Enttäuschung

Alle Rechte vorbehalten ©

Zusammenfassung

Azra Aslan ist eine Kämpferin. So etwas wie eine Familie, kannte sie nicht. Ihre Mafia ist das einzige was sie hatte. Doch ein Mann namens Emir Kaya taucht plötzlich auf. Warum ist er plötzlich in ihr Leben? Er will ihr Schaden, doch verhält er sich nicht so... Wird Azra jemals das Gefühl von Liebe annehmen können? Was passiert, wenn sich plötzlich doch alles ändert. Das Gefühl von Liebe, doch ein Feind wird? Nicht einmal Azra hätte damit gerechnet, dass alles so enden wird. Kontaktdaten: Mail: [email protected] Ihr könnt mich hier erreichen und mir gerne schreiben :) Feedback oder Wünsche sind immer willkommen! Alle Rechte liegen bei mir.

Genre:
Romance/Drama
Autor:
Ay2929
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
32
Rating
n/a
Altersfreigabe
16+

Kapitel 1

„Du hast noch zwei Minuten Zeit, bis ich Abdrücke.“, flüstere ich dem Mann vor mir in sein linkes Ohr.

Meine Geduld kennt auch Grenzen.

„Okay, nimm die Waffe runter. Ich sage dir alles, was du wissen willst!“, brüllt er weinend.

Langsam stecke ich meine Waffe in meine Hose. Es wurde auch mal Zeit, dass der Mann endlich spricht. Ich habe Hunger und will was essen.

„Mich hat jemand angeheuert, damit ich euch in Schwierigkeiten bringe. Ich sollte Drogen in eure Lager verstecken und dann die Polizei rufen. Natürlich habe ich getan, was er von mir wollte. Er hatte mir gedroht, daher konnte ich nicht anders.“, gibt er leise zu.

Was anderes hätte ich auch nicht erwartet. Dieser Mann wäre nicht in der Lage, etwas anderen aufzugeben. Eher ist er derjenige, der Aufträge von anderen ausführt.

„Wer ist diese Person denn?” Flehend schaut er mich an. „Bitte, ich kann es nicht sagen. Er wird mich und meine Familie sonst umbringen.”

Sofort werde ich hellhörig.

„Familie?“, frage ich ihn angespannt.

„Ja, meine Frau und meine beiden Kinder. Sie brauchen mich, sonst haben sie kein Geld zum Leben.”

Ich nicke meinen Männern zu, damit sie mir ein Stuhl bringen.

„Hör mich jetzt genau zu. Du wirst mir alle Namen und Information geben, die ich brauche. Dafür wirst du für mich arbeiten und ich sorge dafür, dass deine Familie in Sicherheit ist. Verstanden?”

Verwirrt schaut er mich an. „Ich habe euch in Schwierigkeiten gebracht, trotzdem wollen Sie mir helfen?”

Ich nicke ihm zu. „Ich bin vielleicht ein schlechter Mensch, aber kein Teufel. Du bist mir etwas schuldig, damit begleichst du es wieder.

Und damit ich einen Arbeiter mehr habe, helfe ich dir. Ganz einfach.

Außerdem hat der kleine Trick nicht funktioniert. Etwas Drogen kann der Familie Aslan nichts anhaben. Die Polizei ist nichts im Gegensatz zu uns.”

Ich klatsche mir in die Hände und steh mit einem Ruck auf.

„Haben wir einen Deal?” Perplex nickt er mir zu.

„Gut. Ihr übernimmt ab hier wieder. Ich muss jetzt erstmal meinen Hunger stillen.” Zufrieden laufe ich zur Tür.

„Ich danke Ihnen, Azra Aslan.“, höre ich seine Stimme noch rufen.

Im Aufzug schließe ich meine Augen. Wir haben schon 17 Uhr. Ich muss schnell was essen und dann nachhause. Ich habe meine Tiere vermisst.

Als sich die Türen öffnen, erscheint mein monotoner Gesichtsausdruck wieder.

Schnell wähle ich die Nummer von Kemal. Er ist mein Assistent, Bodyguard und man könnte vielleicht sagen bester Freund. Ich habe keine Freunde, die hatte ich noch nie. Meine Arbeiter zählen am ehesten zu meinen Freunden.

„Kemal, ich bin fertig. Komm zum Auto.“, befehle ich ihm. „Okay.“, sagt er noch, bevor er auflegt.

Ungeduldig stehe ich neben meinem Auto. Langsam nehme ich Schritte hinter mir wahr.

„Du beeilst dich das nächste Mal. Ich habe Hunger und will dann direkt nachhause. ÇabukSchnell!“, zicke ich ihn an.

„Tut mir leid. Ich war noch bei Ihrem Vater, da er noch Hilfe zu bestimmten Unterlagen brauchte, und meine Meinung wissen wollte.“, erklärt er mir.

Nickend setze ich mich auf den Beifahrersitz. Ich habe keine Lust heute zu fahren.

Kemal setzt sich direkt hin und fährt mit Vollgas los.

In Gedanken spiele ich mit meinem Armband rum.Wie es meinem Vater wohl geht?

Sofort verdränge ich diesen Gedanken. Seitdem ich unsere Gang ,oder Mafia, leite, ist unsere Beziehung noch schlimmer, als es sonst schon war.

Mein BabaVaterist sehr ehrgeizig. Er traf in der Vergangenheit oft falsche Entscheidungen. Darum habe ich unsere Gang mit 18 übernommen. Unsere Familie wollte es so. Entweder ich oder keiner. Es war schon irgendwie immer meine Bestimmung, deshalb hat es mich nicht wirklich überrascht. Aber diese Entscheidung kränkte meinen BabaVaternatürlich.

Trotzdem habe ich ihm eine Stelle in unserer Gang überlassen, damit er nicht vollkommen ausgeschlossen ist.

Er und ich hatten immer eine sehr distanzierte Beziehung. Er war mit seinen Erfolgen beschäftigt, und seinen Misserfolgen, und ich habe mich selbst großgezogen.

Da fällt mir gerade etwas ein.

„Was ist mit Beliz?”

Kurz schaut mich Kemal traurig an.

„Alles normal. Sie arbeitet, geht nachhause und verbringt Zeit mit ihrem Mann.”

Ich merke, wie schwer es ihm fällt, darüber zu reden. Er denkt, dass es mich verletzt, tut es aber nicht.

Meine Mutter ist freiwillig gegangen, als ich noch jünger war. Sie wollte sich nicht um mich kümmern und wollte ihr eigenes Leben leben. Meinen BabaVater hatte es auch nicht interessiert. Seine Geschäfte hatten Vorrang.

Auch, wenn sie es nicht verdient hat, habe ich trotzdem ein Auge auf sie. Es soll ihr gut gehen und sie soll sicher sein. Mit ihrer Entscheidung habe ich mich schon längst abgefunden.

„Okay.”

Die restliche Fahrt erzählte er mir von seinem Tag. Vielleicht wirkt es nicht so, aber wir beide haben eine gute Bindung. Jeden Tag verbringen wir Zeit miteinander. Er ist sowas, wie meine rechte Hand. Seit ungefähr drei Jahren arbeiten wir zusammen.

„Ich will einen Burger, Pommes und ein Salat. Natürlich auch eine große Cola mit Eiswürfeln.” Leicht verdutzt schaut mich die Kellnerin an.

„Was glotzt du so?“, keife ich sie wütend an.

„Beruhige dich, Azra. Für mich das gleiche bitte, nur ohne den Salat.”

Als die Kellnerin geht, reiße ich meine Hand von seiner.

„Dieses kleine Miststück soll nicht so schauen. Sie weiß wohl nicht, wer ich bin.”

Etwas belustigt schaut er mich an.

„Man merkt, dass du Hunger hast. Du bist dann immer gereizt.”

Mit einem ernsten Blick schaue ich ihn warnend an. Sofort sinken seine Mundwinkel wieder und ich lege mein Kopf auf den Tisch ab.