AURUM - DER GOLDENE IMPERATOR

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Kapitel 8 - Eine Idee im ganzen Chaos

Es war schon tief in der Nacht als Xilim mit Ginio den Präsidentenpalast erreichten. Dort wurden Sie bereits vom Präsidenten selber und einer anderen Delegation erwartet. Der Imperator von Terraris stand samt Frau und Tochter in dem Saal, wo letztens erst das Streitgespräch mit Imperator Babarayis stattfand. Sollte nun das nächste Streitgespräch folgen? Den Anfang taten die beiden anderen wohl bereits:
„Ich kann Ihnen versichern, dass es ein deftigen Grund für seine Abwesenheit gibt, Imperator Hohlmann.“, Präsident Luluis Latentas sah nicht nur genervt aus.
„Wenn es einen deftigen Grund gibt, bin ich der jenige, der Ihn erfahren sollte.“
Luluis war erleichtert, als er Xilim sah: „Herr Xhirisis.“, und lief auf Ihn zu.
„Und wer ist das nun wieder?“, fragte Imperator Hohlmann verärgert.
„Das ist Xilim Xhirisis, der Goldene Guardian des künftigen Aurums.“, er nahm Xilim fast in den Arm.
„Dem künftigen?“, dann stand der kleine Imperator vor Xilim. Er war nur minimal grösser als Erik und hatte hellblondes Haar. Er reichte Ihm seine kleine Hand.
„Es ist mir eine Ehre!“, verbeugte sich Xilim.
„Vielen Dank. Vielleicht können Sie mich aufklären. Ich wurde als Imperator in einen Präsidentenpalast gebracht und nicht zum Ronarischen Imperator oder gar ins Palacio, um dort den Anwärter des Goldenen Imperators zu treffen, welcher schließlich von Terraris kommt.“, er war noch immer sauer.
Er ist gut informiert, dachte sich Xilim: „Ich kann Ihnen alles erklären, aber es wird Sie leider nicht freuen.“
„Das habe ich bereits gemerkt.“, er folgte Xilim in die Sitzgruppe.
„Wir haben leider massive Probleme, weswegen es auch zur Verschiebung der Zeremonie kam...“
„Was für uns ein Glück bedeutet. Schließlich ist die Anreise aus Terraris auch nicht einfach für uns.“
„Ist es das?“, fragte Xilim Richtung Luluis.
Ginio sprang ein: „Auf Terraris ist nur ein kleiner Teil des Volkes über die Allianz informiert.“
„Wieso das?“
„Das hat seine Regionalen Gründe.“, sprach Herr Hohlmann sehr bewusst, „Nun klären Sie mich über die katastrophalen Dinge auf.“
Xilim blickte zu Luluis, welcher nickte: „Gut. Punkt eins: Imperator Fullum ist tot.“
„Wie bitte?“, schrie Hohlmann.
Xilim holte tief Luft: „Er ist an einer Überdosis Ghorianis Kraut gestorben.”
Diesmal sackte der Terrarische Imperator etwas in sich zusammen: “Ach was.”
“Das ist leider noch nicht offiziell bekannt gegeben worden.”, gab symbolisch an Luluis weiter.
“In diesem Fall hat die Familie Fullum um Zeit gebeten. Es war zwei Tage vor dem Eintreffen von Herrn Mittmeier.”
“Deswegen überschlagen sich hier auf Ronaris gerade die Ereignisse.”
“Verstehe. Welche Probleme gibt es noch?”
“Der Sohn des Onarischen Imperators hat ebenfalls ein vollständiges Emblem auf seinem Unterarm und besteht auf eine…”, Xilim unterbrach, “… Änderung des Ablaufs der kommenden Zeremonie!”
“Änderung? Welche Änderung?”
“Herr Babarayis Junior möchte als Erster die Zeremonie mit Herrn Mittmeier vollziehen.”, sprach Luluis.
Herr Hohlmann schaute skeptisch: “Ist es den schon offiziell, dass Herr Mittmeier der Aurum wird?”
“Ja.”, meinte Xilim.
“Woher wissen Sie das?”
Xilim kniff die Lippen zusammen.
“Er hat die Aurum Linien schon?”
“Korrekt.”
Herr Hohlmann war überrascht: “Das geht schnell, finden Sie nicht?”
“Das mag sein, aber liegt nicht in Ihrem Zuständigkeitsbereich.”
Böse Blicke vom Terrarischen Imperator: “Waren das alle Probleme, oder hagelt es hier nur Probleme?”
“Ja. Es gibt aktuell ein weiteres Problem.”
“Wo bin ich nur gelandet?”, murmelte Herr Hohlmann leise in sich, “Welches?”
“Herr Mittmeier ist gegen seinen Willen auf der OSS Kantar.”
“Wie bitte?”
Schweigen.
Herr Hohlmann stand auf: “Was ist das hier für ein Sauladen? Es wird wirklich Zeit für einen neuen Aurum. Die zehn Jahre ohne einen Goldenen Imperator sind wirklich zu viel. Hier läuft ja alles aus dem Ruder.”, er war richtig schlecht gelaunt.
Luluis stand auf: “Beruhigen wir uns. Es bringt nichts, wenn wir auch noch streiten. Wir sollten gemeinsam einen Weg finden.”
“Ich? Ich soll Euch einen Weg suchen aus diesem Schlamassel?”, er nahm die Hand seiner Frau: “Sarah! Lass uns gehen. Wir werden uns seine Unterkunft im Palacio organisieren.”
“Das geht nicht!”, murmelte Luluis.
Xilim erschrak.
Hohlmann erstarrte und drehte sich langsam zu Luluis: “Wie bitte?”
“Das ist zurzeit nicht möglich.”
“Das ist nicht Ihr Ernst.”, er ließ die Hand seiner Frau los und schritt sehr dicht zu Luluis: “Es ist Ihr Glück, dass wir hier in Begleitung meiner Frau und meiner Tochter sind. Anderenfalls würden Sie jetzt nicht mehr auf Ihren beiden riesigen Füssen stehen. Ich möchte eigentlich gar nicht wissen, weswegen das Palacio nicht möglich ist…”
“Wegen der Requirierung der Aurum Armee.”
“Was hat die Requirierung einer eigentlich bestehenden Armee mit den Quartieren der Imperatoren zu tun?”
Luluis war trotz seiner Größe eingeschüchtert: “Es dient derzeit der Übernachtung des Personals, welches die Armee wieder aktiviert.”
Diese Antwort schien den Imperator zu gefallen. Er drehte sich ohne Worte um und nahm wieder die Hand seiner Frau. Seine Tochter folgte schweigsam. An der Saaltür blieb er stehen. Er drehte sich um und wandte sich wohl zu Xilim: “Ich gehe davon aus, dass Sie der Goldene Guardian sind und sehe es als Ihre Pflicht an, Herrn Mittmeier wieder zurück zu holen von diesen Barbaren.”, er schwieg kurz, dann wandte er sich zu Luluis: “Ich habe keine Ahnung, mit welchen Mitteln Sie in diese Position gekommen sind, aber ich spreche im Interesse als ein Imperator das Sie dieses Chaos hier bis zur Zeremonie beseitigt haben. Anderenfalls sehe ich mich gezwungen Sie Ihres Amtes zu entheben.”, dann wandte er sich wieder ab und verschwand.
Es war ruhig. Garantiert fünf Minuten standen Luluis, Ginio und Xilim im Saal und verarbeiteten wohl erstmal die Ansage des kleinen Imperators von Terraris.
“Wohin geht er jetzt?”, brach Ginio das Eis.
“Er hat Quartiere hier im Palast bekommen.”, murmelte Luluis und lief zu seinem Schreibtisch.
Xilim setzte sich in Ruhe zurück in seinen Sessel.
“Was für ein unfreundlicher Terrarier.”, murmelte Luluis weiter und holte eine Flasche Alkohol aus dem Schreibtisch. Dann lief er zu einer Art Bar und holte drei Gläser, kam zurück zum Tisch: “Trinken wir einen darauf.”
“Ich glaube nicht, dass das unsere Probleme löst.”, meinte Xilim.
„Erklären Sie mir erstmal, was auf Ihrer Farm passiert ist.“
„Das sollten Sie eigentlich Ihre Roboter-Soldaten fragen.“
„Das wird auch geschehen, nur die Auswertung ist noch im Gange, vermute ich mal. Prost.“, dann setzte auch er sich wieder.
„Erik wurde von Brakakus entführt und ist auf der OSS Kantar.“
„Wie holen wir Ihn zurück?“, fragte Luluis entspannt.
„Ich werde hochfliegen und Ihn abholen.“
„Abholen? Das wird so leicht gehen, denken Sie?“
Xilim nickte und nippte einmal.
„Gut. Ich gebe Ihnen...“
„Nein.“
„Nein?“
„Nein, ich mache das alleine!“
„Alleine?“, fragte Ginio, der sein Glas schon leer hatte.
„Wir machen das alleine.“, wiederholte Xilim.
„Gut. Ich habe genug Sorgen hier am Hals.“
„Bekommen Sie das alles hin?“
Luluis wiegelte ab: „Klar. Leonaris kümmert sich um die Armee Requirierung, Laura und Lara um die Zeremonie und die Ehrenparade. Ich werde morgen mit Lamar die Veröffentlichung von Imperator Fullum bekannt geben.“
„Klingt nach keinem Chaos!“, meinte Ginio.
„Gut. Dann werden wir sofort zur OSS Kantar aufmachen.“
„Gut. Sehr gut.“, dann stießen alle drei an und nahmen den letzten Schluck aus dem Glas.



Brakakus Blick war groß und hatte einen leichten Touch von Traurigkeit. Er starrte aus der goldenen Quelle, halb darinstehend, zu Erik. Während er nackt war, stand Erik noch immer in Kleidung am Rand der Quelle.
Erik selber wusste nicht, was er machen sollte. Wie würde Brakakus reagieren, wenn er alles erfährt? Wenn er die Linien sieht und damit auch klar ist, dass er mit Xilim bereits Kontakt hatte und es eigentlich aussichtslos ist, dass er zumindest der Guardian wird. Aber aktuell hatte Brakakus ja noch immer Hoffnung auf den Aurum. Er ging auf die Knie.
Brakakus kam einen Schritt zu Ihm.
„Stopp. Bleibt wo Du bist.“, mahnte Erik.
Er ging wieder den Schritt zurück.
„Ich muss Dir was sagen. Oder besser, zeigen.“
Man sah Brakakus seine aufkommende Neugier und Skepsis an.
Eigentlich wollte Erik noch etwas sagen, aber er entschied, dass er es Ihm einfach zeigen sollte. Er stellte sich auf seine Knie und begann langsam das weiße Oberteil hochzuziehen.
Brakakus verstand erst nicht und dann zeigte sich anfangs nur ein junger Terrarier wohl gleich nackt vor Ihm. In dem Moment, als er anfangen wollte zu genießen, sah er den Beginn einer andersfarbigen Linie auf Eriks Körper.
Jener zog nun das Oberteil über seine Brust hinweg und streifte es über den Kopf ab. Dann sah er, nun mit freiem Oberkörper, die Großen Augen von Brakakus. Er konnte nicht einschätzen, ob er nun geschockt oder fasziniert ist.
Dann bewegte sich Brakakus sehr langsam auf Erik zu. Kurz vor Ihm hob er seine Hand aus dem Quellwasser, die goldene Flüssigkeit perlte wie in Zeitlupe von seinem haarigen Arm ab. Er hatte diese Art Linien noch nie gesehen und wollte sie berühren.
Erik war sehr aufgeregt und erkannte, dass Brakakus doch mehr erstaunt, als erbost war. Er streckte seine Hand nach seinem Oberkörper. Seine Fingerspitze berührte dann eine der Linien und fuhr an Ihr entlang. Er suchte sich auch noch eine Linie aus, die den ganzen Oberkörper quer durchstreifte. Dabei nahm Brakakus nicht einmal ab. Er stand nun auch direkt und sehr nahe vor Erik und folgte selber begeistert seinem Finger auf der Linie.
Brakakus schaute zu Erik ins Gesicht etwas nach oben: „Es ist wunderschön.“, sagte er sehr leise, „Du bist ein sehr schöner Terrarier. Diese Linien...“, dann vertiefte er sich in die nächste Linie, „... spürst Du was?“
„Nein. Gar nichts.“
„Seit wann hast Du sie?“
Wieder eine Frage, die Erik nur mit einer Offenbarung beantworten konnte und die Gefahr schüren würde, dass er sauer wird: „Seit letzte Nacht.“
„Wie ist das passiert?“
Er will auch jedes Detail wissen, dachte sich Erik: „Es ist durch Xilim passiert.“
Dann hört Brakakus plötzlich auf und schaute Ihn wieder direkt an: „Durch Xilim?“
„Ja. Wir haben miteinander geschlafen.“
„Oh!“, sagte Brakakus nur und ging einen Schritt zurück.
Mist, dachte sich Erik wieder. Er hoffte weiter, dass Brakakus vom Ritual wusste.
Nach zwei Schritten blieb Brakakus stehen und drehte sich wieder herum: „Ich weiß, von den Ritual, dass der richtige Guardian diese Art Linien bei dem künftigen Aurum erzeugt.“
Erik sackte zurück auf seine Beine: „Wirklich?“
„Klar. Es war mir schon irgendwie klar.“
„Du wusstest es?“
„Irgendwie hatte ich es geahnt. Ihr wart sehr vertraut, als ich Euch das erste Mal gesehen habe. Wie Xilim dann auch reagierte auf meine Forderung, war mir es irgendwie schon klar.“
„Bist Du enttäuscht?“
Brakakus spielte im Quellwasser: „Ein wenig.“
Erik wollte seine Beine ins Wasser legen und nahm entsprechend Anlauf.
„Stopp!“, rief Brakakus.
„Was?“
„Nicht mit Kleidung.“, dabei zog er seine Dunkeln Augenbrauen hoch.
Erik grinste und zog seine Hose aus, womit er nun auch nackt war. Dann setzte er sich auf den Rand der Quelle und legte seine Beine hinein.
Brakakus kam wieder zu Ihm und stellte sich direkt vor Ihn: „Ich würde lügen, wenn ich nicht enttäuscht wäre. Es gab schon Jahrhunderte keinen Onarier mehr als Aurum. Das wäre toll gewesen.“
„Auch nicht als Guardian?“
Brakakus schaute an sich herunter: „Damit?“
Erik schaute auch, sah aber nichts, da das Wasser nicht durchsichtig war.
„Ich würde jeden Ronarier und Terrarier verletzen.“
„Bedeutet das, dass Du nie geplant hast mit mir...“
„Nein.“, er grinste aber.
„Sicher?“
„Okay, ich habe mal darüber nachgedacht. Aber nein.“
„Warum sind wir dann beide nackt?“
„Du musst nackt sein, um in die Quelle steigen zu dürfen.“
„Auch in eine holographische?“
„Auch in so eine ja.“, dann griff er nach Eriks Arm, „Komm!“
Erik wurde von Ihm ins Wasser gezogen und stand dann natürlich bis zum Hals im Wasser. Brakakus lachte und griff nach Ihm. Erik spürte seinen behaarten Unterarm an seinem Po und setzte sich darauf. Dann hob er Ihn etwas mehr aus dem Quellwasser: „Und?“, fragte Brakakus.
„Fühlt sich gut an.“
Brakakus lief mit Ihm fast eine Runde in dem Wasser und Erik spielte mit dem Wasser und wie es an Brakakus Körper verschieden abperlte. An den Haaren anders, als an seiner tiefschwarzen haarlosen Brust.
„Es tut mir leid.“, sagte Erik dann.
„Wieso? Das hast Du ja nicht entschieden.“
„Nein. Aber ich habe das Gefühl, dass es Dir wichtig gewesen ist.“
„Klar. Meinem Vater erst recht.“
„Oh stimmt. Wirst Du es Ihm sagen?“
Brakakus überlegte sichtbar: „Schon möglich.“
„Wieso habe ich das Gefühl, dass Du mehr enttäuscht bist, als Du es mir zeigst.“
„Bin ich das?“
„Ich kann es mir sehr gut vorstellen.“
Brakakus lächelte kurz in sich hinein: „Richtig. Ich wollte es unbedingt. Meines Vaters willen. Er war so stolz, als er damals das Emblem unter den ganzen Haaren entdeckte, und ich war noch so klein. Er freute sich, als würde er es selber haben. Ich verstand damals noch nicht, was los war. Einzig sein Verhalten mir gegenüber wurde schlagartig anders. Meine Brüder und Schwestern verstanden das anfangs auch nicht. Zumal mein Vater mehr und mehr verbissen darauf war, dass ich der Aurum werden sollte. Was am Anfang die Freude über das Emblem war, wurde mit der Zeit immer mehr zur Belastung. Er wollte es allen beweisen... will er ja heute noch.“, er schaute sich sein Emblem an, „... und dann hörte er, dass Du auf dem Weg nach Ronaris bist. Er schleppte mich sofort ins Raumschiff und wir waren auf dem Weg nach Ronaris. Ich denke wir trafen Euch beide damals.“
„Ohlenhoo?“
„Genau.“, grinste Brakakus, „Wir waren auf der OSS Oho. Der Captain wollte unbedingt Euch abfangen. Aber dann habt Ihr irgendein Sprung vollzogen und da war mir schon bewusst, dass das mit dem Aurum nichts wird.“
„Du scheinst viel zu wissen über dieses Thema.“
„Wenn Du fast täglich damit konfrontiert wirst, dann lässt es sich nicht vermeiden. Ich versuchte fast schon Auswege zu finden.“
„Auswege?“
„Ja. Wie komme ich aus dieser ganzen Geschichte heil raus, aber das ist fast unmöglich.“
„Fast?“
„Naja, jetzt mit Dir und Xilim bin ich raus.“
Erik schaute Ihn traurig an.
„Mein Vater wird das nur nicht gut aufnehmen. Da müssen wir uns was einfallen lassen.“, er lehnte sich an den Rand der Quelle und verschränkte seine Arme unter seinem Kopf.
„Wird er sehr enttäuscht sein?“
„Nun, er ist der Imperator und sein Sohn hat die vollständigen Embleme. Ja, sehr.“
„Dann lass uns was ausdenken.“
„Ich habe lange gelesen und geforscht. Nach Auswegen gesucht, die mich befreien können aus diesem Heiligtum...“, wieder schaute er sein Emblem an, „..., aber es ist nicht möglich. Es klebt auf Dir, wie eine Markierung. Ich habe mich dann mit dem Gedanken des Guardian beruhigt. Es gab oft Terrarier, die einen Ronarische oder Onarischen Guardian hatten. Mit Xilim ist das für mich auch abgehackt.“
Erik versuchte aufzustehen, was aber wieder mit dem halb-versinken endete und Brakakus Ihn fast retten musste.
„Setzt Dich hier hin.“, er nahm Ihn und setzte Ihn auf seinen Oberschenkel.
Erik spürte beim Bewegen seiner Beine Brakakus Schwanz: „Schade, dass ich keinen zweiten Guardian haben kann. Das wäre doch für einen Aurum, der drei Planeten vertritt viel besser.“
Brakakus Augen wurden groß: „Zwei Guardians?“
„Ja.“, philosophierte Erik weiter, „Der Aurum ist der goldene Imperator von drei Planeten. Warum soll eine Planetenart nicht im Aurum vertreten sein. In meinem Fall als der Terrarische Aurum sollte es doch möglich sein, dass ich einen Ronarische Guardian habe und einen Onarischen. Dann wäre das Goldene Team auch vom Emblem her komplett.“
Brakakus setzte sich aufrecht hin, damit rutschte Erik näher an Ihn heran.
Erik konnte mit seinen Beinen Brakakus Schwanz nicht mehr ausweichen.
„Wieso eigentlich nicht.“
„Es ist nur eine Idee. Ich habe keine Ahnung, ob es mal zwei Guardians gab?“
„Das ist eine gute Frage. Ich hätte da auch schon eine Idee, wer uns da helfen kann.“, dann nahm Brakakus Erik kurz hoch und stand auf. Er ging mit Ihm auf dem Arm aus der Quelle und stellte Ihn vor sich ab: „Und übrigens, ich hatte wirklich nicht die Absicht mit Dir sexuell zu werden.“, er schaute dabei auf seinen Schwanz.
„Das beruhigt mich irgendwie.“
Während er sich wieder anzog: „Da hat auch meine Freundin ein Wort mitzureden.“
„Du hast eine Freundin?“
„Ja klar. Einen Typ wie mich, wer will den nicht haben?“, er lachte und gab Erik einen kleinen Schubs.
Erik lachte auch und folgte Brakakus zum Holodeck-Eingang.
„Computer. Programm beenden!“, rief Brakakus und lief auf die Tür zu.
Jene öffnete sich und auf der anderen Seite standen sein Vater mit vier Soldaten!




„Was hast Du vor?“, fragte Ginio Xilim, als beide im Vira-Shuttle auf die OSS Kantar steuerten.
„Erstmal nett sein.“, meinte Xilim.
„Einkommende Nachricht.“, sagte Vira.
„Abspielen.“, meinte Xilim.
„OSS Kantar hier, bitte identifizieren Sie sich.“, kam eine andere Stimme.
„Xilim Xhirisis von Ronaris. Ich möchte zum Imperator Babarayis.“
„Diesen Wunsch haben viele. Haben Sie eine Antritts Genehmigung?“
„Ich denke, der Imperator hat meine Genehmigung schon bei sich.“
„Die wäre?“
„Den künftigen Aurum Erik Mittmeier.“
„Einen Moment.“, dann wurde es kurz ruhig.
„Sie müssen uns an...“
Scheiße, meine Aurum Linien. Er darf die nicht sehen!
„Nein!“, Xilim griff an seinen Kopf.
„Was ist?“, fragte Ginio.
„Erik. Er denkt wieder an mich. Er...“, Xilim hielt die Luft an, „... Brakakus wird seine Linien sehen!“
„Oh! Das ist nicht gut.“
„Ich muss den Mistkerl aufhalten. Das kann böse...“
„Einkommende Nachricht.“
„... Freigeben!“
„OSS Kantar wieder. Landung erlaubt. Bitte fliegen Sie zum Hangar OSS71B. Sie werden dort von einer Eskorte erwartet. Ende.“
„Oh. Ging ja gut.“, meinte Ginio.
„Das ging wirklich schnell. Vira: Du hast verstanden?“
„Ja. Ich habe verstanden. Kurs auf Hangar OSS71B.“, dann flog Vira praktisch alleine in leuchtender Begleitung eines Strahls der OSS Kantar in das riesige Raumschiff.
„Ich hoffe, wir kommen nicht zu spät.“
„Kann Deine Vira nicht Erik erfassen?“
„Stimmt. Vira: Scanne nach Erik auf der OSS Kantar.“
„Verstanden. Starte Scan.“
„Gut möglich, dass sie Ihn findet.“, meinte Xilim.
„Erik Mittmeier befindet sich auf dem Holodeck der OSS Kantar.“
„Na toll. Ist er alleine?“
„Nein. Brakakus Babarayis ist ebenfalls dort.“
„Klingt zumindest nicht nach einem Gefängnis.“, meinte Ginio.
„Er könnte die Farm meiner Fam.…“
Er will auch jedes Detail wissen.
Wieder erstarrte Xilim: „Er will jedes Detail wissen, meint Erik.“
„Er erzählt Ihm alles?“
„Ich hoffe nicht. Brakakus wird sicher wütend, wenn er die Linien sieht.“
Mist.
„Was denn jetzt wieder?“, fragte Ginio fast genervt.
„Mist. Er sagte nur Mist.“
„Wird Zeit, dass Dich Erik fickt. Ist ja nicht auszuhalten, diese einseitige Unterhaltung. Wieso jetzt Mist?“
„Ich weiß es nicht!“, Xilim war wohl auch genervt.
Das Shuttle setzte dann zum Landeplatz an und fuhr die gesamte Energieleistung hörbar herunter.
„Vira: Bleib bitte immer startklar.“
„Verstanden.“
„Los.“, dann schob Xilim Ginio Richtung Ausgang, wo sie bereits von einer vierköpfigen Eskorte von Soldaten erwartet wurden. Ohne weiteren Kommentar setzten sich zwei der vier Soldaten vor Ihnen in Bewegung. Die anderen beiden blieben hinter ihnen. Dann wurden Sie durch den Hangar geführt zu einem Fahrstuhl. Auch hier blieben die Soldaten an Ihrer Seite. Nach gefühlten zehn Minuten im Fahrstuhl öffneten sich die Türen und eine helle angenehme Umgebung wurde sichtbar. Zwei Soldaten schritten wieder voraus und ebneten den Weg durch die Gänge in einen kleineren Raum, einer Art Konferenzsaal mit einem großen langen Tisch. Als Ginio und Xilim im Raum waren, verließen die ersten beiden Soldaten den Raum wieder und schlossen die Tür. Sie waren alleine.
„Seltsam. Habe mir die Onarischen Raumschiffe dunkler vorgestellt.“, meinte Ginio.
Xilim testete die Tür nochmal, welche aufging und die vier Soldaten zusehen waren: „Flüchten geht also schonmal nicht.“
„Flüchten?“, fragte Ginio, der auf Entdeckungsreise im Raum war.
„Nur so eine Idee.“, Xilim lief Ginio hinterher und blieb am Fenster stehen. Man sah den Hangar von sehr weit oben.
Dann öffneten sich die Türen wieder und zwei Soldaten schritten hinein. Es folgte der Imperator Babarayis. Danach erschient Brakakus an der Seite von Erik.
„Erik!“, rief Xilim und lief um den Tisch herum.
Erik lief Ihm in die Arme: „Oh man, nur ein paar Stunden und ich habe das so vermisst.“, murmelte Erik in seine Brust.
„Ich konnte Dich die ganze Zeit hören.“
„Was?“, erschrak Erik, „Die ganze Zeit?“
„Ja. Von Anfang an, wie Du mich gerufen hast und wie Du gehofft hast, dass er nicht dumm sei.“, er streichelte Erik durch sein Haar.
„Stimmt. Ich erinnere mich, und er ist überhaupt nicht dumm.“, Erik lächelte zu Brakakus, der nur eine Augenbraue hob.
„Gut. Nachdem alle wieder vereint sind kommen wir zu dem Geschäft.“, begann Imperator Babarayis.
„Geschäft? Hier gibt es kein Geschäft. Sie können froh sein, dass Sie der Imperator sind. Eine Entführung eines Anwärters auf den Aurum dürfte sich in Ihrer Vita nicht gut machen.“
„Das mag sein. Aber trotzdem geht es hier um den Ablauf der Zeremonie und wir haben unsere Bedingung gestellt und werden auch von dieser nicht abweichen.“
„Das könnt Ihr vergessen. Anstatt einfach und normal mit uns zu reden und das wir uns einigen, entführt Ihr Erik und denkt nun, dass Ihr Eure Bedingung erzwingen könnt?“
Brakakus machte plötzlich eine kleine fast unscheinbare Kopfbewegung, welche aber Xilim bemerkte. Jener schaute zu Erik und bemerkte die Gegenreaktion: „Was ist los?“
Erik schob Xilim etwas zur Seite: „Vertraue mir, aber Brakakus ist zu hundert Prozent auf unserer Seite. Er weiß alles und ist das Gegenteil in der Meinung von seinem Vater. Vertrau mir!“, dann drehten sich beide wieder zurück.
„Imperator Babarayis. Wie Sie wissen hatte ich eine ausgedehnte Unterhaltung mit Ihrem Sohn, welche sehr lehrreich war und ich kann Ihnen hiermit bestätigen, dass ich Ihrem und Ihrem Sohnes Wunsch zustimme.“
„Was?“, riefen Xilim und Ginio zeitgleich.
Alle anderen im Raum lächelten.
„Nun, das freut mich. Auch wenn es mich überrascht. Dann sehe ich keinen Grund mehr für Misstrauen und stelle Sie frei sich auf unserem Schiff zu Hause zu fühlen.“, strahlte der Imperator regelrecht, „Gut. Es sind Deine Gäste, Brakakus.“, dann lief der Imperator aus dem Raum.
Als die Türen geschlossen waren: „Was geht hier vor?“, Xilim war entsetzt.
Brakakus lächelte.
„Vertrau mir Xilim.“, er lehnte sich an Xilim, während Brakakus auf sie zukam.
„Vertrau Ihm. Ich tue es auch!“, lächelte er.
Xilim war noch immer skeptisch.
„Ich weiß alles, Erik hat mir alles erklärt und gezeigt. Im Gegenzug habe ich Ihn über alles aufgeklärt.“, begann Brakakus.
„Es ist nicht er, der den Druck aufbaut. Es ist sein Vater.“
„Richtig.“
„Das merkt man definitiv.“, beruhigte sich Xilim.
„Du hast einen sehr schlauen und hübschen Mann an Deiner Seite.“
„Denkst?“, fragte Xilim.
„Ich weiß es. Er hatte auch eine sehr gute Idee, was die eines Aurum würdig ist.“
„Ach. Und die wäre?“, fragte Xilim zu Erik.
„Wir suchen einen Weg, dass Brakakus der zweite Guardian wird.“
„Wie bitte?“, wunderte sich Xilim.
„Grandios!“, sagte Ginio im Hintergrund.
„Wie kommst Du auf so eine Idee?“, Xilim war nicht begeistert.
„Schau. Ich repräsentiere als Aurum drei Welten, aber ich habe mit einem Guardian nur zwei Welten vereint. Wieso soll das Aurum nicht die dritte Welt beinhalten. Wieso ist es nicht möglich zwei Guardians aus den anderen Welten zu haben? Ich als Terrarier werde der Aurum und vertrete Terraris symbolisch. Du Ronaris und Brakakus dann Onaris. Zu dieser Konstellation kann keiner Nein sagen.“
„Das ist eine geniale Idee!“, sagte Ginio erneut.
„Finde ich auch.“, meinte Brakakus.
Xilim setzte sich, schaute abwechselnd Erik und Brakakus an.
Den Blick kannte Brakakus: „Ich bräuchte Ihre Hilfe!“, richtete er sich zu Ginio.
„Mich?“
„Ja. Ich kenne jemanden, der sich sehr gut mit der Geschichte des Aurums auskennt.“, er zeigte auf die Tür.
„Sehr gut. Jetzt kennen Sie zwei.“
„Prima. Sag Brakakus zu mir.“
„Ginio.“, beide lächelten sich an und verschwanden aus dem Raum.
Erik setzte sich auf ein Bein von Xilim und gab Ihn einen Kuss auf die Wange.
„Habt Ihr?“
„Haben wir was?“
„Sex?“
Erik lachte: „Sehe ich verletzt aus?“
Xilim grinste.
„Du kannst Ihm vertrauen. Ja, wir waren gemeinsam in der Quelle und wir waren nackt. Ja, ich habe seinen Schwanz gesehen, aber Brakakus hat kein Interesse an Sex mit mir.“
Xilim atmete tief durch.
„Brakakus ist jemand, der in diese Rolle gezwungen wird. Von seinem Vater und von der Tradition. Er suchte einen Ausweg und wir fanden einen passenden. Einen, den auch seine Freundin gefallen würde.“
„Freundin?“
„Ja. Er hat eine Freundin.“
„Also nicht Manyunell?“
„Nein. Auch nicht Duoyunell.“
Jetzt lächelte Xilim.
„Er hätte sich zwingen müssen und wusste, dass er mich sehr verletzen könnte. Er zeigte mir diese Haken. Furchtbar.“, Erik schüttelte sich.
„Finde ich auch.“
„Da ist er viel viel besser!“, er legte seine Hand auf die große Beule in Xilims Hose.
„Nach dem einen Mal?“
„Oh ja!“, lachte Erik, „Lass uns mit Brakakus einen Plan schmieden, wie wir das spektakulär umsetzen können, dass er auch ein Guardian wird.“
„Das wäre eine Sensation. Es gibt nur ein Problem...“, er murmelte weiter: „Ein weiteres Problem.“
„Was für ein Problem?“
„Wie wird Brakakus ein Goldener Guardian? Ich kenne keinen zweiten in der Geschichte des Aurums!“
„Genau das müssen wir herausbekommen. Brakakus kennt jemanden auf dem Schiff, der sich damit wohl auskennt.“, Erik stand auf.
„Und mit Ginio könnte es sein, dass sich das Wissen eines Ronarier und eines Onariers vereint.“, Xilim war nun auch begeistert.
„Prima. Lass uns los gehen!“, Erik lief los, wurde aber aufgehalten.
„Stopp!“, Xilim zog Ihn zurück und hob Ihn hoch zu sich, „Erst möchte ich Dich küssen!“, und gesagt getan.

„Sind sie bald fertig?“, fragte Brakakus lächelnd.
„Naja. Sie haben sich sicherlich zehn Stunden nicht gesehen!“, grinste Ginio.
Kurz darauf ging die Tür auf und zwei lächelnde Gesichter kamen heraus.
„Dann können wir los?“
„Wohin geht es?“, fragte Erik.
„Auf die Krankenstation!“, so Brakakus.
„Krankenstation. Dort kennt jemand die Geschichte?“
„Und wie!“, lächelte Brakakus.
Sie betraten wieder den Fahrstuhl und fuhren erneut gefühlte zehn Minuten durch das Schiff. Dann zeigte sich ein hellblaue Raumwelt vor Ihnen, als die Türen sich wieder öffneten. Mit festen Schritten lief Brakakus voraus und alle anderen staunten nur über diese fortschrittliche Medizinische Welt.
„Hätte ich nicht erwartet!“, murmelte Xilim.
„Ihr scheint die anderen Welten nicht so gut zu kennen?“
„Wenig. Wir kommen selten nach Onaris. Wüsste nicht warum?“
„Aber Ihr seid eine Allianz!“
„Ja und?“
„Da wären wir.“, Brakakus blieb vor einer geschlossenen Tür stehen. Auf dem Schild stand etwas Unlesbares.
„Das wäre?“, fragte Erik.
„Doktor der Medizinwissenschaft und Geschichtsheilung, Doktor Quamana Qhumunus.“, Brakakus war stolz.
„Aha.“, meinte Xilim.
Dann schritt Brakakus auf die Tür zu und jene öffnete sich. Im Inneren sah es aus, wie in einer Bibliothek, nur dass statt der Bücher viele kleine Flaschen aus millionenfachen Farben in den Regalen stand. Am hinteren Ende war ein Büro erkennbar, worin jemand mit weißen Haaren saß. Dort angekommen, war es ein sehr alter Onarier, die weißen Haare in den Mengen wie Brakakus hatte.
„Doktor Qhumunus?““, fragte Brakakus leise.
„Was ist los mein Junge!“, reagierte der Doktor sofort und stand auf, als wäre er ein Teenager, „Sind das Deine Freunde?“
„Ja. Darf ich vorstellen: Xilim Xhirisis, Ginio Xhirisis und das ist Erik Mittmeier, der nächste Aurum. Aber ... pssssst.“, er lachte dabei.
Der Doktor kam auf Erik zu: „Es ist mir eine Ehre!“, er ging auf ein Knie und verbeugte sich dabei.
Erik war verwundert: „Danke.“, mit diesen Worten befreite er den Doktor wohl.
Jener drehte sich zu seinem Büro zurück: „Ich habe von dem Jungen hier schon erfahren, worum es geht. Und ich kann Dir sagen...“, er zeigte auf Brakakus, „... Deinem Vater wird das sicher nicht so gefallen.“
„Nicht?“
„Nein. Er will Dich als Aurum, das weißt Du. Um jeden Preis, wenn es nach Ihm geht.“, der Doktor setzte sich und tippte auf seinen Tisch. Es öffnete sich ein Display und ein virtuelles antikes Buch erschien: „Ich habe also...“
„... das ist ja unfassbar!“, staunte Ginio und ging auf des Doktors Seite.
„Ja. Ja. Toll oder? Ich musste lange suchen und es war nicht leicht irgendwo einen Eintrag zu finden darüber.“, erzählte der Doktor.
„Und? Gab es mal einen zweiten Guardian?“
„Diese Frage kann ich Dir aus diesem Buch mit einem deutlichen Nein beantworten.“
Brakakus verlor sofort jede Hoffnung aus dem Gesicht.
„Aber!“
Und dann war sie wieder da.
„In diesem Buch!“, der Doktor strich über den Bildschirm.
„Irre!“, sagte Ginio nur.
„In diesem Buch hier steht geschrieben, dass es möglich ist. Es wurde nur nie angewandt.“, dann fiel der Doktor in seinen Sessel zurück.
„Es ist also möglich, dass Brakakus mein zweiter Goldener Guardian wird?“
Der Doktor nickte: „Ja. Ist es.“
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