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Wunderwelt Thellas

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Zusammenfassung

In einer Welt voller Magie und magischer Wesen Versucht das Bestien Mädchen Amara ihren Weg zu finden. wird sie ihren Weg finden trotz Unterdrückung, Leid und anderen Widrigkeiten? Oder wird die aristokratisch geprägte Welt dies verhindern? begleite Amara auf Ihre Reise und entdecke faszinierende Charaktere, die ihren Weg kreuzen. tauche Ein in eine epische Erzählung voller Geheimnisse, Intrigen und unerwarteten Wendungen.

Genre:
Fantasy/Romance
Autor:
Cat
Status:
In Arbeit
Kapitel:
9
Rating
4.0 1 Bewertung
Altersfreigabe
16+

Kapitel 1 Ein trübes Schicksal


Der Morgen brach an, als die Sonne müde ihre Strahlen durch die zerrissenen Vorhänge des kleinen Zimmers schickte, das Amara ihr Zuhause nannte. Ihre blassen Finger strichen über das blaue Auge, das für die Welt sichtbar war, während das andere in einer Farbexplosion unter einem Pony verborgen lag. In den leisen Stunden des Morgens konnte sie für einen Moment ihre eigene Melancholie vergessen.

Die raue Stimme ihrer Mutter durchbrach die Stille: "Amara"

Ich weiß, Mutter, flüsterte Amara in ihren Gedanken, “ich bin bereit.”


"Amara, hilf mir in der Küche. Die Herrschaft erwartet ein festliches Frühstück."

Die Last der Dienstpflichten lastete schwer auf den zarten Schultern des jungen Bestienmädchens. Schüchternheit umhüllte sie wie ein unsichtbarer Mantel, als sie gehorsam ihrer Mutter in die Küche folgte. In der Dunkelheit des Schlosses war jeder Lichtstrahl ein wertvolles Gut, und Amaras blauer Blick wanderte durch die Küche, als ob er nach einer Flucht suchte.


Während der Jahre der Kindheit, die sie hinter den Mauern des Schlosses verbracht hatte, konnte Amara selten die Sonne auf ihrem Gesicht spüren. Ihre Tage waren erfüllt von der Schattenarbeit eines Dienstmädchens, während die Fröhlichkeit der adligen Bewohner das Echo ihrer eigenen unterdrückten Träume war.


Die Jahre verstrichen, und die Melancholie vertiefte sich. Als sie schließlich das Kindesalter hinter sich ließ und in die Dunkelheit der Adoleszenz eintrat, brach ein weiteres Unglück über sie herein. Das müde Herz ihrer Mutter hörte auf zu schlagen, als Amara gerade einmal 14 Jahre alt war.


Der Tod, ein stummer Schatten, raubte Amara die einzige Freundin, die sie im düsteren Schloss hatte. Ihre Welt färbte sich in Grau, als sie ihrer Mutter die letzten Augenblicke schenkte und Abschied von ihr nehmen musste.


Es vergingen drei weitere graue Jahre, die geprägt waren von harter Arbeit, Missachtung, Beleidigungen und Trauer. Spät abends, als sie endlich in ihrem Bett lag, benetzten Tränen ihre weiße Haut, die ihrer Mutter galten, die sie so sehr vermisste. Trotz der anderen Bediensteten fühlte sie sich sehr allein in dieser Welt.


Eines Tages war sie gerade auf dem Weg in die Bibliothek, als ihr ein junger goldgelockter Adliger entgegenkam. Seine goldenen Locken waren zu einem Pferdeschwanz frisiert, während seine grünen Augen wie Jade im Licht schimmerten. Er hielt sie auf und fragte sie, ob sie so nett sein könnte und ihm den Weg in die Bibliothek zeigen könnte. Seine Worte und sein ganzes Auftreten überraschten Amara, denn sie war es nicht gewohnt, dass Adelige sie so freundlich behandelten. Dies spiegelte sich auch auf ihrem Gesicht wider. "Ich kann sie hinführen mein Herr, folgen Sie mir bitte.” Er bedankte sich höflich und folgte ihr mit einem Lächeln. Dies war für Amara eine sehr ungewohnte Situation. Warum ist er so höflich zu mir? Dabei fällt mir auf, ich habe ihn noch nie hier gesehen. Ich sollte vorsichtig sein. Dachte sich Amara.

Als sie in der Bibliothek ankamen und Amara sich gerade höflich verabschiedete und staubwischen wollte, sprach der junge Adlige sie nochmals an. Ein Hauch von Verspieltheit lag in seinem Lächeln, als er sagte: "Entschuldigen Sie meine Neugier, aber ich konnte nicht umhin, zu bemerken, wie faszinierend Sie sind."Amara war überrascht von seiner Direktheit, konnte jedoch nicht leugnen, dass sein Lächeln eine gewisse Anziehungskraft hatte. "Ich danke Ihnen, mein Herr, aber ich sollte nun meiner Arbeit nachgehen", erwiderte sie höflich.Der Adlige trat einen Schritt näher und beobachtete Amara intensiv. "Erlauben Sie mir, mich vorzustellen. Ich bin Alistair", sagte er und streckte höflich die Hand aus.Amara zögerte einen Moment, bevor sie seine Hand schüchtern schüttelte. Der Hauch von Verspieltheit in Alistairs Augen vertiefte sich, als er behutsam eine Strähne ihres Haares zwischen seine Finger nahm. "Amara, Euer Name passt zu Eurer Schönheit. Hätte ich die Ehre, Euch besser kennenlernen zu dürfen?”
fragte Alistair mit einem charmanten Lächeln. Ein schüchternes Lächeln huschte über Amaras Gesicht, und sie antwortete: "Die Ehre wäre ganz meinerseits, Mylord."In diesem Augenblick spürte Amara, wie Alistair behutsam ihre Hand losließ und ihr noch näher kam. Die Spannung zwischen ihnen war förmlich spürbar. Alistair neigte leicht den Kopf und kam Amaras Lippen näher. Ein Hauch von Unsicherheit lag in der Luft, aber die Anziehung zwischen ihnen überwog. In einem leidenschaftlichen Moment schlossen sich ihre Lippen zu einem ersten, zarten Kuss. Die Welt um sie herum verschwamm, und Amara spürte, wie sich etwas Magisches zwischen ihnen entfaltete. Es war ein Moment der Verletzlichkeit und gleichzeitig der Aufregung, der ihren Herzen einen sanften Rhythmus gab.


Von diesem Moment an trafen sie sich immer wieder, in den schützenden Räumlichkeiten der Bibliothek oder in den verborgenen Ecken des Schlossgartens.


In einer sternklaren Nacht, in der sanften Dunkelheit des Schlossgartens verweilen Amara und Alistar auf einer romantischen Bank, umgeben von duftenden Blumen und dem leisen Rauschen der Blätter. Alistar, von der faszinierenden Anmut Amaras eingenommen, beginnt behutsam das Gespräch.


Alistar: "Amara, es ist mir ein Rätsel, wie jemand so Elegantes und Schönes wie deine Rasse als etwas Negatives betrachten kann. Ich bin wirklich neugierig und möchte mehr über die Bestienmenschen erfahren."


Amara, von der aufrichtigen Neugier ihres Gegenübers berührt, erzählt mit einem leichten Lächeln: "Wir mögen zwar anders sein, aber wir sind tief mit der Natur verbunden. Wenn wir draußen sind, spüren wir den Wind auf unserer Haut, lauschen dem Rauschen der Bäume und fühlen uns lebendig."


Alistar, beeindruckt von Amaras Erzählungen, lächelt zurück: "Das klingt wirklich faszinierend. Ihr habt eine Verbindung zur Natur, die viele Menschen verloren haben. Es wäre schön, wenn mehr von uns das schätzen würden."


Die beiden halten Händchen und setzen ihr Gespräch fort, während der Mond ihr nächtliches Treffen mit einem sanften Licht umhüllt. Amara fühlt sich geschmeichelt von den Worten des schönen jungen Adligen, sie kann ihr aufkommendes Lächeln nicht verbergen, was sie leicht erröten lässt. Auf Alistairs wohlgeformten Lippen zeichnete sich ein tükisches Grinsen ab. Seine Augen, welche wie Jade schimmerten, zogen Amara tief in ihren Bann, in diesem Moment verschwamm die Szenerie und es war, als würde es in diesem Moment nur Sie und Ihn geben, und nichts und niemand könnte sie trennen.


Dennoch muss jeder auch noch so schöne Abend ein Ende finden, ihre Wege trennten sich, auch wenn nur auf Zeit. Ein neuer Tag kündigte sich an, wobei die Vögel ihm mit ihren Liedern halfen. Amaras Tag war geprägt von harter Arbeit, herablassenden Blicken und gelegentlichen Beleidigungen, wenn nicht schlimmeres. Alistar hatte sie bisher noch nicht erblickt, was ihre Stimmung noch mehr drückte. Seit dem Tod ihrer Mutter war er ihr einziger Lichtblick, und eins der wenigen Dinge, die ihr Kraft gab, um all das zu erdulden und durchzuhalten.


Sie war gerade auf dem Weg zu ihrem nächsten Ziel als ein paar edle Damen ihr entgegenkamen. Sie trugen prachtvolle Gewänder, die von feinsten Stoffen geschmückt und kunstvoll verziert waren. Was ihre noble Herkunft deutlich unterstrich.

Als die Blicke der adligen Damen auf Amara trafen, sahen sie sie sogleich herablassend an. Eine von ihnen erlaubte sich einen Scherz und zog im Vorbeigehen Amara an ihrem Katzenschwanz, was ihr einen kleinen Schmerzensschrei entlockte. Sie lachten spöttisch über das arme Katzenmädchen, welches eigentlich nur ihre Arbeit verrichten wollte. Sie hüllten ihre Boshaftigkeit in Getuschel und hielten Amara an, sofort stehen zu bleiben, was sie auch tat, denn sie musste es. Die drei Damen kamen ihr näher und diejenige, die sie am Schwanz gezogen hatte, zog ihr nun an den Ohren mit den Worten “ Mal sehen, ob diese Ohren wirklich echt sind!”. Das zuerst erleichtert ziehen wurde nun stärker, als sie merkten, dass Amara keine Reaktion von sich gab. Nun entwichen ihr immer wieder leise Geräusche, die auf den Schmerz zurückzuführen waren. Doch auch dies genügte den feinen edlen Damen nicht, doch bevor sie sie weiter quälen konnten, erschien Alistair.


Amaras Augen funkelten vor Hoffnung, als sie ihn sah, für sie erschien er wie ein edler Ritter in jenem Moment. Seine glanzvolle Erscheinung zog die Aufmerksamkeit der Damen auf sich und sie ließen von Amara ab und drehten sich zu ihm.” mit was vertreiben sich solch schöne Damen wie ihr es seid ihre Zeit? Wenn ich fragen darf.” fragte Alistair mit einem charmanten Lächeln auf den Lippen. Die Dame, die eben noch Amara quälte, erwiderte ihm” Wir wollten nur sehen, ob die Ohren dieser dreckigen Bestie auch wirklich echt sind.” Alle drei Damen himmelten ihn förmlich an, was sich in ihren Gesichtern widerspiegelte.” so lasst doch ab von dieser niederen Kreatur, sie ist es nicht Wert von euren seidig weichen Händen liebkost zu werden. Wendet euch doch lieber mir zu, wir finden bestimmt einen besseren Zeitvertreib.” Die Adligen Damen und Alistar zogen von dannen und ließen Amara allein und traurig zurück. Als Amara die Worte von Alistair vernahm, wurde ihr ganz flau im Bauch. Ein paar Tränen benetzten ihr Gesicht und ihre Gedanken drehten sich. Wie konnte er so über mich sprechen? Ich dachte, er mag mich. Er hätte mich auch vor ihnen verteidigen können, stattdessen hat er mich beleidigt wie alle anderen.


Amaras Herz bekam weitere Risse, dennoch setzte sie ihren Tag fort und arbeitete weiter, auch wenn das Herz in ihrer Brust schmerzte. Im Verlauf des weiteren Tages hörte sie von einem Maskenball, der schon bald stattfinden sollte. Aber Amara schenkte dieser Information keine weitere Aufmerksamkeit, da es für sie nicht von Belang war. Amara beendete ihren Tag und wollte sich gerade auf den Weg zu ihrer Kammer machen, als Alistar sie aufhielt und in eine dunkle Ecke zog, wo sie unbeobachtet waren. Verwundert und auch leicht erschrocken starrte sie ihn wortlos an.” Bitte verzeih meine schöne, es muss so schmerzvoll gewesen sein. Diese Worte, das übergriffige Verhalten dieser Hexen. Ich tat es nur, um dich zu beschützen, bitte glaub mir, meine schöne.” Amara rollten erneut die Tränen über die Wangen.”Und um mich zu beschützen, musstest du mich niedermachen?!” in Alistairs Augen machte sich Traurigkeit breit.”


Alistar, von einem Hauch Reue durchzogen, erwidert behutsam "Amara, ich verstehe, dass es dir wehgetan hat, und es tut mir aufrichtig leid. Doch verstehst du, in unserer Welt, in diesem Spiel aus Masken und Intrigen, musste ich eine Rolle spielen, um dich zu schützen. Ich hoffe, du kannst das begreifen. Ich wollte dich nicht nieder machen, sondern vielmehr einen Schutzschirm für dich aufspannen.” Amara wusste nicht recht, was sie denken sollte, aber noch bevor sie etwas erwidern konnte, schlang er seine Arme um sie und drückte sie fest an sich. Amara konnte nicht anders, als diese Umarmung zu erwidern. Nach einer Weile lösten sie die Umarmung und beschlossen, den Tag ausklingen zu lassen, da es schon sehr spät war, Alistar verabschiedete sich mit einem Handkuss.



Amara war sehr müde, die Geschehnisse und die Arbeit im Schloss verlangten ihr heute viel ab. Sie machte sich auf den Weg in ihre Kammer, um sich dort ihres Gewandes zu entledigen und ihr weißes, abgetragenes aber dennoch sauberes Nachthemd anzuziehen. Mit einem tiefen Seufzer ließ sie sich auf ihr unbequemes Bett fallen. Gedanklich spielte sie noch einmal den Tag durch, dabei verkroch sie sich unter ihre dünne Decke und sank immer tiefer in den Schlaf, bis ihre Gedanken schließlich nachgaben und der Müdigkeit komplett wichen.


Am folgenden Morgen erwachte Amara, sie öffnete ihre Augen, setzte sich auf und nahm sich ein paar Sekunden, um sich zu sammeln. Sie zog sich an, schaute in einem kleinen Handspiegel, der immer neben ihrem Bett lag, kämmte sich die Haare und richtete ihren Pony dabei, so dass er ihr farbenfrohes Auge verdeckte. Als Kind fragte sie sich immer, warum sie ihr Auge verdecken musste, ihre Mutter sagte immer, dass sie unauffällig sein müsse, da die Adligen und viele andere sie wegen ihrer Rasse ohnehin schon nicht mochten. Und ein auffälliges Merkmal würde diesen Zustand nicht verbessern. Mittlerweile hinterfragte sie es gar nicht mehr, sie funktionierte nur noch, erst recht nach dem Tod ihrer Mutter.


Im Laufe des Tages bekam Amara die Info, dass bald der Maskenball stattfinden würde. Sie sollte dabei die Adligen bedienen, was Amara nicht gerade erfreute. Aber sie hatte keine Wahl und nahm es hin. Trotz allem gab es einen Hoffnungsstrahl für Sie. Sie hoffte, ihren adligen Schönling wiederzusehen, aber irgendwie wollte dies nicht so recht klappen. Entweder waren zu viele Augen auf sie gerichtet, wenn sie im selben Raum waren, oder er schien keine Zeit für sie zu haben und lief förmlich davon.


Auch in den folgenden Tagen schien Alistar sie eher zu meiden. Amara half in dieser Zeit bei den Vorbereitungen für den Maskenball. Sie erhaschte immer wieder mal einen Blick auf ihren Angebeteten, aber dieser jedoch wendete seine Augen ab, sobald sich ihre Blicke trafen. Amara fragte sich immer mehr, warum er so anders war, aber natürlich fand sie darauf keine Antwort. Jedoch zu Amaras Missfallen schenken ihr ein paar adelige Damen und Herren ungewollte Aufmerksamkeit. Sie verspotteten sie, weil sie nun mal war, was sie war, sie zogen an ihrer Kleidung, an ihren Ohren, an ihrem Schwanz. Aber aus irgendeinem ihr unbekannten Grund schienen einige von ihnen besonders auf sie abgesehen zu haben. Das an ihr herumziehen verwandelte sich in Tritte, Schläge, Kneifen und andere unschöne Handlungen, die sich eigentlich nicht schickten. Auf Amaras Körper zeichneten sich blaue und gelbe Flecken ab. Ihre Kollegen, die ihr gut zugetan waren trösteten sie und verarzteten sie, wenn es die Zeit erlaubte. Amara leidete still unter den gegebenen Bedingungen, trotz allem erfüllte sie ihre Arbeit nach bestem Gewissen.


Endlich war der Tag des Maskenballs gekommen. Der Saal war prächtig geschmückt mit verschiedenen Dekoelementen. An der Decke thronte ein mit Edelsteinen besetzter Kronleuchter, der wunderschön im Licht funkelte. An jeder Marmorsäule stand ein großer Krug mit Pflanzen, wobei jede dieser Pflanzen Blüten mit intensiven Farben enthielt. Alle Gäste trugen prächtige Kleider und elegante Kostüme, die sehr glamourös gestaltet waren. Die edlen Gäste trugen zwar Masken, jedoch ließ sich erahnen, welches Gesicht sich dahinter verbarg.


Inmitten der prächtigen Kulisse erhob sich Alistair , die funkelnden Diamanten des Kronleuchters tauchten Ihnen ein warmes Licht. Die Marmor Säulen umrahmten seine Schönheit, während er sich in Richtung Amaras bewegte. Alistar ob feierlich sein Rotweinglas, um eine Rede anzukündigen. Die Anwesenden Adligen bemerkten dies und schenkten ihm gespannt ihre Aufmerksamkeit.


Unter ihnen schienen einige Amara mit abfälligen Blicken zu Mustern, was dazu führte dass sich ein unangenehmes Gefühl in Amaras Magengrube ausbreitete.” in meinen letzten Gesprächen mit diesem charmanten Dienstmädchen, welches einfach nicht von mir lassen möchte.” begann Alistair zu sprechen und wies mit einer weit ausladenden Geste auf Amara” habe ich faszinierende Einblicke in die archaischen Traditionen der Bestien-Menschen gewonnen. Es ist erstaunlich wie tief Sie in der Vergangenheit verankert sind, Anstatt sich in künstlerischer Finesse zu verlieren, bevorzugen sie primitivste Höhlenmalerei, als würden sie sich stolz in der Rohheit ihrer Ursprünglichkeit suhlen.” Die versammelten Adligen kicherten und lachten über Alistars niederschmetternde Aussage. Amara war wie paralysiert, sie wollte weglaufen, konnte es aber nicht. Sie konnte nicht fassen, was gerade geschah.


Leise schlich sich Wut zu Amaras Traurigkeit hinzu, sie nahm ihren Mut zusammen und erhob ihre Stimme.”D-Das… S-Stimmt nicht…” stotterte sie mit dem Versuch, sich zu verteidigen.


“ oh schaut, die primitive Bestie erhebt ihre Stimme! Was stimmt nicht? War es nicht deine Aussage, dass ihr gern den Wind in eurem verfilzten Fell spürt?” entgegnete er laut, so dass es jeder hören konnte. Die Menge fing noch heftiger an zu lachen, was Amara den Rest gab. Sie konnte es nicht mehr ertragen, seine abfälligen Blicke, das Lachen aller um sie herum auf ihre eigenen Kosten, einfach alles. Große Tränen benetzten ihre helle Haut, sie konnte es nicht mehr zurückhalten. Sie rannte aus der Menge und sah nicht zurück. Sie suchte Zuflucht in ihrer Kammer, wo sie Gott sei Dank für sich allein war.

Sie ging in Windeseile in ihr altes Bett, zog sich ihre kaputte Decke über den Kopf und weinte, um die Welt um sie herum auszusperren . Sie weinte sich die Seele aus dem Leib. In ihrem Innern toben Gefühle von Wut, Trauer, Scham und Enttäuschung. Ihre Tränen benetzen die ihr so vertrauten Laken, während ihre Hände ein Teil ihrer Decke umklammernden. Alistars Worte und die damit verbundene Erniedrigung halten in ihrem Kopf wieder, Amara spürte den Schmerz mit jeder Faser ihres Seins.


Die Tage, die Amara nach der demütigenden Szene im Saal verbrachte, zogen sich in mühsamer Langeweile dahin. Ihre Arbeit als Dienstmädchen erforderte, dass sie sich aus ihrer kammer artigen Zuflucht hinaus wagte. Der Gang durch die prunkvollen Korridore war jedoch zu einem Spießrutenlauf geworden, geprägt von den abweisenden Blicken und dem vermeintlichen Flüstern ihrer einstigen Verbündeten.


Die anderen Bestienmenschen, die sie einst als Kollegen betrachtet hatte, ignorierten sie nun, als wäre sie unsichtbar. Stummes Tuscheln folgte ihr, sobald sie vorüberging, und die Luft schien schwer von unsichtbaren Vorwürfen. Doch Amara fand die Kraft, ihren Pflichten als Dienstmädchen nachzugehen, auch wenn die Anwesenheit der anderen nun von einer frostigen Distanz geprägt war. Die Arbeit wurde zu einem Tanz auf dem schmalen Grat zwischen Pflicht und dem Verlangen, sich vor der abweisenden Realität zu verstecken. Sie konnte es immer noch nicht fassen, dass Alistair sie so verraten hatte. Sie fragte sich, was wohl der Grund für eine solche Tat war. Sie versuchte stark zu sein, aber ein dunkler Schleier umhüllte sie. Sie hatte alles verloren, ihre Mutter, die sie einst so sehr liebte, ihre Verbündeten, mit denen sie zusammenarbeitet und letztendlich auch Alistair.


Die tage vergehen, eines düsteren Abends :


Amara kniete auf dem kalten Küchenboden, der Eimer mit Seifenwasser vor ihr. Der Rest der Dienerschaft war längst in ihren Kammern verschwunden, ihre Verachtung gegenüber Amara deutlich spürbar. Der Küchenbereich lag in nächtlicher Stille, nur das leise Knistern der Fackeln durchbrach die Ruhe.


Plötzlich hörte sie ein gedämpftes Geräusch, das ihre Aufmerksamkeit weckte. Ein Schatten näherte sich langsam, verhüllt von einem schwarzen Umhang mit Kapuze. Amara konnte das Gesicht nicht erkennen.


"Wer bist du?", flüsterte sie, während sie sich von der Bodenarbeit aufrichtete. Der Vermummte reagierte nicht sofort, sondern trat näher, bis er im fahlen Licht der Küchenfackeln leicht erkennbar wurde.


"Dein Schicksal ist in Bewegung geraten", begann die maskierte Figur mit einer tiefen, geheimnisvollen Stimme. "Die Legende der Bestienmenschen besagt, dass alle 100 Jahre einer von uns geboren wird, der die Kraft hat, die Unterdrückung zu beenden. Amara, dieses Mal bist du dieser Mensch."


Amara runzelte die Stirn, misstrauisch und fasziniert zugleich. "Legende? Das ist Unsinn. Und selbst wenn, woher willst du wissen, dass ich es bin?"


"Es ist keine Legende. Dein Auge ist das Zeichen. Der Herr des Schlosses ist bereits auf der Suche nach dir, um die Macht zu kontrollieren oder zu zerstören."


Amara schluckte schwer, der Ernst der Lage wurde ihr bewusst. "Aber warum ich? Was soll ich tun? Und wie soll mein Auge der Beweis dafür sein?"


"Du musst fliehen, Amara. Noch heute Nacht. Folge mir und akzeptiere dein Schicksal, wenn du überleben willst. Alles weitere erkläre ich dir zu einem späteren Zeitpunkt."


Amara glaubte den Fremden immer noch nicht und weigerte sich mit ihm zu gehen. Die Fremde vermummte Person bemerkte dies jedoch, er zog einen silbernes glänzendes Medaillon hervor und öffnete dieses. Er hielt es ihr hin und in ihm befand sich ein Bild von ihrer Mutter was Amara in Staunen versetzte.” ich kannte deine Mutter, ich will dir wirklich nichts Böses. Nehme dein Schicksal an und komme mit mir. Deine Mutter hätte es so gewollt. “


Amara zögerte einen Moment, dann nickte sie. Zusammen verließen sie das Schloss durch verborgene Pfade, bereit für das Unbekannte, das vor ihnen lag, und das Schicksal, das sich in der Legende offenbarte.

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author

Super spannend. Sehr gut geschrieben.. macht direkt Lust auf mehr 😍

ein Jahr
1