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Slice of Life - A New Experience

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Zusammenfassung

Matthias ist mit Esra, der Mutter seines Kindes, seit einigen Monaten wieder zusammen. Allerdings mehr aus Pflichtbewusstsein seiner Tochter gegenüber, denn als Esra schwanger geworden ist, waren sie beide erst vierzehn. Nun, etwa zehn Jahre später, wagen sie einen Versuch einer ernsten Beziehung. Jedoch fällt es Matthias schwer, ihr bei den durchzechten Partynächten mit seinem Kumpel Oskar treu zu bleiben. Als Matthias auch noch einen Blackout hat, nachdem ihm jemand was ins Glas gemixt hat, steht sein Leben vollkommen Kopf. Denn in jener Nacht ist er seinem Kumpel unerwartet näher gekommen, was sie beide nicht mehr loslässt. Oskar ist jedoch verheiratet und eigentlich hatte Matthias noch nie Gefühle für einen anderen Mann. Und da ist ja auch noch Esra, die eine Bombe platzen lässt, die Matthias Entschluss, sich von ihr zu trennen ins Schleudern bringt. Wie soll Matthias sich nun verhalten? Bleibt er bei Esra, um mit ihr eine Familie zu sein oder lässt er sich auf das Abenteuer mit Oskar ein?

Status:
vor 6 Stunden
Kapitel:
53
Rating
5.0 (5 Bewertungen)
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Freitag, 14.08.

Bereits in dem Augenblick, als seine Lippen ihre berührten, wusste er, dass er einen Fehler gemacht hatte. Der Alkohol vernebelte seinen Verstand, sodass er nicht aufhörte, sondern noch weiterging. Er presste sich an ihren schlanken Körper, der ihm noch so vertraut, aber auch irgendwie fremd geworden war. Natürlich erwiderte sie den Kuss und schlang die Arme um ihn.

„Hey!“, wurden sie unterbrochen, begleitet von einem nicht ganz unsanften Klopfen auf seine Schulter.

Erhitzt löste er sich von ihr, blickte ihr noch einmal lustvoll in die Augen und wandte sich um.

Zurück in der Realität spürte er den wummernden Bass in den Fußsohlen, hörte die laute Musik und blickte in die Augen seines besten Freundes. Dieser deutete mit dem Daumen über die Schulter in Richtung Ausgang. „Wir gehen“, rief er ihm zu und nahm ihn an der Hand.

Er riss sich los und wandte sich wieder dem Mädchen zu, das er in seiner Schulzeit abgöttisch geliebt hatte. Zu dem Mädchen, das ihm das Herz gebrochen hatte. Mehr als einmal. Doch Alkohol, gute Laune und laute Musik ließen ihn das jedes Mal wieder vergessen.

Er beugte sich zu ihr herüber, sodass sein Mund ganz nah an ihrem Ohr war. „Kommst du mit?“, fragte er sie und sah ein Zucken ihres Mundwinkels. Sie nickte, nahm seine Hand und er zog sie mit sich.

Oskar, sein bester Freund, war schon auf dem Weg durch die tanzende Menschenmasse.

Als sie sich endlich bis nach draußen durchgekämpft hatten, wartete Oskar mit verschränkten Armen an einem Geländer lehnend. Er hatte die Augenbrauen zusammengezogen und beäugte ihn ungläubig. „Echt jetzt, Matthias?“, fragte er und Matthias spürte, dass er wütend auf ihn war. Komischerweise fühlte er sich irgendwie ertappt und ließ schnell Felicias Hand los.

„Können wir gehen?“, fragte Oskar und wandte sich ohne eine Antwort abzuwarten um.

Matthias blickte seinem Freund nach. Er war schlank, das blonde Haar trug er wie immer verwuschelt.

„Kommst du mit zum Bahnhof? Du kannst ja nicht alleine gehen“, sagte er zu Felicia und merkte, dass er ein wenig lallte. Sie seufzte, zuckte die Schultern und setzte sich in Bewegung.

Nach einigen Schritten hatten sie Oskar wieder eingeholt. Dieser quetschte sich demonstrativ zwischen sie, so als hätte er Angst, dass Matthias sich wieder auf sie stürzte. „Was habt ihr beide eigentlich immer miteinander? Ihr wollt nicht mehr zusammen sein und trotzdem macht ihr immer wieder miteinander rum“, begann Oskar, den Blick auf den Boden gerichtet. Felicia schob die Hände in die Hosentaschen und warf an Oskar vorbei einen Blick zu Matthias. „Na ja, ich bin Single und...“, begann sie und Matthias schmunzelte.

„Aber er ist nicht Single!“

War ja klar, dass das irgendwann zur Sprache kommen musste. Als ob er nicht selbst wusste, dass er einen Fehler gemacht hatte. „Beruhig dich, es ist doch nichts passiert. Esra muss es ja nicht erfahren“, sagte Matthias kleinlaut. Oskar stieß die Luft aus.

„Lass deine schlechte Laune nicht an mir aus. Ich kann nichts dafür, dass Johnny nicht da ist.“

Oskar beschleunigte seine Schritte und ging einige Meter vor ihnen weiter. Johnny, Oskars Mann, arbeitete in den USA und war seit knapp einem Monat in Übersee und würde erst in acht Wochen wieder zurückkommen.

Felicia reagierte nicht, sondern holte ihr Handy aus ihrer kleinen Umhängetasche. Sie las eine Nachricht und lächelte. „Ich gehe gleich noch ins Kingston. Treff mich da mit ein paar Leuten.“

Matthias nickte. Es war offensichtlich, dass sie ihn nicht mit dabei haben wollte. „Okay“, brachte er nur hervor. Warum er einen kleinen Stich im Herzen spürte, wusste er nicht. Felicia steckte ihr Handy wieder ein und kramte eine Weile in ihrer Tasche herum. „Ah!“, sagte sie nach ein paar Sekunden und hielt eine kleine runde Metalldose in der Hand. „Bonbon?“, fragte sie und hielt ihm die offene Dose hin. Darin waren viele kleine, weiße Pfefferminzbonbons. „Danke“, nuschelte er und nahm sich gleich eine Handvoll.

„Die sind von deiner Schwester“, sagte sie und nahm sich ebenfalls eins. „Wieso gibt die dir Bonbons?“, fragte Matthias stirnrunzelnd und dachte an die vielen unschönen Erlebnisse zurück, als er noch mit Felicia zusammen gewesen war. Sie und seine Schwester hatten sich nie gut verstanden. „Sie hat sie mir nicht direkt gegeben. Sie hat sich vor ein paar Wochen bei mir entschuldigt, dass sie so gemein zu mir war und mir eins angeboten. Dann hat sie irgendwen gesehen, den sie treffen wollte und ist ganz schnell losgelaufen und hat die Dose liegen lassen. Ich hab sie eingesteckt und seitdem war sie in meiner Tasche“, erklärte sie schulterzuckend. Das klang überhaupt nicht nach seiner Schwester. Sie würde sich niemals entschuldigen und Bonbons aß sie sowieso nicht.

„Ich muss jetzt hier lang.“

Matthias blickte auf und sah in Felicias braune, offene Augen. „Okay, dann... Bis dann“, nuschelte er und spürte für einen Augenblick einen Kuss auf seiner Wange. „Ich rede mal mit der Diva“, lachte er und strich ihr über den Arm. Keine Sekunde später war sie um die Ecke verschwunden und er hetzte seinem besten Freund nach.

„Hey, Os! Warte mal!“

Oskar drehte sich zu ihm um und blieb so abrupt stehen, dass er in ihn hineinlief. Sein Freund packte ihn an den Armen, bevor er hinfiel. „Was ist los?“, fragte Oskar und blickte ihn besorgt an. Auf einmal überkam Matthias so ein merkwürdiges Gefühl. Alles drehte sich und er sah seinen Freund irgendwie... doppelt? So viel hatte er doch gar nicht getrunken. „Ich muss mich mal kurz hinsetzen.“

Oskar nahm ihn an der Hand und führte ihn zu einer Treppenstufe vor einem Hauseingang. Mühsam ließ er sich auf den Stein fallen, doch irgendwie fühlte es sich gar nicht an wie Stein, sondern eher wie ein weiches Kissen, in das er sich drückte. „Mir ist irgendwie ganz komisch...“, versuchte er zu sagen, doch nichts schien aus seinem Mund zu kommen. Plötzlich wackelte der Boden und hinter Oskar erschien eine riesige Gestalt. Doch Oskar schien sie nicht zu bemerken, er bewegte nur immerzu den Mund, als würde er etwas sagen, das Matthias nicht verstand. Dann wurde es ihm plötzlich schwarz vor Augen.

Nach wenigen Lidschlägen, so fühlte es sich an, wachte Matthias wieder auf. Allerdings war nicht mehr auf der Stufe, sondern er lag auf dem Boden. Steinchen drückten sich in seine Haut an den Armen und in seinen Rücken. Sein Kopf dröhnte. Oskar saß auf ihm und drückte seine Schultern mit dem Arm auf den Boden.

Erst da realisierte er, dass seine Beine wie verrückt strampelten und etwas auf seinem Mund lag. Er würde ersticken! Oskar versuchte, ihn zu ersticken! So fest er konnte, biss er ihm in die Hand, doch es schien Oskar nicht zu stören.

„Sei leise! Hör auf, hier rumzuschreien!“, schrie Oskar ihn an, aber es schallte nur unglaublich laut in seinen Ohren.

Matthias hielt inne. Oskar wollte ihn nicht ersticken, er wollte nur, dass er die Klappe hielt.

Erst da merkte er, dass er geschrien hatte wie am Spieß. Augenblicklich verstummte er und sah Oskar in die Augen. Dieser löste die Hand von seinem Mund und stieg von ihm herunter. „Komm! Wir gehen jetzt nach Hause!“, sagte er und hielt ihm die Hand hin. Matthias versuchte, sie zu ergreifen und sich von seinem Freund aufhelfen zu lassen, doch er schien immer wieder ins Leere zu greifen, bis er fiel. Der Boden war verschwunden und er segelte durch die Luft, bevor er wieder das Bewusstsein verlor.

Matthias fühlte sich, als ob er träumte. Einen dieser anstrengenden Träume, bei denen man erleichtert war, wenn man aufwachte. Nur, dass er nicht aufwachte. Immer wieder blitzten Fetzen von Ereignissen vor seinem inneren Auge auf, die sich irgendwie real und gleichzeitig auch wieder unwirklich anfühlten.

Er tanzte mit Felicia, doch sie sah irgendwie verändert aus. Er spürte, dass sein Herz brach, als sie ihm sagte, dass sie ihn nicht mehr liebte. Einen Wimpernschlag später sah er sich, wie er sie küsste. Dann drehte sich alles um ihn herum und Felicia verschwamm und verwandelte sich in Oskar, der ihn schubste.

Wie schon so oft an diesem Abend stürzte er in einen bodenlosen Abgrund.

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Gutes Schreiben

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Überzeugende Handlung

2

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Toller Charakter

1

Toller Charakter

Starker Dialog

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Starker Dialog

author

Interessanter Auftakt 👍

2 Jahre
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author

oh weh, Felicia hat ihm Drogen untergejubelt, die sie unter Garantie nicht von seiner Schwester hat....

2 Jahre
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