Nikolaus und die verschwundenen Geschenke
Es war eine kalte, klare Nacht Anfang Dezember. Der Schnee glitzerte unter dem Schein des Mondes, und ein leises Knistern lag in der Luft – das Knistern der Vorfreude. Morgen war Nikolaus Abend, und die Kinder in der kleinen Stadt am Rande des Waldes hatten ihre Stiefel vor die Türen gestellt, in der Hoffnung, sie am Morgen mit Süßigkeiten, Mandarinen und kleinen Überraschungen gefüllt zu finden.
Doch weit oben, in der Himmelswerkstatt des Nikolaus, herrschte Chaos.
»Die Geschenke sind verschwunden!«, rief Ruprecht, der alte Gehilfe des Nikolaus, der normalerweise für die Verpackung der Süßigkeiten zuständig war. Sein Gesicht war vor Sorge rot angelaufen, und er schüttelte verzweifelt den Kopf. »Es war alles fertig! Die Schokolade, die Spielsachen, die goldenen Nüsse – alles war da! Und jetzt… nichts!«
Nikolaus strich sich seinen langen weißen Bart und sah mit ernster Miene auf die leeren Regale. »Das ist keine Kleinigkeit«, sagte er mit tiefer, ruhiger Stimme. »Ohne die Geschenke kann ich morgen den Kindern nichts bringen. Wir müssen herausfinden, was passiert ist.«