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Zusammenfassung

In "Ich sehe rot" begleiten wir Myla, eine 26-jĂ€hrige Frau, die trotz ihrer Sehnsucht, geliebt zu werden, nie die Möglichkeit hatte, jemanden kennenzulernen. EnttĂ€uscht von der langen Wartezeit auf etwas, das nie zu kommen scheint, beschließt sie, ihre Familie zu verlassen und in der Natur von South Carolina, weit weg von den Menschen, in der Familienvilla ein neues Leben zu beginnen. Doch die Zeit hat dort ihre Spuren hinterlassen. Neben ihrer Villa wurde eine neue gebaut - sie hat einen Nachbarn. Ein Mann, der niemals lĂ€chelt, wilden Partys verfallen ist und von Frauen angehimmelt wird. Er ist voller Geheimnisse. Mit der Zeit taucht dieser fremde Mann immer hĂ€ufiger in Mylas TrĂ€umen auf und sie fĂŒhlt sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Doch der Mann, dessen LĂ€cheln verloren gegangen ist, hat nichts mit Liebe im Sinn. FĂŒr ihn dreht sich alles nur um Sex. Wird Myla es schaffen, die Mauern um sein Herz zu durchbrechen und das verlorene LĂ€cheln in ihm wiederzufinden? "Ich sehe rot" ist eine fesselnde Geschichte ĂŒber die Suche nach Liebe, die Macht der Anziehung und die Hoffnung, dass selbst die gebrochensten Seelen geheilt werden können.

Status:
In Arbeit
Kapitel:
7
Rating
4.7 7 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Ich sehe rot


Mein Leben lang habe ich in meinen Gedanken das Bild der Liebe gemalt, auf der Suche nach der Person, die meine Seelenverwandte ist. Je Ă€lter ich jedoch wurde, desto mehr erkannte ich, dass nicht alle Seelen mit Liebe erfĂŒllt werden können. Ich habe jahrelang daran geglaubt, dass jeder einen Seelenverwandten hat, aber mittlerweile verstehe ich, dass manche Seelen dazu verdammt sind, allein zu sein. Manche machen schlechte Erfahrungen und ziehen sich aufgrund dieser Erlebnisse in ihre eigene Welt zurĂŒck, ohne jemals wieder zu vertrauen. Sie haben genug von dem Spiel, sich immer wieder neu kennenzulernen, sich zu verlieben und am Ende keine Aufmerksamkeit mehr zu bekommen, wie sie es gewohnt waren, und geben die Liebe auf.

Und dann gibt es noch diejenigen... sie möchten geliebt werden, warten und hoffen, dass die wahre Liebe sie findet. Diese Menschen werden von der Außenwelt nie wahrgenommen, sie geben die Liebe auf und verlieben sich in die Einsamkeit, denn das Warten macht einen mĂŒde.

Und ich gehöre zu denjenigen.

Nachdem ich auf die große Liebe gewartet habe, habe ich an meinem 26. Geburtstag endgĂŒltig aufgegeben. Das Wichtigste im Leben fĂŒr mich ist nur noch die Familie. Denn ansonsten habe ich niemanden. Mein ganzes Leben lang wurde ich von Menschen kaum wahrgenommen. Meine Stille könnte viele Menschen daran gehindert haben, sich mir zu nĂ€hern. Aber alles, was ich in meinem Leben wollte, war geliebt zu werden. Aber das Warten hat mich jetzt erschöpft. Heute habe ich zum letzten Mal meinen Geburtstag gefeiert und habe New York fĂŒr immer verlassen. Denn ich habe beschlossen, mich von den Menschen zu trennen und außerhalb der Stadt, inmitten des GrĂŒns von South Carolina, vor dem Meer zurĂŒckzuziehen. Ich möchte keine neue Blume sein, die in einem fremden Garten blĂŒht. Ich möchte dorthin gehören, wo meine Seele ihre Wurzeln schlĂ€gt. An einen Ort, wo die Einsamkeit wie ein sanfter Wind weht und meine Gedanken in Ruhe fließen können. Denn nur dort kann ich meine wahre Essenz entfalten und mich mit der Stille verbinden, die meine Seele nĂ€hrt.

“Hast du auch deine dicken Socken eingepackt, Myla?“, fragt meine Mutter am Telefon, das am Armaturenbrett hĂ€ngt. “Ja, Mama. Der Van ist voll mit meinen Sachen”, antworte ich ihr, wĂ€hrend ich lĂ€chelnd neben dem Meer entlangfahre, auf dem schmalen Weg, der sich durch das grĂŒne Land schlĂ€ngelt. “Sobald du etwas brauchen solltest, ruf uns an. Ich werde Papa dann zu dir schicken. Und öffne niemandem die TĂŒr, heute ist Halloween. Die Kriminellen nutzen den Abend bestimmt aus.” Ihre Sorge kann ich vollkommen verstehen, denn es ist das erste Mal, dass ich ohne meine Eltern abreise. Und das fĂŒr immer. “Ich kann es immer noch nicht glauben, dass meine kleine Myla ausgezogen ist”, sagt meine Mutter. Da wird mein LĂ€cheln etwas breiter. “Mutter, ich bin 26 und das ist alles andere als klein”, erwidere ich, wĂ€hrend sie schluchzen muss. “In meinem Alter haben andere schon ihr fĂŒnftes Kind, Mutter”, erzĂ€hle ich. “Es ist mir egal, was andere haben. Du bist und bleibst mein Baby, hast du mich verstanden?“, antwortet sie und lĂ€chelt. “Ok, Mutter. Ich bleibe ein Leben lang dein Baby.” Die Liebe hat mich eh aufgegeben. “Jetzt muss ich aber auflegen. Ich bin gleich da”, sage ich. “Ok, mein Schatz. Vergiss nicht, den Truthahn zu essen, den ich dir gegen Abend nach Hause liefern lasse.” Ja, wahrscheinlich hat meine Mutter einen direkten Draht zur Truthahn-Lieferung aus New York nach South Carolina. Sie ist definitiv die Königin der Truthahn-Bestellungen. Ich meine, wer sonst wĂŒrde auf die Idee kommen, einen Truthahn ĂŒber so eine Entfernung zu schicken? Aber hey, ich werde den Truthahn mit offenen Armen empfangen und ihn mit meiner Mutter in Gedanken genießen. “Bis dann, Mutter. Ich habe dich auch lieb”, beende ich das Telefonat mit einem KopfschĂŒtteln. Ich habe schon lĂ€ngst den stattlichen Teil verlassen. Ich bin an einem Ort inmitten der Natur gestrandet, wo die Zivilisation nur noch eine vage Erinnerung ist. Hier gibt es keine Menschen, keine HĂ€user, nur die unberĂŒhrte Schönheit der Natur um mich herum. Die BĂ€ume ragen wie WĂ€chter in den Himmel, wĂ€hrend der Wind sanft durch die BlĂ€tter flĂŒstert. Nach 20 Minuten Restfahrt nĂ€here ich mich auch schon meiner Villa. Die weiße zweistöckige Villa mit dem Zeltdach erhebt sich majestĂ€tisch aus Marmor, strahlend und elegant. Ihre Fassade ist von einer zeitlosen Schönheit geprĂ€gt, wĂ€hrend die großen Fenster wie funkelnde Juwelen in der Sonne glitzern. Der Marmor verleiht dem GebĂ€ude eine edle und luxuriöse Ausstrahlung. Was jedoch meine Augen auf sich zieht und mich langsamer fahren lĂ€sst, ist die Villa direkt daneben.

Die tiefschwarze, maskuline Villa erhebt sich majestĂ€tisch vor mir, mit ihren großen, Panoramafenster, die wie dunkle Geheimnisse wirken. Ein Hauch von Mysterium und Eleganz umgibt das Anwesen. Vor der Garage stehen zwei sportliche Wagen, einer in leuchtendem Rot und der andere in tiefem Schwarz. Daneben glĂ€nzt ein tiefschwarzer Luxus-GelĂ€ndewagen, der pure Kraft und Stil verkörpert. Drei imposante MotorrĂ€der stehen in einer Reihe, bereit fĂŒr aufregende Abenteuer auf der Straße. Auf dem Basketballplatz der Villa fĂ€llt mein Blick auf eine E-Gitarre, die an den Lautsprecher gebunden ist. Sie scheint darauf zu warten, von talentierten HĂ€nden zum Leben erweckt zu werden. Die Villa strahlt eine AtmosphĂ€re von Freiheit und Leidenschaft aus, als ob sie die BĂŒhne fĂŒr unvergessliche Musik- und Sportmomente ist. Der große Swimmingpool lĂ€dt zum Entspannen und Erfrischen ein, wĂ€hrend man den Blick ĂŒber das Anwesen schweifen lĂ€sst. Diese Villa ist ein Ort der Extravaganz und des Genusses, wo Luxus und Leidenschaft aufeinandertreffen.

Inmitten unserer PostfĂ€cher erstreckt sich ein Bild, wie gemalt: Ein Unbekannter, dem ich den Blick verwehre, steht mit dem RĂŒcken zu mir und hat die Motorhaube seines Wagens weit geöffnet. Behutsam repariert er etwas, das im Verborgenen liegt. Seine Haare, tiefschwarz und wellig, fallen in sanften Wellen ĂŒber seine seitlich rasierten Haare. Sein Oberkörper ist nackt, was mir einen Blick auf sein großes Tattoo ermöglicht. Ein grinsender SchĂ€del mit Augen so dunkel wie die AbgrĂŒnde der Seele, umrahmt von EngelsflĂŒgeln, die majestĂ€tisch emporragen. Auf seinem RĂŒcken entfaltet sich eine Leinwand der KreativitĂ€t, auf der Schweißperlen wie flĂŒssige Tinte hinabgleiten. Sie bahnen sich ihren Weg bis hin zu seiner weißen Boxershorts, die wie ein geheimnisvoller Schleier aus seiner tief schwarzen Jeans hervorlugt. Als er sich zur Seite dreht und sich nach unten beugt, um in die Werkzeugkiste zu greifen, erkenne ich sein Gesicht. Sein Gesicht, von markanter MĂ€nnlichkeit geprĂ€gt, wird von breiten, kantigen Augenbrauen eingerahmt, die in dunkler Farbe ĂŒber seinen Augen ruhen. In diesen Augen spiegelt sich ein intensives, helles Blau wider, das wie leuchtendes Feuer funkelt. Seine Wimpern sind wie dunkle Schatten, lang und voll, die seine Augen umrahmen. Sie wirken wie geheimnisvolle VorhĂ€nge, die einen Blick in seine Seele verbergen. Diese tiefschwarzen Wimpern verleihen seinem Blick eine magnetische Anziehungskraft und lassen ihn geheimnisvoll und verfĂŒhrerisch wirken. Und seine glatte Haut strahlt einen gesunden Glanz aus, der das Licht einfĂ€ngt und reflektiert. Seine Lippen, von natĂŒrlicher Röte gezeichnet, sind perfekt geformt und verleihen seinem Gesicht eine sinnliche Ausstrahlung. Silberne Ohrringe schmĂŒcken seine Ohren, wĂ€hrend sein Hals von einer Vielzahl an Ketten geschmĂŒckt wird, die in unterschiedlichen LĂ€ngen herabhĂ€ngen. Selbst seine Arme sind von kunstvollen TĂ€towierungen bedeckt, Schlangen winden sich um ein Schwert, das bis hinab zu seiner Hand reicht. Die Knochenstruktur seiner HĂ€nde ist in Form von TĂ€towierungen dargestellt, die bis zu seinen Fingern reichen. Auf der einen Seite seiner Hand ist sogar der SchĂ€del eines Skeletts zu erkennen, der mit dĂŒsterem Charme auf ihn herabblickt.

Als ich aus dem Auto steige, verharrt seine Hand regungslos in der Werkzeugkiste. Der fremde Junge richtet langsam seinen Blick auf meine sportlichen, weißen Sneaker. Eine einzelne StrĂ€hne fĂ€llt sanft vor seine Augen, die nun ĂŒber meine eng anliegende Jeans bis zu meinem bauchfreien weißen Tanktop wandern. WĂ€hrend seine Blicke auf meinen BrĂŒsten verweilen, zieht er den Schraubenzieher heraus und erhebt sich langsam. Seine Augen richten sich nun auf meine langen, dunkelbraunen Haare, die ich offen trage. Seine Blicke dringen schließlich in meine dunklen Augen ein, wie ein verlorenes Schiff, das in einen tiefen Ozean eintaucht. Ich kann nicht anders, als auf das gebrochene kleine Herz zu schauen, das er neben seinem rechten Auge auf seinem Gesicht trĂ€gt. Es ist ein Symbol der Verletzlichkeit, das inmitten der StĂ€rke und MaskulinitĂ€t hervorsticht. Mein Blick wandert weiter zu seinem muskulösen Oberkörper, der nicht nur von Schweiß bedeckt ist, sondern auch von kunstvollen TĂ€towierungen geziert wird. Über seine Schulter schlĂ€ngeln sich zwei Schlangen mit geöffneten MĂ€ulern, ihre Körper winden sich bis ĂŒber seine BrĂŒste. Zwischen den BrĂŒsten prangt eine dunkle KrĂ€he, deren FlĂŒgel sich unterhalb der BrĂŒste erstrecken. Seine Bauchmuskeln sind mit Dutzenden von kleinen Mustern und fremdartigen Zeichen verziert, die eine geheimnisvolle Geschichte zu erzĂ€hlen scheinen. Sein Äußeres ist wie ein funkelnder Diamant, der aus den unergrĂŒndlichen Weiten des Universums stammt. Doch obwohl er nicht lĂ€chelt und eine dĂŒstere Aura umgibt, strahlt er eine faszinierende Schönheit aus, die nicht von dieser Welt zu sein scheint.

Da ich unter sozialer Phobie leide, senke ich den Kopf und öffne die TĂŒr meines Vans. WĂ€hrend ich einen meiner Koffer absetze, werfe ich unauffĂ€llig einen Blick auf meinen fremden Nachbarn. Auch er scheint keine Menschen zu mögen, denn er widmet sich wieder seinem Auto und schraubt etwas auseinander. Langsam trage ich zwei meiner Koffer zur HaustĂŒr. In diesem Moment hĂ€lt ein weißer Lieferwagen neben dem Fremden. “Ace!“, ruft der Mann aus dem Fenster. Mein Nachbar, dessen Name Ace ist, richtet langsam seinen RĂŒcken auf und dreht den Kopf empört in Richtung des leicht dunklen Himmels. “Wir haben die Halloween-Dekoration gebracht. Die BĂŒhne und die Stripstangen fĂŒr die Frauen sollten auch gleich da sein”, teilt er ihm mit. Ohne dem Mann zu antworten, beugt Ace seinen verschwitzten Oberkörper erneut nach unten und schraubt weiter. Ich stelle meine Koffer ab und öffne langsam die TĂŒr. “Na los, macht euch an die Arbeit!“, ruft der Mann am Steuer zu den Arbeitern. Nach dieser Begegnung mit meinem Nachbarn Ace bringe ich meine Koffer in meine Villa. Da wir lange Zeit nicht hier waren, werfe ich mir mein kurzes weißes Top und Hotpants ĂŒber, um die RĂ€ume zu reinigen. Ich entferne die Decken von den Möbeln und wische den Staub weg. Als ich den Lappen aus der Hand fallen lasse, gehe ich auf die Knie und beuge mich weit vor, um ihn unter der Couch aufzusammeln. “Mist”, entfĂ€hrt es mir, als ich mit meiner Hand nicht herankomme. Ich strecke meinen Hintern noch weiter heraus, beuge mich nach vorne und lege meine BrĂŒste auf den Boden, um den Lappen zu erreichen. Endlich ergreife ich ihn und drehe mich auf den Knien zur Seite, um ihn in den Eimer zu tauchen. Als ich einen Blick zum Fenster werfe, fĂ€llt mir der Lappen aus Versehen ins Wasser. Ace steht total verschwitzt vor seiner HaustĂŒr, trinkt langsam von seiner Wasserflasche und sieht direkt zu mir. Doch sein Blick richtet sich nicht in meine Augen, sondern auf meine GesĂ€ĂŸhĂ€lften, die aus meiner Hotpants hervorschauen. In diesem Moment erwidert er meinen Blick. Er schaut zum Himmel, hört auf zu trinken und kippt den Rest des Wassers ĂŒber seinen Kopf. Die Wassertropfen gleiten wie flĂŒssige Perlen aus seinen langen Haaren und tanzen auf seiner muskulösen Brust, hinterlassen feuchte Spuren auf seinem kraftvollen Oberkörper. Mit geschlossenen Augen wirbelt er seine Haare wie ein Wirbelsturm, um sie trocken zu bekommen. Dann wirft er die leere Flasche mit der PrĂ€zision eines Profis in den MĂŒllcontainer und entschwindet endgĂŒltig aus meinem Blickfeld.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich meine NervositĂ€t wieder unter Kontrolle hatte und den Boden verlassen konnte. Als ich es endlich geschafft hatte, zog ich die Gardinen im Wohnraum zu und setzte meine Putzarbeit fort. Es war, als ob ich einen Schutzschirm um mich herum aufspannte, um mich vor den Ă€ußeren EinflĂŒssen abzuschirmen und mich ganz auf meine Aufgabe zu konzentrieren. Die Zeit vergeht und es ist bereits 20:00 Uhr, als ich meine Zimmerpflanze vor dem großen Panoramafenster in meinem Zimmer platziere. Als ich bemerke, dass sein Fenster direkt gegenĂŒberliegt, halte ich einen Moment inne. Der Abstand zwischen uns ist nicht groß genug, um die Details seiner dunklen Poster an der Wand zu erkennen, obwohl die Gardine leicht zugezogen ist. Doch auch ein kurzer Blick nach unten genĂŒgt, um die leuchtende rote Halloween-Dekoration in ihrer ganzen Pracht zu sehen. Es ist, als ob unsere Fenster zu einem geheimnisvollen Spiegelbild der jeweils anderen Welt werden, in der sich Dunkelheit und leuchtende Farben auf faszinierende Weise vermischen.

Der Garten ist mit einer FĂŒlle von Halloween-Dekorationen geschmĂŒckt, die eine unheimliche AtmosphĂ€re erzeugen. Überall sind Spieße zu sehen, auf denen Skelette aufgespießt sind, ihre leblosen Augen starren gruselig in die Dunkelheit. In den SĂ€rgen liegen Zombies, die Ă€ußerst realistisch aussehen und sich langsam aus ihren GrĂ€bern erheben, nur um sich dann wieder zurĂŒckzulegen. Ein schauriger Anblick, der das Blut in den Adern gefrieren lĂ€sst. Gigantische Spinnen mit roten Augen stehen bedrohlich neben dem Pool und lassen ihre langen Beine ĂŒber den Rand hĂ€ngen. Überall im Garten sind Lichter platziert, die dĂŒsteres, rotes Licht verbreiten und die schaurigen Szenen noch verstĂ€rken. Begleitet wird das Ganze von unheimlichen GerĂ€uschen, die aus den Lautsprechern dringen und die Nerven zum Zerreißen spannen. Die Stripstangen fĂŒr die Frauen stehen auf einer Plattform, die gefĂ€hrlich rot leuchtet und eine bedrohliche Aura verströmt. Die Skelettköpfe sind zu einer SĂ€ule aneinandergestapelt und ragen genauso hoch wie unsere Villen empor, ein makabrer Anblick, der das Ausmaß des Grauens verdeutlicht. Sogar die BĂŒhne, auf der sich die E-Gitarre befindet, leuchtet in einem unheimlichen Rot und ist von gruseligen Gestalten umgeben, die wie aus einem Albtraum entsprungen scheinen. Auf dem offenen Buffet in der NĂ€he des Pools befinden sich viele alkoholisierte Flaschen und schaurige Speisen. Alles ist blutig und rot, als ob ein grausames Festmahl fĂŒr die Untoten angerichtet wurde.

Als ein sportlicher Wagen nach dem anderen mit voller Bremsung vor Aces Villa anhĂ€lt, muss ich an mein Herz fassen, da ich mich erschrecke. “Leute! Unser Ace, der Frauenheld, hat wieder einmal unsere Erwartungen ĂŒbertroffen!“, ruft ein Mann, als er aus dem Wagen steigt und sich die Dekoration anschaut. Er hat eine SĂ€ge in der Hand, die mit roter Farbe verschmiert ist, genauso wie seine Arme und sein Gesicht. Er ist wie ein Metzger gekleidet, trĂ€gt jedoch unter der SchĂŒrze nur seine Leoparden-Boxershorts. “Ich freue mich eher darauf, wenn wir wieder eine der Stripperinnen im KĂ€fig ficken können”, sagt jemand, wĂ€hrend er aus seinem Motorrad steigt und wie ein Zombie aussieht. Sein Make-up ist so realistisch, dass es gruselig ist. “Wenn ihr mich fragt, wird Ace wieder eine wilde Orgie haben, und zwar ohne uns”, lacht ein anderer Mann, der sein Gesicht wie ein Skelett bemalt hat und außer einer Lederhose nichts trĂ€gt. Sie sind alle dĂŒster gekleidet, passend zu Halloween. Ihre Outfits sind von dunklen Farben und unheimlichen Motiven geprĂ€gt. Einige tragen schwarze UmhĂ€nge mit Kapuzen, die ihr Gesicht im Schatten verbergen. Andere haben sich fĂŒr gruselige Masken entschieden, die ihre IdentitĂ€t verbergen und eine bedrohliche AtmosphĂ€re schaffen. Die Kleidung ist mit Spinnweben, Totenköpfen und anderen schaurigen Details verziert. Jeder scheint sich bemĂŒht zu haben, ein möglichst gruseliges und dĂŒsteres Erscheinungsbild zu prĂ€sentieren, um die Halloween-Stimmung zu unterstreichen. Vor allem die Frauen sind wie verfĂŒhrerische Raubkatzen, die ihre Beute suchen. “Hey! Wo ist unser heißer Rockstar?! Ich habe eine Überraschung fĂŒr ihn, und sie ist gut verpackt!” Eine Ă€ußerst attraktive Blondine ruft laut. Ihre großen BrĂŒste und ihre Intimzone sind nur mit schwarzen BĂ€ndern umwickelt, als wĂ€ren sie das Geschenk. Die Katzenohren auf ihrem Kopf leuchten in einem verfĂŒhrerischen Rot, das perfekt zur AtmosphĂ€re hier passt. “Ashlyn! Du bist ja schon am Tropfen, wenn du ĂŒber Ace sprichst. Was ist los? Reicht dir der Sex im Backstage etwa nicht aus?“, sagt eine weitere Frau, die wie eine verfĂŒhrerische Teufelin gekleidet ist und ihren Stab zwischen ihre GesĂ€ĂŸhĂ€lften drĂŒckt. “Tjah, wenn du auch Sex mit ihm haben könntest, wĂŒrdest du sogar deine crackabhĂ€ngige Mutter verkaufen, Liebes”, sagt sie lachend, wĂ€hrend sie ihren Hintern noch intensiver gegen den Teufelsstab reibt. “Na los! Holen wir den König aller NĂ€chte aus seinem KĂ€fig! Aceeeeeeeeee!“, ruft ein Mann mit großen Hörnern, dessen Körper, der nur einen schwarzen Lederslip trĂ€gt, rot wie der Teufel bemalt ist. Wenn ich mir die Menge anschaue, wie sie jubeln, randalieren und ihre BrĂŒste und Hintern an den Beinen der Spinnen reiben, bekomme ich Angst. Sie bewegen sich mit Messern, Schwertern, Äxten und Keulen auf Aces TĂŒr zu.

Langsam öffnet sich die TĂŒr...