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Chroniken der Werwölfe Band 1 Der Gefährte

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Summary

Mara kann kaum etwas sehen, als sie durch den stockdunklen tiefen Wald läuft. Ihre Pfoten bleiben ständig an Wurzeln und Efeuranken hängen und sie fällt hin. Überall hört man Wölfe heulen, die auf der Suche nach ihren Gefährten sind. Als plötzlich ein grauer Wolf aus dem Unterholz springt und sich auf sie stützt, erschreckt sie so stark, das sie wie gelähmt ist. Der Wolf wirft sie um und knurrt sie an. Sie weiß sofort wer der Wolf ist und bekommt es mit der Angst zu tun. Sie nimmt all ihren Mut zusammen und heult so laut sie kann, in der Hoffnung, dass ihr jemand zur Hilfe kommt. Jordan fletscht die Zähne und Sabber läuft ihm aus dem Maul. Entweder wird sie rechtzeitig gefunden, oder Jordan verschleppt oder tötet sie. Als hinter Jordan ein großer schwarzer Wolf erscheint, weiß Mara sofort wer da steht und ihr zu Hilfe kommt. Er ist ihr Gefährte und der Gott verdammte Alpha des royalen Rudels. Zach Harris....

Genre:
Fantasy / Romance
Author:
Jeannine Geiger
Status:
Complete
Chapters:
30
Rating:
4.8 22 reviews
Age Rating:
16+

Die Reise beginnt

Mara


Als mein Wecker klingelt, drehe ich mich stöhnend auf die andere Seite, und taste nach meinem Handy. Es ist fünf Uhr morgens, als ich mich aufsetze und mir die Augen reibe. Das war definitiv die schlimmste Nacht meines Lebens. Die Aufregung auf die bevorstehende Gefährtenfindung, hielt mich die ganze Nacht wach. Ich strecke mich und stehe auf, als mein Handy vibriert. Es ist Sophie, die wissen will ob ich schon wach bin. Ich antworte ihr schnell und gehe unter die Dusche. In zwei Stunden würde ich in einen Zug steigen, und meinem Schicksal entgegen fahren. Ich denke über die nächsten Stunden nach, und gehe die einzelnen Stationen durch. Erst würde ich mit dem Zug zum royalen Rudel fahren, um am Gipfeltreffen teilzunehmen. Dann würde ich den Gefährtenlauf mitmachen, und hoffen das ich meinen Gefährten finden würde. Ich würde an allen Zeremonien teilnehmen und an allen anderen Aktivitäten. Danach würde ich wieder nach Hause kommen, falls ich keinen Gefährten finde.

Ich trockne mich ab und sehe das mein Handydisplay aufleuchtet. Wieder Sophie, diesmal will sie wissen ob ich fertig bin.

Zehn Minuten später gehe ich zurück in mein Zimmer und ziehe mich an. Ich schreibe ihr schnell das ich jetzt fertig bin und schaue ob ich alles habe. Dann gehe ich mit meinem Koffer nach unten, wo meine Mutter und mein Vater schon am Tisch sitzen und frühstücken. „ Guten Morgen" brumme ich und nehme mir eine Tasse Kaffee. „Guten Morgen meine Süße" sagt mein Vater und lächelt mit aufmunternd zu. „Wie geht es dir?" fragt Mama und schaut mir in die Augen. Papa reicht mir die Milch als ich ihr antworte. „Ich bin sehr aufgeregt" gestehe ich ihr. „Das glaube ich dir, aber denke immer positiv. Du wirst vielleicht deinen Gefährten finden, und ein neues Leben anfangen." Ich trinke einen Schluck von meinem Kaffee und sehe sie müde an. „Ich weiß gar nicht ob ich schon dazu bereit bin" sage ich und seufze. Der Gedanke an ein neues Leben außerhalb meines Rudels lässt mich erschaudern. Wenn ich meinen Gefährten finde, und er nicht in meinem Rudel lebt, muss ich mein Rudel verlassen und in seins ziehen. Ich würde meine Familie so schnell nicht wieder sehen, da die Rudel sich über alle Kontinente verteilen. Allerdings muss man abwägen was schlimmer ist, keinen Gefährten zu finden oder ein neues Rudel zu haben.

Mein Bruder kommt in die Küche und setzt sich auf einen Stuhl. „Guten Morgen" brummt er und schüttet sich Kaffee in seine Tasse. Er begleitet mich auf das Gipfeltreffen, da er seine Gefährtin noch nicht gefunden hat. Für ihn ist es schon das dritte Jahr in Folge an dem er teilnimmt.
Wir frühstücken alle und schweigen die meiste Zeit. Als mein Handy vibriert und Sophie mir schreibt, das sie jetzt auf den Weg zum Bahnhof ist, schaue ich auf die Uhr und springe auf. „ Wir müssen los, in zwanzig Minuten fährt der Zug!" Dann geht alles ganz schnell. Mama und Papa springen auf und räumen schnell alles weg. Tyler und ich holen unsere Koffer und innerhalb von ein paar Minuten ist alles im Auto und wir auf dem Weg zum Bahnhof.

Am Bahnhof angekommen, begleiten uns Mama und Papa zum Gleis und verabschieden sich von Tyler, der unser Gepäck schon verstauen will und zu seinen Freunden geht. Bei mir dauert der Abschied ein wenig länger, da Mama einfach nicht loslassen will. „ Denk dran, du wirst deinen Gefährten schon finden und all das hinter dir lassen" sagt sie und gibt mir einen Kuss auf die Wange. „ Sei nicht so nervös und versuche dich auf alles einzulassen" sagt Papa und nimmt mich ebenfalls in den Arm. Der Zug pfeift und eine Hand packt mich von hinten. „Wenn du jetzt nicht einsteigst, fährt der Zug ohne dich los" sagt Tyler laut und zieht mich in den Zug hinein. Wir winken Mama und Papa zum Abschied und treten einen Schritt zurück, damit sich die Türen schließen können. Ich suche das Abteil in dem meine Freundinnen warten und trete ein. „Ich bin so aufgeregt!" ruft Sophie und fällt mir in die Arme. „Frag mich mal" sage ich und wir setzen uns zu Stephanie auf die Bank. Wir reden eine ganze Weile über die bevorstehenden Tage, bevor Sophie das Thema auf mich lenkt. „Wie geht es dir? Hast du ihn schon gesehen?" Mit „ihn" meint sie meinen Exfreund Jordan, von dem ich mich vor einer Woche getrennt habe, weil ich nicht mit ihm schlafen wollte. Er wurde immer aggressiver und kontrollierender. Seit dem habe ich Höllentage hinter mir und wollte schon gar nicht mitfahren.


Zum Kontext für euch: ich bin eine Werwölfin, die im Sonne und Mond Rudel lebt. Wenn wir achtzehn werden, nehmen wir am Gipfeltreffen der Rudel teil, um unseren Gefährten zu finden. Für die Jungs ist es auch gleichzeitig ein Kriegertreffen, wo sich neue Rekruten für die Armee bewerben können, und die Krieger sich auf den neusten Stand bringen oder neue Strategien besprechen. Natürlich wird niemand gezwungen daran teilzunehmen, aber für jeden gibt es einen vorhergesehenen Gefährten ohne den man unvollständig ist und sich nicht richtig entfalten kann. In der Vollmondnacht findet ein Lauf statt, der von allen in ihrer Werwolfsform stattfindet, und sich sein wahrer Gefährte offenbart. Falls der Gefährte nicht dabei ist, wiederholt man das in den darauf folgenden Jahren, bis man ihn gefunden hat. Man kann sich auch einen bevorzugten Gefährten aussuchen, aber das machen nur welche, die schon sehr lange suchen. Das Ganze dient dem Zweck, das Band der Gefährten zu stärken und unser Blut reinrassig zu halten. Das klingt für euch bestimmt sehr rassistisch, aber leider sind schon viele Kinder, deren Elternteil ein Mensch war, gestorben, da die menschliche Gene nicht mit der Werwolfgene zurechtkommt. Die Mondgöttin, an die wir glauben, hat für jeden den perfekten Gefährten vorgesehen, und über das Gipfeltreffen, soll sich dieser zeigen. Deswegen nimmt auch in der Regel jedes Rudel daran teil. Manchmal liegen zwischen den Gefährten mehrere Jahre an Altersunterschied aber das ist selten ein Hindernis.

Als der Zug anhält, blicken wir das erste Mal aus dem Fenster und erstarren.

Was für eine Aussicht.

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