Verschwunden: Die Suche nach der Wahrheit

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Zusammenfassung

Der Sommer unseres Lebens Für Noah, Ben, Lucy, Emma und Max sollte es der perfekte Sommer werden: Sonne, Freiheit und unvergessliche Tage am See. Doch dann verschwindet Max spurlos. Niemand glaubt ihnen, dass etwas nicht stimmt. Als sie auf eigene Faust nach Antworten suchen, stoßen sie auf ein uraltes Geheimnis, das unter der Oberfläche des Sees lauert und eine Wahrheit, die alles verändert. Aus ihrem unbeschwerten Sommer wird ein Wettlauf gegen die Zeit. Können sie Max retten, bevor es zu spät ist?

Status:
In Arbeit
Kapitel:
1
Rating
n/a
Altersfreigabe
16+

Kapitel 1: Der Anfang eines unvergesslichen Sommers

„Hey, wach auf! Wir müssen los.”

Noahs Traum zerplatzte wie eine Seifenblase, als eine Hand kräftig seine Schulter schüttelte. Er öffnete die Augen einen Spalt und blinzelte träge. Über ihm stand Ben, sein bester Freund, mit einem ungeduldigen Gesichtsausdruck.

„Komm schon, wir sind spät dran!” Ben hatte seinen Rucksack in der einen Hand und zog mit der anderen die Decke von Noahs Bett.

„Was soll das?“, murmelte Noah und drehte sich um. „Wo willst du denn so früh hin?”

„Früh?” Ben lachte trocken. „Hast du mal auf die Uhr geschaut? Es ist schon 14:00 Uhr!”

Noah fuhr ruckartig hoch. „Was?! 14:00 Uhr? Willst du mich verarschen?”

„Leider nicht. In einer halben Stunde sind wir am See verabredet, also beweg dich mal!”

Noah stöhnte, schwang die Beine aus dem Bett und schleppte sich ins Bad. Eine kühle Dusche weckte ihn endgültig auf, und wenige Minuten später war er dabei, hektisch seine Sachen zusammenzupacken. Badehose, Handtuch, Sonnencreme – alles flog in seinen Rucksack. Bevor er die Tür hinter sich zuschlug, griff er nach seiner Musikbox. Die durfte auf keinen Fall fehlen.

Ben wartete bereits ungeduldig mit seinem Fahrrad. „Endlich! Bist du bereit?”

„Bereit, so gut es geht”, antwortete Noah und schnappte sich sein eigenes Fahrrad.

Sie radelten durch die heiße Sommerluft, die nach frisch gemähtem Gras und warmem Asphalt roch. Der Fahrtwind kühlte ihre Gesichter, während die Sonne ihnen auf den Rücken brannte. Ben übernahm die Führung und schlug eine Abkürzung über einen schmalen Feldweg vor. Die Reifen der Fahrräder wirbelten Staub auf, während sie durch die goldgelben Felder rauschten.

„Das Wetter ist einfach perfekt“, rief Ben, ohne sich umzusehen.

„Ja, hoffentlich ist der See nicht zu voll“, antwortete Noah, der versuchte, mit Ben Schritt zu halten.

Als sie endlich ankamen, warteten Lucy und Emma schon am Ufer. Die beiden saßen auf einer Decke im Schatten eines großen Baumes und hatten eine Kühlbox voller Snacks und Getränke dabei.

„Na endlich!“, rief Lucy, als sie die Jungs kommen sah. „Wir dachten schon, ihr taucht gar nicht mehr auf.“

„Noah hat verschlafen“, erklärte Ben lachend, während er sein Fahrrad neben der Decke abstellte.

„Ich war nur ein bisschen spät dran“, protestierte Noah und warf Ben einen gespielt beleidigten Blick zu.

„Schon gut. Jetzt können wir ja endlich loslegen“, sagte Emma und richtete ihren Blick auf den See, dessen Wasser im Sonnenlicht glitzerte.

Doch dann runzelte sie die Stirn. „Wisst ihr, was mit Max ist? Er wollte doch auch kommen, oder?“

Die Stimmung kippte leicht, als allen bewusst wurde, dass Max fehlte. Normalerweise war er der Erste, wenn sie sich trafen. Immer pünktlich, manchmal sogar überpünktlich.

„Der hat bestimmt auch verschlafen“, vermutete Ben, griff nach einem Getränk und öffnete es mit einem Zischen.

Aber auch nach einer halben Stunde war von Max keine Spur. Lucy zog ihr Handy aus der Tasche.

„Hast du ihm schon geschrieben?“ fragte Noah.

„Natürlich. Aber er hat noch nicht geantwortet“, murmelte Lucy und starrte auf den Bildschirm.

Emma zückte ihr eigenes Handy und versuchte, Max anzurufen, doch die Leitung blieb tot.

„Das ist komisch“, sagte sie leise.

Die Sorge um Max wuchs. Noah kaute nervös auf seiner Unterlippe, während er die anderen ansah. „Lass uns doch mal bei ihm zu Hause vorbeischauen.“, schlug er schließlich vor.

Die anderen stimmten zu, und sie packten ihre Sachen zusammen. Die Fahrräder knirschten wieder über den staubigen Feldweg, während sie Richtung Max’ Haus fuhren.

Max wohnte am Ortsrand, in einem kleinen, weißen Haus mit rotem Dach. Als sie ankamen, herrschte ungewöhnliche Stille. Keine Musik aus seinem Zimmer, kein Skateboard vor der Tür, nichts, was darauf hinwies, dass Max da war.

„Vielleicht ist er einfach unterwegs“, mutmaßte Ben, doch seine Stimme klang nicht besonders überzeugt.

Lucy klopfte an die Tür. Keine Antwort. Sie versuchte es erneut, diesmal lauter. Doch es blieb still.

„Das passt nicht zu ihm“, murmelte Emma.

„Vielleicht ist er bei seinen Eltern“, überlegte Noah und schaute sich um. Doch die Fensterläden waren halb geschlossen, und es sah aus, als wäre niemand zu Hause.

Ein flaues Gefühl breitete sich in der Gruppe aus. Irgendetwas stimmte hier nicht.

„Wir sollten besser nochmal überlegen, wo er sein könnte“, schlug Lucy vor.

„Vielleicht hat er uns nur vergessen“, versuchte Ben die Stimmung zu heben.

Doch tief im Inneren wusste keiner von ihnen, ob das wirklich die Wahrheit war. Und dieses Gefühl ließ sie alle nicht los.