Zur Milchkuh gemacht

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Zusammenfassung

Ash wacht an einem Ort völlig benommen auf. Schnell wird ihr bewusst, dass sie gekidnappt worden ist. Zusammen mit weiteren Gefangen erhält sie Hormone damit sie Muttermilch produziert, welche Kriminelle für viel Geld im Dark Web verkaufen. Doch eines Tages starten die Frauen einen Ausbruchsversuch,

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
1
Rating
5.0 1 Bewertung
Altersfreigabe
18+

Zur Milchkuh gemacht

Ash schlug die Augen auf. Sie war noch immer benommen und ihr Hirn war von einem wabernden Nebel umhüllt, der ihre Sinne blockierte. Alles drehte sich. Ihr war übel. Wo war sie, was hatte das alles zu bedeuten? War das alles nur ein Traum? Ash kam sich vor wie auf Wolken, durch den Nebel nahm sie verschwommen ein Gitter wahr. War dort wirklich ein Gitter, oder war das alles nur Einbildung? Der Geruch von Heu stieg kaum merklich in ihrer Nase auf. Ash versuchte, ihre Arme zu bewegen, aber es gelang ihr nicht. Ihre Glieder fühlten sich an, als wären sie 50 Kilo schwer. Stimmen und Schritte. Waren das wirklich Stimmen und Schritte, die sie hörte, oder spielten ihre Sinne ihr einen Streich? Die Stimmen hörten sich an, als wären sie meilenweit weg. Sie schienen wie aus weiter Ferne zu ihr hinüberzudringen. Sie hatte das Gefühl sich übergeben zu müssen. Ash würgte, doch außer Galle und ein wenig Magensäure kam nichts. Es kam ihr fast so vor, als befände sie sich auf einem Schiff mit starken Seegang wobei die Wellen das Boot in abnormale Höhen katapultierten. Ash schloss die Augen, an ihren Augenlidern schienen zentnerschwere Zementsäcke zu hängen. Als sie die Augen schloss, ließ das Schwindelgefühl ein wenig nach. Ihr Mund war so trocken wie ein ausgetrockneter Schwamm.


„Wie geht es Ihnen? Ist Ihnen noch schwindelig? Haben Sie Kopfschmerzen?“, drang eine Stimme aus dem Nebel zu Ash hinüber. Was hatte das zu bedeuten, wer war diese Frau oder bildete sich die Stimme nur ein?

„Wasser“ , sagte Ash.

„Wie bitte ich konnte leider nicht verstehen, was Sie sagten. Könnten Sie das bitte noch mal wiederholen?“

„Wasser.“

„Sie fragen, ob wir Wasser haben?“, fragte die Stimme.

Ash nickte.

„Tut mir leid, wir haben kein Wasser, aber bestimmt werden Sie später welches bekommen.“

Langsam lichtete sich der Nebel in ihrem Hirn und sie sah die Gitter deutlich vor sich. Ihr Kopf schmerzte. Ash hatte das Gefühl, als ob jemand mit einem Presslufthammer in ihrem Schädel arbeitete. Sie atmete tief ein, das musste ein Traum sein, aber warum konnte sie dann nicht erwachen? Ash versuchte aufzustehen, doch es gelang ihr nicht. Sie vernahm ein Klirren. Ash hob den Kopf, was von einem stechenden Schmerz begleitet wurde. Der Geruch von Scheiße, Schweiß und Pisse breitete sich in ihrer Nase aus und ließ sie würgen. Dutzende von Schmeißfliegen surrten um sie herum. Es waren so viele, dass Ash den Eindruck gewann, dass sich vor ihr eine regelrechte Wand aus Schmeißfliegen befand. Ash würgte, sie hatte das Gefühl sich übergeben zu müssen, aber außer etwas Magensäure brachte sie nichts hervor.

„Das haben wir alle durch, das wird bald vorbei sein.“ , sagte die Stimme.

Wer zur Hölle war das? Was wollte die Frau von ihr? Konnte diese Frau nicht die Klappe halten? Langsam verschwand der Nebel aus Ash Kopf und ihre Sinne schärften sich. Wo zur Hölle war sie? Was hatte das zu bedeuten? Ash versuchte, ihre Arme zu bewegen, doch es gelang ihr nicht. Sie erschrak, als ihr bewusst wurde, dass man sie mit Handschellen an ein Gitter gekettet hatte. Falls das ein Scherz sein sollte, war dieser Scherz alles andere als witzig. Tauchte gleich etwa Guido Kunz aus der Fernsehserie Verstehen sie Spaß auf, um ihr mitzuteilen, dass man sie reingelegt hatte? Als Ash an sich hinuntersah, stellte sie fest, dass sie nackt war. War sie in die Hände von irgendwelcher Perverser gefallen? Ash schluckte.

„Wer sind Sie und wo bin ich?“, fragte Ash.

„Mein Name ist Hellen, ich bin genauso wie Sie völlig orientierungslos an diesem verdammten Ort wachgeworden. Sie sind entführt worden, genauso wie alle anderen hier. Besser Sie fügen sich und akzeptieren die Dinge so wie sie sind, ansonsten werden Sie hier die Hölle auf Erden erleben.“ , antwortete Hellen.

Ent- entführt, Höl-le auf Er-den? Wovon sprach diese Person, wollte man sie verarschen? Dieser Scherz wurde inzwischen weit genug getrieben.

„Was? Wovon sprechen Sie was hat das alles zu bedeuten, soll das etwa heißen, ich wurde gekidnappt?“, fragte Ash.

„Genau Sie sind wie wir alle entführt worden.“

Ash schluckte, ihr Nackenhaare richteten sich auf, vor ihrem inneren Auge, sah sie sich bereits im Minirock, hochhackigen Stiefeln und einer billigen Bluse auf der Straße stehen, um es irgendwelchen notgeilen Säcken zu besorgen.

„Nein bitte nicht, alles nur das nicht.“ , sagte sie, wobei ihr Tränen in die Augen schossen.

„Was meinen Sie?“, fragte Hellen.

„Man zwingt uns, anschaffen zu gehen, habe ich recht?“

„Nein, wir sind Kühe.“

„Kühe, was meinen Sie mit Kühen?“

„Man gibt uns Hormone, damit wir Milch produzieren, anschließend werden wir an einer elektrischen Milchpumpe angeschlossen, diese Milch wird dann im Internet, wahrscheinlich im Darknet zum Verkauf angeboten.“

„Bitte was?“, Ash riss die Augen auf, eine Träne lief ihre Augenwinkel hinab.

„Und wenn man keine Milch mehr produzieren kann?“

Die werden umgebracht, schoss es Ash in den Kopf, noch ehe Hellen eine Antwort geben konnte.

„Frauen, die sich weigern oder keine Milch produzieren können, werden von den Männern weggebracht und nie wieder gesehen.“

Ash schluckte, kalter Schweiß stand ihr auf der Stirn. Was sollte sie tun? Sie sah sich um, sollte sie um Hilfe rufen? Aber was wenn ihre Peiniger ...? Jetzt fielen Ash die Aushänge im Sherri Büro und auf der Polizeistation ein. 24 Jahre alte Frau als vermisst gemeldet. Wer hat sie gesehen? Hinweise auf ihr Verschwinden an. Leider konnte Ash sich nicht mehr an die Nummer auf den Aushängen erinnern. Eine Menge Frauen war in der letzten Zeit als vermisst gemeldet worden. Und es schien, dass die örtliche Polizei keinen einzigen Hinweis auf den Aufenthaltsort der vermissten Personen hatte. Bald wird auch mein Foto an irgendeiner Wand in New York City hängen. , schoss es ihr in den Kopf. Hier würde sie garantiert niemand finden.

Langsam kehrten ihre Erinnerungen zurück.

„Ihr dürft euch das nicht gefallen lassen. Wir müssen uns wehren, man kann uns doch nicht einfach wie Vieh hier drinnen halten.“ , sagte Ash.

„Und wie sollen wir das anstellen? Die Leute haben Waffen, Pistolen und Elektroschocker. Wie sollen wir uns dagegen wehren? Besser du gewöhnst dich daran ein Leben als Milchkuh zu führen. Wenn man das Leben als Milchkuh erst einmal akzeptiert hat, ist es gar nicht so schlecht. Keine Verpflichtungen, keinen Terminstress. Wir haben es schön warm und das das ganze Jahr über. Man muss nicht mehr selbst kochen und nicht den Haushalt führen, so ein Leben hat immense Vorteile.“ , sagte Hellen.

Ash traute ihren Ohren nicht. Vor-tei-le, hatte Hellen den Verstand verloren? Hatte sich Hellen wirklich in ihr Schicksal als Milchkuh ergeben? Wie konnte eine Frau sich eine solche Behandlung nur gefallen lassen? In einem war sich Ash sicher, sie würde sich niemals mit einem Leben als menschliche Milchkuh zufriedengeben und sie war bereit, alles zu tun, was nötig war, um aus den Fängen dieser Schweine zu entkommen.

„Wie lange bist du schon hier?“ , frage Ash.

Hellen runzelte die Stirn und antwortete: „Keine Ahnung, ich glaube seit knapp zwei Jahren. Bin mir aber nicht sicher. Welcher Tag ist denn heute?“

Zwei Jah - re, hatte sie Helen richtig verstanden? Seit zwei Jahren wurde sie von diesen Perversen als menschliche Melkmaschine missbraucht.

„Mittwoch, der 25 Juli.“, antwortete Ash. Wie lange würde es wohl dauern bis auch sie nicht wusste, welcher Tag war? Nie wieder Sonnenlicht oder die Sterne in einer schönen Nacht beobachten. Nie wieder den Geruch von Blumen oder frisch gemähten Gras riechen. Nie wieder mit Freunden gemeinsam ausgehen oder in den Urlaub fahren.

Ash schluchzte, dann weinte sie hemmungslos.

„Hör auf zu weinen Kleines, das ändert deine Situation nicht, dir bleibt nichts anderes übrig, als das Leben als Melkmaschine zu akzeptieren, dein altes Leben ist vorbei, jetzt beginnt ein neues Leben.


Ash vernahm Schritte, jemand kam. Ash hielt den Atem an, das Herz schlug ihr bis zum Halse. Kleine Schweißtropfen bildeten sich auf ihrer Stirn. Ihre Nackenhaare richteten sich auf. Sie vernahm ein lautes Knarren, als sich die Tür zu ihrem Verlies öffnete und Sonnenlicht den Raum flutete. Wie Ash bemerkte, schien es sich bei dem Raum um eine alte verlassene Scheune zu handeln. Erst jetzt sah sie die Futtertroge und die Gatter. Anscheinend hielt man sie in einem ehemaligen Kuhstall gefangen. Welch eine Ironie aber das passte ja zu dem, was aus ihnen geworden war, dachte Ash und musste innerlich grinsen. Ash schloss die Augen. Wenn Sie glauben, dass ich noch bewusstlos bin, lassen Sie mich vielleicht in Ruhe, dachte Ash. Ash hörte, wie die Männer sich unterhielten. Einer von ihnen sprach mit südländischem Akzent.

„Ich schau, wie viel Milch wir haben untersuch du die Neue und bring ihr die Regeln bei. Ich will, dass sie spätestens in drei Tagen die ersten Liter Milch produzieren kann Bobby.“

Bobby, der Name brannte sich wie ein glühendes Eisen in ihr Hirn. Niemals würde sie diesen Namen vergessen. Unter halb geschlossenen Lidern beobachtete Ash wie Bobby das Tor zu ihrem Käfig öffnete.

„Braves Kälbchen, ganz ruhig, dann geschieht dir auch nichts. Ich werde dir jetzt ein wenig Blut abnehmen und deinen Blutdruck messen, anschießend erhältst du etwas zu trinken verstanden?“; fragte Bobby.

Ash nickte. Ihr Blick fiel auf die Waffe in Bobbys Hosenbund.

Ich muss an die Waffe kommen, irgendwie, wenn es mir gelingt, die Waffe zu erreichen, könnte ich uns den Weg in die Freiheit freischießen. , schoss es ihr in den Kopf.

Der Mann nahm ein Blutdruckmessgerät aus einer Tasche und legte es um Ash Oberarm. Der Mann begann das Messgerät zu bedienen, dann notierte er sich die Werte auf ein Klemmbrett.

„Kuh Nummer 35 Blutdruck 80 zu 120.“ sagte Bobby, dann befreite er Ash von dem Blutdruckmessgerät und holte eine Spritze aus der Tasche.

„Keine Angst ich will dir nicht weh tun, es geht ganz schnell und ist bald vorbei.“, sagte er. Bei diesen Worten besprühte er Ashs Arm mit Desinfektionsmittel, es war ganz kalt. Er setzte die Spritze an und nahm ihr etwas Blut ab.

„Siehst du, ich sag doch, es tut überhaupt nicht weh. Das Ergebnis der Blutuntersuchung liegt mir in ein paar Tagen vor und dann können wir mit der Brustmassage beginnen.“ , sagte Bobby.

Mit diesen Worten verließen sie den Stall.


Ash schloss die Augen Brustmassage, Milchkuh, die Worte tauchten in roten Lettern vor ihrem inneren Auge auf. Irgendwann werden Sie einen Fehler machen. Der Mann wie hieß er noch gleich Bobby. Bobby hatte eine Waffe im Hosenbund getragen. Verdammte Handschellen. Aber sie müssen diesen Verschlag auch mal säubern und uns etwas zu essen bringen. Irgendwann werden sie einen Fehler machen und dann werde ich bereit sein und mit ihnen abrechnen. , schoss es ihr in den Kopf. Sie würde sich nicht einfach in ihr Schicksal ergeben, der Tag der Rache würde kommen, früher oder später. Das alles war nur eine Frage der Zeit und sie hatte Zeit, sie hatte reichlich Zeit.

„Haben Sie Kinder oder sind Sie verheiratet?“ ,fragte Hellen.

„Nein, haben Sie eine Familie?“

„Ebenfalls nicht.“

„Das ist kein Zufall, ich vermute, dass diese Kerle sich gezielt Frauen aussuchen, die allein leben, sich aber noch im gebärfähigen Alter befinden, diese eine Zeitlang beobachten, dann auf den richtigen Moment warten, um sie zu überwältigen, und hierherzubringen. Ist Ihnen einigen Tage oder Wochen vor Ihrer Entführung irgendwas Ungewöhnliches aufgefallen?“ , fragte Ash.

„Nein absolut nicht.“

„Wir haben es mit Profis zu tun, ich vermute, man hat uns schon Monate im Voraus ausspioniert. Wie wir leben, ob wir einen Partner oder eine Familie haben. Ich bin davon überzeugt, dass die alles von uns wissen, Sozialversicherungsnummer, Verdienst und Konto und Handydaten. Bestellen Sie häufiger im Internet? Das sind Profis.“

„Ja, ich habe häufiger im Internet bestellt. Glauben Sie wirklich, dass wir es mit Profis zu tun haben?“, fragte Hellen.

„Ein kleiner Fisch hätte gar nicht die Mittel einen Stall, Melkmaschinen und einen Arzt zu beschäftigen. Wissen Sie, was der ganze Scheiß hier kostet? Das können Sie als Kleinkrimineller niemals in dem Stil aufziehen. Ich vermute, dass die Mafia dahintersteckt.“

„Ma - fia“, wiederholte Hellen die Worte.

„Ja, aber keine Sorge auch die sind verwundbar. Wissen Sie, mit wie vielen Männern wir es zu tun haben?“

„Mindestens vier, es könnten aber auch Wachposten draußen stehen.“

„Oder im Haus.“

„Sind Sie sicher, dass hier in der Nähe ein Haus ist?“

„Hören Sie, wir werden medizinisch versorgt und bekommen dreimal täglich was zu essen oder irre ich mich.?“

Hellen nickte.

„Haben Sie schon mal ein Auto hier vorbeifahren hören?“

„Manchmal ja, aber nicht immer.“

„Sehen Sie also leben unsere Peiniger mit uns zusammen auf dem Hof. Das Auto brauchen Sie, um Lebensmittel und Medikamente zu holen. Und um neue Ware zu beschaffen.“

„Meinen Sie?“

„Jede Wette, die Frage ist nur, wer steckt hinter diesem Geschäft?“

„Was meinen Sie?“

„Strengen Sie doch mal selbst ihr Köpfchen etwas an. Die Leute, die wir sehen, sind nur kleine Laufburschen.“

„Wie kommen Sie darauf?“

„Glauben Sie, dass sich der Kopf einer Verbrecherorganisation die Blöße gibt, sich mit dem Dreck seiner Gefangenen zu befassen?“

Hellen schüttelte den Kopf.

„Da hinter steckt jemand, der wesentlich mehr Macht hat als wir vermuten, wenn wir den kriegen, können wir die ganze Organisation zu Fall bringen.“

„Und wie stellen Sie sich das vor? Wissen Sie etwa, wo der sitzt? Was Sie da bauen, sind Luftschlösser. Sie werden hier nicht rauskommen, es sei denn, die Polizei findet uns. Und ob das jemals geschieht, ist mehr als fragwürdig. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass wir alle dabei drauf gehen. Und ich habe ehrlich gesagt noch keine Lust zu sterben.“

Ash drehte sich weg, Hellen und die anderen hatten sich in ihr Schicksal ergeben und begonnen sich ihr Leben schön zu reden. Das würde bei ihr nicht funktionieren, sie würde sich nicht brechen lassen. Nie hatte jemand über sie und ihr Leben bestimmt bis heute. Und dieses Leben würde sie nicht einfach aufgeben nicht für ein paar geldgeile Wichser, welche Frauen nur für ihren eigenen Vorteil benutzten.


„Ich habe ehrlich gesagt noch keine Lust zu sterben.“ , dieser Satz brannte sich wie ein glühendes Eisen in ihr Hirn. Wollte Hellen das hier als Leben bezeichnen? Wenn man 24 Sunden und 7 Tage in der Woche in einem Stall festgehalten wurde und nur darauf wartete, dass man was zu fressen und ein paar Hormone bekam, um wie eine Kuh gemolken zu werden?

„Hat eine Frau schon mal versucht von hier zu entkommen? Oder um Hilfe zu rufen?“; fragte Ash.

„Daran sollten Sie nicht mal denken, eine Frau hat es versucht. Ihr wurden die Brüste abgeschnitten und wir mussten zusehen, wie sie vor unsren Augen langsam verblutete. Seitdem haben wir den Gedanken an Flucht aus unserem Köpfen verbannt. Wie schon gesagt, so ein Leben als Milchkuh bietet gewisse Vorteile.“

Vor-tei- le, hatte sie Hellen gerade richtig verstanden? Was für Vorteile hatte es denn, wenn man wie eine Kuh in einem Stall gefangen gehalten wurde? Wie konnten die Frauen sich nur so leicht einschüchtern lassen und sich in ihr Schicksal ergeben? Wäre die Situation nicht so ernst, hätte sie über Hellens Aussage laut lachen können.

Wir mussten zusehen, wie eine Mitgefangene vor unsern Augen langsam verblutete. , brannte sich wie ein glühendes Eisen in ihr Hirn. Ash schluckte und ihr fröstelte, kein Wunder, dass die Frauen den Mut verloren hatten, sich gegen ihre Peiniger zu erheben.


Einen Tag nach Ashs Blutentnahme kam der Mann, den sie Bobby nannten in den Stall, trat auf siw zu und sagte: „Sehr gut keine Komplikationen. Und wirst du auch schön brav sein und kein Theater machen?“

Ashs Augen funkelten. Ihr Blick fiel erneut auf die Waffe in seinem Hosenbund.

„Es ist an der Zeit für deine erste Brustmassage. Ich will dich nicht verletzen oder dir unnötig wehtun, also halt still.“ , sagte Bobby, als er auf sie zukam. Ash spuckte Bobby ins Gesicht und sagte: „Wagen Sie es ja nicht, mich anzurühren! Sie verkommene Drecksau.“

Ein grüngelber Rotzfleck lief langsam Bobbys linke Wange hinab. Bobby holte ein Taschentuch aus der Hosentasche und wischte sich die Rotze aus dem Gesicht, dann sagte er: „Das war ein gewaltiger Fehler.“

Bei diesen Worten holte Bobby einen Elektroschocker aus der Hosentasche und schaltete ihn ein. Ein blauer Strahl tanzte zwischen zwei Kupferdrähten auf und ab.

Ash schluckte, wie gebannt starrte sie auf den Elektroschocker, in der Hand ihres Peinigers Ash wollte zurückweichen, doch aus der eisernen Umklammerung der Handschellen, gab es kein Entkommen. Ihre Nackenhaare richteten sich auf. Ihr Atem ging stoßweise ein und aus, ein und aus. Mit weit aufgerissenen Augen blickte sie in das Gesicht ihres Peinigers, welches er zu einem diabolischen Grinsen verzog.

Jetzt sieht er aus wie ein wahnsinniger Killer aus einem Horrorfilm, schoss es ihr in den Kopf, wobei ihr das Blut in den Adern gefror.

Wenn es mir gelingt, auf die Füße zu kommen, könnte ich ...

Sie brachte den Gedanken nicht zu Ende. Ein Schlag fuhr durch ihren Körper und sorgte dafür, dass sich ihren Arm- und Brustmuskeln kontrahierten, was von einem heftigen Schmerz begleitet wurde. Ash stöhnte, ihr wurde schwarz vor Augen und die gesamte Umgebung begann sich um sie zu drehen. Schweißperlen bildeten sich auf ihrer Stirn. Ihr Köper zuckte unter dem Stromschlag wie eine willenlose Puppe. Bobby schaltete den Elektroschocker aus, der ganze Vorgang hatte nur ein oder zwei Sekunden gedauert war Ash aber wie eine Ewigkeit vorgekommen. Ash keuchte.

„Also wirst du jetzt artig sein und dich an die Milchpumpe anschließen lassen, oder benötigst du noch eine Ladung?“, fragte Bobby.

„Milchpumpe.“, antwortet Ash, während Schweiß ihren Körper bedeckte. Eine Träne lief sanft ihre Wange hinab als Bobby die Saugnäpfe an ihren Brüsten befestigte und einige Einstellungen vornahm. Er grinste, als er fertig war, sagte er: „Na bitte es geht doch, ist doch gar nicht so schlimm. Das Theater hättest du uns ersparen können.“

Ash schloss die Augen und begann zu weinen, als die Männer den Stall verließen. Die Milchpumpe zog sanft an ihren Brustwarzen. Es war nicht schmerzhaft, sondern unter anderen Umständen sogar recht angenehm. So angenehm wie eine Brustmassage. Ash zitterte leicht und sie spürte eine innere Erregung. Stell dir einfach vor, du bist nicht eine Gefangene, sondern der Mann deiner Träume verwöhnt dich, sagte eine Stimme in ihrem Innerem. Ash hatte gelernt, auf ihre innere Stimme zu hören. Sie schloss die Augen und blendete alles aus, die Handschellen, mit welchen sie an das Gitter gefesselt war. Das surrende Geräusch der Milchpumpe und die Tatsache, dass sie wie eine Kuh gemolken und gehalten wurde, das alles blendete Ash in den Minuten aus. Vor ihrem geistigen Auge erschien ein Mann mit kurzen schwarzen Haar und braune Augen. Sein Köper besaß stählerne Muskeln, sein Waschbrettbauch und seine Brust war sonnengebräunt. Seine Hände zogen sanft an ihren Nippeln, während er sie gleichzeitig leidenschaftlich küsste. Ihre Zungen trafen sich und vollführten einen gemeinsamen Tango der mal in seinem und mal in ihren Mund stattfand. Ihre Brustwarzen wurden etwas größer und die Massage sorgte dafür, dass ihre Nippel hart wurden. Ash spreizte die Knie weiter auseinander, dann stöhnte sie leise, als sich ein Rinnsal - Milch langsam seinen Weg aus ihrer Brust, durch die Schläuche in die Milchkanne bahnte. Das surrende Geräusch welches von der Milchpumpe ausging klang in ihren Ohren beruhigend. Ash öffnete den Mund und schnalzte mit der Zunge. Sie zitterte leicht vor Erregung. Ash wand sich in ihren Fesseln und bog ihre Rücken durch und spreizte die Beine. Der Traum war so real, dass Ash glaubte, den Duft seiner Haare und seines Aftershaves zu riechen. In diesen Minuten wünschte sie, dass dieser Traum niemals endete. Sie stöhnte, kalter Schweiß stand ihr auf der Stirn. Sie spürte, wie sie langsam zu ihrem Höhepunkt kam, doch zögerte Ash den Augenblick hinaus, dieser Moment gehörte ihr nur ihr allein und sie wollte ihn bis zur letzten Minute auskosten. Das Wissen, dass sie dabei Zuschauer hatte, steigerte ihre Lust sogar noch. Ash legte den Kopf in den Nacken und hob ihr Becken auf und ab, so weit es die Fesseln zuließen. Erst langsam, doch bald immer schneller. Rauf und runter, rauf und runter. Wie lange könnte sie den Höhepunkt noch zurückhalten?, dachte sie, ehe sie kam.

Ash seufzte, als Bobby ihr die Milchpumpe und Saugnäpfe von den Brüsten nahm. Sie senkte den Kopf und schaute beschämt zu Boden. Wie schade, dass dieses erregende Gefühl schon vorbei war, es war wie im Fluge vergangen.

„Nicht schlecht für den Anfang 190 Milliliter, aber ich denke, da geht in Zukunft noch ein wenig mehr oder?“, fragte Bobby.

Ash blickte zu Boden, sie sollte noch mehr Milch pro Melkgang produzieren? Wie sollte sie das anstellen? Ihr Haar war schweißnass.

„Anscheinend bist du auch nicht nur an den Brüsten feucht geworden, wenn ich mich nicht irre.“ ,sagte Bobby und grinste.

Ash schluckte, in dieser Sekunde wäre sie am Liebsten im Erdboden versunken. Alle hier im Stall hatten sie in einem sehr intimen Moment gesehen. Was sollten die anderen Frauen nur von ihr denken? Scheiß auf die anderen Frauen, was war ihnen denn sonst geblieben?, dachte Ash.

Wahrscheinlich nahmen sie das Geräusch und den Geruch nach Schweiß und Fäkalien nicht mal mehr wahr. Was waren das für Leute, die sich im Darkweb mit Muttermilch eindeckten? Wussten die überhaupt, wie die Muttermilch produziert wurde und wo sie herkam? Würden die Leute immer noch Muttermilch kaufen, wenn sie wüssten, dass dafür Frauen entführt und wie Kühe gemolken wurden? Warum nicht? Die Menschen aßen ja auch Kotelett oder Bratwurst von Aldi, Lidl oder Netto und das, obwohl sie genau wussten, wie die Tiere welche ihr Leben für Billigfleisch hergeben mussten, zu Lebzeiten gehalten worden sind. Wo war da der Unterschied zum Menschen?

Jetzt bin ich also doch zu einer Milchkuh geworden, dachte Ash. Wären die Umstände nicht so traurig, hätte sie darüber laut lachen können. Bobby befreite Ash von der Milchpumpe und befreite sie von den Handschellen.

„Du wirst in Zukunft alle zwei oder drei Tage Muttermilch für uns produzieren, verstanden? Das war für den Anfang doch gar nicht schlecht. Aber in Zukunft geht da garantiert noch mehr nicht wahr?“, fragte Bobby.

Ash nickte.

Einige Minute nachdem Bobby ihren Verschlag (mehr war es in ihren Augen nicht) verlassen hatte, schlief Ash ein.

Im Schlaf hatte Ash einen seltsamen Traum, sie träumte, sie hing wieder an der Milchpumpe, aber ihren Brustwarzen waren nicht mehr vorhanden. Ihre Peiniger hatten ihr die Brustwarzen mit einem Messer bei vollem Bewusstsein abgeschnitten. Die Melkmaschine massierte ihre Brüste, es war so real, dass sie sogar das leichte Ziehen an ihren Brüsten spüren konnte. Es roch nach verfaultem Fleisch, Fäkalien und Schweiß. Dort wo ihrer Brustwarzen gewesen klafften tiefen Löcher von einigen Millimetern Durchmesser. Zwei Plastikschläuchen waren ihr die direkt in die Brüste gerammt worden. Das Surren der Milchpumpe erklang in ihren Ohren. Doch jetzt floss keine Milch mehr aus ihren Brüsten, jetzt floss Blut. Ihr Blut, Ash musste hilflos mit ansehen, wie man ihr frisches Blust direkt aus den Brüsten absaugte. Ash blickte sich um, Hellen und ihre Leidensgenossin, lagen regungslos auf dem Boden in ihren Boxen und starrten sie aus toten, fast schon anklagenden Augen an. Warum hast du es zugelassen, warum hast du zugelassen, dass sie mich töten? , schienen Hellens Augen zu sagen. Ihre Brüste lagen neben Hellen auf dem Boden. Die Brüste hatte man ihr mit einer Säge oder Axt entfernt. Faulendes Fleisch, welches bei den Lichtverhältnissen ganz schwarz wirkte, war alles, was von ihren Bürsten übriggeblieben war. Küchenschaben, Fliegenlarven und Würmer krochen auf Hellens Körper herum, auf der Suche nach einem Leckerbissen. Dunkle Leichenflecken bedeckten ihren Leichnam und der süßliche Geruch von Verwesung hing in der Luft. Ash wollte sich abwenden, wollte sich von der Szenerie wegdrehen, aber sie konnten nicht. Sie war wie gelähmt. Draußen tobte ein Gewitter, Regen prasselte gegen die Scheune, wobei der Wind heulte, als wollte er den ganzen Stall samt Inhalt mit fortreißen. Die Stalltüren bebten im Sturm und eisiger Wind fuhr durch die Ritzen und ließ Ash frösteln. Dann schlug Hellen die Augen auf und setzte sich auf. Das Gesicht zu einem irren Grinsen verzehrt. Sie drehte den Kopf langsam in Ashs Richtung, streckte ihre Arme durch das Gitter und packte Ash an der Kehle. Ihre Hände waren eiskalt. Ash würgte, ihre Augen quollen aus den Höhlen hervor. Hellen öffnete den Mund und eine Reihe faulender Zähne kam zum Vorschein. Hellens Atem roch nach Tod und Fäulnis. Einige Maden krochen in ihrem Mund herum, um sich an dem faulenden Ding was mal ihre Zunge gewesen war zu laben. Ash vernahm ein schmatzendes Geräusch, hatte aber keine Schmerzen, als das Hellen Ding anfing, ihr die Augen bei lebendigem Leib aus dem Kopf zu saugen.

Ash schlug die Augen auf, ihr Puls raste. Kalter Schweiß stand ich auf der Stirn.

Sie musste hier raus, sie und ihre Leidensgenossen. Sie mussten weg von hier. Trotz der erotischen Empfindungen durfte es nicht sein, dass man ihnen ihre Freiheit und ihr Selbstbestimmungsrecht nahm.

„Verlass dich nicht auf die Polizei, die wird dich nie finden. Hab Geduld, irgendwann machen sie einen Fehler und dann musst du bereit sein.“, flüsterte eine Stimme in Ashs Kopf.

Ash ballte die Hände zu Fäusten, sie war bereit, sich gegen diese Schweine zu wehren. Schon bald werdet ihr bereuen, dass ihr mich entführt und zu einer menschlichen Milchkuh gemacht habt, dann werdet ihr für eure Taten bezahlen, dachte sie, es galt nur auf den passenden Moment zu warten. Sie hatte Zeit, sie hatte reichlich Zeit.


Ash wusste nicht mehr, welcher Tag war. Wie lange hockte sie bereits in diesem Stall? Die Polizei würde sie nie finden. Für die Polizei waren sie alle nichts weiter als vermisste Frauen, für die man vielleicht einige Plakate an Polizeistationen aufhing und eine Akte anlegte, die jedoch bald unter einem Berg weiterer Vermisstenfälle begraben wurde. Sie waren die Vergessenen, die Polizei hatte sie alle vergessen. Wahrscheinlich wird man irgendwann in zehn oder fünfzehn Jahren, irgendwo im Wald oder in einem See ihre Leiche finden. Ihre Peiniger wären längst über alle Berge und würden nie ihre gerechte Strafe bekommen.


Der Tag, an welchem die Frauen zurückschlugen, kam zwei Wochen, nachdem Ash den Plan gefasst hatte, sich gegen ihre Kidnapper zu erheben. Sie wusste, dass ihr Plan gefährlich für sie alle war, aber es war besser, kämpfend unterzugehen als für den Rest seines Lebens ein Dasein als lebende Milchmaschine zu fristen.

„Hellen, kannst du mich hören?“, fragte Ash.

„Was ist?“

„Bist du bereit, mir zu helfen?“

„Helfen, sicher wenn ich dir helfen kann.“

„Wir werden von hier abhauen.“

Hellen sah Ash mit weit aufgerissenen Augen an.

„Du willst von hier fliehen und wie willst du das anstellen?“

„Du musst mir helfen, wenn mein Plan gelingt, dann werden wir alle hier rauskommen.“

„Ich habe gedacht, du hättest dir die Sache aus dem Kopf geschlagen?“

„Hör mir zu, das hier ist kein Leben. Willst du etwa für den Rest deines Lebens wie Vieh gehalten werden? Nie mehr in den Urlaub fahren, oder den Sonnenuntergang sehen? Oder die Sterne in einer klaren Sternennacht zusammen mit einem Mann oder allein man Firmament funkeln sehen? Das kann doch nicht dein Ernst sein, dann kannst du dich doch genauso gut erschießen lassen. Weil du dann quasi schon tot bist. Hab einmal ein wenig Mut, ja wahrscheinlich werden einige von uns bei diesem Unternehmen drauf gehen, aber lieber gehen ich kämpfend für meine Freiheit unter, als dass ich mich weiter Vieh behandeln lasse. Was habt ihr alle denn zu verlieren? In Wahrheit sind wir doch schon tot. Oder willst du das hier als Leben bezeichnen? Sieh dir unser Dasein doch an. Ich habe nicht vor den Rest meines Lebens in diesem Stall dahin zu vegetieren. “, sagte Ash.

Hellen schwieg, daraufhin sagte Ash: „Ich merk schon, ihr habt alle die Hosen voll, dann lasst euch weiter demütigen. Habt ihr so wenig Stolz? Alles hat man uns genommen, unsere Freiheit, unser Leben, unser Selbstbestimmungsrecht. Ja sogar den Glauben an die Gerechtigkeit. Aber eines hat man mir nicht genommen meine Würde. Mich hat noch nie jemand gebrochen, und diesen Wichsern wird das ebenfalls nicht gelingen. Aber ganz wie ihr wollt, dann mache ich es eben allein ihr Feiglinge.“

„Sie werden dich töten.“ , sagte Hellen.

„Dann sterbe ich eben, aber eines ist sicher, ich werde vorher einige von diesen Wichsern mitnehmen.“

„Und wie möchtest du das anstellen?“

„ Indem ich einem von ihnen die Waffe entreiße. Damit könnte ich uns alle hier rausholen.“

„Weißt du überhaupt, wie man mit so einem Ding umgeht?“

„Ich habe schon ein paar Mal auf der Kirmes geschossen. Ich habe auch schon mal mit einer echten Waffe auf einem Schießstand geschossen.“

„Und wie war die Trefferquote?“

„Na ja könnte besser sein, aber das Ziel war nicht so groß wie unser Ziel.“

„Das klingt ja fantastisch, jetzt kann ich mir also überlegen, ob ich mich erschießen lasse oder lieber eine Milchkuh wäre.“ , sagte eine Mitgefangene.

„Ich verstehe, dass ihr Angst habt. Aber wie viele sind wir? Wir sind acht Frauen, unsere Peiniger sind höchstens zu viert oder fünft, wenn wir davon ausgehen, dass es noch einen großen Chef gibt. Mehr wie vier Männer haben den Stall nie betreten und ich habe nie draußen Stimmen gehört, oder Schritte gehört. Das heißt der Stall wird verschlossen aber nicht separat bewacht.“

Keine Frau sagte etwas.

„Kommt schon, zeigen wir ihnen, dass wir stärker sind als sie und dass wir uns nicht, mehr von ihnen erniedrigen lassen. Ich sterbe lieber kämpfend, als weiter die Melkmaschine von irgendwelchen perversen Wichsern zu sein.“

Ash machte eine Pause, keine der Frauen sagte etwas es war totenstill in ihrem Verschlag. In diesen Sekunden hätte man eine Stecknadel fallen hören können.

„Deine Idee ist ja nicht schlecht, aber hast du nicht eine Kleinigkeit vergessen?“, fragte eine Frau mit langen roten Haaren.

„Nehmen wir an, wir widersetzen uns und schicken die Wichser da draußen alle in die Hölle? Wo sollen wir hin? Wir wissen nicht, wo wir sind, wir wissen auch nicht, wie weit die nächste Ortschaft von uns entfernt ist. Befinden wir uns überhaupt noch in Deutschland? Wie geht es dann weiter?“, fragte die Dame mit den roten Haaren.

„Das werden wir sehen, wir werden uns bei den Behörden melden müssen und die werden sich dann um uns kümmern. Ja unsere Zukunft ist ungewiss, aber wir haben unsere Freiheit und unser Selbstbestimmungsrecht wieder. Alles, was danach kommt, ist besser als das hier. Lieber sterbe ich im Kampf durch eine Kugel und dafür in Freiheit als mich weiter für diese Arschlöcher als menschliche Kuh erniedrigen zu lassen.“ Also stimmen wir ab, alle Frauen, die mir helfen wollen rufen ja und heben die Hand.“

„Ja, schicken wir die Schweine zur Hölle.“, sagte Hellen und hob die Hand.

„Schicken wir sie zur Hölle“ , erklang es ringsum, jede Frau erhob die Hand. Dann riefen sie alle gemeinsam mit einer Stimme: „Schicken wir sie zur Hölle, schicken wir sie zur Hölle.“


Als Bobby an diesem Morgen gemeinsam mit Jack, Frank und Thorsten den Stall betrat, war es ruhig. Zu ruhig fand Bobby. Alle Frauen lagen mehr oder weniger bewegungslos in ihren Boxen. Die Augen geschlossen oder von ihnen weggedreht.

Etwas stimmt nicht, normalerweise heben sie die Köpfe, wenn es was zu fressen für sie gibt. , schoss es Bobby in den Kopf. Bobby schob den Gedanken beiseite, er machte den Job inzwischen lange genug und bis auf eine Erkältung oder eine Grippe war nie etwas Ernsthaftes vorgekommen.

Bis auf die Kuh mit der Blinddarmentzündung vor drei Jahren, die wir leider notschlachten mussten. , kam es ihm in den Sinn.

Wie in jedem Job gab es auch hier Materialverschleiß. Doch hielten sich diese Fälle glücklicherweise in Grenzen. Da er und seine Arbeitskollegen, darauf achteten, dass alle Frauen, ausreichend mit Mineralien und Spurenelementen versorgt wurden.

Ash hielt die Lider halb geschlossen, sodass der Eindruck entstand, sie befände sich noch im Dämmerzustand. Bobby trat auf Ash zu, beugte ich zu ihr hinunter und sagte: „Hey aufwachen, es gibt was zu fressen.“

Als Bobby die Worte aussprach, schoss Ash wie der Blitz in die Höhe und ergriff die Walther PPK, die in seinem vorderen Hosenbund steckte. In Windes Eile entsicherte sie die Waffe und drückte zweimal ab. Der Knall war so laut, dass Ash Ohrensausen bekam. Bobbys Kollege drehte sich herum und sagte. „Verdammte Sch ...“

Weiter kam er nicht, als noch ein Schuss fiel, welcher Jack direkt in den Bauch traf. Jack griff sich an den Bauch und blieb für den Bruchteil einer Sekunde völlig regungslos stehen. Roter Lebenssaft quoll zwischen seinen Fingern hervor. Sämtliche Farbe wich aus seinem Gesicht. Er taumelte zwei Schritte nach vorne und griff nach seiner Waffe, ehe er zu Boden sackte, wo er regungslos liegen blieb. Geruch von Schießpulver und Blei erfüllte die Luft. Als Ash Bobby die Schlüssel aus der Hosentasche nahm und Helen reichte.

„Hier lass die anderen raus und schnapp dir eine Waffe, ich denke, wir bekommen hier gleich alle Hände voll zu tun.“, sagte Ash.

Hellen schloss ihre Stalltür auf, ehe sie den Schlüssel, an eine ihrer Mitgefangenen weiterreichte. Hellen zog Frank die Waffe aus dem Hosenbund und entsicherte sie. Als sie sich aufrichtete, vernahm zwei weitere Schüsse und einen dumpfen Schlag in den Rücken, der sie nach vorn und zu Boden schleuderte. Die Waffe entglitt ihren Fingern und landete auf dem Boden. Warmes Blut floss ihren Po hinab, doch Hellen verspürte keine Schmerzen. Sie versuchte, sich aufzurichten, doch sie konnte ihre Beine nicht mehr spüren. Langsam zog sie sich auf den Armen vorwärts, um an die Waffe zu kommen, während kalter Schweiß in Bächen ihr Gesicht und ihren Nacken hinunterlief. Ein stechender Schmerz fuhr in ihren linken Oberschenkel und ließ sie zusammen zucken. Warmes Blut lief ihr linkes Bein hinab und färbte den Boden rot.

Ich muss an die Waffe kommen, ich muss an die Waffe kommen, sagte ihr eine innere Stimme. Weitere Kugeln sausten rechts und links an ihr vorbei und über ihren Kopf hinweg. Das Herz in ihrer Brust schlug schneller, während jede Bewegung für Hellen zu einem regelrechten Kraftakt wurde.

Du musst an die Waffe kommen, ich muss an die Waffe kommen, der Satz tauchte in roten Lettern vor ihrem inneren Auge auf. Zwei weitere Kugeln schlugen in die Wand vor ihr ein. Nur mit den Armen arbeitete sich Hellen ein paar Millimeter weiter nach vorne. Die Waffe schien Kilometer weit entfernt zu sein. Warmes Blut floss ihre linke Seite hinab. Das Herz in ihrer Brust raste. Hellen zog sich nur die Arme belastend weiter in Richtung Waffe. Bei jeder Bewegung durchfuhr ein brennender Schmerz ihr linkes Bein und ließ sie aufstöhnen.

Nur noch ein kleines Stück, nur noch ein ganz kleines Stück, sagte Hellen zu sich selbst, dann biss sie sich auf die Unterlippe, so stark, bis sie blutete und kroch weiter. Gleich habe ich sie. Millimeter um Millimeter arbeitete sich Hellen nach vorne. Ihr linker Oberschenkel pochte und frisches Blut sickerte aus der Schusswunde und färbte den Boden rot. Wie lange dauert es wohl, bis man verblutet?, fragte sie sich und musste innerlich grinsen.

Sie musste auf die Beine kommen, sie konnte nicht länger wie ein Wurm über den Boden kriechen. Hellen versuchte aufzustehen, doch es gelang ihr nicht, ihre Beine weigerten sich, ihrem Befehl Folge zu leisten. Brennende Schmerzen fluteten ihre Beine. Hellen nahm all ihre Kräfte zusammen, ihr Atem rasselte und zog sich weiter, sie wusste nicht wie, aber es gelang ihr, die Waffe zu ergreifen, die Schmerzen fuhren von ihrem Oberschenkel bis in die Wirbelsäule hinauf. Hellen stöhnte und rollte sich auf den Rücken. Sie sah einen der Männer mit erhobener Waffe am Eingang des Stalls stehen und drückte ab. Das Mündungsfeuer blendete sie für den Bruchteil einer Sekunde. Dann sah sie, wie Jack vor ihren Augen zusammen brach. Die Waffe in ihre Hände fühlte sich an, als wäre sie fünfzig Kilo schwer. Die Waffe entglitt ihren Fingern, dann verlor sie das Bewusstsein.


„Verdammte scheiße Hellen hat es erwischt“, schrie Ash, dann warf sie sich auf den Boden, während einige Kugeln über ihren Kopf hinweg sausten.

„Wir lassen niemanden zurück, entweder gehen wir alle oder keiner.“ , sagte sie, während sie einen Schuss abgab. Sekunden später brach einer ihrer Peiniger vor ihren Augen zusammen. Ash huschte zu Hellen, sie lag am Boden besinnungslos am Boden, doch sie atmete. Hinter ihr fiel ein Schuss und eine Kugel streifte ihren rechten Arm, aber Ash spürte es kaum. Ash wirbelte herum, die Waffen im Anschlag gab sie einen Schuss ab. Ein Schrei ertönte und Ash sah, wie ihr Peiniger seine Pistole fallen ließ und vor ihren Augen zu Boden sackte. Sein Hemd verfärbte sich dunkel an der Stelle, wo die Kugel ihn traf. Ash rollte sich von Hellen weg, sie hatte jetzt keine Zeit, sich um sie zu kümmern. Mehrere Kugeln sausten an ihr vorbei und schlugen neben oder hinter ihr in den Boden ein.

Wenn mich ein Querschläger erwischt, ist alles aus, schoss es ihr in den Kopf. Ash erhob, mit einem Satz sprang sie nach rechts und wirbelte herum. Weitere Kugeln flogen an ihr vorbei jedoch ohne zu treffen. Ash drückte zweimal ab. Das Mündungsfeuer ihre Waffe blitzte auf, gefolgt von einem Schrei und ein weiterer Mann sackte wimmernd zu Boden. Im Bruchteil einer Sekunde erfasste Ash die gesamte Situation. Marie, Sally und Cindy, welche wie sie und Hellen hier drin festgehalten worden waren, stürmten Richtung Tür, ohne auf Hellen oder Ash zu warten. Blindlings schossen sie auf alles, was sich bewegte. Ash schrie ihnen hinterher, sie sollten warten, denn das wäre ihr sicherer Tod, aber sie achteten nicht auf Ash. Ash erreichte die Tür mit einem Satz. Sie presste sich an die Wand, die Waffe im Anschlag. Vernahm sie Schüsse und die Schreie von Marie, Sally und Cindy. Sie brachen vor Ahs Augen zusammen und waren tot. Ihr Kamikazeangriff war ihnen zu Verhängnis geworden.

Warum habt ihr nicht auf mich gehört, ihr dummen Puten, das habt ihr jetzt davon, dachte Ash.

Ash hielt den Atem an, wo waren die Mistkerle? Ihre Sinne waren geschärft, so dass sie glaubte, selbst das leiseste Zirpen der Grillen hören zu können. Was war das? Waren das Schritte? Jemand näherte sich von Osten, Ash wagte es nicht, sich zu bewegen oder hinauszuschauen. Wie weit war der jemand noch von ihr entfernt. 10 Schritte oder 20? Die Waffe festumklammert haderte sie der Dinge, die da kamen. Dann war es still, beängstigend still. Ash lauschte, ob sie weitere Stimmen oder Schritte hörte, doch sie vernahm nichts, nicht das leiseste Geräusch war zu hören.

Die Ruhe vor dem Sturm. , schoss es ihr in den Kopf. Wie viel Kugeln hatte sie noch? Wie viele hatte sie bereits abgefeuert? Fünf oder sechs? Wie viel Kugeln gingen in so ein Magazin? Was mache ich, wenn mir die Munition ausgeht? Dann ist es mit uns aus, aber vorher werde ich möglichst vielen von diesen Wichsern mit in die Hölle reißen. ,kam es ihr in den Sinn.

Die Waffe in ihrer Hand zitterte. Kalter Schweiß stand ihr auf der Stirn, ihr Herz hämmerte so laut in ihrer Brust, dass sie befürchtete, jede Sekunde einen Herzinfarkt zu erleiden. Ash schloss die Augen, sie vernahm weitere Schritte und Stimmen. Zwei Männer näherten sich dem Stall. Im Geiste zählte sie langsam bis drei. Eins ..., zwei ..., drei. Bei drei sprang sie fast katzenartig aus der Deckung hervor. Die Pistole im Anschlag sah sie zwei ihrer Peiniger direkt vor ihr stehen. Ash drückte ab und der Mann, der rechts von ihr stand, sackte zu Boden. Sein Begleiter hatte die Sig-Sauser erhoben und legte auf Ash an. Seine Augen waren blutunterlaufen. Das Gesicht zu einem mordlustigen Grinsen verzehrt. Ash wirbelte herum, eine Kugel sauste an ihrem Kopf vorbei und schlug hinter ihr in die Wand ein. Ash legte an und drückte zweimal ab. Der Mann wurde nach hinten geschleudert und starrte Ash mit weit aufgerissenen Mund an. Warmes Blut lief ihr aus der rechten Brust und dem Oberbauch. Nie hätte er es für möglich gehalten, dass es einer Frau gelingt, ihm die Leviten zu lesen. Der Mann trat zwei Schritte auf Ash zu und versuchte die Hand, welche die Waffe hielt zu heben, aber es gelang ihm nicht. Er wankte, stieß ein nicht verständliches Gemurmel aus, ehe er zusammenbrach.

Stille legte sich über das Schlachtfeld, die Sonne schien am Himmel und der Geruch von Schießpulver und Blei lag in der Luft. Ash ließ die Waffe sinken. Kleine Blutspritzer befanden sich auf ihrem Gesicht und in ihren Haaren.

„Hellen, Hellen, ist alles in Ordnung?“, sagte Ash, erhielt aber keine Antwort.

„Hellen,“

Sie erhielt keine Antwort.

„Hallo Marie, Sally, Ann, bitte antworte mir doch jemand.“, doch es blieb still. To-ten-still, to-ten-still, das Wort leuchte in roten Lettern vor ihrem geistigen Auge auf. Waren sie etwa alle ...? Nein, das konnte nicht sein, das durfte nicht sein.

Niemand antwortete, auf ihr rufen. Panik stieg in Ash auf, dann rannte sie über den Platz, sie fand Marie, Sally und Ann. Marie und Sally waren jeweils von einer Kugel direkt in die Stirn getroffen worden. Ash drehte ihre Körper um und sah bei beiden eine sternförmige Austrittswunde am Hinterkopf. Die Kugeln waren demnach direkt durch sie hindurchgegangen.

Ash schluckte, eine Träne lief ihr Wange hinab, sie wischte sie mit dem Handrücken fort.

Sie wären bestimmt gute Freunde geworden, dachte sie, ehe sie den Ort verließ, der ihr und ihren Freunden so viel Leid gebracht hatte.