My Alpha Bodyguard – Band 1

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Zusammenfassung

Band 1 Die Welt ist nun ein Ort, an dem Menschen und Werwölfe koexistieren, ein Großstadtdschungel voller ständiger Gewaltandrohungen und Misstrauen. Es gibt nur wenige Regeln, und die, die existieren, werden gebrochen. Als Shias Vater, ein Multimillionär, stirbt, hat er bereits Vorkehrungen für den Schutz seiner Tochter getroffen. Alpha Daxon trägt bei jedem Auftrag, den er annimmt, eine große Verantwortung. Als er Shia trifft, ist ihre Schönheit atemberaubend, doch es ist auch ihr betörender Duft, der ihn sprachlos macht. Er spürt es in seinen Knochen, in seinem Herzen, in seiner tiefsten Seele: Sie ist seine schicksalsbestimmte Gefährtin. Shia will jedoch nichts von ihm wissen. Während Geheimnisse ans Licht kommen und ihr emotionaler Kampf eskaliert, ist Alpha Daxon der unerschütterliche Beschützer, den Shia braucht. Wird dieser attraktive Alpha für Shia unwiderstehlich werden?

Genre:
Romance
Autor:
Arri Stone
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
25
Rating
4.9 29 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Shia Van Vernon.


Ein Zittern in der Stimme meiner Assistentin, ein leichtes Beben vor Angst, lässt mich herumfahren. Meine Hand schlägt mit einem wuchtigen Schlag auf den Schreibtisch, sodass das Holz bebt. „Was ist hier los?“, verlange ich zu wissen.

„Die Pearson Group kommt mit einem besseren Angebot. Miss Lancaster glaubt, sie sitzt am längeren Hebel.“ Meine Assistentin Lindsey schluckt schwer.

Die Nachfolge meines Vaters anzutreten war eine Herausforderung. Es gibt Leute, die glauben nicht, dass ich dazu fähig bin. Aber ich bereite mich schon seit meiner Kindheit darauf vor. Er war ein kluger Mann. Er hat anderen nie gezeigt, was er mich lehrte, aber hinter den verschlossenen Türen seines Büros hat er mir alles beigebracht, was er wusste.

„Miss Lancaster hat nur Titten und kein Hirn.“ Ich stoße ein hartes Lachen aus. „Rufen Sie Mr. Beaconsfield an und geben Sie mein letztes Angebot weiter. Wenn er ablehnt, dann ist er es nicht wert, mit ihm Geschäfte zu machen.“ Ich habe Millionen, die ich investieren kann, aber das bedeutet nicht, dass ich mir die Finger verbrennen werde.

„Ja“, meine Assistentin zieht sich aus meinem Büro zurück.

Zwei Stunden später rief sie mich an, um mir mitzuteilen, dass sie mein Angebot angenommen hätten. Wir vereinbarten ein Treffen, um den Papierkram abzuschließen. Ich lehne mich in meinem Stuhl zurück und grinse.

Als der Abend hereinbricht, legt sich das warme Leuchten der untergehenden Sonne über die Stadt. Mein Büro befindet sich in der obersten Etage meines Gebäudes, das hoch über der Stadt thront und einen atemberaubenden Ausblick bietet. Ich stehe am Fenster und beobachte, wie der feuerrote Ball der Sonne langsam unter den Horizont sinkt und den Himmel in Orange- und Rottöne taucht. Es ist wunderschön, und das ist ein Grund, warum ich so gerne so lange bleibe.

Das leise Klopfen an meiner Tür lässt mich die Stirn runzeln. Meine Assistentin ist schon lange weg, und ich bin ganz allein. Ich habe zu dieser Stunde keinen Besuch erwartet.

Ich drehe mich vom Fenster weg und gehe zielstrebig auf die Tür zu. Als ich sie öffne, blicke ich in einen leeren Flur. Erst da bemerke ich ein Blatt Papier auf dem Boden. Mein Herz schlägt schneller, als ich mich bücke und es aufhebe. Ich bin nicht leicht zu verschrecken, aber ich bin mir sicher, dass nach dem letzten Deal und dem Erfolg jemand Rache will. Die Pearson Group ist eine der skrupellosesten Firmen überhaupt, aber sie benutzen Miss Lancaster als Lockvogel, weil sie ihre sexuellen Reize einsetzt, um diese hirnlosen Geschäftsleute um den Finger zu wickeln. Ich hingegen bin die Schlampe, aber ich halte, was ich verspreche.

Der leere Flur und der Zettel haben etwas Unheimliches an sich. Ich entfalte ihn und lese, was darauf steht.

Du bist zu vielen Leuten auf die Füße getreten, jetzt bist du an der Reihe, getreten zu werden.

Großartig, genau wie ich dachte. Ihnen hat es nicht gefallen, dass ich den Deal bekommen habe. Ich zerknülle die Drohung und werfe sie in meinen Papierkorb. Die haben sich geschnitten, wenn sie glauben, dass ich einen Rückzieher mache.

Ich schnappe mir meine Jacke und stecke mein Handy in die Tasche, bevor ich gehe. Als ich auf dem Weg nach draußen am Sicherheitsdienst vorbeikomme, frage ich sie, ob sie jemanden gesehen haben.

„Nein, Madame Vernon.“

„Seltsam“, murmle ich.

„Soll ich die Überwachungskameras überprüfen?“ Er geht neben mir her, während ich weiter Richtung Ausgang laufe.

„Nicht nötig. Ich bin sicher, sie haben alles daran gesetzt, nicht gesehen zu werden.“ Ich verabschiede mich und trete nach draußen.

„Miss“, mein Fahrer Alfred öffnet mir die hintere Tür.

Ich setze mich und lege den Kopf in den Nacken. Mein Handy in der Tasche vibriert erneut. Diesmal prüfe ich die Nachricht.

Wir beobachten jeden deiner Schritte. Widerrufe deinen Deal in den nächsten drei Tagen, sonst bist du tot.

Oh, wie toll. Alfred fährt mich nach Hause, und ich gehe direkt dorthin, wo mein Vater in seinem Bett liegt. Er hat nicht mehr lange. Krebs ist ein verdammtes Arschloch.

„Hallo Papa.“ Ich küsse seine Stirn.

Er öffnet die Augen und ein verlorener Blick trifft mich. Ich drücke seine Hand und setze mich neben ihn.

Ich habe schon früher Drohungen erhalten, aber Papa war immer da, um sich darum zu kümmern. Jetzt hat er keine Kraft mehr, um gegen sie zu kämpfen. Ich erzähle ihm von meinem Tag und meinem Sieg über Miss Lancaster.

„Shia“, seine Stimme ist ein raues Flüstern. „Vertrau niemandem.“ Eine Träne läuft über sein Gesicht. Während ich seine schwache Hand halte, drückt er mit der letzten Kraft, die ihm bleibt, meine. „Ich liebe dich, Shia.“

Ein Husten und Keuchen folgt, dann eilen die privaten Pflegerinnen herbei und helfen ihm mit Sauerstoff und Schmerzmitteln.

Ich sitze da und beobachte sie, während sein schwächer werdender Herzschlag auf dem Monitor piept. Tränen steigen mir in die Augen und ich unterdrücke ein Schluchzen.

„Bitte, Papa. Ich bin noch nicht bereit, dich gehen zu lassen.“ Ich kann mich nicht länger beherrschen und meine Tränen rollen über meine Wangen, tropfen auf den Rock meines Kostüms und hinterlassen feuchte Flecken. Alles verschwimmt vor meinen Augen, ich schluchze, und das Gerät gibt nur noch einen langen, durchgehenden Ton von sich.

„Es tut mir leid. Ich glaube, er hat durchgehalten, bis Sie nach Hause gekommen sind.“ Die Pflegerin sieht mich mit tränenden Augen an und unterdrückt ihre eigenen Emotionen.

„Kann ich einen Moment allein sein?“

„Natürlich.“ Sie legt mir die Hand auf die Schulter. Die andere Pflegerin schaltet die Geräte aus, und es wird unheimlich still im Raum, abgesehen vom sanften Summen der Klimaanlage.

Die Stille macht sich breit, nachdem sie gegangen sind, und ich sitze da und starre den Mann an, der nicht mehr wie mein Vater aussieht. Der Krebs hat ihn gezeichnet, ihm seine Stärke geraubt und nur eine hohle Hülle des Mannes zurückgelassen, den ich kannte und liebte. Selbst mit Millionen von Dollar kann man sich kein neues Leben kaufen.

„Was soll ich nur tun, Papa?“ Jetzt ist er fort. Welche bösen Leute werden es auf mich abgesehen haben? Ich erhalte bereits Morddrohungen, wenn ich nicht von diesem Deal zurücktrete. „Ich liebe dich, Papa.“ Ich muss stark sein.

Ich wische meine Tränen ab, stehe auf und verabschiede mich ein letztes Mal, bevor ich mich um seine Beerdigung kümmern muss. Er hatte natürlich schon alles geregelt.

Die nächsten Tage vergehen mit Telefonaten und Treffen, alles im Zusammenhang mit dem Nachlass meines Vaters und der vollständigen Übergabe des Unternehmens an mich.

Nach der Bekanntgabe des Todes meines Vaters erhielt ich eine Flut von Beileidsbekundungen.

Eine Woche später ist die Beerdigung. Ich habe mich entschieden, sie im kleinen Kreis zu halten, also kamen nur einige wenige Geschäftspartner meines Vaters. Als ich aus dem Auto stieg und dem Sarg zu der Stelle folgte, an der er neben meiner Mutter beigesetzt werden sollte, spürte ich Blicke auf mir. Mein Herz brach wegen meines Verlustes, aber es pochte mehrmals heftig, während ich dort stand und trauerte. Ein markanter Geruch tauchte hinter mir auf und ein Paar goldene Augen starrte mich an.

Warum zur Hölle ist ein Werwolf auf der Beerdigung meines Vaters? Wir haben nie Geschäfte mit Werwölfen gemacht. Sie waren von Anfang an nicht vertrauenswürdig.

Tränen liefen mir über die Wangen. Ich schäme mich nicht dafür, meinen Schmerz zu zeigen, denn ich habe meinen Vater verloren. Als er in der Erde lag und der Pfarrer gesprochen hatte, sammelte ich etwas Erde und streute sie über seinen Sarg, während ich ein paar letzte Worte sagte.

„Finde jetzt deinen Frieden, Papa, und grüß Mama von mir.“

Der Gestank des Werwolfs, der hinter mir steht, lässt mich herumfahren. Ich will gerade den Mund aufmachen, als Mr. Winchester auf mich zukommt.

„Mein herzliches Beileid. Ihr Vater war ein einflussreicher Mann.“ Er beugte sich vor und küsste mich auf beide Wangen.

„Danke.“

Ein paar weitere Leute sprechen mir ihr Beileid aus und gehen. Dann bin ich allein, nur der Werwolf ist noch da.

„Was willst du?“, frage ich und stürme auf ihn zu.

„Pass auf, kleiner Mensch.“ Er beugt sich zu mir herunter, seine große Statur beherrscht meinen Raum. „Dein Vater hat uns gebeten, dich zu beschützen.“

„Wir? Und was für eine Bitte? Mein Vater hätte mir gesagt, wenn er so einen stinkenden Werwolf angeheuert hätte!“ Ich stolpere rückwärts und versuche, aus seinem Schatten zu entkommen.

Er schiebt die Hand in seine Tasche und holt einen Brief hervor. „Ich kann nicht sagen, dass ich besonders glücklich darüber bin, wenn du dich wie eine kleine Bitch aufführst, aber hier bin ich.“ Er reicht mir das Papier.

Ich werfe einen Blick auf das Dokument und sehe, dass es ein Vertrag für einen Bodyguard ist, der mich die nächsten zwölf Monate schützen soll. „Ein Jahr? Ein verdammtes Jahr!“, schreie ich, meine Stimme bricht vor Wut, und ich stoße ihm das Papier zurück. „Krieg das in deinen Kopf. Ich brauche keinen verdammten Bodyguard!“ Ich drehe ihm den Rücken zu und gehe weg, aber ich kann spüren, wie seine Augen in meinen Rücken brennen.

Als ich das Auto erreiche, steht mein Fahrer da und hält die Tür offen. „Alfred, wusstest du davon?“ Meine Augen brennen vor neuen Tränen.

„Miss Vernon, Ihr Vater hat alles in die Wege geleitet, um Sie zu beschützen, wenn er nicht mehr da ist. Ich mag nur Ihr Fahrer sein, aber ich war auch ein Freund Ihres Vaters.“ Er legt seine Hand auf meine. „Er hatte viele Feinde, aber jetzt sind es Ihre. Sie brauchen Zeit zum Trauern, deshalb hat Ihr Vater diesen Vertrag mit ihnen geschlossen.“

„Aber diese Bestien haben meine Mutter getötet. Warum um alles in der Welt sollte ich einen von ihnen in meiner Nähe haben wollen?“ Ich konnte ihn nicht einmal ansehen.

„Diese Welt ist grausam, Miss Vernon. Das Leben ist nicht fair.“ Er hat nicht unrecht. „Sie mögen sie vielleicht nicht, aber Ihr Vater hat ihn bezahlt, um Sie zu beschützen.“

Meine Schultern sacken unter der Last meiner Erschöpfung ab und ich werfe einen flüchtigen Blick auf die imposante Gestalt des Mannes. Er hat einen respektvollen Abstand gewahrt. Der schwarze Anzug liegt eng an seinem Körper und unterstreicht die kraftvollen Muskeln, die unter dem Stoff spielen. Meine Wangen glühen vor plötzlicher Hitze, als sein durchdringender Blick, diese goldenen Augen, mich regelrecht durchbohrt.

Er macht einige gemessene Schritte auf mich zu, die Augen fest auf meine gerichtet, bevor er abrupt innehält. Seine Nase zuckt, seine Augen weiten sich, und mit einem Knurren stürzt er sich auf mich. Sein Schatten verschlingt mich. Bevor ich reagieren kann, lässt das scharfe Pfeifen von Kugeln, die an meinem Kopf vorbeizischen, mich nach Deckung suchen.