The King (Mc No limits Buch 1)

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Zusammenfassung

Buch 1 der Mc No Limits-Reihe Buch Nr. 1 The King Als die Welten von King, dem Präsidenten der Mc No Limits, und der Fahrerin Princess Ivy aufeinandertreffen, gleicht das einem Vulkanausbruch. Doch ein Schicksalsschlag bringt sie einander näher und schon bald erkennen sie, dass sie zusammenarbeiten müssen, um unschuldige Menschen zu retten.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
4
Rating
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Altersfreigabe
18+

Chapter 1

King


Ich wachte auf, als die Sonnenstrahlen durch mein Fenster direkt auf mein Gesicht fielen. Die Wärme der Sonne schien meine Haut fast zu verbrennen, aber das war bei unserem kalifornischen Wetter ganz normal. Ich war es gewohnt, aber ich glaube, ich hatte es letzte Nacht auf einer unserer Fahrer-Partys wieder übertrieben. Deshalb war ich auch so mies drauf. Es gab keinen besonderen Grund zu feiern, aber das Leben an sich ist schon Grund genug. Also sind wir wieder komplett eskaliert und haben uns bis zur Besinnungslosigkeit zugeschüttet.

Ich drehte mich zur Seite und stieß gegen einen Körper, der neben mir schlief. Das lange rote Haar machte mir schnell klar, dass es Candy war, eine der Club-Huren, die in meiner Bar rumhingen, in der Hoffnung, eine verheiratete Frau zu werden – also die Ol' Lady eines Bikers.


Ol' Ladys wurden mit Respekt behandelt, aber diese Frauen, die hier abhingen, hatten nicht einmal Respekt vor sich selbst. Sie hingen an einem Biker, nur um sich später an den nächsten zu werfen. Aber mir war das egal. Sie gehörten nicht zu unserem Club, und wir hatten immer etwas zum Ficken. Immer geschützt, aber es war trotzdem ein guter Fick.

Ich stand aus dem Bett auf und sammelte mich, während ich nach meinen Klamotten suchte. Candys nackter Körper lag in meinem Bett, also wussten wir beide, dass wir hier definitiv nicht über meine Plattensammlung redeten.

Das Gute ist, dass die Mädels morgens einfach verschwinden. Ich muss niemanden zurückrufen, und eine Beziehung wollte ich ganz sicher nicht. Ich hatte keine Zeit dafür, nicht, dass ich nicht selbst ein Familienmensch werden wollte.

Ich hatte nur im Moment einfach kein Verlangen danach. Meine Liebe galt dem Club und meiner Harley. Candy schien das auch zu verstehen, und so haben wir uns einfach gegenseitig zum Spaß und zum Stressabbau gedient.


Als ich die Treppe des Clubhauses hinunterging, die zu meiner Bar führte, saß meine Schwester Alice mit ihrem Mann Wrath am Tresen. Er war ein Bruder, ein Mitglied des MC, und auch unser Schatzmeister.

„Kaffee?“, fragte Alice lächelnd, während sie das Lebenselixier in eine Tasse goss.

Ich nickte nur und nahm die Tasse, die sie mir reichte, während ich mich neben sie setzte. Mein Blick wanderte durch das Fenster der Bar auf die Straße, die unser Zuhause war.

Die meisten Leute waren schon wach und erledigten etwas Nützliches. Jeder hatte seine Aufgaben. Nur ich saß mit einem Kater an der Bar, weil ich es als Präsident der No Limits konnte.


Die Stadt, in der wir lebten, wurde einst von meinem Ururgroßvater zusammen mit ein paar hart arbeitenden Farmern gegründet. Meine Vorfahren waren also die Gründer der Stadt, in der ich mein ganzes Leben verbracht hatte, und wir waren angesehene Leute. Im Laufe der Zeit änderte sich der Name, und heute heißt sie Las Flores, eine gemeindefreie Stadt im Orange County, Kalifornien, mit weniger als 4000 Einwohnern.

Es war ein Ort ohne eine offizielle Gemeinde, aber nicht ohne Macht, und wir hatten hier das Sagen.

Es war seit vielen Jahren Biker-Tradition, die mein Vater als Ältester von vier Kindern an mich weitergab. Nun ja, Ace war nicht mein leiblicher Bruder, aber er ist mit uns aufgewachsen, und ich liebte ihn wie einen. Ich konnte mich immer auf ihn verlassen, und er hat mich kein einziges Mal im Stich gelassen. Als wir zusammen aufwuchsen, machte ich keinen Unterschied zu Duke, meinem jüngeren Bruder.

Die meisten Männer, die in meinem MC sind, wuchsen mit uns auf. Ihre Eltern waren im Ruhestand und einige waren sogar Gründungsmitglieder des MC.

Mein Vater John James war der ehemalige Präsident, aber niemand kannte ihn unter diesem Namen. Für alle anderen war er J.J., und das stand auf seinem Cut-Patch, das er immer noch trägt. Das Einzige, was sich änderte, war sein Rang: Aus Präsident wurde Original, und so übernahm ich diesen Titel.


MC No Limits President – King, das stand auf meinem Leder-Cut und zierte meinen Rücken sowie die Stelle über meinem Herzen.

Während wir die Plätze unserer Eltern einnahmen, kamen auch neue Mitglieder zu uns. Wie alle anderen mussten sie jahrelang als Prospects dienen, um sich zu beweisen und zu zeigen, dass sie es wert waren, als Bruder angesehen zu werden und stolz das Cut des MC tragen zu dürfen.

Die Alten saßen nicht nur rum oder fuhren ihre Bikes – nein, sie arbeiteten weiterhin hart für die Gemeinschaft. Auch wenn sie sich aus dem Club zurückzogen, waren sie immer noch ein Teil unserer Gemeinschaft und leisteten ihren Beitrag.


Wir hatten viel Land am Rande der Stadt und eine Straße, die unser Hauptquartier war. In deren Mitte lagen meine Bar und das Clubhaus. Wir hatten ein paar andere Geschäfte in der Straße, darunter eine Werkstatt und ein Tattoostudio, aber das war es größtenteils, abgesehen von den Häusern der Mitglieder, zu denen kleinere Straßen führten. Wie ein Labyrinth verbanden sie die Häuser, in denen sie lebten und arbeiteten, geschützt durch eine Mauer und ein Tor.

Einige Anwesen wurden zu Farmen, sie bauten Gemüse und Obst an und hielten Tiere. Das war allerdings nichts für mich – ich hatte mit dem Club alle Hände voll zu tun.

Als mein Vater den Club übernahm, erhielt er auch alle Verpflichtungen seines Vaters. Großvater hatte eine enge Freundschaft mit dem jungen Polizeichef von Aguna Beach, Tom Carter. Als dieser weiter aufstieg und befördert wurde, schien er ein großer Fisch zu werden und war wahrscheinlich eine wichtige Nummer beim FBI.

Großvater und er hatten eine Vereinbarung, dass sie ihre Schutzbefohlenen sicher in unserer Gemeinde halten würden. Deshalb ist das Safe House immer noch ein Teil von uns und wir werden für unsere Arbeit gut bezahlt. Richtig gut.

Wer würde es wagen, in die Gemeinschaft einer bewaffneten Biker-Gang einzudringen, um Unruhe zu stiften? Ich glaube nicht, dass jemand so dumm ist.

Vater und Alice kümmern sich weiterhin um die Bedürftigen und betreiben das Safe House, was auch zu meinen Aufgaben gehört. Duke kümmert sich um all die Dinge, die unter den Teppich gekehrt werden müssen und nicht besonders legal sind.

Als mein Vizepräsident kümmert er sich um die neuen Identitäten und den sicheren Transport zum neuen Zuhause der Schutzbefohlenen, sobald er eines gefunden hat. Zusammen mit Wrath, unserem Schatzmeister, und Void, dem Sekretär und Hacker-Genie, wirkt er wahre Wunder.


Void und seine Frau Erin sind seit der Schulzeit zusammen und beide sind Computer-Nerds. Was für mich nur Buchstaben und Zahlen auf einem Bildschirm sind, ist für sie wie Narnia. Die beiden haben auch einen Sohn, Mike. Der Junge hat die Gene seiner Eltern voll geerbt, und ich sehe ihn oft mit seinem Dad hinter dem Bildschirm, wie sie über irgendeinen Nerd-Scheiß reden, von dem ich keine Ahnung habe.

Im Gegensatz zum kleinen Mike ist die Tochter von Alice und Wrath genau mein Traumkind. Drew ist rebellisch und eine echte Biker-Prinzessin, genau wie ihre Mutter es einmal war, und ich bin ein verdammt stolzer Onkel.

„Du siehst aus, als wärst du gekaut und wieder ausgespuckt worden“, sagte Alice, als sie mich ansah, und Wrath unterdrückte ein Lachen.

Ich verdrehte nur die Augen und atmete tief durch. Mein Kopf fühlte sich an wie ein riesiger, nutzloser Ball auf meinen Schultern.

„Guten Morgen, King“, hörte ich Ace sagen, als er zur Tür reinkam.

„Ich weiß nicht, wie du nach allem, was wir letzte Nacht getrunken haben, schon so früh auf den Beinen sein kannst. Was zum Teufel machst du so früh draußen?“, fragte ich ihn und legte den Kopf auf den Tresen.

„Ich habe das Haus vorbereitet. Hat Alice dir nicht gesagt, dass wir jemanden Neues bekommen?“, fragte Ace mich, als er sich neben mich setzte.

Ich hob den Kopf und sah meine Schwester an.

„Echt jetzt?“, fragte ich sie, und sie nickte.

„Die Situation ist etwas kompliziert. Der alte Tom hat Dad und mir gesagt, dass der Kontakt zu ihr verloren gegangen ist. Da geht irgendetwas Merkwürdiges vor sich“, sagte Alice nachdenklich.

Genau in diesem Moment kamen mein Vater und meine Mutter in die Bar – mein Vater immer mit diesem Lächeln und meine Mutter, die mich mit hochgezogener Augenbraue musterte.

„Was ist denn mit dir passiert?“, fragte Mom, als sie mich ansah.

Ich lachte, als hätte sie noch nie einen Kater gehabt, und Dad setzte sich zu uns.

„Jemand muss zu Tom; er will das nicht am Telefon besprechen. Es steht zu viel auf dem Spiel. Es geht wahrscheinlich um einen großen Fisch, der mit Frauen handelt“, sagte Vater, als er seinen Kaffee nahm.

„Wie ich diese Wichser hasse... die armen Frauen“, sagte Alice.

Wir haben viel von den Schutzbefohlenen gesehen und gehört, die zu uns kamen. Nichts kann mich mehr so leicht überraschen. Wir hatten hier Frauen, Kinder, sogar ganze Familien, die in Schwierigkeiten steckten und mit den falschen Leuten zu tun hatten. Menschenhandel mit Frauen ist also nichts Neues für uns.

„Der Typ scheint aus unserer Gegend zu kommen. Irgendwo von hier bis nach Las Vegas“, sagte Wrath, während er etwas in seinem Ordner prüfte.

„Ist es schlau, sie hier zu verstecken?“, fragte Mom.

Niemand wusste, wer kam und ging, und wenn sie ankamen, geschah das über Nacht.

Niemand kommt durch das Tor rein und niemand geht ohne Erlaubnis. Unsere Gemeinschaft ist geschützt, und niemand kommt ohne Einladung oder in Begleitung eines Mitglieds rein. Und niemand von außerhalb spricht mit den Schutzbefohlenen.

„Natürlich ist es das. Wir werden ihr ein neues Zuhause finden. Wir haben noch nie versagt, und wir werden auch jetzt nicht versagen“, sagte Vater und nahm Mom in den Arm.

„Ich gehe mit Duke, sobald er aufsteht“, sagte Alice, und wie auf Bestellung kam Duke die Treppe herunter und stöhnte.

„Oh schau mal, er lebt noch“, sagte Ace, und wir lachten.

„Okay, dann fahrt ihr los, sobald Duke fertig ist. Und bitte gebt mir Bescheid, wenn ihr zurück seid“, sagte Dad und ging mit Mutter wieder raus.

Nach einer Weile machten sie sich fertig und fuhren in Alices Auto los. Ich wusste, ohne zu fragen, dass Duke ihr Auto hasste und lieber ein Bike genommen hätte. Aber sie wussten nicht, was sie erwartete, und wenn sie jemanden mitnehmen mussten, würde das auf einer Harley nicht funktionieren. Ich sah ihnen nach, wie sie wegfuhren, und ging zurück an meine Arbeit. Es wird ein verdammt langer Tag mit höllischen Kopfschmerzen.