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Stupid Games deutsch

Summary

Übersetzung von SenLinYu's Stupid Games Hermine ist eine Studentin auf der Suche nach sexueller Erfüllung und befindet sich dabei in einem subtilen Krieg mit ihrem Mitschüler Draco Malfoy. Dieser Krieg besteht vor allem darin, dass sie sich weigert, seine Existenz anzuerkennen. Im Gegenzug unternimmt er alles, um sie dazu zu bringen, es trotzdem zu tun.

Genre:
Erotica / Romance
Author:
Annelina97
Status:
Complete
Chapters:
1
Rating:
n/a
Age Rating:
18+

Dumme Spielchen

Schlafe mit niemanden, den du hasst. Mach es einfach nicht.

Und bevor du mir sagst, dass es eine offensichtliche Regel ist, ich weiß. Ich kenne mich sehr gut mit Regeln aus, sowohl mit den technischen, als auch mi denen des gesunden Menschenverstandes. Ich weiß, es ist eine offensichtliche Regel, etwas, das jedes kluge Mädchen wissen sollte. Aber... gelegentlich hat man einen schwachen Moment, wenn man ein kluges Mädchen ist und in diesem Moment denkt man vielleicht fälschlicher Weise, dass man, der kluge Kopf, der man ist, die Ausnahme gefunden hat. Du denkst, du hast alles durchdacht, alles berücksichtigt und dass es eine gute Idee ist.

Nein, ist es nicht.

Das ist es wirklich nicht.

Tu es nicht oder du wirst unter einer Menge Reue und einer völligen Entgleisung deines Lebens leiden, nur weil du einmal Draco Malfoy aus seinem Impuls heraus gevögelt hast. Oder wen auch immer du zum Hassvögeln auserkoren hast. Natürlich kann ich nicht davon ausgehen, dass jeder so über Draco Malfoy denkt, wie ich.

Es gibt so manche Idioten in der Welt.

Um deutlich zu machen wie dumm oder nicht diese Entscheidung gewesen ist, ich habe versucht egoistisch zu sein. Von Anfang an ist es eine Studie zur Selbstfindung gewesen. Das war der springende Punkt. Ich habe Malfoy und seine nervtötende, spöttische Art absichtlich ausgesucht, weil ich mit jemanden Sex haben wollte, der mir egal war und dem ich nicht ständig das Händchen halten musste.

Ich habe ihn spezifisch ausgewählt, weil ich ihn irritierend fand.

Vermutlich sollte ich die Dinge der Klarheit halber etwas mehr in den Kontext stellen. Das Ganze hat angefangen, weil ich einen Orgasmus haben wollte, um den ich nicht bitten musste. Nur einen. Das schien mir keine große Forderung zu sein, wenn man bedenkt, dass ich schon seit Jahren sexuell aktiv bin.

Unglücklicherweise, fühle ich mich leider oft mehr wie eine Sexualpädagogin als eine Freundin, wenn ich Sex habe. Ja, das sind meine Schamlippen. Nein, das ich nicht mein Kitzler. Ja, ich bin mir sicher. Nein, ich werde nicht zum Orgasmus kommen, wenn du dort weiter reibst. Nein, das sind auch meine Schamlippen, nur auf der anderen Seite. Nein, es ist nicht schwer zu sagen, ob ein Mädchen einen Orgasmus hatte. Wenn du dir nicht sicher bist, dann hatte sie keinen.

Versteht mich nicht falsch, ich weiß, dass es bei Sex um mehr geht, als die individuelle Befriedigung. Ich habe Bücher über die Psychologie von sexueller Intimität gelesen. Ich mag die Jungs, mit denen ich schlafe, aber ich möchte auch, dass sie sich für meine sexuelle Befriedigung interessieren und zwar freiwillig, ohne sie darauf hinweisen zu müssen.

Und dann würde ich gerne nicht nur daliegen und versuchen zu müssen meine Gedanken nicht abschweifen zu lassen, während er versucht mich ins Nirvana zu lecken oder zu reiben, nur um mich dann zu ärgern, wenn ich mich schließlich aufsetzte und behaupte, dass ‚es in Ordnung ist, es hat sich trotzdem gut angefühlt‘, wenn er zu frustriert ist, um weiter zu machen, weil ich nicht will, dass er die Idee des weiblichen Orgasmus komplett aufgibt.

Ich fühle mich für all das moralisch verantwortlich.

Ich weiß, dass ich mich wie eine Mutter verhalte. Ich versuche es nicht zu tun. Es ist ein inhärenter Aspekt meiner Persönlichkeit, zumindest zu versuchen, die Leute aufzuklären und vor allem Männer wissen praktisch nichts, so dass ich mich verpflichtet fühle, sie auf den neusten Stand zu bringen. Aber manchmal, wenn ich so daliege und mir zum x-ten Mal die Schamlippen Gegen den Uhrzeigersinn massieren lasse, denke ich an die nächste Freundin und wie viel sie mir schuldig sein wird.

Wenn man die Anzahl an Jungs bedenkt, denen ich etwas beigebracht habe, sollte man meinen, dass ich selbst auch guten Sex verdient habe. Ist das nicht nachvollziehbar? Das ist eine rhetorische Frage. Und doch hat es etwas damit zu tun, dass ich diejenige bin, die die ganze Arbeit gemacht und ihnen alles über den weiblichen Körper beigebracht hat. Sobald sie im Bett einigermaßen kompetent werden, machen sie mit mir Schluss. Dieser Teil ist verletzend, wenn ich ehrlich bin.

Was uns zu Draco Malfoy bringt.

Er war ein absolut eingebildeter Wichser, genau die Sorte, die ich normalerweise mied. Er ging auf unsere Schule. nicht weil er es verdient hat dort zu sein, sondern weil er ein Altschüler war und seine Familie genug Geld gespendet hat, damit ein Gebäude nach ihnen benannt wurde. Protzig, nervig, unwürdig, aber dennoch unweigerlich von undankbaren Menschen umschwärmt.

Ich habe ihn verabscheut.

Wie dem auch sei, Ron hat gerade mit mir Schluss gemacht, nur um sich innerhalb von wenigen Tagen an Lavender Brown ranzumachen und sie prahlte bereits vor allen damit, wie unglaublich Won-Won im Bett w ar. Oralsex, ohne danach fragen zu müssen. Er verstand, wie ein BH-Verschluss funktioniert und gab lange Rückenmassagen.

Irgendwie hatte Ron es geschafft aus der ganzen Sache hervorzukommen und wie ein Sexgott dazustehen, der nur auf eine Frau gewartet hatte, die seine Talente zu schätzen wusste, während ich als die bittere, frigide Schreckschraube dastand, die ihn, mit ihrer Unfähigkeit, befriedigt zu sein, fast um den Verstand gebracht hatte.

Das sah nicht gut aus, und ich war mehr als nur ein bisschen verbittert darüber.

Ich habe Malfoy angesehen und mir gedacht: Wenn er Scheiße ist, lasse ich ihn auffliegen, und wenn er wirklich was kann, habe ich endlich mal guten Sex, auf den ich nicht monatelang hingearbeitet habe.

Einfacher, unverbindlicher Sex mit Malfoy. Ich hätte kein schlechtes Gewissen, ihm Befehle zu erteilen, oder mich verpflichtet zu fühlen, ihn zu ermutigen. Wenn die Gerüchte stimmten, würde ich den Sex bekommen, den ich verdiente, und wenn nicht, würde ich diesem Bastard einen Dämpfer verpassen und ihn und sein eingebildetes Grinsen in die Schranken weisen. Es würde so oder so ein Gewinn für mich sein.

Zu meiner Überraschung und entgegen der landläufigen Meinung über reiche Privatschüler wusste Malfoy, was er im Bett zu tun hatte. Zuerst war es aufregend, aber als ich mehr Zeit hatte, darüber nachzudenken, war es unglaublich frustrierend. Warum sollte man so etwas überhaupt zulassen? Es fühlte sich vom Karma her ungerecht an.

Ich bin mit einigen der süßesten, aufrichtigsten Männer ausgegangen, die man sich vorstellen kann, und sie könnten den G-Punkt nicht mit einem Vortrag und einem Diagramm finden.

Malfoy war so gut, wie man munkelt, und ich wurde buchstäblich, bildlich, metaphorisch, auf jede erdenkliche Weise durch gevögelt. Er hat es geschafft. Vier umwerfende Orgasmen, und ich musste nicht um einen einzigen kämpfen.

Ich gebe gerne Anerkennung, wenn ich sie für angebracht halte, aber diesem selbstgefälligen Kerl zu sagen, dass er im Bett unglaublich war, überstieg bei weitem die Grenzen meiner Bescheidenheit.

Am nächsten Morgen war ich weg, bevor er aufwachte, und seit der Nacht, in der wir miteinander geschlafen hatten, tat ich so, als würde er nicht existieren.

Zugegeben, das war nicht meine reifste Entscheidung, aber es fühlte sich nach der richtigen Entscheidung an, als ich ihm zum ersten Mal wieder in die Augen sah. Was hätte ich denn sonst tun sollen? Nur weil Malfoy ein äußerst intimes Wissen über meine Anatomie hatte, bedeutete das nicht, dass ich mich mit ihm unterhalten oder seine Existenz anerkennen wollte.

Ihn zu ignorieren war eine Möglichkeit, ihm zu suggerieren, dass es nichts Bemerkenswertes gewesen war, ohne dass ich offen darüber lügen musste. Clever, nicht wahr? Ich hatte es anfangs auch für ziemlich clever gehalten.

Malfoy gefiel das ganz und gar nicht. Offenbar wusste er nicht, wie er sich verhalten sollte, wenn die Mädchen sich ihm nicht an den Hals warfen, in der Hoffnung, in seinen lächerlichen Adelsstand einzuheiraten.

Als Reaktion darauf hatte er erschreckend viel Mühe darauf verwandt, mich daran zu erinnern, dass es ihn tatsächlich gab. Und er tat dies mit der ganzen Subtilität eines Pfaus. Plötzlich meldete er sich für alle meine Kurse an, trat meinen Lerngruppen bei und verbrachte ungeheuer viel Zeit in der Bibliothek. Anstatt einfach zu beweisen, was für ein Trottel er war, und allen zu erzählen, dass ich mit ihm geschlafen hatte, versuchte er, mich zu zwingen, seine Existenz anzuerkennen.

Es war lächerlich mit anzusehen und führte zu einem äußerst kindischen, aber auch seltsam süchtig machenden Spiel. Er versuchte, mich zu nerven, und ich tat so, als ob er nicht da wäre. Ich weiß nicht, ob es ein Zeichen dafür ist, dass ich alt werde oder einfach nur die falsche Persönlichkeit habe, um Beziehungen einzugehen, aber es war interessanter als alle Verabredungen, die ich bisher hatte. Offensichtlich hasste Malfoy es, ignoriert zu werden, und jedes Mal, wenn sich sein Gesichtsausdruck grimmig wurde und seine grauen Augen vor Frustration dunkel wurden, weil ich mich hochmütig weigerte, ihn als meiner Aufmerksamkeit würdig zu behandeln, verspürte ich einen euphorischen Kick.

Ich hatte eine Glückssträhne, bis wir in denselben Bus gestiegen waren.

An diesem Tag regnete es in Strömen, und ich sprintete hinaus, um den vorbeifahrenden Bus zu erwischen, um zum Unterricht zu gelangen. Ich bemerkte nicht einmal, wer sonst noch da war, während ich vorwärts geschoben wurde. Die halbe Stadt schien zu versuchen, sich in den Bus zu quetschen. Der Regen wurde immer stärker, und ich versuchte, weiter nach hinten zu gehen und Halt zu finden, als der Bus schneller wurde und ich auf den Schoß von jemandem landete.

Ich schnappte kurz nach Luft und war schon halb auf den Beinen, als mich starke Hände an den Hüften packten und wieder nach unten zogen.

„Granger, Liebling, ich dachte, wir wären Freunde.“, murmelte Malfoy in mein Ohr, bevor ich einen Mordschrei ausstoßen konnte. Ich blinzelte überrascht, als sich seine Hände um meine Taille legten und mich auf seinen Schoß nach hinten zogen.

Es machte überhaupt keinen Sinn, dass er überhaupt da war. Warum sollte er in einem Bus sein? Hatte er nicht irgendein abscheulich überteuertes Auto mit Fahrer, dem er seine Anwesenheit aufzwingen konnte? Oder war das Fahren in meinem Bus ein vorsätzlicher Angriff, um mich zu überrumpeln?

Ich hatte kaum Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, als er sein spitzes Kinn auf meiner Schulter ablegte.

„Hat dir diese Position nicht gefallen?“, brummte er, so nah an meinem Ohr, dass ich die Hitze seines Atems spüren konnte.

Ich hatte zwei Möglichkeiten. Ich konnte ihn treten und ihn einen Perversen nennen oder weiter so tun, als gäbe es ihn nicht.

Ich hielt es für unethisch, mich für Ersteres zu entscheiden. Schließlich gibt es so viele unbefriedigende Männer auf der Welt, dass es unfair wäre, den Frauen eines der geeigneteren Exemplaren vorzuenthalten. Es war nicht Malfoys Schuld, dass er den Tiefgang eines Planschbeckens und den Schwanz eines Adonis hatte. Wenigstens hob er die Leistungsstandards für den Adel an, der sich durch die Schülerschaft vögelt. Künftige Absolventen würden seinen Namen verfluchen.

Der Gedanke löste in mir ein starkes Gefühl der Freude aus.

Außerdem würde ich mich in unserem Spiel nicht geschlagen geben.

Ich beschloss, ihn zu ignorieren und mich unbeeindruckt von diesen jüngsten Bemühungen um meine Aufmerksamkeit zu zeigen. Er musste eine lächerliche Menge an Intrigen geschmiedet haben, um das durchzuziehen, und jetzt war es meine Pflicht, dafür zu sorgen, dass all diese Bemühungen umsonst waren.

Er war nicht einmal da.

Ich starrte geradeaus und gab nicht den geringsten Hinweis darauf, dass ich bemerkt hatte, dass ich auf dem Schoß von jemandem saß.

Der Bus ruckte, und ich wippte vorwärts, versuchte, mich irgendwo festzuhalten, um mich zu stabilisieren, und stieß mich mit den Zehen ab, um nicht auf einen anderen Fahrgast zu fliegen.

Malfoy bewegte sich.

Und stöhnte.

Ich erstarrte und saß da, als ich merkte, dass sich das Blatt gewendet hatte. Malfoys hinterhältiger Versuch, meine Aufmerksamkeit zu erregen, war spektakulär nach hinten losgegangen. Er saß unter mir mit einen Ständer an meinem Hintern.

Ich hätte am liebsten laut gelacht.

Ich hielt meinen Gesichtsausdruck sorgfältig neutral, aber ein schwindelerregendes Kribbeln durchfuhr mich.

Der Bus beschleunigte, und ich ließ meine Hüften mit der Drehzahl nach hinten rollen und glitt an Malfoys härter werdendem Schwanz hinauf, wo er sich fest an meinen Hintern schmiegte. Es war schamlos, ich weiß, aber es war ja nicht so, als gäbe es da unten irgendetwas, mit dem er nicht schon bestens vertraut war. Seine Hüften zuckten, und er fluchte leise vor sich hin, während seine Finger sich in meine Taille bohrten, was mir einen Schauer über den Rücken jagte.

Aber er ließ immer noch nicht los.

Eine schnelle Hitze breitete sich in meinem Inneren aus, aber ich schaute weiter aus dem Fenster auf den strömenden Regen, als könnte ich Malfoys hartes bestes Stück nicht spüren, wo es sich jetzt zwischen meine Schenkel schmiegte. Ich verlagerte mein Gewicht, kippte meine Hüften, so dass mein Becken gegen ihn gedrückt war, und entspannte mich, so dass meine Mitte bei jedem Schlagloch an ihm entlang glitt.

Ich amüsierte mich köstlich bei dem Gedanken, dass Malfoy im Bus kommen würde und dann stundenlang im Unterricht mit nasser Unterhose sitzen müsste.

Das würde ihn lehren, Leute nicht zu belästigen, die nur zum Unterricht gehen wollten.

Sein tiefes Einatmen und sein unterdrücktes Wimmern waren Musik in meinen Ohren, während der Bus weiterfuhr und der Fahrer nichts von der sexuellen Folter mitbekam, bei deren Durchführung er mir technisch gesehen half.

Als der Bus an einer weiteren Haltestelle ankam, rutschten meine Hüften nach unten, und als der Bus weiterfuhr, rutschte ich wieder auf seiner Härte nach oben, und mein Rücken drückte gegen seine Brust, und ich spürte, durch den Stoff meines Schlüpfers, wie er pochte. Er stöhnte in meine Haare und seine Hand auf meinem Oberschenkel drückte auf eine Weise zu, die einen unerwarteten Schock durch meinen Körper jagte.

„Scheiße.” Seine Finger drückten fast schmerzhaft auf meine Taille, als ich mich aufsetzte und mich ‚unschuldig’ auf ihm bewegte. „Granger, du Idiot. Sitz still.”

Ich tat weiter so, als gäbe es ihn nicht, während ich mich auf seinem Schoß höhnisch räkelte.

Ich konnte spüren, wie er sich bei jeder meiner Bewegungen anspannte. Dann bewegte er sich, und einen Moment lang dachte ich, er hätte endlich aufgegeben und würde mich von sich stoßen, aber stattdessen griff er nach unter zu seine Hose und öffnete sie. Ich zuckte überrascht zusammen, als die warme, weiche Haut seines Schwanzes unter meinem Rock an meinem nackten Oberschenkel rieb.

Er gluckste.

„Dieses Spiel können auch zwei spielen.“, sagte er leise, und sein Atem strich auf eine Weise über meinen Nacken, die mir einen Schauer über den Rücken jagte.

Mein Herz raste. Ich hatte noch nie zuvor so etwas getan, noch nie. Ich war absolut nicht der Typ dafür. Ein schlaues Mädchen. Verantwortungsbewusst. Der mütterliche Typ. Keine Exhibitionistin. Nicht einmal die Art, die normalerweise One-Night-Stands hatte, abgesehen, von dem Mann der sich gerade unter mir befand.

Aber nichts davon stoppte den verruchten Funken der Vorfreude, der sich in meinem Körper ausbreitete, als ich meine Hüften erneut rollte und seine entblößte Härte gegen meine bedeckte Mitte gleiten ließ. Eine berauschend wachsende Spannung ließ meinen Kopf leicht werden und meinen Puls rasen, während ich meinen Gesichtsausdruck sorgfältig neutral hielt.

Sein Schwanz rieb durch meinen Schlüpfer und ich spürte, wie ich plötzlich feucht wurde.

Verdammt.

Das war nicht Teil des Plans gewesen. Das hier sollte völlig einseitig sein.

Bevor ich etwas tun konnte, um den Kurs zu ändern, glitt seine Hand zwischen unsere Körper. Seine lange, schlanke Finger wanderten unter meinen Rock, der uns bedeckte, und zogen meinen Schlüpfer zur Seite, so dass er genau zwischen meinen Beinen war, nichts dazwischen. Seine Härte drückte direkt gegen meine Mitte.

Jetzt würde er spüren, dass ich feucht war. Verdammt! Das machte meine ganze Fassade der Gleichgültigkeit zunichte. Mein Gesicht brannte vor Verlegenheit, aber ich bewegte mich immer noch nicht, um ihn aufzuhalten.

Weibliche Erregung ist unwillkürlich, dachte ich mir. Biologisch gesehen war die Nässe nicht einmal unbedingt auf Erregung zurückzuführen. Manchmal passierte es einfach.

Mit Malfoy zu sprechen, wäre jedoch eine förmliche, freiwillige Anerkennung. Das würde bedeuten, unser Spiel zu verlieren. Das würde ich niemals zulassen.

Ich hatte Selbstbeherrschung in Hülle und Fülle. Auf keinen Fall würde ich während einer so kurzen Busfahrt aufgeben.

Zum Beweis meines Trotzes wand ich mich und drückte mich gegen ihn, als ob ich eine bequemere Position für mich finden wollte, und er gab ein angestrengtes Wimmern von sich. Damit hatte er wohl nicht gerechnet. Ich konnte praktisch hören, wie er sich auf die Lippe biss, während seine Hüften zuckten.

Er seufzte, was aber fast wie ein Stöhnen klang, und das Geräusch schickte eine Welle des Verlangens direkt durch mein Inneres.

Offenbar, um bei der nächsten Bodenwelle mir nicht wieder die Oberhand zu geben, bewegte sich Malfoy unter mir und zog mich mit einer Hand gerade so weit von seinem Schoß, dass die Spitze seiner Härte zwischen meine Beine gepresst wurde und ein kleines Stück in mich eindrang, als der Bus zum Stehen kam.

Ich keuchte, als er mich ausfüllte.

Malfoy hustete, um das Geräusch zu übertönen, und blieb dann unbeweglich sitzen. Meine Augen waren weit aufgerissen und ich wie erstarrt. Nur die Spitze war in mir, und trotz meines Schocks spannte ich mich bereits um ihn herum an, wollte ihn tiefer in mir haben.

Beweg dich nicht Hermine. Dann würde er gewinnen.

Aber Gott, schon das hier reichte, um mich gedanklich zurück zu seiner Wohnung zu schicken. Der glorreiche Moment, als er das erste Mal in mich eindrang, das leise Stöhnen, das er von sich gab, als ob er in mir zu sein ihn bereits über den Abgrund stürzen lassen könnte. Geld hin oder her, ich konnte verstehen, warum Frauen mit ihm schliefen.

Ich würde bereitwillig durch einen Überraschungstest fallen, um dieses Geräusch noch einmal hören zu können.

Deshalb ließ ich mich, als der Bus über einen Hügel raste, von dem Schwung nach hinten ziehen, sank nach unten und nahm ihn ganz in mich auf. Ich biss mir auf die Lippe, um ein Stöhnen zu unterdrücken, als ich mich zusammenzog und seine Hände zitterten und er stöhnte, leise, kaum hörbar, aber es war dasselbe Stöhnen.

Mein Inneres flatterte, sowohl wegen des Geräusches als auch wegen der Empfindung.

Die Straße flachte für ein langes Stück ab, und nach einigen Sekunden, in denen er keuchte, als ob er nach Luft schnappen wollte, entspannten sich seine Hände und glitten in fast beiläufiger Vertrautheit an meinen Hüften auf und ab. Wenn jemand hinsah, sah es so aus, als wären wir nichts weiter als ein ärgerlich anhängliches Paar, aber er atmete schwer über meine Schulter.

„Ignorierst du mich immer noch, Granger?” Sein Tonfall war eine Mischung aus Verärgerung und Belustigung.

Ich presste die Lippen aufeinander und tat so, als würde ich ihn immer noch nicht hören.

„Also gut.“, sagte er nach einem Moment, seine Stimme war ruhig, lässig, aber ich konnte die Drohung darin hören.

Seine Finger wanderten unter meinen Rock und fanden ihren Weg zwischen meine Beine, wo mein Schlüpfer zur Seite geschoben war und mich entblößte. Seine Finger fuhren nach unten zu meiner Mitte, wo ich feucht war, und wanderten dann wieder nach oben, um meine empfindlichste Stelle zu streicheln.

„Es ist unhöflich, Leute zu ignorieren.“, sagte er mit hochmütigem Tonfall. Der Bus ruckelte wieder, und er sank noch tiefer in mich. Er holte scharf Luft, und mein ganzer Körper spannte sich an, als sich seine Finger in langsamen Kreisen bewegten.

Meine Hüften rollten unwillkürlich nach vorne.

Ich wollte wieder spüren, wie er in mich stößt. Dass er hart in mich eindringt und es dann noch einmal tut, mit diesem sanften, trägen Tempo, das irgendwie jeden unerwünschten Gedanken in meinem ewig nachdenkenden Gehirn auslöscht.

Es war alles so ärgerlich und ungerecht. Meine Eltern hatten mich von der Wiege an dazu erzogen, den Adel zu verachten, und bis jetzt habe ich das auch pflichtbewusst getan.

Aber sie hatten mich nicht auf einen wie Draco Malfoy vorbereitet.

Ich sollte mich überhaupt nicht zu ihm hingezogen fühlen. Allein der Gedanke an seine kantigen Gesichtszüge, die zweifellos ein Symptom der Inzucht waren, sollte mich abstoßen.

Aber ungeachtet meiner Einwände gegen alles, was er repräsentierte, fühlte sich mein Körper schrecklich zu ihm hingezogen, als ob meine Fähigkeit, Sex zu genießen, davon abhinge, dass ich mich nicht moralisch verantwortlich fühlte, während es geschah.

Gott, habe ich es deshalb genossen? Weil Malfoy so ein hoffnungsloser Fall war, dass ich nicht das Gefühl hatte, eine Lernerfahrung machen zu müssen?

Was für ein furchtbarer Gedanke.

„Verdammt, Granger, hör auf.“, sagte er, seine Stimme war atemlos, irgendetwas zwischen einem Befehl und einem Flehen, seine Hände umklammerten meine beiden Schenkel in dem Versuch, mich ruhig zu halten, und ich merkte, dass ich mich unbewusst vor und zurück bewegt hatte, um eine Quelle der Reibung zu finden und dabei dem Abgrund immer näher kam.

Ich wurde ganz still, obwohl mein Körper sofort protestierte und presste die Lippen aufeinander, während ich versuchte, nicht einmal mein Gewicht zu verlagern. Es war in Ordnung. Es war zu schaffen. Ich konnte das tun.

Er war einfach da, in mir, füllte mich aus. So weit, dass mein Herz einen Schlag aussetzte. Ich konnte die Hitze und Härte spüren, und es kostete mich bewusste Anstrengung, mich nicht instinktiv zu bewegen. Der Abgrund, unerreichbar und doch so schmerzhaft nah.

Hermine Granger, wag es ja nicht.

Die vom Regen verschwommenen Gebäude rasten vorbei, und ich hatte mir gerade eingeredet, dass ich es bis zu meiner Haltestelle schaffen würde, als seine Hand wieder nach unten glitt und er mich erneut berührte.

Mein ganzer Körper zitterte, als ich ein Wimmern zurückhielt. Er war so ein Mistkerl.

„Sieh dir an, was du uns eingebrockt hast.“, sagte er mit gesprächiger Stimme, während seine Finger wieder langsam zwischen meine Beine strichen, wobei die Bewegung unter meinem Rock völlig verborgen war. Ein längerer Rock sollte auf eine anständige junge Frau hinweisen, nicht darauf, dass Malfoy ihn benutzen konnte, um mich heimlich zu fingern.

Meine Augen waren vor Empörung weit aufgerissen.

Ich hatte nichts getan. Ich war das Opfer in all dem. Ich konnte mich kaum zurückhalten, mich umzudrehen und ihn wegen einer solch unangemessenen Anschuldigung anzustarren.

Ignorieren es. Er versucht, dich zu ködern.

„Willst du wirklich so tun, als würdest du mich jetzt nicht spüren?” Er kniff mir in meine empfindlichste Stelle, und ich verkrampfte mich so sehr, dass er fluchte.

„Scheiße! Tu das nicht. Fuck! Fuck. Fuuuuck. Machst du täglich Beckenübungen oder so einen Scheiß? Fuck.” Er stöhnte leise und seine Hüften hoben sich gerade genug, um noch tiefer einzudringen. „Oh, ich weiß, dass du das wahrscheinlich tust. Du bist so eine perfekte Streberin.“

Er holte noch einmal Luft und schien sich erholt zu haben, denn seine Fingerspitzen setzten ihre sexuelle Folter in aller Ruhe fort, fuhren leicht an meinen Innenschenkeln entlang und berührten dann die Stelle, an der er in mir vergraben war, auf eine Weise, die meine Beine zittern ließen.

Er begann schmerzhaft langsam zu reiben. Sanfte, neugierige kleine Kreise, die meine Klitoris kaum berührten, so dass die vorauseilende Lust durch mich schoss.

„Du bist so ein braves Mädchen, nicht wahr?” Er flüsterte mir ins Ohr, als wären wir Mitverschwörer. „Immer alles unter Kontrolle, immer die Beste in allem.”

Meine Wangen liefen schmerzhaft rot an. Wie konnte er es wagen, so etwas zu mir zu sagen?

Mein ganzer Körper begann zu zittern.

Bevor ich reagieren oder mich daran erinnern konnte, nicht zu reagieren, streichelte er meinen Kitzler gerade so stark, dass ich mich anspannte, so kurz davor war ich. Ich gab einen erstickten Laut von mir, als ich zitterte, und er hörte auf und machte ein leises, beruhigendes Geräusch an meinem Hals und wartete, bis ich wieder atmen konnte. Dann nahm er seine Bewegungen wieder auf.

Ich wollte schreien vor Frustration.

Es war so beleidigend. Die meisten Männer können die Klitoris nicht einmal finden, wenn sie sie direkt anstarren, aber Malfoy schaffte es von hinten, unter meinem Rock, im Bus, ohne dass es jemand bemerkte. Und glaub mir, ich habe mich vergewissert, dass es niemand bemerkte, denn wenn Malfoy mich wegen öffentlicher Unsittlichkeit verhaften lassen würde, wäre ich gezwungen, ihn zu töten.

Er presste seinen Daumen auf meine empfindlichste Stelle, während er ihn immer noch in neckenden, unbefriedigenden Kreisen bewegte und ich musste eine bettelndes Wimmern unterdrücken.

„Ich frage mich was du tun würdest, wenn ich dich genau hier in diesem Bus kommen lassen würde.“, sagte er und seine Berührung wurde etwas fester. Ich hörte auf zu atmen und ich weiß nicht ob es durch Angst oder Hoffnung war.

Ich hätte in diesem Moment etwas erwidert, aber meine Aufmerksamkeit und jede Faser meines Wesens waren darauf gerichtet, mich nicht zu bewegen, keinen Laut von mir zu geben, meine Hüften nicht zu bewegen, damit seine Finger genau dort weiter streicheln konnten.

Ich war kurz davor, wie ein Kristallkelch zu vibrieren und mit einer steigenden Frequenz zu schwingen, aber ich weigerte mich, zu zerbrechen.

„Meinst du, du kannst es leise tun?” Die Art, wie er fragte, war eine Mischung aus Drohung und Angebot.

Ich verkrampfte mich erneut, ohne es zu wollen. Ich weiß nicht, wie es möglich war, noch angespannter zu werden, als ich es ohnehin schon war, aber seine langsamen, unnachgiebigen Berührungen spannten meinen Körper immer mehr an, bis ich sicher war, dass ich unmöglich noch näher kommen konnte, ohne in den Abgrund zu stürzen.

„Fuck...“, stöhnte er gegen meinen Hals, sein Atem brannte heiß vor Verlangen. „Wenn du das noch einmal machst, läuft dir mein Saft über die Schenkel, wenn du aus dem Bus steigst.”

Meine Augen weiteten sich, aber es war alles, was ich tun konnte, um ruhig zu bleiben, um still zu halten, um nicht zum Höhepunkt zu kommen.

Ich presste meine Lippen fest aufeinander und starrte nach vorne, wobei ich versuchte, ihn zu ignorieren.

Es gab nur noch eine Haltestelle. Bis dahin konnte ich es aushalten.

Bei den meisten Männern war es eine gewaltige Anstrengung, zum Orgasmus zu kommen, ich war mehr als fähig, keinen Orgasmus zu haben, wenn ich ihn nicht wollte.

Malfoy jedoch schien einen Todeswunsch zu haben, denn er hörte nicht auf zu streicheln. Seine Finger fanden meine Schenkel und drückten sie noch ein bisschen weiter auseinander. „Spreize deine Beine für mich, braves Mädchen.”

Meine Beine spreizten sich aus eigenem Antrieb.

„Perfekt. Oh, du bist perfekt.“, sagte er, sein Atem warm und unsicher an meinem Ohr, während er seine Hand fest und sehr besitzergreifend zwischen meine Beine schob, seine Finger streichelten die Stelle, an der wir miteinander verbunden waren, auf eine Weise, die intensiv erotisch war, während sein Handballen halb quälend und halb erleichternd gegen meinen Kitzler drückte. Ein leiser Laut entrang sich meiner Kehle.

Gib nicht nach. Nicht nachgeben. Nur noch ein bisschen länger. Dein Haltestelle ist gleich da.

Ich konzentrierte mich auf diesen Gedanken. Es fiel mir schon immer schwer, meine Aufmerksamkeit lange genug auf den Sex zu richten, um zum Höhepunkt zu kommen. Dies war das erste Mal in meinem Leben, dass ich aktiv versuchte, das Gegenteil zu tun.

Wir passierten die letzte Haltestelle, seine Finger streichelten immer noch sanft, fast geistesabwesend, über mich. Sein Schwanz steckte immer noch steif in mir. Meine Beine zitterten. Der Schweiß stand mir auf der Stirn und perlte mir den Rücken hinunter, die Hitze durchflutete mich unerbittlich, als ich schließlich nach dem Knopf über mir griff.

Er war gerade noch zu erreichen. Ich beugte mich vor und glitt qualvoll Malfoys Länge hinauf. Seine langen und beschämend geschickten Finger zwischen meinen Schenkeln hörten nicht auf, als wäre er entschlossen, mich bis zum letztmöglichen Moment zu berühren.

Meine Finger waren zittrig, als ich den Knopf drückte.

Als das Licht an der Vorderseite aufleuchtete, beschleunigte der Bus und schlingerte vorwärts.

Mein Körper wurde gegen den von Malfoy zurückgeschleudert. Ein tiefer Stoß bis zum Anschlag, nach all dem Verlangen, all dem unerbittlichen Necken.

Ich stieß ein leises Keuchen aus und schaffte es gerade noch, mir eine Hand vor den Mund zu halten, als ich erschauderte und zum Höhepunkt kam. Heftig.

Gott... Gott... Gott verdammt.

Die Anstrengung, keinen Laut von sich zu geben, sich überhaupt nicht zu bewegen, ließ die Lust, die meinen Körper durchströmte, sich wie ein implodierender Stern verdichten. Ich zuckte mit einem gewaltigen Maß an Zurückhaltung, während jeder Muskel in meinem Körper zitterte.

Es war, als ob alle meine Bemühungen, es zurückzuhalten, es nur in die Länge gezogen haben, so dass es in seiner Intensität blasenartig wurde, während mein Höhepunkt weiter und weiter ging.

Als ich versuchte, durchzuatmen, bemerkte ich, dass Malfoys Schwanz pulsierte und seine Hüften zuckten. Ich spürte flüssige Wärme in meinem Inneren, als er sich mit einem Schaudern in mir ergoss und sein Gesicht in meinen Haaren vergrub.

Ich ließ die Hand von meinem Mund fallen, meine Brust hob sich. Atemlos. Keuchend. Ich sah mich um, immer noch zitternd, und erwartete fast, dass der ganze Bus mich anstarrte.

Keiner hatte es bemerkt. Der Bus war so überfüllt, dass jeder in der Nähe damit beschäftigt war, sich aufrecht zu halten.

Ich konnte unsere Haltestelle vor mir sehen, während ich versuchte, wieder zu Atem zu kommen.

Malfoy sagte etwas, aber ich war zu benommen, um es zu hören. Ich war sprachlos vor Schreck.

Wir hatten gerade Sex in einem Bus gehabt. Ich hatte gerade Sex gehabt.

In einem Bus.

In wenigen Minuten fing mein Unterricht an.

Ich saß fassungslos da und wusste nicht, wie ich weiter vorgehen sollte. Es gab keine Regeln, oder gesunden Menschenverstand oder etwas anderes, was man nach einer solchen Situation tun sollte. Der gesunde Menschenverstand wäre gewesen: Es einfach nicht tun. Es gab kein aufmunterndes ‚aber was wäre, wenn‘ wie: ‚aber wenn du es doch tust, dann...’

Ich hielt mich zittrig an einem Geländer fest und stand langsam auf, so dass Malfoy genug Zeit hatte, alles wieder in seiner Hose zu verstauen, bevor mein Rock ihn nicht mehr bedeckte.

Mein Gesicht brannte und ich konnte etwas Feuchtes an der Innenseite meines Schenkels spüren. Ich griff nach dem Riemen meiner Tasche, als ich mich durch die Menge der Fahrgäste drängte, um einen Ausgang zu erreichen, ohne mich umzudrehen.

Der Bus kam ruckartig zum Stehen, und alle drängten sich zusammen, um auszusteigen. Sobald meine Füße den Bürgersteig berührten, rannte ich auf das nächste Gebäude zu.

Ich hörte, wie er meinen Namen rief, aber ich ignorierte ihn, während ich durch den Regen auf das nächste Gebäude zustürmte.

Meine Lungen brannten, als ich das Gebäude betrat, und ich eilte zur nächsten Toilette, stürzte in die erste Kabine und machte mich so schnell wie möglich sauber, während ich eine Liste mit Dingen erstellte, die ich nach dem Unterricht erledigen musste. Zum einen eine Pille-Danach besorgen.

Mein Gott, man könnte einen Scheiterhaufen mit der sengenden Hitze meiner Peinlichkeit anzünden. Ich ging zu den Wasserhähnen und spritzte mir Wasser ins Gesicht, um mich zu beruhigen.

Ich drückte die Hände auf mein Gesicht und unterdrückte einen Schrei des Unglaubens. Über mich selbst. Über Malfoy. Über meine sture Entschlossenheit, in einem dummen Spiel zu gewinnen.

Ich stellte den Wasserhahn ab, schloss die Augen und atmete langsam und tief ein. Ich konnte ruhig und vernünftig damit umgehen. Keiner würde es je erfahren. Ich würde wie immer zum Unterricht gehen und mich danach um alles kümmern.

Ich war immer noch am Gewinnen. Malfoy hatte mich noch nicht dazu gebracht, ihm freiwillig meine Aufmerksamkeit zu schenken. Wir waren nicht erwischt worden. Alles war in Ordnung.

Mit einem geringen Maß an vorgetäuschter Gelassenheit richtete ich mich auf, packte meine Sachen zusammen und eilte aus der Toilette.

„Granger –” Malfoy stand direkt vor der Tür und ich zuckte erschrocken zusammen, als ich direkt in ihn hineinlief.

„Ich habe Unterricht.“, platzte ich heraus, und die Worte entglitten mir, bevor ich Zeit zum Nachdenken hatte.

Ich keuchte und starrte ihn entsetzt an.

Die ganze Mühe, die ganze verfluchte Busfahrt, und dann hat er gewonnen, indem er mich vor der Toilette überrascht hat.

Wir standen da und starrten uns an, und ein langsames, triumphierendes Licht erfüllte seine Augen und breitete sich auf seinem Gesicht aus. Sieg.

Ich wollte vor Empörung schreien und abhauen, bevor er die Gelegenheit hatte, sich zu freuen, aber er blockierte die Tür ganz strategisch, und als ich mich unter seinem Arm wegducken wollte, schob er seinen Körper zur Seite und schlug mir dabei fast auf die Nase.

Diese Schlange.

Ich richtete mich auf, rot vor Empörung, und er streckte die Hand aus, um mir eine Locke hinters Ohr zu streichen.

„Hallo, Granger.“, sagte er grinsend, wobei seine Fingerspitze an meiner Wange verweilte.

Warum, in Gottes Namen, war er so zärtlich?

Wahrscheinlich wollte er mir unter die Nase reiben, dass er gewonnen hatte. Er war wirklich einfach nur schrecklich.

Ich starrte ihn an, wandte mein Gesicht von seinen Liebkosungen ab und verschränkte die Arme. „Ich habe Unterricht.“

Wenn ich schon verliere, weil ich so etwas Dummes sage, dann komme ich wenigstens nicht zu spät zu besagtem Unterricht.

„Granger.” Sein Tonfall war eine seltsame Mischung aus Selbstgefälligkeit und Leiden. „Wir müssen reden.”

„Müssen wir nicht.“, sagte ich kühl und stellte zum ersten Mal in meinem Leben fest, dass ich keine Lust auf eine Diskussion über etwas hatte. „Ich habe keine Lust, mit dir zu reden. Niemals.”

Die Schärfe in meiner Stimme wischte den selbstgefälligen Ausdruck aus seinem Gesicht. Er seufzte und sah beschämt aus.

„Es tut mir leid –” Er schien um Worte verlegen zu sein. „Ich weiß, du bist sauer auf mich. Ich habe mich hinreißen lassen – ich schwöre, ich wollte nicht, dass es so weit kommt. Ich wurde wetteifernd und – war gefangen von deiner...” Er hielt inne und schien dann zu überdenken, was er gerade sagen wollte. „ – in dem Moment. Aber es ging zu weit. Ich weiß das.”

„Ist schon okay.“, sagte ich ohne wirklich zu wissen, was er sich von der Entschuldigung erhoffte, während ich einfach nur wollte, dass diese Unterhaltung vorbei war. Ich wollte es einfach ignorieren. So tun, als hättest ich ständig Sex im Bus. Als wäre es keine große Sache. Und dann weglaufen.

Ich winkte abweisend mit einer Hand. „Das kommt vor.”

Er warf mir einen ungläubigen Blick zu. „Was? Nein, tut es nicht.”

Ich zuckte zusammen. Na gut. „Na schön. So etwas passiert normaler Weise nicht, aber es ist passiert, und ich will nicht darüber reden. Weder jetzt noch sonst irgendwann. Bitte geh weg.”

Ich versuchte ihn wegzustoßen, aber er wich nicht zurück, sondern lehnte sich gegen meine Hände.

„Du bist sauer, nicht wahr?”

Ich starrte ungläubig zu ihm hoch. „Natürlich bin ich sauer. Du hättest uns verhaften lassen können, du Idiot.”

Er nahm meine Hände in seine und drückte sie gegen seine Brust. „Ich weiß. Es war idiotisch. Du hast keine Ahnung, was du mit mir machst.”

Ich warf ihm einen skeptischen Blick zu und versuchte, meine Hände aus seinem Griff zu befreien, aber stattdessen hielt er sie fest, bis ich seinen Herzschlag spüren konnte, während er mich anstarrte.

„Komm heute Abend vorbei, damit ich es wieder gutmachen kann.“, sagte er.

Die Art und Weise, wie er ‚komm vorbei’ sagte, machte deutlich, wie er sich die Wiedergutmachung vorstellte. Ich stieß einen ungläubigen Atemzug aus. Nur Malfoy würde denken, dass die Lösung für unklugen Sex darin bestand, noch mehr Sex zu haben.

Ich schaute ihm direkt ins Gesicht.

„Ich hasse dich.“, sagte ich in der Erwartung, dass diese Erklärung endlich ausreichen würde, um ihn mir vom Leib zu halten.

Er war nicht einmal so höflich, überrascht oder beleidigt auszusehen. Stattdessen hob er eine Augenbraue. „Ich weiß.”

Ich blinzelte überrascht. „Warum willst du dann, dass ich vorbeikomme?”

Ein Grinsen zupfte an seinem Mundwinkel, während er sich gegen meine Handflächen lehnte. Wenn jemand an uns vorbei laufen würde, würde er wahrscheinlich denken, wir würden rummachen.

„Ich möchte deine Meinung ändern.“, flüsterte er mir ins Ohr.

Mein Herz setzte einen Schlag aus, aber ich blieb mit meiner Stimme gleichgültig. Hochmütig. „Ich werde meine Meinung über dich nicht ändern, Malfoy.”

Dann lächelte er. Ich konnte es gerade noch aus dem Augenwinkel sehen, weil wir so dicht beieinander standen.

„Das klingt nach einer interessanten Herausforderung. Meinst du nicht?” Dann berührten seine Lippen meinen Hals, direkt unter meinem Ohr.

„Das klingt total bescheuert.“, sagte ich und kämpfte darum, meine Stimme ruhig zu halten, als seine Lippen tiefer wanderten, in Richtung meiner Schulter. Aber meine Finger krallten sich verräterisch in die harten Oberflächen seiner Brust.

Er hob nicht einmal den Kopf, aber ich konnte das Schmunzeln auf seinen Lippen spüren, wo sie knapp über meinem Schlüsselbein lagen. „Wenn du glaubst, dass du nicht gewinnen kannst, sag es einfach.”

Ich schubste ihn weg, rot vor Entrüstung. Aber er wich nur eine Armlänge zurück, denn seine Finger hielten immer noch meine Hände gefangen.

Das war absolut nicht der Grund, warum ich dachte, dass es sich dumm anhörte. Die Prämisse des Spiels war das, was fehlerhaft war, nicht meine Fähigkeiten, mich zu wehren.

Aber auf seinen schmalen Zügen zeichnete sich bereits sein selbstgefälliger Triumph ab, als könne er meine Niederlage bereits schmecken. Meine Weigerung wurde als Eingeständnis gewertet, dass ich ihn nicht so sehr hasste, wie ich behauptete.

Dieser Mistkerl. Er hatte mich in die Enge getrieben.

Ich starrte ihn an. Offensichtlich hatte ich keine andere Wahl. Besser ein offener Krieg als die hinterhältigen Taktiken, die er sonst anwenden würde. Außerdem war es ja nicht so, dass ich vorhatte, mich wieder ernsthaft mit jemandem zu verabreden. Ron hatte mich dazu gebracht, für die absehbare Zukunft erst einmal keine Beziehungen mehr zu wollen.

Ich richtete mich auf und hob trotzig mein Kinn. „Gut. Heute Abend. Bei dir. Wie lauten die Regeln?”

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