Charakterskizzen und Prolog
Charaktere-
Irtaza Khan– Ein 26-jähriger reicher Geschäftsmann. Er beherrscht auch die Unterwelt, doch davon wissen nur seine Eltern. Er ist sehr dominant und arrogant. Er glaubt fest daran, dass das, was ihm gehört, auch für immer sein Eigen bleiben muss.
Anum Chaudhary– Ein 19-jähriges Mädchen aus einer einfachen Mittelschichtsfamilie. Sie ist schüchtern und spricht leise. Hinter ihrer unschuldigen Art steckt jedoch ein fester Wille. Sie möchte unbedingt Buchhalterin werden.
Shehreyar Khan– Irtazas 22-jähriger Stiefbruder. Er hat gerade das College abgeschlossen. Dort hat er Anum kennengelernt und sich in sie verliebt.
Arzal Malik– Er ist Irtazas bester Freund. Auch er ist in die Mafia verwickelt.
Ibrahim Khan– Der Vater von Irtaza und Shehreyar. Er ist ein mächtiger Mann, der viel Wert auf Disziplin legt. Er liebt seine Familie sehr. Er bevorzugt jedoch Irtaza als seinen Erben und ist stolz auf ihn. In ihm sieht er die Fortführung seines Lebenswerks.
Mariyam Khan– Irtazas Mutter. Sie ist eine hingebungsvolle Hausfrau und liebt beide Söhne gleich. Sie ist sanftmütig und gütig. Oft ist sie das Bindeglied, das die Familie zusammenhält.
Fatima Chaudhary– Anums Mutter. Sie ist eine sehr traditionelle Frau. Für sie hängen die Zukunft ihrer Töchter von einer stabilen Ehe und einem ordentlichen Haushalt ab.
Hassan Chaudhary– Anums Vater. Er ist ein prinzipientreuer Mathelehrer. Er trägt die Verantwortung für seine Familie mit Demut und stiller Kraft.
Emaan Chaudhary– Das Nesthäkchen der Familie Chaudhary. Sie ist fröhlich, naiv und geht noch zur Schule. Von der harten Realität um sie herum bekommt sie nichts mit.
Farhan Chaudhary– Anums älterer Bruder. Er hat vor kurzem seinen Abschluss gemacht und kämpft nun damit, Arbeit zu finden.
Prolog-
Der Wald lag in tiefe Schatten gehüllt. Nur das verzweifelte Rascheln der Blätter unter hastigen Schritten durchbrach die Stille. Ein junges Mädchen rannte außer Atem. Ihre Brust hob und senkte sich schwer. Die nackte Angst trieb sie durch das dämmrige Licht voran. Doch die Flucht war nur von kurzer Dauer.
Eine grobe Hand packte sie von hinten an den Haaren. Mit einem Ruck wurde sie gestoppt.
„Aahh… bitte, lassen Sie mich gehen!“, schrie sie. Ihre Stimme war rau vor Schmerz. Ihre zitternden Hände krallten sich in seinen Griff. Tränen stiegen in ihre Augen und liefen über ihre gezeichneten Wangen.
„Teri itni himmat!“, knurrte er voller Wut. „Ab dekh, main kya karta hoon.“ (Du hast es gewagt, vor mir zu fliehen. Jetzt wirst du sehen, wozu ich fähig bin.) Sein Griff wurde nur noch fester, grausam und unnachgiebig.
„Bitte“, flehte sie unter Schluchzen, „lassen Sie mich einfach gehen… Ich heirate in zwei Tagen Ihren Bruder.“ Ihre Worte zitterten, als würde sie sich an den letzten Strohhalm klammern.
„Niemals!“, brüllte er. Er riss ihren Kopf so heftig zurück, dass ihr Schrei die Nacht durchschnitt. „Du gehörst mir.“
Sein Atem war heiß auf ihrer Haut. Er vergrub sein Gesicht an ihrem Hals und sog ihren Duft ein wie ein Besessener. Seine Stimme wurde zu einem fiebrigen Knurren. „Tere dil aur jism pe sirf mera haq hai. Sirf mera.“ (Nur ich habe ein Recht auf dein Herz und deinen Körper. Nur ich.)
„Ich werde dich niemals gehen lassen“, schwor er finster. „Er ist deiner nicht würdig. Du wirst mich heiraten — und nur mich.“
Mit einer gewaltsamen Bewegung drehte er sie zu sich um. Er presste seine Lippen brutal auf ihre. Der Kuss war grausam. Seine Zähne gruben sich in ihre zarten, geschwollenen Lippen, bis sich der metallische Geschmack von Blut mit ihren Tränen vermischte.
„Lass mich los, du Monster!“, schrie sie. Ihre Stimme brach unter der Last von Zorn und Angst.
Das Wort Monster brachte ihn zum Rasen. Mit einem grollenden Knurren schlug seine Hand in ihr Gesicht. Der Schlag hallte in der stillen Luft wider. Ihr Kopf flog zur Seite. Sie stolperte und hielt sich die Wange, während frische Tränen flossen.
„Du undankbares Weibsstück!“, donnerte er. „Warte nur ab, was ich mit dir anstelle.“ Sein Zorn war wie der eines wilden Tieres. Er schlug sie erneut, bis sie auf der feuchten Erde zusammenbrach.
Sie rollte sich zusammen und weinte bitterlich, während er über ihr aufragte. Doch es gab kein Erbarmen. Er krallte seine Faust wieder in ihr Haar. Mit einem gnadenlosen Ruck begann er, sie tiefer in die Dunkelheit zu zerren.