Beste daraus.“ und beisst ihr zärtlich auf ihre Unterlippe. „Ausserdem hast Du eine Aufgabe, Umzugskarton packen.“ zwinkert er Katie zu und geht in die Küche.

Die beiden geniessen ihr Abendessen, räumen gemeinsam die Küche auf und machen es sich mit dem Rest des Rotweines auf dem Sofa gemütlich. Katie liegt mit ihrem Kopf in seinem Schoss und schliesst ihre Augen. „Woher kennst Du Cordonia?“ fragt Katie „Wäre die Ausschreibung nicht, wüsste ich nichts von diesem Land.“ Thomas nippt an seinem Rotwein. „Mein Onkel lebte dort, in den Ferien war ich immer bei ihm. Es ist ein wunderschönes Land, wir sollten dort unbedingt einmal Urlaub machen.“ er lächelt bei diesem Gedanken. „Du wirst es lieben, dass weiss ich jetzt schon.“ schaut er sie zärtlich an. Sie öffnet ihre Augen wieder „Dein Onkel Philipp?“ Thomas nickt nur.

Es tut ihm immer noch weh. Seine Beerdigung war 2 Wochen bevor er mich kennenlernte.

Katie streckt ihren Arm zu ihm aus und streichelt sanft seine Wange. „Er fehlt Dir immer noch, nicht wahr?“ Thomas nickt wieder nur und Katie sieht wie er seine Augen schliesst. „Warst Du seit der Beerdigung noch einmal dort?“ fragt Katie. „Ja, als ich beruflich in Italien war habe ich sein Grab und auch einige Freunde in Cordonia besucht. „ Katie sieht in fragend an. „Italien?“ Thomas muss schmunzeln. „Ja, Italien und Cordonia liegen nah beieinander. Es ist nur ein kurzer Flug.“ Thomas nimmt den letzten Schluck seines Rotweines und stellt das leere Glas auf den kleinen Tisch an der Seite des Sofas ab. „Lass uns unseren nächsten Urlaub in Cordonia verbringen. Dann lernst Du auch meine Freunde dort kennen.“ lächelt er bei dem Gedanken. „Was hat André eigentlich zu der Idee gesagt, dass Du Applewood Manor einmal besuchst?“ Katie setzt sich aufrecht hin, nimmt einen Schluck von ihrem Rotwein und stellt ihr Glas wieder ab. „Er findet die Idee super und hat mir eine Emailadresse gegeben, morgen werde ich einen Termin vereinbaren. Soll ich Grüße ausrichten?“ lacht sie an an. Thomas schmunzelt. „Sag mir einfach nur, wann Du dort sein wirst.“ zwinkert er. „und jetzt bringe ich Dich ins Bett.“ Katie kreischt als Thomas sie hochhebt und sie ins Bett bringt. Sie geniessen beide ihre letzte Nacht zusammen.

Am nächsten Morgen steht Thomas früh auf um sein Flug nach Stockholm zu bekommen. Er beugt sich nieder, küsst Katie, hinterlässt eine Notiz für sie und verlässt seine Wohnung. Der Wecker reisst Katie aus ihren Träumen, sie bemerkt sofort die Kälte neben sich. Sie kuschelt sich in sein Kissen, atmet seinen Duft ein und schläft noch einmal kurz ein. Als der Wecker ein zweites Mal klingelt, steht sie auf und schaltet das Licht auf dem Nachtisch an. Sofort sieht sie die kleine Vase mit einer roten Rose, einem Zettel und seinem Wohnungsschlüssel.

Er ist immer so aufmerksam, nicht weinen Katie. Es sind nur 3 Wochen...

Sie liest den Zettel und kann nicht anders als zu lächeln. Ihr Smartphone piept und als sie die Nachricht liest, muss sie noch mehr lächeln. Schnell schreibt sie ihm zurück, dann steht sie auf und macht sich für den Tag fertig.

In ihrem Büro angekommen schreibt sie als erstes eine Email an einen Herrn Legrand, der Ansprechpartner von Applewood und bittet um einen Termin zur Besichtigung und um einige Interviews mit den dortigen Mitarbeitern. Als sie sich Bilder von Cordonia im Internet ansieht, muss sie an die Worte von Thomas denken.

Er hat Recht, es ist ein tolles Land und ich liebe die Landschaften jetzt schon. Das wird ein toller Urlaub werden.

„Wo hängst Du schon wieder mit deinen Gedanken?“ schaut Susan zur Tür herein. „Thomas und ich haben gestern unsere Urlaubspläne für dieses Jahr besprochen.“ Katie deutet auf ihren Monitor, Susan kommt auf sie zu und schaut sich die Bilder an. „Das ist ja genau deins. Mir ist dort zu viel Natur.“ lacht Susan und Katie rollt nur mit den Augen. „Wie kommt ihr da drauf? Irgendeine Reisezeitschrift?“ sieht Susan sie fragend an. Katie schüttelt ihren Kopf. „Nein, der Apfel ist schuld.“ lacht Katie und Susan schaut verwirrt. „Der Apfel aus der Ausschreibung? Ihr zwei seid verrückt!“ grinst sie. „Thomas kennt Cordonia, sein Onkel Philipp lebte dort und ist dort auch beerdigt. Thomas war in den Ferien immer zu Besuch und als wir gestern darüber sprachen, sagte er das wir dort Urlaub machen sollten. Dann lerne ich auch seine dortigen Freunde kennen“ Als Katie wieder auf den Monitor sieht, bemerkt sie das sie eine neue Email in ihrem Posteingang hat. „Meine erste Reise nach Cordonia trete ich aber ohne Thomas an.“ und sie zeigt Susan die Email.

Am Abend schauen sich Katie und Susan eine ihrer Lieblingsserien auf Netflix an, als Katie´s Smartphone klingelt. „Geh in dein Zimmer, ich weiss schon wer es ist.“ grinst Susan und Katie wirft ein Kissen nach ihr. „Hey Schatz, wie war dein Tag?“ nimmt sie den Anruf an und ein kribbeln breitet sich in ihrem Körper aus als sie seine Stimme hört. Die beiden reden über ihren Tag, wie sehr sie sich gegenseitig vermissen und wie aufgeregt sie auf den Einzug in seine Wohnung sind. „Ich habe eine Antwort aus Applewood von einem Herrn Legrand erhalten. Ich fliege am 15.04. und bleibe für 3 Tage, sie haben geschrieben das sie sich freuen und ich dort auch übernachten werde. Also irgendwelche Tipps, Herr Walsh?“ Thomas muss bei dem Ton in Katie´s Worten lachen. „Du wirst es lieben, glaube mir, Sweetie.“

In den nächsten Wochen ist Katie mit ihrer Arbeit und dem packen von Umzugskartons beschäftigt.

Mein Gott, ich sollte dringend aussortieren. Ein Hoch auf Freunde, alleine bräuchte ich Monate dafür. Ich freue mich wahnsinnig auf den Einzug, es ist der nächste Schritt und es fühlt sich alles so richtig an. Wie sich seine Eltern gefreut haben über die Nachricht, mein Gott wie reagieren sie erst, wenn er mich fragt ob ich ihn heiraten will und ich ja sage. Wie würde mein Papa reagieren?! Soll ich ihn wieder in mein Leben lassen? Bin ich bereit zu vergeben? Morgen werde ich Mama auf dem Friedhof besuchen bevor ich nach Cordonia fliege.

Mit diesen Gedanken legt sich Katie ins Bett und schläft ein.

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