Die weiße Wölfin

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Zusammenfassung

Anna entkommt ihrem gewalttätigen Vater und landet bei Alpha Theodor. Dieser nimmt Anna kurzerhand auf. Wird Anna wieder zu ihrem gewalttätigen Vater gelangen oder findet sie ihr Glück.

Status:
In Arbeit
Kapitel:
14
Rating
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Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Ich rannte barfuß durch einen dichten und dunklen Wald. Man konnte kaum noch den Boden erkennen, jedoch rannte ich weiter. Hinter mir hörte ich das stampfen von dicken Pfoten und ein bedrohliches knurren. Ich stolperte über eine Baumwurzel. Da sprang ein schwarzes, riesiges Ungeheuer von einem Wolf auf mich drauf. Seine Augen waren blutrot und aus seinem Maul tropfte Blut und Speichel auf mich herab. Man konnte erkennen, dass er mich zerfleischen wollte. Er biss mir in die Kehle und plötzlich wachte ich schreiend und schweißgebadet auf.


Immernoch zitternd setzte ich mich auf und schaute mich in meinem Zimmer um. Nun ja zumindest konnte ich es als mein Zimmer bezeichnen. Es war ein kleiner, dreckiger und fensterloser Raum, der nicht mal ein Bett beinhaltete, sondern nur eine Matratze auf dem staubigen Boden. Auf dieser lag ich mit einer zerrissenen Decke. Es gab nur noch einen kleinen Raum daneben, dort waren ein Waschbecken mit einem Spiegel, ein Klo und eine Kommode mit meinen Klamotten drinnen.


Ich heiße Anna Wadoni, bin 6 Jahre und bin ein Mensch. Ich habe einen großen Bruder Max, der lebt jedoch nicht mehr bei uns. Er hat seine Seelenverwandte in einem anderen Rudel gefunden und ist dorthin gezogen. Ich kann ihn verstehen, dass er nicht mehr hier leben wollte. Meine Mutter ist bei meiner Geburt gestorben und mein Vater, der mich dafür verachtet, gibt mir die Schuld an Mutters Tod.


Mein Vater kam in den kleinen Raum geplatzt und schrie mich an:

,, Anna, du nichtsnutziger kleiner Abschaum. Steh auf und mach das Frühstück. Danach verziehst du dich wieder. Ich werde heute den ganzen Tag bei Alpha Henrie sein und du wirst hier alles blitzblank sauber machen und du wirst hier drinnen auf mich warten!"


"Ich habe verstanden, Vater." Flüsternd fügte ich noch hinzu: ,,Ich weiß, dass mich niemand sehen darf".

Daraufhin schlug mein Vater mir mitten ins Gesicht und sagte: "Pass auf wie du mit mir sprichst! Ich bin der Beta dieses Rudels und du wirst mich respektieren und mich mit meinem Rang ansprechen! Hast du das verstanden?!"


"Ja Beta Wadoni"


Daraufhin schlug er die Türe zu und stampfte ins Wohnzimmer davon.

Ich stand langsam auf und ging in Richtung Badezimmer. Dort schaute ich mich im Spiegel an und wusch mir erstmal die aufgeplatzte Lippe am Wasserhahn ab. Dann wusch ich mich ganz schnell und zog mich an. Ich eilte die Treppe hinunter in die Küche und fing sofort mit dem Frühstück an. Ich machte ein paar belegte Brote und stellte alles auf dem Tisch ab. Ich gönnte mir nebenbei auch ein kleines belegtes Brot. Jedoch musste ich es hinunterwürgen, damit mein Vater nichts mitbekam. Normalerweise gab er mir nur einmal am Tag Essen und Wasser zum Trinken.

Ich huschte ganz schnell wieder in mein Zimmer und wartete darauf, dass mein Vater endlich zum Alpha ging.


Heute war der Tag an dem ich mich von Zuhause davonschleichen wollte. Ich wusste, wenn mich jemand entdecken sollte, dann würde mein Vater mich töten.

Ich hörte, wie sich mein Vater an der Haustür mit einem anderen Mann unterhielt. Er sprach, dass die Wachen alle auch zum Alpha müssen und nun ganz wenige Wachen das Territorium bewachten. Dies war die perfekte Gelegenheit für mich. Ich wartete, bis mein Vater und der Mann das Haus verließen und wartete noch mindestens 15 Minuten. Dann ging ich so leise wie möglich auf Zehenspitzen nach draußen.

Es ist sehr kalt, aber es hat noch nicht geschneit. Ich schlich mich ganz vorsichtig am Waldrand entlang. Unser Haus lag am äußersten Außenposten von unserem Gebiet und hier waren normalerweise kaum Wachen. Ich wusste dies, weil ich mich ab und an raus schlich. Ich schaffte es aus unserem Gebiet und rannte so schnell, wie mich meine kleinen Füße tragen konnten, weg.

Ich lief so lange bis ich auf eine Straße stieß und rannte auf ein Auto zu. Ich hoffte dass sie mich irgendwo in Sicherheit bringen konnten. Ich rannte auf die Straße und übersah ein entgegenkommendes Auto. Dieses versuchte noch abzubremsen, erwischte mich aber leider dennoch. Ich spürte einen enormen Schmerz und dann wurde alles dunkel.