Zudnja-Ungeheuer beherbergt nicht nur das Meer

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Zusammenfassung

In dieser faszinierenden Welt, in der Land und Ressourcen kostbar sind, erwachte der Abenteurergeist in Kapitän Jackson Alexander Pirce. Mit einer treuen Crew an seiner Seite stach Kapitän Pirce in See und segelte durch die verworrenen Inselgruppen, auf der Suche nach einem besseren Leben. Doch das Schicksal schien es nicht gut mit ihnen zu meinen, denn auf seinem Schiff brach ein gefährlicher Virus aus. In ihrer Verzweiflung sah sich Pirce gezwungen, die Hilfe einer der beiden mächtigen Nationen anzufordern, die in dieser Welt um Vorherrschaft kämpften. Die zweite Weltmacht gewährte ihnen Rettung, aber nur unter der Bedingung, dass Kapitän Pirce und seine Crew ihnen bei einer gefährlichen Mission halfen: die unerforschten Inseln dieser Welt zu erkunden. Ihre Kontaktperson in dieser neuen Welt war eine faszinierende junge Frau, die nicht nur durch ihr Wissen und ihre Schönheit beeindruckte, sondern auch ein tiefes Interesse an Kapitän Jax hegte, doch damit war sie nicht allein.(In Kooperation mit FionaXenia)

Status:
In Arbeit
Kapitel:
2
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Die Nacht war pechschwarz, als ich mich auf dem holprigen Deck des alten Fischkutters niederlegte. Der Wind heulte wie ein hungriger Geist, und die Wellen schlugen gegen das Schiff, als wollten sie es verschlingen. Der Kutter war alt und baufällig, und das Knarren der Holzplanken ließ mich frösteln.


Ich war nur ein kleiner Junge, nicht älter als zehn Jahre, und ich hatte mein zuhause verloren. Wir waren vor den Schrecken des Sklaverei geflohen, auf der Suche nach Sicherheit auf einer abgelegenen Insel. Mein Vater hatte von diesem Ort gehört, einem kleinen Stück Land mitten im Ozean, fernab von den Grausamkeiten der Welt.

Aber die Flucht war ein Albtraum. Die See war aufgebracht, und der Kutter wurde von den Wellen hin- und hergeworfen. Das Geräusch des klatschenden Wassers und das Ächzen des alten Holzes füllten meine Ohren, während ich in meinen Alptraum gefangen war.


Plötzlich brach ein Sturm los, und der Himmel wurde von Blitzen erhellt. Der Donner grollte wie der Zorn eines Gottes, und ich klammerte mich verzweifelt an das Seil, das ich um die Reling geschlungen hatte. Das Gesicht meines Vaters erschienvor meinem inneren Auge, sein besorgter Blick, als er mich auf das Schiff gezogen hatte, bevor wir beide von der Marine gefangen werden konnten


Das Schiff schaukelte und drohte zu kentern, als eine riesige Welle auf uns zuraste. Ich schrie vor Angst, als sie über uns hereinbrach und alles verschlang. Das Wasser war eiskalt, und ich kämpfte um Luft, während ich unterging.



Doch dann erwachte ich, schweißgebadet und keuchend, in der engen Koje meines eigenen Schiffes. Mein Herz hämmerte wild in meiner Brust. Abrupt schreckte ich auf. Der eisige Schweiß bedeckte mein Gesicht, der nächste Alptraum erwartete mich schon, nur das dieser bittere Realität war. Mich hatte es auch erwischt und die ersten symtome der Krankheit machten sich bemerkbar. Bei dem Gedanken, was mich erwarten würde, erschauderte ich genau wie durch das Schreien, Husten und Röcheln von Deck . Die Männer kämpften draußen gegen die Auswirkungen der Infektion, und ich konnte ihre Rufe hören. Es war an der Zeit, meinen Pflichten als Kapitän nachzukommen.

Ich stand auf, meine Beine zitterten leicht, aber ich zwang mich, ruhig zu bleiben. Ich griff nach dem Taschentuch auf meinen Nachttisch, um mir den Schweiß von der Stirn zu wischen. Meine Crew brauchte eine Führung, besonders in diesen Zeiten der Not.

Ich öffnete die Tür meiner Kabine und trat auf das Deck. Die Szene, die sich vor mir entfaltete, war beängstigend. Die Kranken lagen überall verstreut, einige waren bewusstlos, andere kämpften um jeden Atemzug. Die Männer der Besatzung trugen die Erkrankten in isolierte Bereiche des Schiffes, und sie versuchten, die Ausbreitung der Infektion einzudämmen.


"Alec bericht!", rief ich, meine Stimme kämpfte gegen die Angst und den Lärm der Kranken an. Das angesprochene Crewmitglied hörte meinen Befehl und eilte zu mir. Es handelte sich dabei um meinen ersten Offizier Alec Sprout. Er war der erste, der vor Jahren meiner Crew beigetreten war und heute so etwas wie mein bester Freund, wenn man davon ausgeht, dass so etwas wie Freundschaften wirklich existieren. Schließlich war sich im Kampf am Ende jeder selbst sein nächster. Jetzt jedoch waren wir in keinem Kampf, sondern alle krank. Auch Alec war bereits von der Infektion schwer gezeichnet. Von den tiefen dunklen Augenringen, über einen gelblichen Schimmer, bis hin zu dem blutigen Auswurf beim Husten hatte er alle Symptome bekommen. Sollte mir nicht bald etwas einfallen, würde es auch ihn dahin raffen, eine Sache, die ich gern vermeiden würde.

„Sag mir, wie viele sind heute Nacht verstorben Alec?“. Mein erster Offizier schaute betreten zu Boden.

„Fast ein dutzend!“, erwiderte er alarmiert und auch für mich war diese Zahl beachtlich. Wir waren inzwischen achtzig Personen an Bord. Davon waren bis zum jetzigen Stand jedoch schon zwanzig gestorben und von den verbliebenen über die hälfte nicht mehr seetauglich. Ein Gedanke, der Alec auch schon quälte: „Wenn das so weitergeht, liegt das Schiff brach, Jax. Es ist ohnehin in einem desolaten Zustand, bald kann keiner mehr segeln.“

Der Ernst der Lage wurde mir immer klarer bewusst, als ich Alec's besorgten Blick sah. Wir befanden uns auf einem heruntergekommenen Schiff, das von einer tödlichen Infektion heimgesucht wurde. Die Besatzung schrumpfte rapide, und unsere Chancen, sicher in einen Hafen zu gelangen, schienen von Tag zu Tag zu schwinden.

"Ich verstehe, Alec", sagte ich ruhig, obwohl die Angst in mir brodelte. "Wir müssen alles in unserer Macht stehende tun, um diese Infektion einzudämmen.Ich werde mir etwas überlegen, wie wir dem ganzen ein Ende setzen können."

Alec nickte zustimmend und begab sich wieder zu den isolierten Bereichen des Schiffes, wo die Kranken untergebracht waren, während ich zurück in meine Kajüte ging.


Dort angekommen, beugte ich mich frustriert über meine Landkarten. Gleich nachdem die ersten Symptome aufgetreten waren, habe ich versucht, den ganzen Einhalt zu gebieten. Ich stattete das Schiff mit neuer Nahrung und Seife aus, doch dem Anschein nach reichte es nicht aus. War die Infektion erst einmal ausgebrochen, schien die Lage schon verloren. Es gab nur wenige Medikamente, noch weniger, die auch eine Wirkung zeigten. Die Ressourcen der Welt sind knapp und begrenzte Materialien gab man nicht gern her, wenn die Lage aussichtslos schien. Die einzigen, die die nötigen Medikamente und vor allem die nötigen Mengen davon besaßen, waren die beiden Weltmächte, die sich die beiden größten Inseln unter den Nagel gerissen hatten. Dort wurde munter angebaut, so dass alles bis auf Platz vorhanden war, und den nahmen sie sich einfach von anderen kleinen Inseln.

Einst hatte ich auch auf so einer Insel gelebt, als Kind mit meinen Eltern. Doch die erste Weltmacht oder auch „Ponos i bogatstov“ inzwischen unter der Führung von Eliezer Samuel von Hemingway war für seine Kaltblütigkeit und die vorherrschende Sklaverrei bekannt. Kein Ort an dem man leben wollte. Einen Handel mit ihnen schloss ich von vornherein aus. Die andere Weltmacht war ein großer Haufen geistlich beeinträchtigter Spinner, die daran glaubten, dass alles gut werden würde, wenn man sich nur gegenseitig unterstützte. Sie waren immer hilfsbereit, zumindest wenn sie eine Gegenleistung bekamen. Ob diese nun utopisch ausfiel oder nicht, möchte auf einem anderen Blatt stehen. Das war auch der Grund warum ich auch nicht mit ihnen Handeln wollte. Für das, was ich brauche, würde ich meine Seele verkaufen müssen. Jeglicher Anspruch auf Freiheit wäre verwirkt, nur das man sich bei ihnen freiwillig in die Slaverrei begab.


Fieberhaft suchte ich nach einer anderen Möglichkeit. Ich grübelte und suchte nach einem Wunder. Vielleicht konnten wir ein abgelegenes Eiland finden, wo wir mehr Platz hatten, um die Kranken zu isolieren und notwendige Vorräte beschaffen konnten. Aber wie sollten wir so eine Insel finden? Unsere Karten waren begrenzt, und die Navigation ohne klare Anhaltspunkte war riskant.

Plötzlich fiel mein Blick auf eine alte, mit Zeichnungen verzierte Seekarte, die ich als Kind auf einer dieser Inseln gefunden hatte. Ich erinnerte mich an die Geschichten meines Vaters über versteckte Inseln und geheime Höhlen, die auf keiner normalen Karte verzeichnet waren. Könnte es sein, dass es eine solche Insel gab, die uns Zuflucht und Rettung bieten konnte?

Ich griff nach der Karte und breitete sie vor mir aus. Staub und Feuchtigkeit hatten ihre Spuren hinterlassen, aber die Zeichnungen waren immer noch gut zu erkennen. Ich schaute sie genau an und war davon überzeugt, dass das unsere Rettung sein würde. Aber es gab einen Haken. Diese Insel, sofern sie überhaupt existierte, war weit entfernt und würde eine gefährliche Reise erfordern.

Ich beschloss, Alec und einige unserer erfahrensten Männer in mein Geheimnis einzuweihen. Gemeinsam würden wir einen Plan ausarbeiten, um diese mysteriöse Insel zu finden und die Chance auf Rettung zu ergreifen.


Doch dazu sollte es nicht kommen. Noch bevor ich die mir Vertrauten versammeln konnte, stürzte Alec in die Kabine. Sein Gesicht bleich wie eine Wand mit Schweiß bedeckt.

„Jax, wir haben ein Problem!“, eröffnete er mir und wankte zurück zum Deck in der Annahme, ich würde ihm folgen, was ich auch tat.

Ich erkannte das Problem sofort, ohne dass weitere Worte nötig waren. Drei weitere Crewmitglieder waren der Infektion zum Opfer gefallen, und ihr plötzlicher Tod hatte nicht nur tiefe Trauer, sondern auch eine bedrückende Atmosphäre an Bord hinterlassen. Die Moral meiner Truppe wurde auf eine harte Probe gestellt.

“Wir werden noch alle so enden!”, rief mir jemand zu und auch von anderen gab es zustimmendes Gegröle.


Die Aussicht auf eine gefährliche Reise zur geheimnisvollen Insel schien in diesem Moment unverhältnismäßig riskant. Unserer Crew ging es schlecht, und die Infektion breitete sich trotz unserer Bemühungen weiter aus. Die Zeit drängte, und es war klar, dass wir eine drastische Entscheidung treffen mussten, um weitere Verluste zu verhindern.

Niedergeschlagen erkannte ich, dass uns nichts anderes übrig blieb als mit einer Weltmacht in den Handel zu treten. Für mich stellte sich lediglich noch die Frage, welchen Teufel ich meine Seele verkaufen wollte. Nachdem ich erst einmal alle beruhigt hatte, ging ich zurück in meine Kajüte. Die Karte mit der Hoffnungsvollen Insel donnerte ich an die Wand, bevor ich die Karte hervor zog, auf den die Kontaktmänner der zweiten Weltmacht verzeichnet waren.

Sie waren die einzige Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen, da eine Reise zur Insel kaum möglich war und jeder eigene postalische Versuch unterbunden wurde. Zum Glück befand sich die nächste Kontaktperson, wie uns mitgeteilt wurde, nur einen Seetag von uns entfernt.

Zerknittert schaute ich erneut auf die Karte, die mir grobe Umrisse, und sicher nicht vollkommen korrekt, die Inselgruppen zeigte. Die beiden Inseln der Weltmächte in einem satten Grün, alle dazwischen liegenden in bräunlichem grau. Es kamen immer weitere hinzu, entweder weil wir sie selbst entdeckten oder durch den Erwerb einer neuen Karte mit weiteren Informationen. Das angestrengte Starren machte mich müde. Auch ich hatte Fieber und ließ den Kopf auf die kühle Holzplatte sinken. Am Morgen würde es zum Aufbruch kommen und bis dahin gönnte ich mir noch etwas Ruhe.