Meine Bodyguards ~3~

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Zusammenfassung

Ein Jahr voller Hürden und Geheimnisse. Ein Jahr voller Liebe, Angst und Verlust. Plötzlich steht der verstorben geglaubte Ex-Freund vor der Tür, dann noch mehr bekannte Gesichter und noch mehr Angst. Doch die Truppe hat ein Ass im Ärmel… Die tiefe Meditation erlaubt es Elena, Jackson gezielt anzugreifen, nur muss sie lernen, diese Fähigkeit zu beherrschen, nach einigen kleinen Rückschlägen schöpft sie Hoffnung, bekommt ihre lang ersehnten Erfolgserlebnisse, bekommt neue wie alte Freunde. Bis es auf einmal so aussieht, als würde Elena alle verlieren.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
53
Rating
5.0 15 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

💣 Elena Cold 💣

Wir alle sitzen still in unseren Sitzen.


Ich weiß ehrlich nicht, wo meine Gedanken gerade sind. Es wirbelt in meinen Kopf umher wie verrückt.


Als die Telefonleitung plötzlich abbrach, fange ich an zu zittern. Ich weiß das in diesem Lagerraum kein Krieg herrscht, dennoch sind die Angestellten gerade am Ende. Familien Angehörige sterben.


Aber wieso?

Es hätte nichts durchsickern dürfen.

Wie kann das sein?

Hat Dean oder einer der anderen noch eine SMS gesendet? Hat Jackson vorher was geahnt?

„Ich verstehe nicht, wie das passieren konnte. Wir haben doch aufgepasst, dass wir jeden erwischt haben.

Oder hängt da noch einer?

Vielleicht einer, der alleine arbeitet? Oder jemand, der von Jackson rein geschickt wurde, aber dann müsste das ja Jahre sein…“


Tegan reibt die ganze Zeit meine Hand.

„Wir haben jetzt erstmal einen Plan, auch wenn er nicht weltbewegend ist. Wir müssen immer noch nach Amsterdam. Ich werde versuchen, Bob oder Sebastian zu erreichen. Wir sollten vor allem erstmal Ruhe bewahren", erklärt sich Tomaso bereit, als erstes zu reden, ich kann ihn nur ansehen.


Um irgendwie von den Gedanken wegzukommen, dass jetzt in diesem Augenblick Familienangehörige der Firma sterben, sehe ich Tomaso an “Hast du diesen Tritt gesehen?", Das war echt, wow“. Tegan neben mir wird steif, als ich mich zu ihm umdrehe, schaut er mich aus schmalen schlitzen an.


„Was denn?“, ich weiß nicht genau was er hat.

„Hast du gerade mit Nico geredet? Habe ich das richtig verstanden?“ er ist sehr wachsam.

Plötzlich glühen meine Wangen.

Nico war schon eine Erscheinung. Er hat dunkel blonden Wuschelige locken. Und diese leuchtend grünen Augen.

Echt eine Hammer Ausstrahlung, der Mann.


„Ja, er hat mir einfach zugezwinkert. Ich habe erst gedacht, ich bilde mir das ein. Dann habe ich mich neben ihn gestellt und er machte mir einfach Platz. Und dann haben wir uns unterhalten. Na gut, bis sein Kollege ihn komisch angesehen hat“.

Ich fühle richtig wie meine Wangen glühen.

Nicht weil ich Nico heiß finde, gut der Mann ist attraktiv aber deswegen werden meine Wangen nicht rot.

„Er wird mir Helfen mit diesen Meditationszeug klarzukommen. Er kommt nach Amsterdam. Ich muss ihm dann auch bei Jackson helfen….“

Plötzlich steht Tegan auf und tigerte wie verrückt durch die Sitze.

„Tegan das ist was Gutes“. Ich gucke ihn verwirrt dabei zu wie er durch die viel zu engen Gang läuft.

Ich schaue zu Yvonne, „habe ich was falsches gesagt?“ nur für mein Verständnis versteht sich.


Yvonne schüttelt den Kopf und schaut auch Tegan zu. Okay, ich bin also nicht ganz auf den Kopf gefallen.

Als Tegan einfach ins Schlafzimmer geht verstehe ich die Welt nicht mehr. „hä“, was zum Henker.

„Ich fand ihn sehr nett. Er hat uns Glückwunsche ausgesprochen. Aber meine Güte der hat eine Präsenz hast du das gesehen Tomasso?“ ich bin wirklich schwer beeindruckt.

Auch Tomasso nickt.

„Und wie“, seine Augen sagen mir wie neugierig er ist.

„Kein Wunder dass Tegan so ist. Echt krass, das muss ich erstmal sacken lassen“, lächle ich in mich hinein.


Es wundert mich absolut nicht das Tegan heute so ist wie er ist. Er hat anscheinend Nico als Vorbild genommen. Dann war er nicht ganz ohne Autorität und Vaterfigur. Das lässt mein Herz direkt ein bisschen mehr wachsen.

Als ich mich jetzt in den Sitz zurück lehne, bin ich ein wenig entspannter.


Dennoch werden wir noch einiges an Infos raus holen müssen. Fragt sich nur, ob Mike da mit spielt.

Als wir ein paar Stunden später landen, ist Tegan vollkommen regungslos. Sein Gesicht zeigt nur Kälte. Ich habe jetzt mehrmals versucht mit ihm zu reden, doch ich bekomme keine Antworten.


Also was soll ich machen, denn mein Mann möchte nicht mit mir reden. Also lasse ich ihn erstmal.

Als wir an dem Haus ankommen sieht es aus wie ein Neubau. Die schwere schwarze Tür ist hochmodern. Ich glaube, mein Onkel wollte mit Sicherheit noch eins drauf legen. Vor dem Haus waren sogar kleine Bäume. Das sah echt hübsch aus.


Als wir rein gingen, ist der Flur weiß gehalten. Eine kleine Sitzbank und darüber ein Spiegel. Im Prinzip sehr modern. Ich kenne mich nicht wirklich mit Inneneinrichtung aus. Aber für mich sieht es echt schön aus.


Bevor ich ins Wohnzimmer gehen konnte huscht Tegan an mir vorbei in den Keller.

Himmel was hat er denn nur?

Verwirrt schaue ich neben mir. Dante zog Yvonne praktisch nach oben. „oookay“.

So langsam bin ich etwas genervt. Obwohl ich mit Tegan frisch zusammen gekommen bin, habe ich immer irgendwie ein bisschen Zeit für Dante gehabt. Wir haben zusammen rum gealbert und gelacht. Aber jetzt? Er redet nicht mehr mit mir oder seinem Bruder.


Von wegen Motivationscoach.

Ich bin langsam sauer auf ihn.

„Na dann gehe ich halt alleine schauen“, Tomasso ist nämlich schon an Steuerbord. Das wird Stunden dauern, ehe man ihn wieder ansprechen kann.


Da dieser Teil an Hauseingang ist, wird er erstmal nicht weiter gehen.

Da er erstmal die vorgelegten Fluchtwege durch schaut und sieht wo Wagen und Motorräder versteckt sind und was weiß ich nicht alles gehe ich jetzt alleine ins Wohnzimmer.

Der Raum ist groß und einladend.

Die schwarze Couch ist sehr groß, aber auch der Fernseher.

Yippie, jubel ich leider.


„Oh wie cool“, wir haben eine offene Küche zum Wohnzimmer. Sogar mit einer Koch Insel. Total toll.

Zwischen den zwei Räumen ist eine große Terrasse mit einem wunderschönen Garten. Er ist umringt mit Bäumen und Blumen.

Okay, hier dürfen wir länger bleiben.

Das finde ich toll.

„Tomasso darf ich eine Rauchen gehen?“.

Bis jetzt durfte ich nie alleine raus, aber vielleicht hat sich ja was geändert.

„Nein, warte ich komme!”.

Okay, okay, die Hoffnung stirbt zuletzt und so weiter.


Als ich die Tasche auf die Kücheninsel Stelle muss ich grinsen. Ich will Cookies backen.

Ich weiß das die Schränke bereits voll sind, trotzdem müssen wir heute oder morgen frische Lebensmittel kaufen. Ich habe draußen einen Grill gesehen. Mir egal, dass es langsam frisch wird.


Als Tomasso um die Ecke kommt guckt er verwirrt um die Ecken.

„wo sind alle?“ Er ist nicht begeistert, dass er von seinem Steuerbord weg muss.

„Tegan ist direkt in den Keller, ich weiß nicht, was er hat. Dante und Yvonne sind direkt hoch. Ich kann’s mir denken…“, sein Gesicht ist einfach zu gut.


„Ich rauche auch ganz schnell. Ich will eh duschen und dann nur noch ins Bett. "Bitte?"

Als er Kopfschüttelnd aber lachend auf mich zu kommt muss ich grinsen.

„Die paar Minuten werde ich wohl für dich haben“, er drückt mich an sich.

„An manchen Tagen komme ich mir echt armselig vor. Ich bin jetzt ein Jahr mit euch unterwegs aber ein paar Tage ohne Dante in meiner nähe lassen mich wütend werden. Dabei weiß ich, dass er noch in der ersten Phase ist…“ wieder drückt er mich an sich.


Lässt aber auch nicht mehr los.

„Ich weiß was du meinst. Obwohl du und Tegan ganz frisch zusammen wart hast du es trotzdem hin bekommen mit uns Zeit zu verbringen. Das was Dante gerade macht naja, begeistert bin ich nicht ich freue mich aber naja eben…“ ich knuffe ihn in die Seite.

Als ich mir die Zigarette an mache, nehme ich aber Abstand. Tommaso ist nicht Raucher. Ich muss ihn nicht quälen.

„Weißt du wirklich nicht, dass Tegan hat? Mich überrascht es schon ein wenig, normalerweise lässt er mich keine zehn Minuten alleine“, ich schaue mir den Zitronenbaum an. Oh, der sieht wirklich hübsch aus.


„Nein, ich wüsste es auch gerne. Auch wen wir mittlerweile ein Team sind müssen wir dich beschützen. Wir waren Mal mehr Elena. Und nun stehe ich hier alleine mit dir. Das ist nicht gut“ .

Mist darüber habe ich nicht nachgedacht.


„Ich werde mit beiden reden. Geh du duschen und ab ins Bett. Ich sehe wie ausgebrannt du bist. Die letzten Tage waren ein wenig viel, vor allem Mental. Wen du noch Hunger haben solltest, bestell ich uns was beim Mexikaner“.

Begeistert nicke ich, „oh Tomasso du weißt wie du mein Herz schneller schlagen lässt. Essen oh du süße Verführung. Aber morgen mache ich uns Cookies. Hast du diese Insel gesehen?“.


Als er endlich lacht, sehe ich, wie unbeschwert er ist. Da mache ich mich doch gerne zum Affen.

„Ich helfe dir bei den Cookie wenn ich Teig naschen darf. Aber ich schätze dafür müssen wir einkaufen. So voll sind die Schränke nicht, " Sebastian hat eine Nachricht hinterlassen, dass der Stress zu groß ist und der Einkauf vergessen wurden“.

Nachdenklich schaue ich ins Haus.


„dann wäre es wohl besser, wenn wir eine Online Bestellung machen. Die kann ja größer ausfallen. Wir werden massig trinken und essen brauchen", nickt er schon, bevor ich ausgesprochen habe.


„Okay, großer ich dusche und gehe mich umziehen und du bestellst schon mal essen. Und dann machen wir zusammen die Bestellung "solange kannst du dich am Steuerbord austoben", ich sehe die Freude. Mein Gott, der Mann ist so leicht glücklich zu machen.

Als ich rein gehe, spricht Tommaso weiter.


„ich schätze wenn die zwei uns sitzen lassen geben wir zwei auch ein ganz gutes Team ab. Zumindest was das Essen angeht“. Ich boxe ihm auf die Schulter, lächelnd sieht er mich liebevoll an.


„Also, wirklich bei mir dreht sich nicht immer alles ums Essen. Ach so, bitte was scharfes, ja. So ich beeil mich“. Ich bin schon auf der Treppe mit meiner Tasche.


Als ich den Zettel sehe mit meinen und Tegans Namen, gehe ich rein. Den Zettel lasse ich wo er ist. Irgendwie muss der Mann ja das Zimmer finden. Nicht dass er plötzlich vor einem nackten Dante steht.


Das Zimmer ist Recht einfach. Kleiderschrank ein Bett und eine Kommoden. Als ich die Tür zum Badezimmer sehe, schmeiße ich nur noch die Tasche aufs Bett.

Ich brauche eine lange heiße Dusche.

Nur für mich alleine.

Tommaso hat Recht, ich bin ausgebrannt.


Ich bin kaum fähig, noch was aufzunehmen. Ganz egal, welche Infos es sind.