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Love forever (3. Band der Love-Reihe)

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Summary

John Thomas ist ein Junggeselle durch und durch. Er kann sich auch keine Partnerin oder gar Kinder leisten, denn sein Job als Manager fordert alles von ihm. Auch wenn seine Freunde und Nachbarn um ihn herum alle heiraten und Kinder bekommen, denkt er nicht daran sich fest zu binden. Doch dann wird er gebeten Miriam und ihre Tochter bei sich aufzunehmen. Miriam wurde von ihrem Mann schwer misshandelt und will nun einfach ihre Ruhe. John Thomas ist ein sehr gut aussehender Mann, aber das war ihr toter Ehemann auch. Außerdem will Miriam keine Beziehung mehr. Doch John ist so anders.... Cover bei Nancy Bieler

Genre:
Romance / Drama
Author:
MaikeWillmer
Status:
Complete
Chapters:
16
Rating:
5.0 13 reviews
Age Rating:
18+

Prolog

„Ich kann nicht mehr, Kassandra. Ich weiß, ich soll stark sein, aber es wird immer schwieriger für mich. Ich werde von allen Seiten angefeindet, als ob ich Schuld an Romans Tod wäre. Besonders eine macht mir das Leben schwer.“

Miriam Schuster saß an einem öffentlichen Computer und telefonierte mit ihrer Freundin über Videochat. Sie brauchte wirklich einmal jemanden, der sie nicht beleidigte und ihr zuhörte. Das war ihr im Moment am Wichtigsten. Seit ihr Mann bei einem Autounfall ums Leben kam, hatte sie, bis auf ihre Tochter Sarah, niemanden mehr, mit dem sie reden konnte. Und Sarah war einfach zu jung, um die Sorgen ihrer Mutter anzuhören oder auch zu verstehen. Miriam versuchte den ganzen Hass von Sarah fernzuhalten, was ihr nicht immer gelang.

„Himmel Miriam, gibt dir die Familie deines Mannes immer noch die Schuld an Romans Unfall? Er war Alkoholiker! Und es wurde doch festgestellt, dass er über zwei Promille im Blut hatte, als er gegen den LKW knallte. Nicht einmal der LKW-Fahrer ist schuld. Er hatte vorschriftsgemäß den Warnblinker an und das Warndreieck aufgestellt.“

Miriam schniefte leise.

„Natürlich habe ich das nicht. Es ist Romans Mutter, die eine Lüge nach der anderen auftischt, nur damit ich schlecht da stehe. Die neueste Lüge ist die, dass ich ihn in seine Alkoholsucht getrieben habe. Ich weiß nicht, warum sie es tut, aber sie bewirft mich mit Dreck.“

Beany schnaubte.

„Das ist Schwachsinn, das du an seiner Alkoholsucht Schuld wärst. Roman hatte schon vor eurer Hochzeit getrunken. Das kann ich sogar beweisen, denn ich habe einige Fotos von Partys, auf denen er nicht so gut aussieht.“

Miriam liefen die Tränen über das Gesicht.

„Ich will einfach nicht mehr. Ich habe mir schon überlegt, ob ich nicht in eine andere Stadt ziehe, doch sie ist irgendwie überall. Vor zwei Wochen habe ich mich in Köln um eine Stelle beworben, aber natürlich habe ich eine Absage bekommen. Nachdem ich nachgefragt habe, erzählte mir der Personalchef, dass er einen Anruf von Romans Mutter bekam, die ihn abriet, mich einzustellen. Sie erzählte ihm, ich hätte ein Alkoholproblem. Ich! Du weißt genau, dass ich Alkohol verabscheue. Ich habe keine Chance hier in Deutschland. Sie hat ihre Finger offenbar überall.“

Beany nickte.

„Dann kommt noch dazu, dass du keine Ausbildung hast. Ich frage mich, was Roman sich dabei gedacht hatte, als er von dir verlangte, deine Ausbildung abzubrechen.“

Miriam schlug sich verzweifelt die Hände vor das Gesicht und weinte nun hemmungslos. Es war ihr egal, ob einige der Besucher des Internetcafés sie beobachteten und das Gesicht fragend verzogen.

„Damals habe ich ihn noch geliebt und alles gemacht, was er von mir verlangte. Jetzt bereue ich es natürlich, doch er versicherte mir, dass ich ihm zur Hand gehen könnte. Das war auch gelogen.“

Damals hatte sie wirklich alles gemacht, was Roman ihr gesagt hatte. Sie hatte sich von ihren Freunden entfremdet, bis ihr nur noch Kassandra blieb, die von ihrem Mann Beany genannt wurde. Sie hatte ihre Ausbildung als Hauswirtschafterin abgebrochen, weil dieser Beruf in Romans Augen nicht gut genug für sie war. Sie sollte lieber zu Hause bleiben und ihm den Haushalt führen. Wenn er es für richtig hielt, sollte sie auch in seinem Büro kleine Handlangerarbeiten machen. Das hatte sie auch getan, bis er immer unzufriedener wurde. Nach einem halben Jahr war es dann passiert. Ihr geliebter Mann war ausgerastet und das nur, weil es sein gewohntes Duschgel nicht mehr gab und Miriam deswegen zu einem anderen greifen musste. Er hatte sie grün und blau geschlagen, bis sie wimmernd vor ihm lag. Erst dann ließ er von ihr ab.

In ihrer Not hatte sich Miriam an Romans Mutter gewandt, damit sie mit ihren Sohn redete. Eigentlich war sie immer nett zu ihr gewesen, doch ab dem Augenblick sah Miriam das wahre Gesicht ihrer Schwiegermutter. Sie beschuldigte Miriam, sie wäre doch selbst schuld daran. Sie müsste sich eben mehr anstrengen, damit sie Roman zufrieden stellte. Also hatte sich Miriam gefügt. An wen hätte sie sich auch wenden können?

Sie wurde immer stiller und ließ alles über sich ergehen. Doch statt besser zu werden, wurde es immer schlimmer. Irgendwie hatte Miriam das Gefühl, dass je mehr sie sich bemühte, desto mehr fand Roman Gründe, um sie zu schlagen. Selbst als sie schwanger wurde, verschonte er sie nicht. Selbst den Arztbesuch verweigerte er ihr, da ein Arzt ihre blaue Flecke gesehen hätte. Erst kurz vor der Geburt durfte sie zu einem Geburtshelfer, der Roman natürlich sein Verhalten vorhielt und das wiederum hatte Miriam ausbaden müssen, allerdings verzichtete Roman dieses Mal auf Schläge.

Sie liebte ihre Tochter über alles, aber wie es zu der Schwangerschaft gekommen war...Miriam wollte lieber nicht an diese Nacht denken. Roman war betrunken nach Hause gekommen und hatte sie vergewaltigt. Seine Wut befremdete sie und Miriam konnte sich nicht erklären, warum er so wütend auf sie war. Doch von dem Moment fing sie an, Roman zu hassen.

Als Sarah auf die Welt kam, besserte sich Miriams Situation etwas. Roman vergötterte seine Tochter, doch er machte Miriam gleichzeitig Vorwürfe, dass sie ihm keinen Sohn geboren hatte. Dann fing er an, Sarah immer wieder misstrauisch zu betrachten, als ob er nicht sicher wäre, dass er wirklich ihr Vater ist. Was danach passierte, daran wollte Miriam gar nicht mehr erinnert werden.

Als vor einem halben Jahr die Polizei vor ihrer Tür stand, um sie über den Tod ihres Mannes zu unterrichten, war Miriam...sehr erleichtert.

Doch schon bei der Beerdigung gingen die Kränkungen und Beschuldigungen los. Die Erde war noch nicht einmal komplett ins Grab geworfen worden, als ihre Schwiegermutter sie angefaucht hatte, dass dies alles ihre Schuld sei.

Und nun musste Miriam seit einem halben Jahr mit diesen Anschuldigungen kämpfen.

„Ich kann nicht mehr, Kassi. Wenn Sarah nicht wäre, würde ich alles hinschmeißen.“

Beany sah sie mitleidsvoll an.

„Oh nein. Daran darfst du nicht einmal denken. Ich werde mit Cole reden und lasse mir etwas einfallen.“

Miriam schüttelte den Kopf.

„Nein, Kassi, ich möchte nicht, dass du dir darüber Gedanken machst. Du hast drei tolle Kinder, einen liebevollen Ehemann und einen tollen Beruf. Du hast genug um die Ohren. Ich wollte nur, dass mir einmal jemand zuhört, der nicht gleich schreit, es wäre alles meine Schuld.“

Beany schnalzte mit der Zunge.

„Was wäre ich für eine Freundin, wenn ich dich im Stich lassen würde, hm?“

Miriam wischte sich die Tränen aus dem Gesicht.

„Du hast mir zugehört. Das reicht und hilft mir. Es geht mir schon besser.“

Beany schüttelte den Kopf.

„Du bist unmöglich, Miriam. Lass dir von mir helfen und sei nicht stur.“

Miriam lächelte leicht.

„Kann sein. Aber es reicht mir wirklich schon, wenn ich dich ab und zu anrufen dürfte.“

Sie verabschiedete sich schnell, bevor Beany noch irgendetwas erwidern konnte, und beendete die Verbindung.



Beany fluchte am anderen Ende der Welt.

„Ist irgendetwas, Bee?“

Ihr Mann Cole kam mit ihrem Sohn Cillian die Treppe hinunter.

„Miriam hat gerade angerufen. Es geht ihr schlecht!“

Cole drückte ihr Cillian in die Arme und setzte sich ihr gegenüber in den Sessel.

Beany drückte ihre Nase leicht in Cillians Halsbeuge und zog seinen Duft ein. Das beruhigte sie immer wieder, wenn ihre Kinder in der Nähe waren. Cole saß nur da und beobachtete sie. Beany wunderte sich, denn ihr Mann hielt seine Meinung sonst nie bei sich. Und schon gar nicht, wenn es um Miriam ging. Er konnte sie gut leiden, weil Miriam die Erste in Deutschland war, die ihn einfach akzeptierte und ihn nicht wie ein Star behandelte. Außerdem hatte sie ihnen immer wieder geholfen, obwohl es bedeutete, dass sie Ärger mit ihrem Mann bekam.

„Was? Willst du nichts dazu sagen? Du weißt, wie gemein ihr Mann zu ihr war. Und nun scheint sich ihre Schwiegermutter auf sie zu stürzen.“

Cole nickte.

„Allerdings. Ich habe nie verstanden, warum Miriam sich das alles gefallen lässt. Aber ich bin ruhig, weil ich denke, du hast schon einen Plan, den du mir gleich erläutern wirst. Und dann werde ich alles tun, um den Plan in die Tat umzusetzen.“

Er lächelte leicht, doch Beany schüttelte den Kopf.

„Nein, Liebling. Dieses Mal habe ich überhaupt keine Ahnung, was ich tun könnte. Sie hat keine abgeschlossene Ausbildung, ist völlig allein auf sich gestellt und hat eine zweijährige Tochter. Ich lebe hier in Australien. Ich könnte sie zwar zu mir holen, aber was würde das bringen? Sie würde es wieder büßen müssen, sobald sie wieder in Deutschland wäre. Wie soll ich ihr nur helfen?“

Wieder schnüffelte sie an Cillian.

Cole grinste.

„Ich denke, dieses Mal habe ich eine Idee.“

Beany schaute ihren Mann fragend an.

"Welche Idee?“

Sein Grinsen wurde breiter.

„John.“

Beany hob eine Augenbraue.

„Was hat John mit Miriam zu tun?“

Cole nahm sein Handy aus der hinteren Hosentasche.

„Im Moment noch nichts. Das wird sich aber bald ändern. Lass mich nur machen.“

Beany verzog das Gesicht.

„Cole, wenn du so etwas sagst, hast du irgendeine Schnapsidee im Kopf. Und ich bin mir nicht sicher, ob ich dich da unterstützen sollte. Nicht, wenn Miriam dabei involviert ist.“

Er winkte ab und wählte eine Nummer, ohne auf ihren Einwand einzugehen.

„Caleb? Ja, ich bin es. Cole. Ich bräuchte nächste Woche deine Hilfe, wenn ich wieder in den Staaten bin. Ist wirklich dringend. Ich erkläre dir alles, wenn ich da bin. Haltet mir ein Zimmer frei. Bis dann.“

Beany starrte ihn an.

„Himmel, jetzt holst du noch den Amerikaner ins Boot? Muss ich Jo vorwarnen?“

Er stand lachend auf und küsste sie liebevoll auf den Mund.

„Du wirst begeistert sein, Beany. Ich erkläre dir alles später. Vorher muss ich noch einiges erledigen.“

Er küsste sie erneut und ließ sie dann alleine.

Beany seufzte.

Sie liebte ihren Mann über alles, aber wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hatte...und dann noch Caleb um Hilfe bat...sie wusste nicht, ob es dann wirklich eine gute Idee war.


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