Die Magie der Sternen Akademie - Wächter der Welten Band 4

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Zusammenfassung

Es war eine der seltenen ruhigen Nächte an der Sternen Akademie. Der Mond hing über dem gewaltigen, turmreichen Gebäude, das von einem flimmernden Schutzzauber umgeben war. Die Sterne darüber funkelten wie unzählige kleine Geheimnisse, die darauf warteten, gelüftet zu werden. Im Inneren der Akademie herrschte eine friedliche, fast unnatürliche Stille – nur das gelegentliche Krächzen der magischen Kreaturen in den Gärten durchbrach sie.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
19
Rating
n/a
Altersfreigabe
16+

Prolog: Der Ruf der Sterne

Es war eine der seltenen ruhigen Nächte an der Sternen Akademie. Der Mond hing über dem gewaltigen, turmreichen Gebäude, das von einem flimmernden Schutzzauber umgeben war. Die Sterne darüber funkelten wie unzählige kleine Geheimnisse, die darauf warteten, gelüftet zu werden. Im Inneren der Akademie herrschte eine friedliche, fast unnatürliche Stille – nur das gelegentliche Krächzen der magischen Kreaturen in den Gärten durchbrach sie.

Leo saß auf einem der steinernen Balkone im Westflügel, eine dicke Decke um die Schultern. Er konnte die umliegenden Wälder und Hügel sehen, die sich wie ein Ozean aus Schatten bis zum Horizont erstreckten. Doch seine Gedanken waren nicht bei der friedlichen Landschaft.

Seit Tagen hatte er das Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Es war kein greifbares Problem – eher eine Unruhe, ein Flüstern am Rande seines Bewusstseins. Und jetzt schien der Himmel selbst ihm Zeichen zu senden. Ein merkwürdiges Flimmern ging von den Sternen aus, als würden sie miteinander kommunizieren.

»Da bist du ja«, sagte eine vertraute Stimme hinter ihm.

Anna, in ihrem langen Umhang, der mit kleinen Schutzrunen bestickt war, trat durch die Flügeltür und setzte sich neben ihn. Eine kleine Lichtkugel schwebte wie ein treuer Begleiter über ihrer Handfläche und warf ein sanftes Glühen auf ihr Gesicht.

»Kannst du’s auch fühlen?« fragte Leo, ohne den Blick von den Sternen zu nehmen. »Es ist schwer, es nicht zu fühlen«, antwortete Anna leise. »Es ist, als ob die Sterne selbst rufen. Aber… warum?«

»Vielleicht weil sie wissen, dass wir ihre Hilfe brauchen werden.«

Eine dritte Stimme erklang, diesmal etwas lauter und mit dem typischen Sarkasmus, der sie sofort erkennen ließ. Max schlenderte zu ihnen, die Hände in die Taschen seiner Akademie-Robe gesteckt. Sein Umhang war zerknittert, und er hatte offensichtlich die Regel ignoriert, dass Schüler ihre Kleidung gepflegt halten sollten.

»Oder«, fügte Max hinzu, »weil irgendwas Schlimmes passiert und wir die Einzigen sind, die es nicht ignorieren können. Immerhin sind wir die Helden der Akademie, oder?«

Sein Tonfall war humorvoll, aber Leo konnte die Sorge in seinen Augen sehen. Bevor jemand antworten konnte, begann die Luft um sie herum zu vibrieren. Es war ein sanftes, aber intensives Summen, das tief in ihren Knochen widerhallte. Die Sterne am Himmel wurden heller, und einer nach dem anderen begann, Strahlen aus Licht auszusenden. Die Strahlen bündelten sich und formten einen einzigen Lichtstrahl, der auf den Boden des Balkons vor ihnen traf.

Im Licht erschien eine Gestalt – hochgewachsen, undefiniert, bestehend aus schimmerndem Licht und Schatten. Der Flüsternde Stern war zurück.

»Es ist Zeit«, sagte die Gestalt mit einer Stimme, die gleichzeitig nah und fern klang, wie ein Echo aus den Tiefen des Universums. »Die Balance der Welten ist gestört. Eure Reise beginnt von Neuem.«

»Wovon sprecht Ihr?« fragte Anna, ihre Stimme fest, aber neugierig. »Wir haben die Dunkelheit besiegt. Die Welten sollten sicher sein.«

Der Flüsternde Stern drehte sich leicht zu ihr, als ob er sie direkt ansah, obwohl er keine klaren Gesichtszüge hatte.

»Die Dunkelheit war nur ein Fragment. Es gibt Mächte, die älter sind als Licht und Dunkelheit. Sie gehören zur Schöpfung selbst. Und jetzt droht diese Schöpfung, aus dem Gleichgewicht zu geraten.«

Leo spürte, wie seine Hände kalt wurden. »Und was erwartet Ihr von uns?« fragte er leise.

»Ihr seid Wächter der Welten«, antwortete der Flüsternde Stern. »Jede Welt hat ihren Stern, der ihre Essenz und Magie bewahrt. Wenn die Sterne fallen, vergehen die Welten. Und wenn die Schöpfung entfesselt wird, wird sie alles auslöschen, was existiert.«

»Großartig«, murmelte Max und verschränkte die Arme. »Also, sterbende Welten, gefährliche Sterne und eine kosmische Urkraft, die uns töten könnte. Ganz normale Woche für uns.«

„Max!“ zischte Anna. »Das ist ernst.«

»Er hat recht, Anna«, sagte Leo, und sein Blick war entschlossen. »Aber wir haben keine Wahl. Wir können nicht zusehen, wie die Welten vergehen.«

Der Flüsternde Stern begann zu verblassen, sein Licht verschmolz mit der Dunkelheit um ihn herum. Doch bevor er verschwand, sprach er ein letztes Mal: »Geht zu den Portalen. Sie werden euch zu den Welten führen. Lernt von den Sternen. Findet ihre Balance. Und seid bereit, alles infrage zu stellen, was ihr über das Gleichgewicht glaubt.«

Als der Stern verschwand, kehrte die Stille zurück – aber sie war nicht beruhigend. Unterhalb des Balkons, auf der großen Wiese vor der Akademie, leuchteten plötzlich drei Portale auf. Sie waren riesig, kreisförmig und schimmerten in tiefem Blau, das von goldenen Runen durchzogen war.

Anna sah hinunter und seufzte. »Ich schätze, wir sollten uns auf den Weg machen.«

»Ich hoffe, ihr habt eure Sachen gepackt“, sagte Max trocken. „Das wird kein Tagesausflug.«

»Wir gehen zusammen«, sagte Leo. »Wie immer.«

Und so verließen sie die Sternen Akademie, bereit, sich neuen Welten und Herausforderungen zu stellen.