Direkt in mein Herz (Band 1)

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Zusammenfassung

Sie, Adeline Summers, besuchte, als frischgebackene Studentin die Universität in Hamburg. Sie hatte nach einem tragischen Ereignis Hals über Kopf New York verlassen. Er, Nickolas White, ein noch sehr junger Gynäkologe, der sich gerade mit seinem besten Freund eine Praxis aufgebaut hat.

Status:
In Arbeit
Kapitel:
29
Rating
3.5 2 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Chapter 1 - Braun trifft auf grün

Ihre Perspektive

„Kommst du mit in die Stadt" will meine beste Freundin und Mitbewohnerin wissen. Heute endet das erste Semester, was sie natürlich feiern wollte. „Ich weiß nicht, Maddy. Ich bin nicht so die Partymaus und es ist schon ziemlich spät. Ich glaube, dass ich nach Hause fahre und mir einen Film reinziehe" entscheide ich mich gegen das Angebot. „Addie, jetzt sei keine Spaßbremse" meckert Maddy. „Es ist erst 19:00 Uhr und außerdem sehen wir vielleicht süße Typen." Über ihren Kommentar kann ich nur lachen, woraufhin sie mit einsteigt. Genau das liebe ich an der Freundschaft mit Maddy. Wir konnten miteinander über jeden Blödsinn lachen. Maddy kenne ich tatsächlich erst seit meinem letzten Jahr in New York. Sie hat mit mir eine schwierige Zeit durchlebt und schließlich kamen wir beide nach Deutschland. Maddy hatte in der Uni ein paar neue Freunde dazugewonnen, aber ich...ich hielt mich seit New York von Menschen fern außer von Maddy. „Bis dann. Schreib mir, wenn es dir nicht gut geht" ruft sie mir über die Schulter hinweg zu. Ich schenkte ihr noch ein Lächeln.

Mit meinem Handy in der Hand bahne ich mir meinen Weg zur Bushaltestelle. Es fängt ausgerechnet in dem Moment an, zu regnen. Na toll. Natürlich habe ich weder Schirm noch Kapuze. Zu allem Überfluss ist zu meinem großen Pech auch noch das kleine Vordach der Bushaltestelle von Menschenmassen eingenommen. Ich musste mich letztendlich neben die Bushaltestelle in den Regen stellen. Die Regentropfen prasseln munter auf die Dächer und den Asphalt. Das Wasser steht bereits einige Zentimeter auf dem Fußgängerweg. Der Regen durchnässt mein Schuhwerk bis auf die Socken. Och man, Addie. Wieso hast du keine wasserfesten Schuhe angezogen? Ich hörte Schritte, die sich mir nähern. Als ich mich umdrehe, blicke ich in zwei wunderschöne grüne Augen.

Ein muskulöser braunhaariger Mann steht direkt vor mir. Sein dunkelblaues T-Shirt liegt eng an seinem durchtrainierten Körper. Auch seine schwarze Hose sitzt wie angegossen. Für einen Augenblick studierter meine Erscheinung von oben bis unten. Meine völlig durchnässten Haare kleben an meinem Rücken. Wie ich dieses Gefühl hasse. Sein Blick scannt mich und ich merkt, wie mein Gesicht einen roten Farbton annimmt. Ich drehe mich schnell wieder weg, damit er dies nicht merkt, doch es funktioniert nicht. Ich höre, dass seine Schritte sich mir nähern. Mein Herz schlägt schneller, ich habe Angst. Riesengroße Angst, dass das, was damals passierte, noch mal passieren kann. Wann kommt denn dieser beschissene Bus? Doch ich spüre, dass er eine andere Aura ausstrahlt, dass er so etwas niemals tun würde. Doch, sind nicht eigentlich alle Männer gleich?

„Haben Sie keinen Regenschirm dabei?," dringt seine unglaublich warme Stimme durch das Geprassel des Regens an mein Ohr. Er steht jetzt genau neben mir und lächelt mich warmherzig an. Ich sah zu ihm auf, da er mindestens einen Kopf größer ist, als ich. „Ähm... nein, ich glaub, ich hab ihn vergessen. Ich bin auch gerade erst hergezogen und meine Regenschirme liegen in irgendeiner Kiste" stottere ich. Er tritt noch einen Schritt näher, so dass ich unter seinem Schirm Schutz finde. „Danke" flüstere ich, da ich unfähig bin, aufgrund der Nähe noch mehr herauszubringen. Er strahlt eine gewisse Wärme aus, die mich so gleich umgibt. „Kein Problem" lächelt er, immer noch aufmunternd. Vielleicht gibt es, doch noch Männer, die anders sind.

Endlich hällt der Bus vor uns und wir können einsteigen.

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Zu Hause in Maddy's und meiner WG bereite ich mir als erstes etwas zu Essen zu. Nach so einem langen Unitag hat man doch schon ordentlich Hunger. Mit meinen dampfenden Essen setze ich mich auf die Couch und schalte den Fernseher ein. Nach einiger Zeit verspüre ich ein Ziehen im Unterleib. Ach nein, meine Periode. Fängt sie etwa schon wieder an?Nachdem ich im Bad fertig bin, steige ich mit einer Wärmflasche ins Bett. Während ich verzweifelt darauf warte, einzuschlafen, denke ich noch einmal an den Mann von heute. Es war eine seltsame Begegnung, bei der mir auf einmal ganz warm in meinen ganzen Körper wurde. Vielleicht werde ich ihn ja morgen an der Bushaltestelle wieder sehen. Nur wer weiß, ob ich überhaupt zur Uni gehe, wenn ich meine Periode bekomme und so starke Schmerzen wie immer habe. Ich falle hinab in die Dunkelheit, einen traumlosen Schlaf.

Am nächsten Morgen wache ich, wie erwartet mit starken Periodenkrämpfen auf. Trotz allem quäle ich mich aus meinem Bett und öffne die Tür einen Spalt. Schließlich muss der Tag irgendwie starten. Ich höre leise Geräusche aus der Küche, was bedeutet, dass Maddy noch da ist. Die Küchentür öffnet sich, und Maddy tritt heraus. „Ach, du lieber Himmel. Du siehst aus, wie ein ein Geist oder eher eine " erschrak sie sich. „Ich denke, dass ich heut nicht zur Uni gehe. Mir geht's nicht so gut."

Sie musterte mich besorgt. „Dann ruh dich aus, damit du morgen wieder fit bist" meinte sie optimistisch. „Okay" versprach ich ihr.

Auf meinem Handy öffnete ich die App, um meine Periode einzugeben. Doch ich musste feststellen, dass ich meine Periode vor einer Woche hatte. Panik stieg in mir auf. Was sollte ich machen? Warten und hoffen, dass es von selbst aufhört? Vielleicht sollte ich auch einen Termin beim Gynäkologen ausmachen?

Ich entschied mich für letzteres. Vom Couchtisch angelte ich mir meinen Laptop. Sofort googelte ich nach einer guten Frauenarztpraxis. Ich wurde direkt fündig. Es war die Einzige in meiner Nähe bei der ich wahrscheinlich so schnell einen Termin bekomme.