Delirious - Love, Music & …. Queer?

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Summary

🏳️‍🌈 Gay-Love-Story 🇩🇪 Deutsche Sprache (Original) Paul Filmer ist Assistent eines Musik-Künstler Manager und bekommt das Angebot dem neuen Shootingstar aus einer Castingshow als dessen Manager zu übernehmen. Was anfangs leicht erscheint wird mehr und mehr schwierig, denn zwischen den Beiden funkt es. Jedoch nur auf einer Seite entstehen die Flammen und es kommt zu einer kleinen Katastrophe, die eine gefühlte Kettenreaktion in der Musikwelt in München auslöst. Zu allem Überfluss steckt Paul tiefer in diesem Chaos als ihm bisher bewusst war oder es ihm sogar lieb ist. Doch auch etwas Positives hat dieses Durcheinander: die wohl wahre Liebe läuft Paul über den Weg. Einziges Problem: Der Erwählte will es einfach nicht wahr haben... Was passiert nun, wenn ein Musik-Megastar sich in einen Mann verliebt? Was passiert, wenn ein Musik-Label auf einer Lüge aufgebaut wurde? Was passiert, wenn man den falschen vertraut?

Genre:
Romance / Drama
Author:
Thomas Schmidt
Status:
Ongoing
Chapters:
7
Rating:
n/a
Age Rating:
13+

Kapitel 1 - das mit einem weniger und einem mehr

„Ist das nicht geil?“, schrie sie Ihm direkt ins Ohr. Trotz der brutalen Lautstärke ging die Hälfte ihres kurzen Satzes unter und sie wollte es wiederholen. Ging nicht.
„Absolut!“, schrie er und hüpfte auf und ab.
Es waren die letzten Minuten eines großen Konzertes, wenn nicht dem Konzert des Jahres, wie man es in München sagen würde. Es war auf der einen Seite das letzte einer großen Tour, die seit knapp einem Jahr unterwegs war. Auf der anderen Seite wurde dieser Termin mit Absicht gesetzt, denn der Künstler auf der Bühne war nicht irgend jemand. Er war und ist ein Kind der Stadt und er beendete oder begann immer seine Touren hier in München. Es stand immer fest, so war es auch diesmal. Das Kind der Stadt war ein absoluter Megastar und hörte auf den Namen Jonas Zeller. Er beendete hier in der Olympiahalle seine große Welttournee, welche seit eineinhalb Jahren unterwegs war. Sein letztes Album war der absolute Durchbruch seiner eigentlich noch jungen Karriere. Mehrfach Platin in Europa und Gold Status in Asien und sogar in Amerika machten aus einem jungen Mann einen erfolgreichen Künstler. Überall, wo er mit seiner Tour war und die Bühne betrat, war das gleiche Bild: die Halle tobte und er brauchte eigentlich nicht singen, denn seine grandiose Stimme ging in dem Chor der über 15.000 Menschen hier in München völlig unter. Das ging schon die letzten Stunden so. So war es auch auf den Ehrengästergängen, wo auch alle auf den Beinen waren.
„Ich bin so froh, dass ich mitgekommen bin!“, schrie sie wieder.
„Was?“, er bekam nur mit, dass sie was sagte, nur nicht was genau.
„Ich bin...“, dann war das letzte Lied zu Ende und die Musik verstummte. Nicht aber die Menge in der Halle. Sie sangen einfach weiter. Jonas Zeller stand auf der Bühne und war nur noch überwältigt. Er konnte sich gerade so beherrschen und lief den Steg der Bühne in die Menge vor. Keiner konnte sich beruhigen und irgendwie wollte keiner das Konzert beenden.
„Die lassen Ihn nicht gehen!“, sagte er direkt in ihr Ohr diesmal.
„Das ist der Hammer, Paul. Zum Glück bin ich mit.“
„Sagte ich doch.“
„Ja, aber ich wusste nicht...“, sie zeigte mit offenen Armen in die Hallenmitte.
„Ich habe es immer gesagt. Er ist der Beste!“, dann klatschten beide mit der Halle im Rhythmus. Jonas Zeller konnte noch immer nichts sagen. Erst nach über fünf Minuten konnte er mit Gesten die Menge etwas beruhigen und das Mikrofon ohne Gekreische an seine Lippen nähern: „Was soll ich sagen!“, Pause. Wieder tobte die Menge.
„Lasst mich was sagen!“, meinte er laut durch das Mikro. Erst jetzt beruhigte sich die Masse. „Ihr bringt mich um den Verstand. Ich weiß, warum ich immer meine Touren in München beginne oder beende. Es ist wirklich unglaublich und einmalig, was ich hier jedes Mal erlebe. Daher wird es wohl auch bei meiner nächsten Tour so sein!“, wieder wurde er von der Masse unterbrochen und erst nach ein paar Minuten konnte er weitersprechen: „Es war ein unglaublicher Abend und ich habe schon so vielen gedankt, auch wenn ich Euch nicht genug danken kann...“, wieder Pause.
„Er ist auch sehr hübsch!“, flüsterte sie zu Paul.
„Anna!“, er schaute sie verwundert an, „Das fällt Dir jetzt erst auf?“
„Ich denke nur, du arbeitest doch in seinem Label!“
„Noch nicht!“
„Was?“
„Also, er ist noch nicht in unserem Label. Das war der letzte Auftritt unter seinem alten Label! Sein Vertrag ist dort abgelaufen!“
„Ach! Wusste ich nicht.“
„Das wissen viele nicht.“
„Na dann.“
„Was?“
„Dann siehst Du Ihn leibhaftig mal!“
„Das glaube ich nicht. Eine Nummer zu groß...“, dann übernahm Jonas unten in der Menge wieder das Mikrofon vor seine Lippen.
„Wir werden nun nach dieser unglaublichen Tour einen Urlaub machen, bevor es dann zum letzten Auftritt bei den COMET-Awards im August kommt hier in der Olympiahalle. Ihr seid hoffentlich dabei?“, wieder das gleiche Bild wie seid zwei Stunden. Jonas lief zurück auf die Hauptbühne, sprach kurz mit einem Bassisten und klemmte sein Mikrofon wieder in den Ständer.
„Es kommt noch ein Lied.“, sagte Paul Richtung Anna.
„Das hört ja nie auf!“, witzelte sie.
„Muss es aber. Ich muss morgen früh wieder im Büro sein. Andreas kommt da endlich wieder von der UK-Promo zurück.“, versuchte Paul zu erklären, aber da übernahm Jonas unten auf der Bühne wieder Annas Aufmerksamkeit.
„Ein letztes Lied!“, sprach er... Pause! Woher nur diese 15.000 Menschen Ihre Kraft nahmen, fragten sich nicht nur die beiden Freunde im Rang seitlich der Bühne. „Heroes! Okay? Weil Ihr meine Heroes seid!“, dann hüllte sich die Halle wieder in die passende Lasershow und alle waren wieder hypnotisiert von der Stimme und dem Bühnenbild, was Jonas mit seiner Crew da auf die Beine gestellt hatte. Am Ende verbeugte er sich mehrmals mit allen und verließ dann endgültig die Bühne. Das Hallenlicht ging an und alle stürmten regelrecht Richtung Ost- oder Westausgang, darunter auch die beiden Freunde Paul und Anna.
Es waren Anna Ackermann und Paul Filmer.
Sie: eine Mitte Zwanziger junge Frau, circa ein Meter siebzig mit gewaltiger Lockenmähne, welche immer an Tina Turner in deren besten Zeit erinnerte. Anna hatte brasilianische Wurzeln, Ihr Vater war Deutscher, Ihre Mutter kommt und lebt noch in Brasilien, wo sie auch Ihre ersten Jahre verbrachte. Zur damaligen Schulzeit kam Ihre Familie nach Deutschland, genauer nach München. Hier blieb sie und lernte in den letzten Schuljahren Paul kennen. Mit sehr jungen Jahren übernahm sie ein Lokal im Münchener Westend und konnte es mit großem Aufwand erfolgreich zu einem kleinen Café umwandeln. Sie nannte es „Alemão“ und verband es damit mit Brasilien, wo Ihre Mutter nun wieder lebt, nachdem Ihr Vater vor vier Jahren überraschend gestorben war. Das Café befindet sich passenderweise direkt gegenüber Pauls Wohnung im Westend, genauer in der Ridlerstraße. So festigte sich die Freundschaft auch nach der Schulzeit enorm, da man gegenüber wohnte bzw. arbeitete.
Paul: Groß, circa ein Meter fünfundachtzig. Hellgrüne Augen, Drei-Tages-Bart, eventuell könnten es ab und zu mal sogar bis zu fünf Tage sein, schwarze Haare, Undercut mit einer Mähne, welche er sicherlich bis zu seinen Lippen runterziehen konnte. Durch diese Mähne fuhr er immer wieder mit seiner Hand. Eigentlich um sie wieder zu richten, kurz darauf aber wieder durch eine leichte Kopfbewegung wieder in einen anderen Zustand zu bringen. Seine Freundschaft zu Anna war anfangs das einzige, was Ihn in München hielt, denn seine Geschichte ist nicht so reibungslos verlaufen, wie Anna Ihre zum Beispiel. Viel erzählte er nicht, nur Anna wusste da mehr Details. Er kam aus einem Kinderheim im Norden der Stadt und galt immer als Rebell, der sich nicht unter Kontrolle hatte. Doch nahm er nur immer sein Leben selbst in die Hand, wie auch der Wunsch in der Musikbranche zu Arbeiten. Das tat er auch. In dem Münchener Plattenlabel „Demmler Music Records“ war er seit zwei Jahren festes Mitglied im Bereich Künstlerbetreuung. Überwiegend war er im Hintergrund eines Künstlers tätig. Die Gestaltung der Webauftritte und Begleitungen bei Terminen innerhalb Deutschlands. Zeitweise war er sogar die rechte Hand des Künstlermanagements, doch noch hat er es nicht fest in diese Abteilung geschafft.
„Gut das Philipp abgesagt hat!“, sagte Anna, als sie endlich normal wieder laufen, reden und hören konnten. Die Massen aus der Olympiahalle verteilten sich Richtung U-Bahn und Parkplätzen, andere liefen in den Park.
„Der Depp! Wir hatten das lange geplant.“
„Passt. Es war grandios und nächstes Mal bin ich die Erste, die Du fragst!“, sie hängte sich in den Arm von Paul beim Laufen ein.
„So schnell besorge ich keine Tickets mehr für Ihn!“
„Zum Glück hast Du nichts zahlen müssen.“
„Das stimmt. Boah, das wäre es noch gewesen!“
„Weswegen hat er denn wieder abgesagt?“, sie kamen am Auto von Paul an.
„Ach... irgendein Termin wieder. Womöglich sind seine Kunden wichtiger als mal einen Abend mit mir!“, sie stiegen ein.
„Das Dich das nicht stört?“, sie schnallte sich an, „Ich könnte das nicht!“
„Ich weiß, dass es nur Sex ist. Er wird dafür bezahlt, da ist nichts mit Gefühlen!“
„Das kannst Du mir doch nicht erzählen. Er muss ja durch Gefühle einen hoch kriegen. Das geht doch nicht ohne sowas!“
„Er kann das.“
„Aber gut. Es ist Dein Ding, ich bekomme nur mit, dass Du mehr Sorgen deswegen hast, als das Du glücklich bist.“, an einer Ampel setzte sie sich auf dem Beifahrersitz mehr Richtung Paul.
„Es ist alles in Ordnung.“
„Das mag sein, aber er tut Dir nicht gut. Du hast was viel Besseres verdient. Jemand, der Dich wirklich liebt und nicht nur aus finanziellen Gründen mit Dir zusammen ist.“
Paul startete den Wagen: „Finanzielle Gründe sind es nicht.“
„Egal. Pass nur auf Dich auf. Ich denke, wenn er jemanden findet, der Ihn komplett finanziert, dann ist er sicherlich weg.“
„Das glaube ich nicht.“, sie bogen in die Ridlerstrasse ein, „So schlecht geht es Ihm bei mir nun auch wieder nicht.“
„Schlecht nicht, aber er kann mehr machen, wenn er das Geld und die Zeit dafür hätte.“
„Wir werden sehen.“, Paul parkte den Wagen direkt vor dem Alemão.
Beide verabschiedeten sich recht schnell. Während Anna ins Café ging und dort beim Schlussdienst half, lief Paul über die Straße zu seiner Wohnung. Dort wohnte er im vierten Stock in einer großen Wohnung mit seinem aktuellen Freund Philipp, den er eigentlich anwesend vermutete. Doch in der Wohnung war es still, als er die Tür öffnete. Seine Wohnung gestaltete Paul immer recht hell und offen. Er mochte keine zugestellten Räume, daher war auch in allen Räumen alles in Weiß. Mit kleinen Deko-Artikeln, konnte er immer wieder etwas auffrischen. Einzig die rote Kommode im Flur war das Schmuckstück seiner Wohnung. Sie war ein Fundstück auf einem Flohmarkt, welche ohne Kratzer oder Mängel Ihre Jahre überlebte und nun das Lieblingsstück von Pauls Wohnung war. Jener durchsuchte alle Räume, fand aber Philipp nirgendwo. Das war nicht das Problem, einzig das was er im Schlafzimmer entdeckte, als er sich umziehen wollte, machte Paul stutzig.
Die Schranktür von Philipps Seite im Kleiderschrank stand etwas offen. Normalerweise tippt man auf die Tür und lässt sie zu fallen, doch diesmal sagte eine innere Stimme, das Paul sie doch ganz aufmachen sollte. Das tat er auch und fand den Grund für Philipps Abwesenheit: Der Schrank war leer.
Wie versteinert stand er einige Sekunden vor dem leeren Schrankteil und konnte es gerade nicht glauben, was er da sah. Er ging auf direkten Weg ins Bad. Dort wollte er das Glas sehen, worin immer die beiden Zahnbürsten standen. Hier war Pauls Zahnbürste alleine.
Weiter ging es ins Wohnzimmer, wo das klassische Männerspielzeug stehen sollte: Die Playstation. Sie war auch weg. Nicht das das Paul störte, aber es war eines der letzten Beweise dafür, dass Philipp ausgezogen ist.
Er lief in den Flur und nahm sein Handy von der roten Kommode, wählte Annas Nummer: „Er ist weg!“, sagte er ohne Warten ins Telefon.
„Wie weg?“
„Weg weg!“, er lief ins Schlafzimmer und zeigte Ihr imaginär den leeren Kleiderschrank, den sie natürlich nicht sehen konnte, „Sein Schrank ist leer!“
„Wie leer?“
„Leer! Alle Klamotten sind weg.“, er lief ins Wohnzimmer, „Playstation auch weg!“, er lief ins Bad, „Zahnbürste...“
„... auch leer?“
„Nein. Weg!“
„Ich bin gleich fertig mit Ben hier und komme rüber!“, sagte sie und legte auf.
Paul lief in die Küche. Hier war noch alles da, Geschirr hat Philipp wohl nicht benötigt. Er nahm ein Energydrink aus dem Kühlschrank und wählte die Nummer von Philipp. Doch es klingelte nur er nahm nicht ab. Auch seine Nachrichten lass er nicht. Er holte sein Laptop aus seiner Arbeitstasche und legte es auf den Küchentisch, schaltete es an und setzte sich davor. Als es bereit war, suchte er nach dem Profil von Ihm im Internet, doch es war offline und es gab keine neuen Einträge von Kunden. Er war regelrecht verschwunden.
Es klingelte kurz darauf: Anna.
„Und?“
„Nichts. Er ist einfach weg!“
Sie warf Ihre Tasche auf die Kommode und folgte Paul in die Küche: „Keine Nachricht oder ein Brief?“, fragte sie, als sie am Kühlschrank stehen blieb.
„Nichts. Ich habe alles durchsucht.“
Anna nahm sich auch eine Dose Energydrink: „Hatte er was gesagt die Tage?“
„Nein!“, Paul überlegte, „Nicht das ich wüsste.“
„Schon seltsam, so plötzlich. Dann muss er ausgezogen sein, als wir beim Konzert waren.“, stellte sie fest.
„Stimmt. Dann hat er das wohl geplant?“
„Sieht so aus!“
„Das gibt’s nicht.“
„Doch.“
Sie schauten sich beide an. Nach ein paar Minuten sah Anna, wie Paul die erste Träne ins Auge lief. Sie ergriff seine Hand: „Du wirst Ihm doch nicht eine Träne hinterher weinen!“
Er sagte nichts.
„Okay, die eine. Aber keine zweite. Paul! Er war nicht der Richtige, das habe ich immer gesagt und gewusst. Ich habe das gespürt. Du warst nie wirklich glücklich mit Ihm! Immer hattest Du irgendwelche Sorgen oder Probleme. So richtig gekümmert hat er sich auch nicht um Dich.“
Nun war das Tal der Tränen bei Paul geöffnet: „Doch, ich habe Ihn geliebt und tue es noch immer!“
„Das mag sein, aber er anscheinend nicht. Sonst würde er nicht ohne was zu sagen einfach verschwinden.“
Paul sagte nichts und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht.
„Komm.“, sie stand auf, „Du schaust jetzt, dass Du ins Bett gehst und morgen fit bist. Da war doch was Wichtiges mit Andreas. Da musst Du gut aussehen und nicht so verheult.“
„Okay.“, Paul holte tief Luft und stand auch auf.
„Wir schauen uns das morgen Abend nochmal genauer an. Womöglich hat er sich bis dann auch gemeldet und wir wissen mehr. Ich bin immer für Dich da, aber ich sage Dir nochmal: Du hast was Besseres verdient, als diesen Escort-Typen.“
„Ach, darum geht es doch nicht. Das ist nun mal sein Job, Anna.“
„Ich weiß, aber auch so hast Du was Besseres verdient.“, sie zog Ihn aus der Küche in den Flur, „Schau nach vorne. Du hattest in den letzten Tagen nur Ärger mit Ihm, gestritten habt Ihr auch nur noch, also... Kopf hoch und auf ins Leben. Schau, dass Du auf Arbeit endlich aufsteigst. Das ist eh Dein Ziel.“, sie klopfte auf seine Schulter, „Das wird dein nächstes Ziel!?“
„Stimmt.“ grummelte Paul vor sich hin und lehnte sich an die rote Kommode.
Anna nahm Ihre Tasche: „Du bist so stark und zielstrebig.“, sie schaute Ihn eine Weile an, doch es passierte nicht wirklich was.
In Paul aber passierte einiges. Es entstand regelrecht ein Chaos. Seine Gedanken schossen in dutzenden Strängen von einer Idee zur anderen, von einer Vision zur anderen. Wie geht es weiter mit Ihm ohne Philipp? Sein Kopf drohte fast zu platzen und dann sah er Anna wieder vor Ihm stehen.
„Alles okay?“, fragte sie mit leicht gesenktem Kopf.
„Ja.“, Paul kam wieder zu sich, „Ja. Du hast Recht.“, so sagte es auch sein Inneres, „Ich muss mich auf den Job konzentrieren. Und wenn er so einen Abgang hinlegt, dann hat er mich nicht verdient!“.
„Meine Worte!“, sie schwang Ihre Tasche auf die Schulter und öffnete die Tür, „Ruf mich an, sobald es was Neues gibt. Ansonsten bist Du morgen Abend drüben bei mir.“
„Geht klar.“
Dann gaben sich beide ein kleines Bussi und er schloss die Tür hinter Ihr.

Ruhe.
Es war ruhig in der Wohnung. Er drehte sich um und schaute in den kleinen Flur. Rechts von Ihm die Küche. Er sah die zwei Dosen auf dem Tisch. Gerade aus war die Tür zum Schlafzimmer offen, dort sah er seine Betthälfte, die er nun auf das gesamte Bett verbreitern konnte. Links von Ihm das Bad. Da war die Tür zu. Das Wohnzimmer stand immer offen, erkennen konnte er nichts. Paul schloss die Augen und blickte innerlich zurück in sein Leben.
Erneut eine Enttäuschung, wieder wurde er verlassen. Diesmal von seinem Partner. Okay, es war noch frisch. Sie waren ein halbes Jahr zusammen und hatten sich in einem Club kennengelernt. Philipp war Südländer, genauer Italiener. Das mochte er und verfiel dieser Art Typ Mann immer wieder. Ein nettes Lächeln mit den braunen Augen und dem schwarzen Drei-Tage-Bart und schon war es um Paul geschehen. Es war Zufall damals, dass Philipp gerade ein Unterschlupf suchte und er Platz hatte. Sie waren sich sympathisch, Paul akzeptiere seinen Job als Escort und das Leben begann. Während er sich auf Ihn einließ und sich an das Leben mit Ihm gewöhnte, scherte Philipp immer wieder aus.
Da hatte Anna Recht. Immer wieder gab es Unstimmigkeiten und die anfängliche Harmonie zwischen Beiden verschwand Stück für Stück. Das alles schon nach zwei Monaten, was eigentlich ein Warnzeichen sein sollte. Aber blind, wie man ja sprichwörtlich ist, vor Liebe, wollte man das nicht sehen. Man genoss den dann doch schnellen Sex und das Dasein des anderen.

Paul lief in die Küche!
Er spürte plötzlich einen gewaltigen Schub an Energie. Eine Welle an Euphorie und Kraft sein Leben endlich in die richtige Bahn zu lenken. Er merkte, wie sehr er sich immer anderen anpasste und sein eigenen Willen immer zurücksetzte, Er warf die Dosen in die Mehrwegtasche und lief Richtung Bad. Den Lichtschalter in der Küche kickte er mit dem Handballen schwungvoll aus.
Er bog ab zum Wohnzimmer, wo er eine tragbare Sound Box holte und sie ins Bad stellte. Er nahm sein Handy aus der Tasche und wischte die zwei Meldungen weg, starte die Musik und duschte unter lautem Gesang... möge der Tag bald enden.

Tag Eins nach Philipp!
Der Montag morgen war schneller da, als Paul es lieb war. Am Stachus, gegenüber dem Künstlerhaus, lag das Münchener Plattenlabel „Demmler Music Records“. Es gehörte zu dem großen Konzern „Demmler Enterprises“, ein gigantisches Unternehmen rund um Musik. Neben den ganz großen Weltkonzernen, war „Demmer Enterprises“ ein noch im Musik Business geführtes Familienunternehmen. In den 80igern große geworden, in den 90ern die großen Künstler unter Vertrag bekommen, mauserte sich „Demmler Enterprises“ mit dem Haus-Label „Demmler Music Records“ zu einem der größten Labels in Europa. Trotz das es sehr erfolgreich war und viele Artisten und Bands unter Vertrag hatte, war die sogenannte Zentrale im Vergleich zu den Welt-Konzernen doch klein. Zumal die Giga-Labels immer einige Gebäude hatten, war „Demmler Enterprises“ am Central Tower Building an der Donnersberger Brücke in München untergebracht. Das Label selber war in der Alten Börse am Lenbachplatz quartiert. Dort war ganz am Anfang auch der Hauptsitz des Unternehmens, doch als sie größer und erfolgreicher wurden, reichte das recht kleine Gebäude nicht mehr aus. Aktuell ist es schon zu klein für das Label selber. Es hatte oberirdisch nur 3 Etagen, worin alle Büros untergebracht waren. Entsprechend waren es kleine Büros, im Dachgeschoss selber brachte man Besprechungsräume unter, die mit Glasdächern dafür sehr hell waren. In den drei Untergeschossen waren die ganzen Aufnahme-Studios und die Technik untergebracht. Eigentlich platzte das ganze Label in dem Gebäude aus allen Nähten. Aber man hielt seine Tradition aufrecht und bisher klappte alles in dem Gebäude.
Paul hatte hier im ersten Stock sein kleines Mini-Büro, jedoch das aber direkt gegenüber von Peter Sundsvall. Das war sein Chef, ein Künstlermanager. Der Schwede war ein offener Typ und war mit Paul immer auf einer Wellenlänge, daher stand auch die Option offen, dass er sein Assistent wird. Seit einigen Monaten war er an seiner Seite und ging vermehrt mit auf Termine von Ihm. Paul nahm immer mehr Aufgaben von Peter ab, somit konnte er ein bis zwei weitere Künstler managen. Aber dass der nächste ausgerechnet Andreas Thalmann werden sollte, war nicht wirklich geplant. Dieser junge Mann singt nicht nur gut, sondern sah auch noch umwerfend aus. Er gewann vor einem Jahr eine Castingshow im Fernsehen und sein Vertrag dort wurde nicht verlängert. Also schlug hier das „DMR – Demmler Music Records“ zu und holte Ihn nach München. Ihm mal endlich über den Weg zu laufen, war schon länger auf der Liste von Pauls Wünschen! Doch es ging alles extrem schnell plötzlich. Andreas war sehr direkt und wusste immer genau was er wollte. Peter hatte oft nicht wirklich was zu sagen, denn Andreas bestand oft auf seinen Ideen. Oftmals auch was das Outfit oder Design der Singles betraf. Da ließ er sich nicht reinreden, er wollte eigentlich nur einen kreativen Kopf an seiner Seite. Welch‘ Glück für Paul. Zurück aus England brachte Andreas noch mehr Selbstbewusstsein mit. Das eine Jahr nach dem Sieg der Castingshow prägte Ihn und sein Ego sehr.
Nasse Hände und ein Herzschlag, der so schnell war, dass es ein durchgängiges Geräusch war. Paul stand noch alleine in seinem Büro und wartete auf Andreas! Dieser sollte seit bereits gefühlten fünf Stunden da sein, aber in Wirklichkeit hatte er noch ganze zehn Minuten. Also ging Paul nochmal alles in Ruhe durch, sprach dabei vor sich hin: "... hier müssten dann die neuen Videos rein, und an der Stelle schlage ich Dir... oder sage ich da lieber Ihnen... schlage ich Ihnen vor... das klingt komisch... schlage ich Dir vor, dass wir Videos einbetten. Die Social Links sollten immer hier stehen... oder doch lieber Sie?“, der Internet-Auftritt für Andreas war eines der großen Dinge, die Paul für Andreas auf seiner Liste hatte, er konnte das gut und nahm auch da dem Label ein paar Arbeiten ab.
"Dir!", kam von hinten.
Paul ließ vor Schreck seinen Block fallen: "Große Güte! Andreas!"
"In Leib und Seele! Andy!", beide trafen sich in der Hocke am Boden, "Sag ruhig Andy, so alt bin ich wirklich nicht. Eventuell sogar jünger?", grinste er Ihn an!
Paul rechnete kurz: "Jünger!"
Andreas reichte Ihm nach dem Aufstehen die Hand: "Also ganz offiziell: Hallo, ich bin Andreas!"
Paul holte tief Luft und richtete wieder seine Mähne: "Paul Filmer! Ist mir eine Ehre!"
"Eine Ehre?"
"Setzen sie... Du Dich!", er zeigte auf den Sessel und setzte sich selber auf die Couch. "Ja, eine Ehre und ich gestehe sofort, bevor es Missverständnisse gibt: ich bin ein großer Fan!"
"Das freut mich sehr. Ist wirklich super, wenn man Leute um sich hat, die Dich wirklich unterstützen wollen und nicht nur sollen. Peter schwärmte schon von Dir!"
"Peter?", wunderte sich Paul.
"Er sagte mir schon, dass Du mich seit Beginn beruflich beobachtest und bereits eine Idee für mich hast! Sollst wohl sehr kreativ sein!", er lehnte dabei so lässig in dem Sessel, dass Paul auf ganz andere Ideen kam, als es ihm lieb war. Andreas’ blonde Haare wippten bei jeder Kopfbewegung sanft mit und sein Shirt war so eng, dass es jede Muskelbewegung zeigte, sobald er auch nur einen Muskel anspannte.
"Paul?", unterbrach Ihn Andreas.
"Ja. Da habe ich was!", er stand auf und beruhigte sich selber 'Reiß Dich zusammen Junge', er holte sein Laptop und stellte es auf den Couchtisch. Alles war vorbereitet und so war Andreas’ Website bereits zu sehen: "Aktuelle Bilder müssen noch rein, ich habe das bereits vor einiger Zeit gemacht und daher die etwas älteren Bilder.", entschuldigte er sich.
Andreas rutschte vor zum Tisch und nutzte dabei sehr viele Muskeln. Er war sofort in seiner eigenen Welt: "Fantastisch. Irre, als hättest Du meine Gedanken gelesen.", er schaute zu Paul rüber und strahlte ihn an, "Das mit den Links hier ist genial...", er surfte sofort in seiner eigenen Website rum, "Boah das Bild muss weg! Schrecklich, das war eines meiner ersten Shootings. Geht gar nicht. Aber, hey, weißt du was?"
"Nee?"
"Ich habe am Mittwoch mein erstes Shooting fürs Musik Werk!", und er riss seine Augenbrauen hoch!
Das machte Paul auch: "Ach!"
Andreas ließ sich theatralisch in den Sessel fallen: "Ach!", wiederholte er.
Paul war aber wieder woanders... an dem Flecken Haut, welches Andreas’ Shirt frei gab, nachdem er so elegant im Sessel landete: "Toll!"
"Ja. Und Du kommst mit! Da kannst Du doch gleich Bilder machen lassen, die zur Website passen! Das wäre doch perfekt, wir machen das Shooting für meine erste Single bei Euch und passend zur Single..."
Paul unterbrach Andreas: "... sollte auch die Website aussehen!"
Mit viel Muskelarbeit riss Andreas seine Arme in die Höhe und klatschte in die Hände, bemerkte selber nicht, dass er nun wesentlich mehr Fläche seines durchtrainierten Körpers freigab, als Ihm sicherlich bewusst war! Einzig Paul sah es und musste erneut Luft holen, was eh schon schwer war. Andreas schwärmte: "Ich bin am richtigen Ort! Endlich jemand, der meine Ideen versteht und umsetzen kann! Du bist mein Mann!" Und damit legte er seine Hand auf Pauls Schulter!
"Das freut mich Andy. Freut mich sehr.", 'was will ich mehr?', murmelte Paul vor sich hin. Sein Konzept ging auf, der Beweis für sein nerviges Aufdrängen war alles wert und nun mal er auch noch den Typen auf seiner Seite, den er seit Jahren einfach nur rattenscharf fand: Andreas Thalmann war von seiner Arbeit begeistert und eine enge Zusammenarbeit war nicht mehr zu verhindern.
Andreas stand auf, zupfte sich das T-Shirt zu Recht: "Paul. Perfekt! Wir machen das so! Mittwoch 10 Uhr im Kings Club, da ist das Shooting. Ich sage Tobias Bescheid, damit er weiß, dass Du kommst! Das wird geil... Freu mich darauf!" und er holte zum Handschlag aus!

Als Andreas aus dem Büro war, ließ sich Paul auf die Couch fallen. Irre, diese 20 Minuten waren der Hammer. Als würden sie schon ewig zusammen arbeiten. Wenn das mal kein Omen war. Wenn das mal nicht heiß werden würde... Andreas war einfach perfekt gebaut, dass er da Unmengen an weiblichen Fans hatte, war klar. Da würde ein kleiner unscheinbarer Assistent sicherlich nicht auffallen. Und dieser Körper! Nicht das Paul Ihn schon von dutzenden Bildern im Internet kennt, aber Ihn live in Aktion zu sehen, das war erst der Hammer. Dazu dieser Duft, je näher er kam, um so besser roch er…
"Paul!", schrie Peter ins Büro.
"Was?!", schrie Paul zurück.
Peter lachte.
„Boah, erschreck mich nie wieder so!“
"Immer wieder gerne!“, lachte er noch, „Hey, super! So kenne ich Andreas gar nicht, der hat ja richtig gestrahlt! Was hast Du gemacht?"
"Eigentlich nichts!"
"Nichts?"
"Nee!"
"Das war wohl dann gut genug. Und wo wir bei tollen Typen sind: Jonas Zeller hat einem Treffen auch zugestimmt! Ab nächsten Jahr ist er hoffentlich auch bei uns!", dabei zwinkerte er Paul zu.
"Super", grinste Paul und fiel dann wieder in die Couch, ‚Hoffentlich nicht noch eine geile Sau im Label. Dieser Jonas ist auch nicht ohne.‘, er holte sein Handy raus und sah, dass Philipp geschrieben hatte. Aber er drückte es wieder weg.

U-Bahnhof Heimeranplatz.
Paul nutzte oft die U-Bahn. Das ewige Parkplatzsuchen war ein Kapitel in seinem Leben, was er liebend gerne löschen würde. Aber es geht nun mal nicht. Da sein Arbeitsplatz auch so mit der U-Bahn schnell erreichbar ist, fuhr er immer so zur und von der Arbeit. Auf dem direkten Heimweg lag dann immer das Alemão, was ein Vorbeigehen unmöglich machte und heute ja erst recht verboten war.
Drinnen wartete Anna schon in der kleinen Stammtischecke. Sie hatte sie extra gemütlich gemacht für Ihre Liebsten. Gleich nach dem Windfang rechts war eine kleine Couch und vier Sessel in einem Kreis gestellt. In der Mitte ein kleiner runder Tisch. Alles nicht weit von der Bar und dem Durchgang zur Küche. Alles auf dem direkten Weg erreichbar.
Das Alemão war eine perfekte Mischung aus Brasilien und Deutschland. Jeder hatte sein Anteil an dem Laden: Anna den Deutschen Teil und Rodrigo den brasilianischen Teil. Das ausgerechnet Anna sich einen Brasilianer als Chefkoch und letzten Endes als Lebenspartner ausgesucht hatte, war nicht verwunderlich. Ihre große Liebe Brasilien schlug in jeder Ader in Ihrem Körper, da füllte Rodrigo den Rest sehr gut aus.
Das Alemão hatte Platz für circa 50 Personen und eine kleine Bühne am anderen Ende des Ladens. Die Theke füllte fast die gesamte Länge des Lokals aus und hatte entsprechend viele Plätze an der Bar.
Im Service war Sanna an diesem ruhigen Montagabend. Die Theke war wieder von Ben besetzt. Er war ein Model und hatte hier einen kleinen Nebenjob, was natürlich unendlich viele Mädels in den Laden lockte. Dieses Konzept hatte Anna schon bemerkt und duldete immer diese kleinen Groupies, wenn sie es nicht übertrieben. Sanna war die Ruhige im Service, aber mit dem exakt richtigen Schuss an Freundlichkeit. Fast schon konnte sie auf die Sekunde lächeln und es wieder abstellen. Sie war Schwedin mit schwarzen langen glatten Haaren. Eigentlich gar nicht der typische Nordische Typ, aber das machte wieder den arabischen Teil in Ihrer Familie her.
„Hey! Endlich!“, rief Anna und sprang aus Ihrem Sessel.
„Hey Süße!“, obligatorisches Bussi und er fiel auf die kleine Couch.
Von der Bar rief der sexy Barmann: „Gin Tonic?“
„Klaro!“, warf Paul zurück.
„Hat sich Philipp gemeldet?“
„Ja.“
„Und?“
„Keine Ahnung. Ich habe es nicht gelesen!“, er legte Ihr sein Handy auf den Tisch.
Sie entsperrte es und suchte die Nachricht, die drei Nachrichten waren: „Er will mit Dir reden!“, sagte sie, „Es tut Ihm leid, er ist jetzt in Stuttgart!“, sie legte es zurück.
„Depp!“, sagte Paul nur.
„Wer ist ein Depp?“, fragte Ben, als er den Gin Tonic hinstellte.
„Ach, Philipp.“
„Ah, der war gestern hier.“
„Was?“, sagten Anna und Paul gleichzeitig.
„Ja.“
„Und weiter?“
„Nichts weiter.“, Ben wollte zurück in die Bar.
„Moment!“, sagte Anna, „Wie, er war hier?“
„Ja so halt!“, Ben wunderte sich über die Frage.
„Einfach so?“
„Anna. Er war hier, er hat sich mit jemanden getroffen und sie sind beide weg zusammen.“, er überlegte theatralisch, „Was ist da so seltsam?“
„Mit wem?“
„Keine Ahnung, Anna.“, jetzt lief er in die Bar zurück.
„Sicherlich sein neuer Lover.“, stöhnte Paul nur.
„Stimmt. Hast auch wieder Recht. Wie war’s mit Andreas?“
„Irre!“, Paul richtete sich von der Couch auf und nahm ein Schluck vom Gin Tonic, „Er ist der Wahnsinn. Ein Körper... ich schwöre...“
„Ah Ah Ah!“, machte Anna, „Da ist der eine aus dem Haus gerade, stürzt Du Dich schon auf den Nächsten?“
„Nein!“
„Klingt aber so!“
„Moment mal, Fräulein, das ich Andreas schon länger toll finde, weißt Du und da habe ich nie ein Geheimnis draus gemacht. Das er ausgerechnet einen Tag nach Philipp auftaucht, kann ich nichts für.“
„Sei nur vorsichtig, nicht das Du Ärger bekommst.“
„Wieso sollte ich Ärger bekommen?“
„Er ist der neue Superstar in Deinem Business und sicherlich nicht schwul!“
„Wer sagt denn, dass er schwul sein muss. Nicht jeder Typ, der mir über den Weg läuft, ist schwul.“
„Wäre aber in Deinem Fall gut!“
„Bitte?“
„Spaß. Du verliebst Dich immer sehr schnell.“
„Das stimmt gar nicht.“
„Wie war es mit Philipp?“
„Da hat es einfach gepasst.“
„Das passt immer bei Dir, Großer!“, Anna wurde direkter.
„Bei Ihm hatte es einfach gepasst.“
„Ja, aber es muss auch in allen Bereichen passen, bevor man zusammenzieht und nicht wie mit Ihm, direkt nach einer Woche.“, sie war weiterhin gehen seinen nun Ex-Freund.
„Du hasst Ihn wirklich!“, bemerkte Paul.
„Was soll ich sagen. Er ist kein guter Mensch, er hat Dich nur ausgenutzt und schläft mit anderen Typen für Geld... was ist da so gut an diesem Philipp Singer?“
„Servus Philipp!“, sagte Ben lauter hinter seiner Bar.
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