Die Elfenprinzessin im Exil

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Zusammenfassung

Mein Name ist Shaelin Greenleaf. Ich wurde im Königreich DullenDirk im Elfenreich Alfheim geboren. Zumindest wurde ich dort geboren … aber ich lebe nicht mehr dort. Ich lebe auf der Erde. Menschen, Werwölfe, Hexen und Vampire leben hier in relativer Harmonie – mit Kriegen unter den Menschen … und Kriegen unter den anderen drei Spezies. Ein seltsamer Haufen! An meinem sechzehnten Geburtstag hat mein Vater mich verbannt. Ich hatte herausgefunden, dass er meine Mutter ermordet hatte. Er gab mir die Schuld dafür … weil ich bei meiner Geburt kein Junge war. Er hat wieder geheiratet. Eine schreckliche Frau! Sie konnte ihm zwei Söhne schenken. Schön für ihn! Die ganze vierköpfige Familie besteht aus schmierigen Elfen … alle verfolgen nur ihre eigenen, egoistischen Ziele. Er will meinen Tod. Es ist Elfen zwar unmöglich, ihre eigenen Blutsverwandten zu töten … aber sie können Auftragsmörder anheuern! Ich bin die Nächste in der Thronfolge … und mein Vater, Callan Greenleaf, will, dass mein Bruder Galbhor den Thron besteigt. Weißt du was? Ich auch! Ich habe nicht die geringste Absicht, Königin für einen Haufen Elfen zu sein, die sich mit den Dunkel- und Blutelfen des Reiches einlassen! Mir wurde eine Audienz bei unserem Lord Corellon verweigert … weil ich (nach den Worten meines Vaters) kein Gift versprühen dürfe! Und so wurde ich verbannt … in die Outlands … aber darauf habe ich gepfiffen! Ich fand einen Spiegel und öffnete ein Portal an einen Ort, der nicht dort war! Nämlich hier! Und jetzt haben sie mich gefunden!

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
32
Rating
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Altersfreigabe
18+

Kapitel 1 ~ Nur mal so am Rande

Ich betrete das Diner und sehe mich um. Noch ist nicht viel los, worüber ich froh bin. So habe ich Zeit, das Salatbuffet vorzubereiten. Das kommt mir ziemlich albern vor! Wir bedienen hier Wölfe und keine Kaninchen. Aber die Wölfinnen hier in der Gegend müssen wohl auf ihre Figur achten. Anscheinend hat ihnen niemand gesagt, dass sie durch das Wandeln einen verdammt schnellen Stoffwechsel haben!

Ernie kommt aus dem hinteren Bereich. „Ich habe dich gar nicht reinkommen hören, Schätzchen! Ist die Glocke schon wieder kaputt?“ Ich schüttle den Kopf. „Nö! Die geht prima. Wahrscheinlich lässt dein Gehör nach, alter Mann!“ Er kichert. „Alter Mann, soso... Willst du kurz nach draußen kommen und ein bisschen sparren? Ich zeig dir gleich, wer hier der alte Mann ist!“

Ich liebe Ernie und seine Gefährtin Everly. Sie sind verwandelte Wölfe und haben sich entschieden, in der Stadt zu leben. Dieser hübsche kleine Ort heißt Haven Falls. Als verwandelte Wölfe bezeichnet man alle Gestaltwandler, die nicht so geboren wurden. Mit elf Jahren zeltete Ernie mit seinen Eltern in den Bergen von Colorado. Wölfe griffen sie an und ließen alle zum Sterben zurück. Der Einzelgänger, der Ernie attackierte, setzte versehentlich Gift frei, als er Ernies Oberschenkelarterie aufriss. Die Selbstheilungskräfte der Werwölfe setzten ein und er verwandelte sich.

Der Alpha des Silver Steele Rudels fand Ernie nach seiner ersten Verwandlung. Vielleicht war er durch diesen typischen „Neuwolf-Geruch“ leicht zu erkennen? Wer weiß das schon so genau. Jedenfalls adoptierte der Alpha Ernie mehr oder weniger, da er noch ein Kind war. Er zog ihn zusammen mit seinen eigenen Kindern auf und lehrte ihn die Bräuche der Wölfe.

Everly und Ernie lernten sich in seinem letzten Highschool-Jahr kennen. Sie war damals noch ein Mensch, aber er erkannte sie sofort als seine Gefährtin. Er erklärte ihr, dass ihre Chancen auf eine Verwandlung bei fünfzig zu fünfzig lagen. Daraufhin sagte sie, dass sie es versuchen wollte. Sie war bereit, ihr Leben mit ihm zu verbringen. Er brachte sie zu Alpha Steele und bat um Erlaubnis. Noch in derselben Nacht wurden sie markiert und paarten sich! Sie ist eine wunderschöne, fuchsrote Wölfin namens Oriole und ich mag sie einfach wahnsinnig gern!

Ich selbst bin immer noch eine ganz gewöhnliche Standard-Elfe. Aber wer weiß? Vielleicht bekomme ich auch mal einen Wolf als Gefährten. Ich meine, habt ihr euch diese Kerle mal angesehen? Die wurden von der Göttin höchstpersönlich gemeißelt! Da geht es schon wieder los... ich hänge mal wieder meinen Tagträumen nach!

Ich sah zu Ernie. „Kannst du nach der Arbeit bei mir vorbeikommen und mir helfen? In der Nacht sind zwei weitere Attentäter aufgetaucht. Die sind massiger als die letzten. Ich brauche Hilfe, um sie in den Verbrennungsofen zu schaffen.“ Er nickt und fragt: „Die Alarmanlagen, die wir installiert haben, scheinen ja zu funktionieren, oder?“

Ernie und Everly waren meine Rettung. Er fand mich in meiner dritten Nacht in diesem Reich. Ich war nass, mir war kalt und ich hatte Hunger. Ich erholte mich gerade von der Tracht Prügel, die ich kassiert hatte. Ich wollte eigentlich zu Lord Corellan, um zu beweisen, dass mein Vater meine Mutter ermordet hatte. Sie nahmen mich fast wie eine eigene Tochter auf. Sie gaben mir Kleidung und Essen. Sie halfen mir durch meine letzten zwei Jahre an der Highschool. Ich stehe tief in ihrer Schuld und würde mein Leben geben, um sie zu schützen.

Das Salatbuffet ist fertig und ich habe hundert Bestecksets eingerollt. Jetzt bereite ich Lammkarrees für unser heutiges Menü „Lamm à l’Orange“ vor. Es gibt zwei Suppen zur Auswahl: französische Zwiebelsuppe und Cheddar-Brokkoli. Dazu gibt es verschiedene Beilagen. Die Köche bereiten die Stationen für die Kunden vor, die Cheeseburger und Hähnchen essen. Ich kümmere mich um die Spezialitäten und die Bar.

Everly fragt nach dem Nachtisch. Ich antworte: „Ich habe Orangen-Crème-Brûlée passend zum Lamm gemacht. Außerdem gibt es Käsekuchen und Apfelkuchen.“ Sie grinst zufrieden. „Wir kommen nach unserem Date für eine Crème-Brûlée vorbei! Stell uns was beiseite, ja?“

Ich schaute auf den Dienstplan und sah, dass Mandy und Amy heute meine Servicekräfte sind. „Oh Mann, Everly! Warum ist Amy in meiner Schicht? Ernsthaft, ihr bringt mich noch so weit, dass ich wegen Mordes verhaftet werde!“ Sie lachte. „Alpha Aaron Steele kommt mit sieben Herren vorbei. Ein Achtertisch ist für Mandy noch zu viel Arbeit. Und Amy war die Einzige, die so kurzfristig einspringen wollte. Ich glaube, das liegt eher am jungen Alpha als an der Lust zu arbeiten!“

Ich schüttelte den Kopf und rief über meine Schulter: „Beschwer dich nicht, wenn du später eine Amy am Stiel im Kühlraum findest! Ich lasse nicht zu, dass sie Mandy schon wieder schikaniert. Ich kann fiese Zicken einfach nicht ausstehen!“

Ernie schlägt vor, dass sie nur den Tisch des Alphas bedient und dann nach Hause geht. Ich entgegne: „Das wäre ja schön und gut, außer wir bekommen richtig Stress. Aber trotzdem ist sie von Natur aus bösartig und liebt es, Mandy fertigzumachen. Ich habe sie zweimal gewarnt. Beim dritten Mal serviere ich sie eiskalt ab. Nur mal so am Rande.“