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Oh, Ruby!

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Summary

Sie ist der Inbegriff einer „Classy Bitch". Sie steht neben wilden Nächten, auf Leder, Rotwein, Mäntel, Doc Martens, gute Rock-Musik und auf ihren 60er Mercury Cometen. Oh, und selbstverständlich guten Sex. Ruby weiss, wer sie ist und was sie will und schreckt definitiv nicht davor zurück sich das, was sie will, zu holen - Selbst, wenn dafür etwas unsittliche Methoden von Nöten sind. Und auch wenn man vielleicht meinen könnte, dass Rubys taffe Art eine Fassade ist, wie es das Klischee will, sollte man ihre teuflische Ader definitiv nicht unterschätzen. Durch ihre Raffinesse weiss sie, wie sie die Menschen, wie Marionetten tanzen lässt und nutzt diese Begabung gerne Mal zu ihrem Gunsten aus. Mit ihrem Charme gibt es keinen, den die erfolgreiche Event Managerin nicht in Handumdrehen um den kleinen Finger wickeln kann – bis auf ihren neuen Grosskunden Theo Reed. Denn dieser scheint ihre Spielchen zu durchschauen, was der sonst so erfolgreichen Geschäftsfrau, das Leben nicht gerade vereinfacht.

Genre:
Romance / Erotica
Author:
Soulhealer
Status:
Ongoing
Chapters:
3
Rating:
n/a
Age Rating:
18+

Chapter 1

«Ich muss jetzt wirklich los, Jasper!», ermahnte ich den knuffigen Jack Russel Terrier, der zwischen meinen Beinen hockte und sich von meinen Händen knuddeln liess. Seine Augen wurden sofort gross und trotzig. Schlagartig zog sich mein Herz zusammen. Wie soll man da bitte standhalten? «Kuck mich doch nicht so an, Jasper, ich bin ja bald zurück!»

Er heulte auf und ich könnte schwören, seine Augen wurden noch eine Spur trister. «Buddy, tu mir das nicht an!», maulte ich auf und zwang mich endlich, vom Fussboden aufzustehen. Während er versuchte mich mit seinen Augen auf eine magische Art und Weise vom Gehen abzubringen, vermied ich es gekonnt ihn anzublicken und schnappte mir meine Schlüssel.

So ging das jeden Morgen.

«Also Mama ist heute Abend zurück und bringt dir deine Lieblingsleckerchen, tschüss mein Junge.», verabschiedete ich mich schweren Herzens mit einem letzten Blick in seine riesigen Augen und verschwand durch die Wohnungstür.

Brooklyn blühte an diesem Morgen in seiner vollen Pracht. Die Sonne schien, die angenehme Wärme liess meine Haut prickeln, die Strassen waren gut gefüllt und ich war schlichtweg gut gelaunt.

In meinem hellen Jumpsuit stolzierte ich entspannt durch die Strassen, die ich gerne als «mein» betitelte. Denn so war es, es waren meine Strassen in meinem Brooklyn in meinem New York.

Und so erreichte ich auch schnell «meinen» Kaffeeschuppen «Sullivan’s», dessen Röstaromen bei jedem Eintreten meine Sinne betörten. Die Schlange an Menschen ignorierte ich gekonnt und lief schnurstracks an den Tresen, als wäre ich die Ladenbesitzerin höchstpersönlich. Es hatte nun Mal seine Vorteile, wenn der Besitzer, Carl Sullivan - ein etwas älterer afro-amerikaner – einen so gerne mochte. Und erst recht, wenn der Barista, ein etwa 21 Jähriger Student namens Jason in einen vernarrt war.

«Hi, Jason.» grinste ich ihn mit meinem süssesten Lächeln an. Schnell drehte er seinen Kopf zu mir und vergass seinen eigentlichen Kunden. Wie jeden Morgen färbten sich seine Wangen in ein hübsches rosa und er murmelte: «Oh, Guten Morgen, Ruby! Wie geht es dir heute?»

«Mir geht es klasse, danke. Hast du einen neuen Haarschnitt?! Steht dir!»

Er räusperte sich verlegen und knetete nervös die Hände: «Äh, Danke Ruby, freut mich, dass es dir gefällt.»

«Ja sehr, siehst richtig heiss aus.», zwinkerte ich ihm zu und lächelte in mich hinein, weil ich schon befürchtete, er könnte jeden Moment in Ohnmacht fallen.

Ach wie süss er doch war. Er war eigentlich ein ganz hübsches Bürschchen und ich war mir sicher, dass er auf dem College ein kleiner Frauenheld war, doch wenn es um mich ging, kam er zu seinem Leid, gut fünf Jahre zu spät auf die Welt.

Er lächelte gequält und schien als würde er seinen ganzen Mut gerade zusammenraffen: «Du siehst auch…toll aus, Ruby. Ich wollte dich sowieso noch fragen, ob du Freitag-«

In meinem Kopf gingen die Alarmglocken los und ich unterbrach ihn scheinheilig: «-Jason, ich muss langsam los. Wir können uns ja das nächste Mal in Ruhe unterhalten, aber du weisst, die Arbeit ruft.»

Er schluckte und ich konnte erkennen, wie der Mut ihn so schnell wie er gekommen war, wieder verliess. «Äh, ja klar. Entschuldige, das Übliche?»

«Ja bitte, könntest du ihn aber doppelt so lange brauen? Weisst du, ich liebe es, wenn sich die Röstaromen komplett entfachen und der Kaffee so heiss ist, dass meine Zunge fast daran verbrennt.», nannte ich ihm meine Sonderwünsche und bedankte mich zwinkernd, bevor er auch nur nickte, «Danke, du bist unglaublich.».

«Grüss Sullivan von mir!», rief ich als ich wenig später mit meinem fast kochenden Becher, den Laden verliess und weitermarschierte, um mit der U-Bahn rüber nach Manhattan zu gelangen.

Manhattan begrüsste mich wie jeden Morgen mit seinen emporragenden Hochhäusern und die fein gekleideten Menschenmassen, die mit Eile ihrem Treiben nachgingen. Ich genoss noch immer den kochend heissen Café Creme mit einem Schuss Haselnussaroma, als ich vor dem gigantischen Wolkenkratzer stand, das neben einigen Anwaltskanzleien, ein paar Start-Ups, einem Wirtschaftsprüfer, einem IT-Giganten auch die Event Agentur «Lawson&Jefferson» herbergte. Lawson&Jefferson war eine der wohl grössten und wichtigsten Event Management Agenturen New Yorks.

«Guten Morgen, Ruby! Du siehst toll aus!», begrüsste mich Kimberly, unsere Rezeptionistin und Office Managerin, als ich im 23. Stock durch die Tore von Lawson&Jefferson trat.

Wie immer strahlte mich die junge Blondine, wie ein Honigkuchenpferd an. Sie war eigentlich ganz nett, aber definitiv zu auf gequirlt, dass ich es länger als wenige Minuten mit ihr aushalten könnte.

Davon liess ich mir aber nichts anmerken: «Guten Morgen Süsse, danke, du siehst auch klasse aus!» Ihr Lächeln wurde nur noch breiter. Dass das überhaupt möglich war…

Bevor sie sich viel zu überschwänglich bedanken konnte, redete ich gleich weiter: «Kimberly, ich hätte da eine Bitte an dich.»

«Selbstverständlich, Ruby!»

«Kimberly, meinst du ich könnte einen Curved Monitor bekommen?»

Ihr nerviges Grinsen erlosch: «Aber Ruby, es haben doch alle erst vor knapp 2 Monaten neue Bildschirme bekommen…Ich glaube kaum, dass ich da Budget dafür kriegen kann.»

«Kimberly, ich weiss und mir ist auch bewusst, dass ich dich nicht in eine optimale Lage bringe dadurch. Aber weisst du, mit einem Curved Monitor ist man so viel effizienter, denke doch nur daran, wie viel produktiver ich sein könnte. Da hätte man die Kosten blitzschnell wieder draussen und ich meine so teuer sind die doch gar nicht.»

Sie knabberte an ihrer Unterlippe: «Ja aber, es wäre doch total unfair den anderen gegenüber.»

Ich strich durch meine kurzen Locken: «Kimberly es ist so süss, wie du immer an andere denkst. Aber ich meine sie tragen dadurch ja keinen Schaden, für sie bleibt alles gleich. Nur wir haben einen kleinen Vorzug, den wir uns auch verdient haben.»

«Wir?»

«Ja natürlich, du musst dir selbst doch auch einen bestellen. Du arbeitest so hart und glaube mir, du bist so viel schneller mit einem Curved Monitor als mit solch einem alten Kasten und dass du effizient arbeitest, davon profitiert ja so ziemlich jeder hier! Und wenn jemand fragt, sagen wir einfach, dass unsere aktuellen Monitore versagt haben und wir deshalb neue bekommen haben.»

«Ja aber, Carter-« «-Carter, frisst dir doch aus der Hand, meine Liebe. Du musst nur etwas mit den Wimpern klimpern, dann gibt die unser lieber Finanzler jedes Budget, dass du wünschst. Der ist total vernarrt in dich.»

«Meinst du wirklich?», fragte sie mich mit grossen Augen.

«Na klar! Also ich muss nun auch schon los. Ich verlasse mich auf dich Kimberly, du bist die beste!” Sie wollte was erwidern, aber ich machte mich schon davon.

Lawson&Jefferson’s Office bestand aus einem offenen, bunten Konzept, das hauptsächlich aus mehreren Grossraumbüros als auch einigen Einzelnen- für die Chefetage herbegte. Ich machte mich in meine Abteilung, die sich mit 15 Mitarbeitern auf Grossveranstaltungen fokussierte und von Ashton Lewis geleitet wurde. Schon in den Fluren wurde ich von allen Seiten begrüsst und so ging das auch in unserem Grossraumbüro weiter.

«Guten Morgen Schönheit» hiess mich Tyler, unser Casanova, willkommen. «Hey, Ty.», zwinkerte ich ihm beim Vorbeilaufen zu. Kaum hatte ich meinen Schreibtisch erreicht und meine Tasche darauf geschmissen, würde ich am Ellbogen gepackt und schrak zusammen.

Meine Freundin Josy, zog mich hinter sich her: «Kaffeekränzchen jetzt!» “Gott, du hast mir einen Schrecken eingejagt!“, klagte ich, “Was ist denn?”

“Komm einfach.”

Wie immer, wenn es Kaffeekränzchen hiess, betraten wir den kleinen Vorratstraum, wo die ganzen Getränkeflaschen und Snacks deponiert waren und fanden Lou als auch Cassy darin.

«Na, endlich!», stöhnte Lou. «Dir auch einen Guten Morgen, Sonnenschein.», grinste ich und gab ihr links und rechts ein Küsschen und begrüsste danach auch Cassy.

«Also, was gibt es so wichtiges, Josy?», fragte Lou.

Josy atmete tief ein und aus, und versuchte sich zu fassen: «Ich glaube Lucas hat eine Freundin.»

Ich runzelte die Stirn: «Was? Wie kommst du darauf? Er war doch beim letzten Firmenessen noch Single.»

Sie schien absolut durch den Wind zu sein: «Ja, aber gerade im Büro hat er mir erzählt, dass er am Wochenende auf einer Farm, ausserhalb der Stadt, Erdbeeren pflücken war.»

Cassy, Lou und ich sahen unsere Freundin nur verständnislos an. «Ja und?», sprach Lou unseren Gedanken aus.

«Welcher Mann geht bitte einfach so Erdbeeren pflücken? Ich meine der ist da ja wohl kaum alleine oder mit einem Kumpel hin.», klärte sie uns auf, als sei es das offensichtlichste auf der Welt.

Wir horchten auf.

«Wieso denn nicht? Wer steht bitte nicht auf frische Erdbeeren?», kommentierte ich.

«Vielleicht achtet er auch einfach auf eine gesunde und frische Ernährung?», kam es von Lou.

Doch Josy verneinte: «Nein, nein. Er ist bestimmt nicht ohne eine Frau dahin»

«Na vielleicht war er mit seiner Mutter da?», meinte ich.

«Oder mit seiner Grossmutter.», ergänzte Lou.

«Hast du nicht gesagt, er hätte auch noch eine kleine Schwester?», fügte dem Cassy hinzu.

Doch Josy wollte wie immer nicht hören: «Das ist doch voll die romantische Aktivität, das macht man doch nicht mit der Familie!»

Ich fragte: «Wieso hast du nicht einfach gefragt, mit wem er da war, als er davon erzählte?»

Josy packte ihren Kopf mit beiden Händen: «Ich weiss doch auch nicht. Ich hatte Panik. Und ich bin doch noch nicht bereit dazu, zu hören, dass er eine Freundin hat.

Cassy legte, so sanftmütig, wie sie war, ihre Hände auf die von Josy: «Süsse, du machst dir viel zu grosse Sorgen…»

Den Rest kam ich nur am Rande mit, denn mein Geschäftshandy, das ich mir noch aus der Tasche gefischt hatte, als mich Josy mit sich riess, piepte auf.

Die Nachricht war von Ashton, meinem Boss: «Wo bist du??? Clinton ist da. Die Hölle ist los. Jupiter, beeil dich.»

Fuck, schoss mir durch den Kopf.

«Leute, sorry, ich muss los. Wir haben einen Notfall mit Gaelle. Bis später.»

«Was ist denn los?», hakte Cassy besorgt nach.

«Keine Ahnung, Ash meinte nur, dass die Hölle los sei und ich mich beeilen soll.»

Während ich bereits den Raum verliess, hörte ich, wie Lou mir amüsiert nachrief: «Ich wette bei dem lieben Ash ist die Hölle in der Hose los.»

Ich lachte und machte mich nach einem Zwischenhalt an meinem Schreibtisch, wo ich mir mein Notebook und Notizheft schnappte, in den Jupiter. Ja, unsere Meetingsräume waren nach Himmelskörpern benannt.

Durch die Gläserne Tür, konnte ich schon von weitem erkennen, wie Clinton, die rechte Hand des renommierten Schmuckdesigners Gaelle, wild mit den Armen fuchtelte. Er schien so ausser sich zu sein, dass sein Kopf gefährlich nah an der Farbe einer Tomate angelangt war.

Ich atmete kurz ein und aus und trat nach kurzem Klopfen ein. «Guten Morgen Mr. Clinton, guten Morgen allerseits. Bitte entschuldigt. Der Verkehr, wir kennen es ja alle.» begrüsste ich den bärtigen Herren, Mitte 40er und seine Anhängsel als auch Ash und William Jefferson, die beide zum Verzweifeln nah schienen.

Clintons Temperament schien sich etwas zu legen, als er mich erblickte, doch er sah noch lange nicht glücklich aus.

«Schön Sie zu sehen. Was beschert uns die Ehre, Mr. Clinton?», kam ich direkt zum Thema.

«Gut sind Sie aber nun da, Miss Campbell. Ich würde nämlich gerne eine Erklärung dafür erhalten, wie für 450 Gäste, ein Hotel mit der Gesamtkapazität für 150 gebucht werden konnte?»

Fuck. Und noch etwa 187 weitere nicht-jugendfreie Schimpfwörter jagten mir durch den Kopf.

Der Luxusbrand Gaelle, organisierte jedes Jahr ein Auktionswochenende, wo die Schönen und Reichen aus aller Welt in einem Wellnesshotel mit Champus und Kaviar beglückt wurden. Die Krönung der beiden Tage war zum einen die Gala am ersten und das Auktionsessen am zweiten Abend, wobei die kostbarsten Stücke teils für einen Guten Zweck versteigert wurden.

Das Ganze war der wichtigste Event des Jahres für das Luxushaus und bedeute haufenweise PR als auch Reputationssicherung für ihre Haute Joaillerie. Jedes Jahr findet es in einem anderen Hotel, das vollständig gebrandet wurde, statt. Sprich von den Bettlaken, Zierkissen und Handtüchern bis zu den Vorhängen als auch die Deko der Räume für die Gala und die Auktion, wurde alles massgeschneidert nur für diese beiden Tagen auf die Marke Gaelle zugeschnitten.

Und nach Jahren der Loyalität, wo unsere Hauptkonkurrenz Mitchel’s diesen Event für Gaelle austragen durfte, hatte es dieses Jahr Ash geschafft, diesen Auftrag für uns an Land zu ziehen.

Mein Hirn ratterte. Wie konnte das passieren? Wie konnte solch ein fataler Fehler passieren? Ich musste auf jedes Wort, das ich von mir gab, Acht geben, sonst würde Gaelle direkt wieder zu Mitchel’s wechseln.

Anna Brown, Clintons Assistentin sah mich verräterisch unsicher an und plötzlich, sah ich das E-Mail vor Augen. Sie hatte uns eindeutig 150 angegeben, womöglich war das schlichtweg ein Tippfehler gewesen.

Ich fasste mich und wandte mich wieder an den wütenden Mann: «Mr. Clinton, ich verstehe Ihren Ärger vollkommen, ich nehme stark an, dass hier ein kleines Unglück in der Kommunikation passiert ist.»

«Ein kleines? Miss Campbell, ich bitte sie!», wandte er, noch immer ausser sich, aber doch etwas sanfter ein. Gut, mein Charme wirkt.

Ich lächelte ihn beruhigend an: «Mr. Clinton, das alles ist überhaupt kein Problem. Ich gebe ihnen höchstpersönlich mein Wort, das mein Team und ich, dafür sorgen werden, dass das Auktionswochenende genauso wird, wie Sie es sich wünschen. Das sind nur Kleinigkeiten, die mein Team an Profis durch wenige Telefonate und Mails in null Komma nichts lösen kann.»

Ash und Jefferson sahen mich mit grossen Augen, am Rande der Verzweiflung an. Denn das war absolut erstunken und erlogen.

In den wenigen Wochen bis zum entsprechenden Wochenende, war es mit etlichen Nacht- und Wochenendschichten zwar machbar, aber die Suche nach einem neuen Hotel, die Stornierungskosten des aktuellen, die komplette Umplanung als auch das Branden des neuen Hotels, würden die Kosten ins unermessliche treiben. Und um Gaelle als Kundin nicht zu verlieren und unseren Ruf nicht zu beschädigen, würden wir wohl aus diesen Kosten sitzen bleiben.

Clinton schien sich zu beruhigen und schenkte mir sogar ein kleines Lächeln, fast so als sei ihm sein Ausbrecher peinlich: «Meinen Sie wirklich, Miss Campbell?»

«Natürlich, Mr. Clinton!», bestätigte ich ihm ohne Raum für auch nur einen Hauch an Zweifel in der Stimme zu lassen, «Machen Sie sich ja keine Sorgen, das ist ein Kinderspiel. Alles wird ihren Wünschen entsprechen.»

Er atmete tief und aus, sichtlich erleichtert: «Sehr gut.»

«Nur…», fing ich an.

«Nur?»

Ich sah dem Herrn fest und selbstsicher in die Augen: «Nur, frage ich mich, ob man dieses Unglück nicht als Chance betrachten sollte. Wissen Sie, Mr. Clinton, ich glaube absolut an Schicksal und daran, dass Zufälle oder auch Unglücke – wie in diesem Fall – dazu da sind, uns auf neue Wege, neue Möglichkeiten und neue Chancen zu bringen. Glauben Sie an Schicksal, Mr. Clinton?»

Er schaute mich verwirrt an, doch ich wusste, dass ich ihn in meinen Bann gezogen hatte: «Ich schätze schon, ja. Aber worauf wollen Sie hinaus, Miss Campbell?»

Ich pausierte einen Moment, musterte ihn eindringlich: «Was ist, wenn wir diese Chance nutzen, um einen viel exklusiveren Event daraus zu machen. Ein Event wo sogar A-Promis sich um Einladungskarten streiten.»

Er runzelte die Stirn.

«Denken Sie doch nur ans ganze PR! Man würde nicht nur darüber reden, wer da ist, sondern auch darüber, wer nicht eingeladen war. Gaelle würde zwischen all den Schmuckdesignern, als die Exklusivmarke schlechthin dar stehen, dass keine Angst hat, nur die wahre Elite einzuladen. Ein Event, wo sogar die Sternchen oder die Reichen und Schönen dieser Welt mit Angst und Bangen auf eine Einladung hoffen.»

Ihm schien die Idee einzuleuchten, doch seine Skepsis war noch nicht verschwunden: «Und die Auktion, wie wollen Sie die Auktion mir nur 1/3 der eigentlichen Teilnehmerzahl durchführen?»

«Mr. Clinton, denken sie an die Theorie. Sie besagt, dass 20% der Kundschaft 80% des Umsatzes macht. Da reichen die 150 vollkommen aus. Und einem solch erfolgreichem Geschäftsmann, wie Ihnen muss ich wohl nicht erklären, was solch eine Exklusivität für die Brand Identity und den Markenwert bedeutet.», und mit dem Strahlen in seinen Augen bei meinem letzten Satz, wusste ich, dass ich ihn an der Angel hatte.

Nachdem noch weitere Details besprochen wurden, verabschiedete sich Clintons Team, begleitet von unserem Co-Founder William Jefferson. Beim Vorbeigehen drückte dieser noch meine Schulter und flüsterte: «Das war ganz grosse Klasse, Ruby.»

Daraufhin wies mich Ash noch an: «Ruby, in mein Büro bitte.» Ich nickte und folgte meinem Chef aus dem Jupiter in sein eigenes Büro. Ich war in dem Moment einfach nur erleichtert, dass wir dieses Meeting überstanden und doch das Ruder rumreissen konnten.

Vor seinem Büro angekommen, öffnete Ash die Türe und folgte mir rein. Kaum hatte er diese wieder zugezogen, drückte er mich an die Wand daneben und kam mir so nah, dass sich unsere Nasenspitzen berührten. Er sah mir tief in die Augen und flüsterte: «Gott, Ruby, du warst der Wahnsinn.» Daraufhin presste er seine Lippen auf meine.

Sofort loderte das Feuer in mir und schoss direkt in meine Mitte. Ich griff in sein dunkles Haar und liess meine Zunge mit seiner tanzen. Mit beiden Händen packte er meinen Hintern und massierte ihn durch den dünnen Stoff meines Jumpsuits. Der Kuss war stürmisch und leidenschaftlich, wie immer.

Ich schlang mein linkes Bein um seine Hüfte und zog ihn noch näher zu mir. Der Druck auf meine Mitte, liess mich auf keuchen. «Du warst so heiss im Jupiter, Baby.», knurrte er zwischen zwei Küssen. Ich lächelte in den Kuss hinein: «Und?»

Er lächelte ebenfalls, während seine rechte Hand die Träger meines Jumpsuits runterschoben und an meine Brust griffen: «Und danke, dass du uns alles den Arsch gerettet hast, ein weiteres Mal.» Ich lächelte.

Ohne meine Lippen von seinen zu nehmen, zog ich den Reissverschluss an meinem Rücken runter, so dass er dünne Stoff meines Outfits zu Boden rutschte. Ich zog mich zurück, damit er mich betrachten konnte. Ich liebte es, wie er mich jedes Mal mit seinen Blicken verschlang: «Gern geschehen, Baby. Ich würde aber meinen, dass ich mir nun eine Belohnung verdient habe.»

«Und ob du das hast.», murmelte er und packte mich sofort um unsere Hüften wieder zu vereinen und um seine Lippen auf den Rand meines BHs zu legen und dirigierte mich rückwärts in nur Unterwäsche und Heels bis mein Hintern gegen den Schreibtisch stiess.

Ich zog ihm das Shirt über den Kopf und genoss das Gefühl seiner Muskeln unter meinen Händen. Mein inneres pulsierte schon wild. Meine linke Brust verwöhnte er noch immer mit seinen Lippen und die rechte mit der Hand. Wieso musste dieser Kerl so gut darin sein? Meine Hand legte sich in seinen Schritt. Schlagartig verkrampfte er sich und knurrte auf. Ich grinste angeturnt.

Meine Haut brannte. Ich war so feucht und bereit. Er rutschte runter an mir und Vorfreude für das Anstehende liess mich aufglühen. Breitbeinig stand ich erwartungsvoll da, und war an dem Anblick des knienden Ashs, der mich durch lodernde Augen vergötterte, doch entzückt.

Ash riss mir meinen Spitzenslip runter und legte seine Lippen an meine Klit. Sofort fielen meine Augen zu und ich suchte nervös Halt am Schreibtisch: «Ash...!»

Mein Atem wurde schwerer, ich beobachtete den hübschen Mann dabei, wie er sein Wunder zwischen meinen Beinen erbrachte. «Morgen treffen wir Eastwood.», hauchte er mir auf die Klit.

Bei seinem Atem zog es fest. Mhm...», murmmelte ich nur. Er leckte weiter, meine linke Hand krallte sich fest in sein Haar. «Ich will, dass du den Lead übernimmst.»

Ich stöhnte kurz tief auf: «Wirklich?»

Mein Stöhnen gab ihm noch mehr Antrieb. «Ja, nach der Leistung heute…und über die letzten Monate für Clinton…muss ich fast schon…Du hast es verdient.»

«Danke.», presste ich zwischen den Zähnen hervor. Ich bewegte meine Hüften, und er kam noch mehr in Fahrt. Wieso fühlte sich das so verdammt gut an? «Kann ich…Oh Gott…Josy im Team haben?», fragte ich stöhnend.

Ash packte mit der einen Hand meine Brust und knetete sie. «Oh Gott», schrie ich.

Auch er war komplett berauscht: «Sie ist doch gerade…für die Bank AFS zuständig.»

Er wurde immer intensiver und schneller. «Das kann doch bestimmt….Ohhh…Ohhh…Noah übernehmen.», meine Sätze wurden immer abgehakter, mein Atem hörbar lauter, «Ich will sie für Eastwood.»

«Aber der ganze Aufwand...für die Übergabe…», argumentierte er. Mein inneres zog sich zusammen, liess mich schwarzsehen. «Komm für mich, Baby.», keuchte er.

«Ashhh!», rief ich. Nicht sicher, ob es eher ein Ermahnen oder Stöhnen war. Ich drückte ihn fester an meine Mitte, was ihn auf keuchen liess. Er schien es wohl eher als Ermahnen aufzufassen, denn ausser Atem presste er: «Deal, Josy ist bei dir.»

“Ashh!“, stöhnte ich erneut. Und er trieb mich weiter am Abgrund entlang. So nah und doch so fern an der Erlösung. An meinem Körper, das nach Befreiung schrie - bis es so weit war. Blitze jagten durch meinen Körper bis zu den Zehenspitzen, liessen mein inneres Beben. Mein Leib zuckte und meine Sinne wurden berauscht. Ich stöhnte und keuchte und seufzte. “Ash.”

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