AURUM - DER GOLDENE IMPERATOR

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Kapitel 2 - Ein Sprung und die Familie

Mitten im nirgendwo im All befand sich ein kleines Shuttle vor einem riesigen Raumschiff. Zwei Personen in dem Shuttle gegen sicherlich tausende Personen im Raumschiff und das grosse Schiff droht dem kleinen mit Eröffnung des Feuergefechts, wenn eine der beiden Personen aus dem Shuttle nicht übergeben wird.

„Du kennst diesen Olo?“, fragte Erik.
„Ja, leider“, Xilim fiel im Sitz zurück.
„Das fängt ja gut an, mein Abenteuer.“, auch Erik fiel im Sitz zurück, „Was machen wir nun?“
„Keine Ahnung.“, man konnte Xilim ansehen, dass er krampfhaft überlegte, was nun in dieser scheinbar ausweglosen Situation möglich wäre. Er drehte sich mit seinem Sitz mehrmals.
„Ich wünschte, ich kann Dir helfen?“, schlug Erik vor.
„Einkommende Nachricht“, informierte Vira.
„Öffne Kanal.“, erwiderte Xilim.
„Mr. Xhirisis. Wir haben nicht ewig Zeit. Ich gehe Ihnen eine Stunde Bedenkzeit. Danach wissen Sie, was passieren wird. Ohlenhoo Ende.“, Xilim konnte nicht einmal antworten, da war die Verbindung schon weg.
Xilim stand auf und lief zu einem Terminal an der Seite: „Okay. Wir haben eine Stunde um einen Ausweg zu finden.“, meinte er und tippte auf dem Display herum.
Erik stand auch auf und lief zu Ihm, er hörte wieder das Summen, als er unbemerkt rechts von Xilim stand.
Xilim schaute Ihn auch an.
Dann hoben beide ihre jeweiligen Unterarme mit dem Emblem.
„Hörst Du das auch?“
„Ja.“, sagte Xilim.
„Das ist das selbe Summen, was ich beim Kommunikator hatte.“
Xilim wendete sich zu Erik: „Gib mir Deine Hand.“, er öffnete seine rechte Handfläche und Erik lag seine linke Hand in seine. Das hörten beide den Bestätigungston.
„Wie krass.“, staunte Erik. Um Ihnen beiden baute sich eine Art Kraftfeld auf, was nur sehr leicht zusehen war.
„Krass!“, war Xilims Reaktion, „Gib mir die andere Hand.“
Als Erik seine rechte Hand in Xilims linke Hand legte, verstärkte sich das Kraftfeld.
„Vira: Identizifiere das Kraftfeld um uns herum.“, befahl Xilim.
„Scan gestartet.“, bestätigte sie.
„Sie kann das scannen?“, fragte Erik leise und schaute dabei Xilim lange an. Beide schauten sich in die Augen, Erik scannte praktisch auch Xilims gesicht ab und blieb immer wieder an den grossen Lippen hängen, umringt vom tiefschwarzen Drei-Tage-Bart. Seine schwarzen Haare hingen Ihm etwas im Gesicht...
„Scan abgeschlossen. Vorhandenes Kraftfeld ist ein Aurum Kraftfeld.“
Xilim riss seine Augen auf.
„Was?“, fragte Erik.
Xilim liess beide Hände los und mit einem leisen dumpfen Geräusch verschwand auch das Kraftfeld. Er lief ein paar Schritte umher.
„Alles okay? Was ist dieses Aurum Kraftfeld?“
Xilim atmete sehr stark und schlug die Hände auf den Kopf: „Das kann nicht sein!“, murmelte er und lief in die Kabine.
Erik war verwirrt. Er schaute zum Display, welches aus war. Dann überlegte er kurz und sagte: „Hey Vira?“, und hoffte sie reagiert. Doch es passierte nichts. Er versuchte es nochmal etwas lauter, aber auch nichts.
Dann kam Xilim zurück: „Okay Okay!“, er stellte sich wieder Erik gegenüber.
„Was ist hier los?“, fragte Erik diesmal ernster.
„Gib mir deine Hände!“
„Nix da!“, er zog seine Hände hinter den Rücken und ging zwei Schritte zurück, „Erst erklärst Du mir, was es mit diesem Kraftfeld auf sich hat.“
„Werde ich!“, sagte Xilim und schritt die zwei Schritte auf Erik wieder zu. Er zeigte auf sein Emblem: „Wir sind miteinander verbunden.“
Erik verstand zunächst nichts.
„Man kann sagen, wir gehören zusammen!“
„Das ist ein Scherz!“
Xilim schüttelte den Kopf.
„Wir gehören zusammen?“
„Genau. Unsere Embleme sind die selben.“
„Dann kannst Du auch ...“
Xilim schüttelte den Kopf.
„... stimmt. Sagtest Du!“, Erik senkte den Kopf und überlegte, „Wenn Du dann der Guardian bist, dann soll ich der Imperator sein?“
„Alles deutet darauf hin.“
„Aber Liebhaber und so...“
„Nein!“, kam sehr deutlich aus Xilim.
„Okay. Schon gut. Würde auch wegen der Grösse da sicherlich nicht gehen.“, dabei zeigte er auf Xilims Beule in der Hose.
„Es gibt glaube Wichtigers gerade, als mein Schwanz!“
„Schon gut. Was machen wir nun.“
Xilim streckte wieder seine Arme aus: „Mit dem Kraftfeld haben wir spezielle Möglichkeiten, Kräfte kann man sagen. Eine der Kräfte, von denen ich weiss, ist ein Transport.“
„Transport?“
„Es gab Aurum Kraftfelder in der Vergangenheit, die an beliebige Orte transportieren können. Ich denke, es müsste auch in Verbindung mit Objekten gehen.“
„Und das willst Du jetzt probieren.“
„Genau! Wir testen erstmal hier im Shuttle. Gib mir Deine Hände.“
Erik legte seine Hände wieder in die grossen Hände von Xilim. Das Kraftfeld war wieder da.
„Jetzt denk an die Kabine! Aber...“, rief er, „... denk immer daran, das wir so wie wir jetzt hier stehen, auch am Zielpunkt stehen müssen. Also nicht ans Fenster denken, dann steht einer draussen und einer drinnen womöglich. Oder wenn Du an bestimmte Ort denkst. Als Beispiel bei Johannes: Niemals in den Laden transportieren, weil Du nicht weisst, was an dem Punkt steht, wo Du Dich hin transportieren willst. Das ist sehr wichtig.“
„Verstehe!“
„Also. Probieren wir es. Denk an die Kabine.“
Erik schloss die Augen und stellte sich den Platz vor dem Bett vor.“
„Wenn Du den Ort hast, dann drück die Emblem-Hand und ich drück zurück.“, und Xilim spürte das Drücken auf seiner rechten Hand. Das Emblem auf beiden Unterarmen leuchtete golden und Xilim drückte nun seine Hand. Es gab ein dumpfes Geräusch und beide standen vor dem Bett in der Kabine.
„Ja!“, freute sich Xilim und nahm Erik fest in den Arm.
Dabei landete Eriks Gesicht genau zwischen den zwei Brüsten von Xilim und es gefiel Ihm unendlich.
„Super!“, zog er Ihn wieder zurück.
„Und jetzt?“
„Jetzt probieren wir es mit einem Gegenstand.“, Xilim schaute sich um und nahm einen der zwei Stühle am Tisch. „Jetzt das gleiche. Um einen Gegenstand mitzunehmen, müssen wir Ihn beide mit den anderen Händen berühren. Aber wir dürfen nicht die Verbindung verlieren. Ist etwas komplizierter, aber dürfte gehen.“
Xilim stellte den Stuhl neben Ihnen beiden. Dann nahmen sie wieder ihre Hände und das Kraftfeld baute sich auf. Der Stuhl wurde brav vom Kraftfeld ignoriert. Dann führte Xilim die Hände ohne Emblem am Unterarm zum Stuhl und erst berührte er mit seinem Zeigefinger den Stuhl und dann bewegte Erik seine wesentlich kleinere Hand in der Handfläche von Xilim ebenfalls Richtung Stuhl.
„Langsam. Hauptsache, der Kontakt bleibt mit unseren Händen.“, langsam tastete sich Erik am Zeigefinger von Xilim zum Stuhl und berührte Ihn, „Und jetzt drücken.“, dann drückte Erik seine linke Hand in Xilims Hand und die Embleme gingen wieder an, das Kraftfeld erfasste den Stuhl. Dann drückte Xilim wieder seine Hand und alle drei verschwanden aus der Kabine.
„Korrekt!“, schrie Xilim, „Aber warum hier! Das war gefährlich Erik.“, er bemerkte, dass sie im Unterdeck waren.
„Ja, aber ich ahnte, dass hier der Gang sein musste.“
Wieder umarmte Xilim Erik voller Stolz. Diesmal legte auch Erik seine Arme um Ihn und so verharrten sie eine Minute länger als beim ersten Mal.
Xilim schob Erik von sich weg etwas: „So und nun müssen wir uns bis zum Shuttle steigern.“
„Was?“, rief Erik.
„Wir müssen es schaffen mit dem Shuttle uns zu transportieren.“
„Das ist ein Scherz.“
„Nein. Das muss gehen und ist wohl unsere einzige Möglichkeit.“
„Okay. Verstehe, aber erst soll Vira mir ein anderes Outfit geben!“
„Stimmt.“, schaute Xilim sich Erik nochmal an. Sie gingen die Leiter hoch zur Transporterplattform „Vira: Uniform für Erik bitte.“, sprach Xilim.
Erik positionierte sich.
„Uniform wird angelegt.“, sagte Vira als Erik bereit stand.
„Wieso kann ich sie nicht ansprechen?“, fragte Erik, als er zurück zu Xilim kam.
„Tja, das machen wir später.“
„Kann ich auch selber mich transportieren?“
„Ja.“, meinte Xilim ohne zu merken, dass Erik bereits weg war.
Im gleichen Moment schäpperte es in der Kabine. Xilim horchte auf, drehte sich um, wo Erik gerade noch stand und lief in die Kabine: „Was machst Du?“
„Es klappt.“
„Du hast dich selbst transportiert?“
„Scheint so.“, Erik kontrollierte, ob alles noch am selben Fleck ist. Aus Spass zog er seine Hose am Po weg: „Okay. Auch noch da.“
„Na wenn das am Wichtigsten ist.“
Erik grinste: „Weiss nicht, vielleicht wird er es noch.“
„Machen wir weiter. Wir nehmen den den Replikator im Unterdeck.“
„Wie gross ist der?“, fragte Erik auf dem Weg runter.
„Siehst Du gleich.“, Xilim ging ein paar Schritte und blieb stehen. Erik stellte sich daneben und wartete auch.
„Wo?“
„Der da!“, zeigte Xilim auf ein massiv grossen Kasten.
„Das ist ein Scherz!“
„Sehe ich aus, als ob ich scherze?“, er beugte sich nach vorne und baute die Verkabelung ab.
„Manchmal wäre es besser!“, murmelte Erik.
Zehn Minuten später standen Xilim, Erik und der Replikator in der Kabine. Einzig der Replikator zerstörte eine Ecke des Bettes: „Das passiert, wenn Du keine freie Fläche erwischt. Gutes Beispiel.“, erklärte Xilim.
„Verstehe.“
„Vira: Wieviel Zeit bleibt uns noch?“
„Zeit des vermeintlichen Angriffs Siebenundreissig Minuten.“
„Okay. Ich baue den Replikator wieder ein und dann testen wir das Shuttle!“
„Vorschlag“, sagte Vira von selbst.
„Ja?“, erwiderte Xilim.
„Ich registriere erhöhte Werte bei Herrn Mittmeier nach jedem Transport. Daher empfehle ich eine Stabilsierungsinjektion.“
Erik und Xilim schauten sich an.
„Fühlst Du Dich schwach?“, fragte Xilim.
Erik überlegte: „Naja, nicht schwach. Ich würde es angeschlagen nenne. Werde müde.“, versuchte er es zu beschreiben.
„Vira: Erstelle die Injektion“, rief Xilim in den Raum.
„Verstanden.“, bestätigte sie.
„Du musst mir sagen, wenn es Dir nicht gut geht! Es wäre fatal, wenn Du bei dem Transport mit dem Shuttle stirbst.“
„So schlimm gleich?“
Xilim kniete sich vor Erik: „Ja, schlimm. Es gibt einen Grund, warum ich Dich von Terraris geholt habe und warum ich wohl Dein persönlicher Guardian bin...“
„... obwohl Du das nicht willst..“ unterbrach Erik ihn.
„Das sagte ich nicht. Es ist aber nun so und wir können es beide nicht ändern.“
„Würde ich auch nicht wollen.“, murmelte Erik.
„Danke Dir. Aber ich bin nun als Guardian für Dich verantwortlich und es wäre fatal, wenn direkt am ersten Tag Du mir stirbst.“
„Verstehe ich.“
Xilim hob Eriks kopf mit seiner Hand: „Also, sprich mit mir, wenn Du etwas hast. Okay?“, seine schwarzen Augen trafen Erik bis tief ins Herz. Auch Xilims Stimme war diesmal so weich und man spürte, wie ernst es meinte.
„Versprochen.“
„Gut!“, Xilim stand auf und lief mit dem Replikator ins Unterdeck. Erik ging zum Pilotensessel und schaute raus zum grossen Raumschiff von diesem Ohlenhoo. Er überlegte, ob es nicht noch eine andere Möglichkeit geben würde, die sein eigenes Leben nicht so riskiert. Die deutliche Überlegung zwischen dem Ohlenhoo-Schiff und Xilims kleinen Shuttle war mehr als eindeutig. Dabei dachte Erik nach, welche Kräfte Ihm dieses Emblem noch geben könnte oder sogar würde. Vira könnte sicherlich einiges aus Ihrer Datenbank erzählen.

Zwanzig Minuten später kam ein völlig verdreckter Xilim aus dem Unterdeck hoch: „Vira: Wieviel Zeit bleibt uns noch?“,
„Sechzehn Minuten bis zum Angriff.“
„Danke.“, seufzte Xilim, „Das war hart gerade. Habe noch nie einen Replikator eingebaut.“
„So siehst Du auch aus.“
„Wollen wir?“, Xilim streckte seine Hände aus.
„In dem Zustand?“
Xilim schaute sich selbst an. Seine Hose war völlig verschmiert und sein nackter Oberkörper hatte sogar leichte Verbrennungen unter dem ganzen Dreck.
„Willst Dich nicht sauber machen?“, fragte Erik als er vor Ihm stand.
„Gefall ich Dir nicht mehr?“, scherzte Xilim.
Erik verdrehte die Augen.
„Das können wir später machen. Ah!“, er lief zum Replikator-Fach: „Vira. Die Injektion bitte.“
„Stabilisierungsinjektion. Bitte.“
„Danke.“, dann kam er mit einer für Eriks Verhältnisse sehr grossen Spritze zu Ihm.
„Du willst mir nicht wirklich dieses Rohr in meinen Arm stecken?“
Xilim schaute die Spritze an und dann Eriks Arm.
„Wenn ich den Transport machen soll, dann denke ich ohne Verletzung.“
Xilim sah es ein: „Vira: Bitte einen sehr schmalen Spritzenaufsatz.“
„Verstanden. Schmaler Spritzenaufsatz. Bitte.“
Er steckte den Aufsatz auf das Rohr der Spritze und zeigte es Erik: „Jetzt?“
„Mach.“, er hielt seinen rechten Arm hin und empfing die Spritze.
„Alles gut?“, fragte Xilim vorsichtig.
Erik spürte nichts weiter, einzig eine kleine Schwellung am Einstichsloch spürte er, ansonsten keine Änderung. Dann liefen beide zum Steuerpult bei den Pilotensitzen. Sie stellten sich gegenüber.
„Das wären die Koordinaten: 10.13.X5 zu 291.77.L1. Wiederhole.“
„10.13.X5 zu 291.77.L1.“
„Das ist hier!“, zeigte Xilim auf einer digitialen Karte im Steuerpult, „Wollen wir?“
„Eins noch!“, sagte Erik und erschrak Xilim etwas.
„Was ist?“
„Danke Xilim.“
„Wofür?“
„Das alles hier. Ist alles sehr schnell und viel passiert. Gestern war ich noch ein Paketbote in München und nun stehe ich hier mit einem wundervollen gigantischen Mann mitten im Weltall in einem Shuttle und beame uns von einem Ort zum anderen. Danke Xilim.“
Er lächelte etwas: „Verstehe. Und: gerne Erik. Ich hätte das auch nicht gedacht, als ich zu Dir und Theranis geschickt wurde. Das ich nun sogar ein Goldener Guardian bin, hätte ich auch nicht gedacht. Retten wir uns aus dieser Lage erstmal und dann wird alles besser.“
„Wohin springen wir eigentlich?“
„Das ist ein Aussenposten von Ronaris, einer der sechs Monde.“
„Gut.“, dann griff Erik nach seinen grossen Händen und das Kraftfeld baute sich sofort auf. Dann führte Xilim die Hände zum Steuerpult. Erst dann schloss Erik seine Augen und dachte an die Koordianten: „10.13.X5 zu 291.77.L1“, sprach er sie laut aus. Das Kraftfeld begann immer mehr zu brummen, es vergrösserte sich und zog jeden Winkel des Shuttles mit ein. Xilim wartete noch und hoffte eine Änderung im Sound des Kraftfeldes zu hören und nach einiger Zeit hörte er, wie der Ton konstant blieb. Dann murmelte er sehr leise: „Eins. Zwei. Drei.“, und drückte Eriks Emblem-Hand.






Erik kam als Erster zu sich.
Er lag auf dem Boden des Shuttles. Er sah an die Decke und sah ein Teil eines Pilotensitzes. Schmerzen hatte er keine, nur sein Körper fühlte sich sehr schwach an. Er drehte seinen Kopf umher und konnte die Beine von Xilim erkennen. Mehr sah er aber nicht. Dann versuchte er sich aufzurichten, was nur sehr schwer möglich war, weil sein ganzer Körper irgendwie keine Kraft hatte. Er musste es aber schaffen und tat es auch. Als er sitzen konnte sah er auch Xilim. Jener lag hinter den Pilotsitzen auf dem Bauch. Erik schaute aus dem Fenster, um zu sehen, ob das riesige Schiff vom Ohlenhoo noch da war, aber er konnte es nicht erkennen. Dann kroch er zu Xilim und schaute, ob er noch lebte. Er tastete an seinem kräftigen Hals nach einer Pulsader und fand eine, die pulsierte. Also tot war er nicht. Er strich Xilims Haar aus seinem Gesicht und strich über seine Wange: „Xilim?“, sprach er Ihn langsam an, aber er reagierte nicht. Er versuchte es mit stärken Schüttel und etwas Schlagen, aber es kam keine Reaktion.
Erik kämpfte sich auf die Beine und konnte nun aus dem gesamten Fenster schauen. Er sah drei Monde, wovon einer sehr nah war und man eine Art Raumstation erkennen konnte. Der Sprung und der Transport scheint also funktioniert zu haben.
„Vira?“, versuchte Erik den Bordcomputer zu aktivieren. Ohne Erfolg. „Ich wusste, das das zum Verhängnis wird.“, sprach Erik mit sich selbst.
Er schleppte sich zu dem Steuerpult und suchte etwas, was nach Vira aussehen konnte. Man musste doch diesen Computer auch manuell aktivieren können. Er schloss die Augen und dachte nach. Dann öffnete er wieder die Augen und sah plötzlich, dass aus der Richtung, wo er die Raumstation sah sich etwas auf Ihre Position zu bewegte: „Oh nein!“
Ein paar Sekunden später vernahm er Schussfeuer, welche an dem Shuttle vorbei flogen in Richtung des nähernden Schiffes. Sie waren mitten in einem Kampf.
„Xilim!“, drehte sich Erik wieder um und sprang zu Ihm, „Wach auf! Ich brauche Dich hier.“, er schüttelte seinen extrem schweren Körper ohne Erfolg. Xilim blieb bewusstlos.
Das Feuergefecht wurde stärker und das Schiff vom Mond näherte sich langsamer. Dann kam Erik eine Idee: „Die Embleme!“, er kletterte über Xilim auf die andere Seite und schnappte sich seinen Unteram mit dem Emblem. Er nahm Xilims Hand und hielt sie mit beiden Händen: „Gesund. Gesund. Gesund.“, sagte Erik, aber es passierte nichts, „Verdammt.“, schimpfte er und schlug mit seiner rechten Hand auf den Rücken von Xilim, „Du musst aufwachen.“, dann aktivierten sich die Embleme auf beiden Armen und Xilim stöhnte: „Ah. Nur eine Hand!“, registrierte Erik.
„Was ist los?“, sagte Xilim, der sich schon aufrichtete.
„Wir sind mitten in einem Feuergefecht.“
„Vira: Schutzschilder.“
„Schutzscuhilder aktiviert.“
„Wieso kann ich mit Vira nicht reden?“
Xilim schleppte sich auf seinen Sitz und tippe auf der Steuerung herum: „Vira: Kanal zur RSS Vatania herstellen.“
„Verbindung wird aufgebaut. – Verbindung aktiv.“
„RSS Vatania. Hier ist Xilim Xhirisis. Ich habe den Goldenen Imperator an Bord. Ich bitte um Begleitschutz. Ende.“
Erik setze sich kommentarlos in den zweiten Sitz.
„Hier ist die RSS Vatania. Captain Arania Athalia. Wir haben das schon erfahren. Wir holen Euch mit dem Traktorstrahl zu uns. Ende.“
Dann liess sich Xilim in den Stuhl fallen und schaute zu Erik: „Also wenn Du nicht der Aurum bist, dann weiss ich auch nicht weiter.“, er lachte und hielt seine Hand zu Erik.
„Wir hätten sterben können, weil ich Vira nicht aktivieren konnte!“
„Stimmt. Vira: Füge Erik in Deine Kommando-Datenbank hinzu.“
„Erik Mittmeier gespeichert.“
Xilim blickte leicht über seine Schulter: „Du bist der Erste, dem ich die Kommandos hier für Vira freigebe!“
„Und warum tuhst Du das?“
Draussen beruhigte sich der Krampf und Xilims Shuttle wurde in ein Deck der RSS Vatania gezogen, vorbei an sehr vielen Kriegsschiffen.
„Weiss nicht. Mein Gefühl sagt mir, das es gut ist.“
Erik grinste: „Wenn Dich da mal Dein Gefühl nicht täuscht!“
„Tut es das?“, fragte Xilim während er aufsteht.
Erik schwieg, wollte diese Antwort offen lassen. Er kannte Xilim erst ein paar Stunden, die sich anfühlten wie Tage, aber gut waren. Das Shuttle wurde in einen Parkposition gezogen und rastete an einem Dock ein. Xilim kam aus der Kabine frisch gewaschen und im neuen Dress zurück. Erik lief kommentarlos an Ihm vorbei und ging ebenfalls ins Bad. Er schaute sich genau um, denn er dachte bisher das ein Kleiderwechsel nur auf den Transportplattformen möglich war. Dann registrierte er im Bad auf dem Boden ein weissen Kreis, ähnlich der Transportplattformen. Er stellte sich darauf: „Vira: Bitte ein neues Outfit für mich.“
„Bitte um genauere Angaben.“, antwortete sie.
Erik überlegte erst, dann entschied er sich doch wieder für die Uniform: „Egal. Gib mir eine neue Uniform.“, und er breitete seine Arme aus.
„Verstanden.“, sagte Vira und dann baute sich der Anzug auf seinen Körper auf.
„Erik?“, rief Xilim von draussen.
Er kam zurück aus der Kabine und stellte sich neben Ihn. Xilim erstarrte wieder leicht bei dem Anblick.
„Alles gut?“, fragte Erik.
Xilim kam zu sich: „Ja. Wir bekommen nur Besuch!“, dabei zeigte er auf die Transporterplattform.
„Oh. Wer?“
„Meine Schwester.“
„Deine wa...“, dann wurde Erik vom Geräusch des Transports unterbrochen. Im Transporter erschienen eine Frau und ein Mann. Erkennbar war, dass Sie eine wesentlich wertvollerer Uniform an hatte, als der Mann. Beide waren körperlich ebenfalls so riesig wie Xilim. Die Dame schritt auf Xilim zu: „Bruder?“
„Arania?“, erwiderte er.
„Arania?“, flüsterte Erik zu Xilim.
„Ah.“, sagte Arania nur und ging einen Schritt auf Erik zu. Sie verbeugte sich leicht: „Ihre Majestät?“, dabei grinste sie leicht.
„Übertreib es nicht!“, murmelte Xilim, „Wir wissen es noch gar nicht, ob er es ist.“
„Er muss es sein!“, dabei schaute sie weiterhin Erik an. Dann reichte sie Ihm die Hand: „Ich bin Arania Athalia. Xilims Schwester.“
„Habe ich schon mitbekommen, Erik Mittmeier.“
„Du bist also der neue Aurum?“, dabei hielt sie seine Hand fest und drehte sie, dann schob sie den Ärmel der Uniform hoch und legte das Emblem frei.
Erik schaute Xilim an, der keine Reaktion zeigte, aber alles beobachtete.
Arania reagierte etwas überrascht: „Es...“, sie schaute zu Xilim, „Es ist...“, dann sah sie Xilim an, „Es ist das selbe!“.
„Ja.“, sagte Xilim nur.
Sie liess Erik los und ging den Schritt zurück zu Ihrem Bruder. Dann flüsterte sie Ihm zu: „Du wärst dann sein Guardian! Ist das Dein Ernst?“
„Ich höre Sie.“, meinte Erik.
„Ja. Stimmt.“, dann drückte sie Xilim etwas weg, „Reden wir.“, dann zwängte sie sich an Erik vorbei und lief in die Kabine.
Xilim zögerte noch etwas und drehte sich dann langsam an Erik vorbei: „Warte bitte hier.“, dann folgte er seiner Schwester.
Erik schaut den Mann an. Er musste eine Art Soldat sein, zeigte keinerlei Reaktion. Kein Blinzeln, keine Atembewegungen. Dann reichte Erik als Test seine Hand dem Mann: „Hallo. Erik mein Name.“, doch es erfolgte keine Reaktion. „Dachte ich mir!“, er ging auf den Mann zu. Keine Reaktion. „Vira: Wer ist der Begleiter von Mrs. Athalia?“.
„Captain Athalias Begleitung ist ein Droid-Soldat Stufe 9.“
„Stufe 9? Dann erklärt sich das starre Verhalten.“, er lief um den Soldaten herum, der weiterhin keine Reaktion zeigte. „Ob sie sich lange unterhalten?“, fragte er den Soldaten und erwartete keine Reaktion.
Die kam auch nicht.
Dann lief Erik zum Steuerpult und schaute aus dem Frontpanorama. Dort schaute er dem Treiben auf dem Dock zu. Es ging recht hektisch vor, womöglich wegen dem vorherigen Kampf mit dem Ohlenhoo-Schiff. Es gab verschiedene Sorten von erkennbaren Soldaten. Jeder hatte seine eigene farbliche Markierung in Ihrer schwarzen Uniform. Der Soldat im Shuttle hier hatte rote Streifen, was bedeutete, dass wohl Stufe 9 wichtig ist. Musste auch eine Art Guardian sein, nur eben für einen Raumschiff Captain.
Die Kabinentür ging auf. Arania kam heraus: „Wir treffen uns dann bei mir!“, ohne weiteren Blick und Kommentar lief sie zu einer der Plattformen und stellte sich transportbereit. Der Soldat stellte sich ohne Kommentar auf die zweite: „Majestät?“, grinste sie Erik an.
„Arania!“, stöhnte Xilim plötzlich neben Erik. Dann verschwanden beide im Transporter und es wurde wieder ruhig.
Erik schaute Xilim an: „Was habt Ihr ausgemacht?“
Xilim drehte sich weg und lief zum Steuerpult: „Wir sind zum Essen eingeladen auf Ronaris.“, mehr sagte er nicht und spielte auf dem Steuerpult herum.
„Zum Essen? Werde ich Deiner Familie offiziell vorgestellt?“, wunderte sich Erik und setzte sich in den anderen Stuhl am Steuerpult.
Xilim schwieg.
„Ist arg früh, denke ich.“
Er schwieg weiterhin.
„Okay. Ich weiss nicht, ob das gut ist. Das geht alles sehr schnell hier und ich bin nichtmal vierundzwanzig Stunden von daheim weg und werde schon Deiner...“
„Ich sage es ab!“, kam kurz und knapp.
„Absagen?“
Xilim schwieg.
„Du sollst es nicht absagen, ich komme nur ungern mit. Das geht zu fix. Das musst Du doch auch wissen.“
„Passt. Ja. Ist es.“
„Gut. Wie geht es nun weiter?“
„Sie reparieren das Shuttle und dann fliegen wir mit einer Eskorte Richtung Palacio.“
„Und dann?“
„Dort müssen wir auf dem Imperialen Rat warten und dort musst Du Dich vorstellen.“
„Bewerbungsgespräch.“
„Nein.“
„Klingt so.“
„Sie kennen Dich nicht. Haben Dich nie gesehen.“, seine Stimme wurde ernster, „Natürlich musst Du Dich vorstellen. Sie werden Dir nicht blind das Zepter in die Hand legen.“
„Habe ich nicht gesagt.“
„Klang aber so!“, er stand auf.
„Was ist jetzt los?“
„Nichts. Alles gut.“, er tippte auf einem Display herum.
„Sorry. Es geht alles sehr schnell. Es ist sehr viel passiert.“
Xilim schwieg wieder.
Erik wartete einen Moment.
Doch er schwieg weiter und tippte auf dem Display herum.
„Kann ich was tun?“
„Nein!“, sagte er knapp.
„Gut. Okay.“, er stand auf, „Darf ich mich hinlegen?“
„Ja.“, Xilim tat sehr beschäftigt und lief zurück zum Steuerpult, ohne einen Blick zu Erik.
Erik lief in die Kabine. Er ging zum Fenster und sah dort wieder nur auf einen anderen Fluggleiter. Er drehte sich zu dem riesigen Bett. Es war so gross, dass er zweimal längst reinpassen würde. Die Breite des Bettes war etwa gleich gross. Wird er hier mit Ihm schlafen müssen? Oder bekommt er ein eigenes Bett? Er lief zum Bett und setzte sich an den Rand. Seine Gedanken kreisten um die letzten Stunden und was alles passiert ist. Wie sich sein Leben in so kurzer Zeit massiv veränderte. Er schaute sein Emblem an, strich leicht darüber und wusste nun, was es bedeutete. Er legte sich zum schlafen auf das Bett und war bereits nach wenigen Sekunden sofort eingeschlafen.


Ganze fünf Stunden später kam Xilim in die Kabine und sah Erik seelenruhig auf seinem Bett schlafen. Er lief langsam zum Bett und schaute sich Ihn an. Ein kleinen jungen Mann, der das exakt gleiche Emblem wie er trug. Er hatte keine Wahl, in seinen Augen, wen er nun für immer an seiner Seite hatte. Das es ausgerechnet ein kleiner Mann von Terraris war, war eine Überraschung für Ihn. Er setzte sich auf die andere Seite des Bettes und schaute auf den Fluggleiter im Fenster. Er dachte darüber nach, ob er der Aufgabe, ein Aurum Guardian zu sein, gewachsen ist. Mit einer solchen grossen Aufgabe hatte er am Ende nicht gerechnet. Einfach nur einen Kandidaten abholen und fertig. Und nun?
Er legte sich ebenfalls ins Bett und drehte sich zum schlafenden Erik. Er schaute sein blondes Haar an, welches über sein Gesicht lag, den leicht sich bewegenden schmalen Körper und seinen linken Arm. Xilim nahm sein rechten Arm und bewegte Ihn langsam auf Eriks linken zu. Millimeter für Millimeter näherte er sich und mehr und mehr leuchteten beide Embleme. Je näher er kam, und wieder weg ging, so veränderte sich die Leuchtstärke beider Embleme. Xilim näherte sich immer mehr Eriks Emblem und konnte nun seines auf Eriks legen. Während Eriks sich nicht rührte und weiter schlief, durchfuhr es Xilim im ganzen Körper. Eine Welle von kribbelnden Gefühlen durchfuhr seinen riesigen Körper vom Emblem bis in jeden Winkel an ihm. Er wollte wissen, was noch passieren konnte und drückte etwas mit seinem Emblem auf Eriks, doch er war nicht auf das gefasst, was passierte: Der Druck auf Eriks Emblem durch sein eigenes löste eine Erregung bei Ihm aus.
Auch Erik wurde plötzlich wach.
Xilim war schockiert, dass sein Schwanz steif war.
Erik blickte hoch und sah es ebenfalls: „Dein Ernst?“, fragte er nur.

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