Kapitel 1 ~ Nach einem Jahrzehnt
In zwei Jahren sind wir wieder zusammen. Sieben Jahre danach wirst du meine Verlobte sein und ein Jahr später meine Frau.
Wäre mein Herz ein Raum, würde direkt am Eingang eine Tafel hängen. Diese Worte wären hell darauf eingraviert. Sie würden lodern. Ich meine, sie würden buchstäblich in Flammen stehen.
Das waren die Abschiedsworte meines Ex-Freundes. Bis heute verfolgen sie mich – auch, weil sie mich mit so viel Reue erfüllen. Ich würde ja sagen, es fühlt sich an, als hätte ich einen Teil von mir selbst verloren. Aber das wäre zu kitschig, oder? Und ich bin nicht der kitschige Typ. Ich sehe der Wahrheit ins Auge: Die kleine Romanze vor zehn Jahren war süß und schön, aber sie ist vorbei. Genau wie Miguel Adrian Enrique Fitz-James Stuart y Borbón-Dos Sicilias aus meinem Leben verschwunden ist und nie zurückgeblickt hat. Nun ja, abgesehen von dem einen Mal, als er auf dem Weg nach Toronto in Boston zwischengelandet ist. Er rief an, um mir zu sagen, dass er für einen Tag in der Stadt sei.
Kann man es ihm verübeln? Der Mensch plant und Gott lacht, wie man so schön sagt. Er war einfach nicht auf einen gewaltigen Schicksalsschlag vorbereitet: Er wurde zum Herzog, noch bevor er achtzehn war. Sein Vater starb bei einem Autounfall. Plötzlich trug er die Verantwortung für ein ganzes Anwesen, das jede Sekunde seiner Zeit forderte. Mein damals fünfzehnjähriger Freund hatte alles so ordentlich geplant. Und ich habe es ihm geglaubt – mit Haut und Haaren. Was hat er noch mal gesagt? Ach ja:
Ich nehme meine Versprechen nicht auf die leichte Schulter, und das hier ist ein Versprechen. Wir treffen uns in Yale. Ich weiß, dass es die Alma Mater deines Vaters ist und sie dort sehr gut im Bereich darstellende Künste sind. Auch in Medizin sind sie exzellent, also können wir zusammen studieren. Das Medizinstudium dauert vielleicht länger als vier Jahre, also gebe ich mir sieben. Wenn ich fertig bin, werde ich dir einen Antrag machen, den du nicht ablehnen kannst.
Ich bin hoffnungslos, weil ich mir jedes Wort gemerkt habe. Aber ich war vierzehn und er war der heißeste Junge, der je diesen Planeten betreten hat – ich schwöre es. Und wie sich herausstellt, ist er nur noch attraktiver geworden. Er ist heute überall in den Hochglanzmagazinen zu sehen. Meistens in den Wirtschaftsblättern, weil er anscheinend jedes Mal sein Vermögen verdoppelt, wenn er nur blinzelt. Der Herzog von Monteoro hier, der Herzog von Monteoro da. Hin und wieder taucht er sogar in Wissenschaftsberichten auf, manchmal sogar in Modestrecken. Es ist tragisch, dass mein Kopf vollgestopft ist mit nutzlosem Wissen über ihn. Er würde wahrscheinlich nur die Augen zusammenkneifen und fragen: „Eloise wer?“, falls wir uns jemals wiederbegegnen sollten.
Um Ihre Frage zu beantworten: Ja, ich habe vielleicht ein paar Ausschnitte aus diesen Magazinen für meine Wand aufgehoben… na gut, mehr als nur ein paar. Ich weiß genau, was Sie denken. Aber nein, ich möchte eigentlich keine Meinungen mehr dazu hören, warum ich mein Zimmer mit Fotos meines Ex-Freundes dekoriere. Ich habe schon genug von Lila gehört. Sie ist meine beste Freundin und glaubt, mich in- und auswendig zu kennen, weil sie mich seit dem Kindergarten kennt.
Sie hat Glück – für sie ist Liebeskummer nur ein Sprungbrett auf dem Weg zum echten Fang. Als wären Freunde bloß Mode-Accessoires, die man für den Look der nächsten Saison austauscht. Sie hatte schon einige seit Doug. Er war ihr Highschool-Schwarm und gab ihr den Laufpass, als er in Princeton angenommen wurde und sie nicht.
Zum Glück hat sie dann den Richtigen getroffen und sie sind seit etwa sechs Jahren zusammen: ein kluger Astronaut. Er hat gute Chancen, als einer der ersten Menschen im Rahmen des NASA-Artemis-Programms zum Mars zu fliegen. So cool. Lila sieht das allerdings anders, besonders jetzt, wo sie ihre süße kleine Tochter Nina haben, mein Patenkind.
Zurück dazu, warum mein Ex praktisch das Einzige ist, was man sieht, wenn man mein Zimmer betritt. Als hätte ich es ihm wie einen Schrein gewidmet. Er war einfach da, weil ich früher an alles geglaubt habe – an sein bezauberndes Lächeln, an diese haselnussbraunen Augen, die immer ein Geheimnis zu verbergen schienen. Und an sein überirdisch gutes Aussehen in Verbindung mit diesem ritterlichen, europäischen Charme.
Aber dieses Gefühl verflog sehr schnell, als er erst einmal aus meinem Leben verschwunden war! Er hing nur deshalb noch an meinen Wänden, weil ich keine Zeit und Energie verschwenden wollte. Ganz zu schweigen vom Geld für neue Tapeten, wenn ich das Zimmer kaum nutze. Meistens wohnte ich bei meinem Dad, obwohl ich für diese Bude ordentlich Miete zahlte. Dads Haus war viel geräumiger, hatte einen Pool und einen liebevollen Papa inklusive.
Und statt einer sechsundzwanzigjährigen Nymphomanin, die es im Nebenzimmer trieb, wann immer es ihr passte, hatte ich einen fünfzigjährigen Mann als Mitbewohner. Ja, ich würde Dads Haus jederzeit vorziehen, danke sehr.
Ich hörte gemurmelte Stimmen von draußen, gefolgt von einem plötzlichen Quietschen und Gekicher, das mich mit den Augen rollen ließ. Meine Mitbewohnerin war zurück – und hey, sie hatte einen Typen dabei. Überraschung. Hat dieses Mädchen eigentlich jemals an mich gedacht? Oder ging sie einfach davon aus, dass ich taub werde, wenn ein Mann sie begrapscht?
Eigentlich wollte ich mir ein Sandwich machen. Ich bekam langsam Hunger, während ich die Rede durchging, die ich morgen vor den Kameras halten sollte. Ich musste mich im Namen meines Arbeitgebers Brans-Chocolate entschuldigen. Aber da Betsy und ihr „Gspusi“ Nummer dreiunddreißig im Haus waren, überlegte ich, in meinem Zimmer zu bleiben. Zumindest bis ich sicher war, dass sie schliefen. Die beiden konnten es buchstäblich überall treiben. Einmal war ich ihr und einem Mann sogar im Badezimmer begegnet. Das war der Moment, in dem ich mich für Dads Haus entschied, außer wenn ich es nicht dorthin schaffte. Heute war Dad auf einer Geschäftsreise in Madrid für eine Buchvorstellung, und ich wollte nicht allein im Haus bleiben.
Gott, Madrid.
Dort, wo Miguel lebt. Es machte mir überhaupt nichts aus, dass mein Herz nach all den Jahren immer noch diesen lächerlichen kleinen Sprung machte, wenn die Stadt erwähnt wurde. Das war einer der Hauptgründe, warum ich Dads Einladungen zu diesen Reisen immer wieder ablehnte. Dabei hatte er dort einige seiner größten Buchveröffentlichungen – die Spanier sind anscheinend verrückt nach seinen Krimis. Ich hätte ihn leicht zur moralischen Unterstützung begleiten können. Nun ja, dieser Grund – das Meiden meiner Vergangenheit... Weglaufen, wie auch immer man es nennen will – und mein Job. Mein richtiger Job. Nicht diese Autorensache, die mich, wenn ich ganz ehrlich war, nirgendwohin gebracht hatte, womit man angeben könnte.
Früher dachte ich, Liebesromane würden sich wie warme Semmeln verkaufen. Kleiner Fakt am Rande: Das tun sie auch. Vorausgesetzt, man ist bereit, all die expliziten Stellen drin zu lassen, die ich in letzter Sekunde rigoros herausgekürzt habe. Nur für den Fall, dass Miguel jemals über ein Exemplar stolpern und merken würde, dass das Buch von ihm handelt… von uns. Meine verträumte Version davon, wie unsere Highschool-Romanze weiterging. Ich meine, ja, ich habe mich hinter einem Pseudonym versteckt. Aber wenn es vom selben Verlag veröffentlicht wird, der auch die Krimis von B. Thomas herausbringt, würde er es sofort checken. Wenn ich zurückdenke, war mein Projekt für den Maplehurst High Schreibwettbewerb, das versteigert wurde, schon peinlich genug. Da brauchte ich nicht auch noch meinen Namen auf dem Cover eines schmalzigen, fast schon erotischen Liebesromans.
Nach diesem einen Buch, das nur so im Mittelfeld herumdümpelte, hängte ich das Schreiben an den Nagel. Ich musste mich schließlich auf mein Studium konzentrieren; das Staatsexamen war kein Scherz. Und außerdem gab es noch mein echtes Leben.
In Madrid wäre es jetzt 02:37 Uhr morgens gewesen. Zu spät, um Dad per FaceTime zu nerven. Hungrig, einsam und völlig elend klappte ich meinen Laptop zu und verkroch mich unter der Decke. Wenigstens war das Bettzeug gemütlich. Leider hatten meine Mitbewohner nicht vor, mich in Frieden einschlummern zu lassen. Erst kam das Gekicher, dann die geflüsterten Stimmen und zwangsläufig folgten das Stöhnen und Ächzen. Momente später fing das Bett nebenan an, in gleichmäßigem Rhythmus zu quietschen. Die Geräusche hätten mich vielleicht in den Schlaf gewiegt, wenn sie sich nicht wie ein Paar überreizte Hyänen aufgeführt hätten.
Ein weiterer Nachteil, wenn man neben einer wandelnden Libido wohnt: Man wird unweigerlich dazu getrieben, an Sex zu denken. Selbst wenn man eigentlich nur ein bisschen schlafen will. Oder die Chance bräuchte, sich ordentlich darüber den Kopf zu zerbrechen, dass man morgen früh vielleicht seinen Job verliert. Ich hatte mir eine freche Bemerkung erlaubt und meinen tiefsitzenden Hass auf meinen Chef vor der praktisch gesamten Welt offenbart. Es ist unmöglich, all dieses Geheule und Gekreische zu hören, ohne dass die Gedanken abschweifen. Man stellt sich vor, selbst gegen einen harten Körper gedrückt zu werden. Meistens übertönte ich ihre Theatralik mit ohrenbetäubendem Hardrock – ich war mir ziemlich sicher, dass das ihre Stimmung killte. Ihr Auftritt endete meistens genau dann, wenn meine Playlist richtig in Fahrt kam. Zum Glück für Nummer Dreiunddreißig war meine bösartige Ader heute Abend nur schwach ausgeprägt. Ich rollte mich einfach auf den Bauch, zog mir ein Kissen über den Kopf und versuchte krampfhaft, mein Gehirn auszuschalten.
Zwei Minuten später war ich wieder wach. Ich schätzte, dass mein Schlaf so kurz gewesen war, weil ich Betsy immer noch schreien hörte und das Bett nebenan immer noch quietschte – oder vielleicht hatten sie die erste Runde beendet und waren schon bei der zweiten. Reichten zwei Minuten wirklich aus, damit mein Gehirn diesen schrecklichen Traum heraufbeschwören konnte? Miguel schlich sich nackt in mein Bett und hämmerte mich in die Matratze, genau so, wie ich es mir bei meiner Mitbewohnerin eine dünne Wand weiter vorstellte. Ich schätze, all diese ungehemmten Geräusche hatten sich in meinem Kopf festgesetzt. Ich seufzte, drückte das Kissen fest auf meine Ohren und versuchte mich zu überzeugen, dass der Schlaf noch zu retten sei.
Nach einem letzten, nervig lauten, fast bellenden Brüllen von Nummer Dreiunddreißig, das mich fast dazu gebracht hätte, mit der Faust durch die Wand zu schlagen, herrschte endlich Stille. Gesegnete, wunderschöne Stille. Hoffentlich war es das, das große Finale, der letzte Vorhang. Vielleicht konnten wir anderen unschuldigen Beteiligten jetzt endlich etwas Schlaf finden.
Im Zimmer war es eiskalt, weil die Klimaanlage auf Hochtouren lief, und doch fühlte es sich gleichzeitig stickig heiß an. Mein Hals war trocken. Ich schlich hinaus, um Wasser zu suchen. Ich ließ das Licht aus, um keine Aufmerksamkeit zu erregen, und tappte leise durch die Dunkelheit in Richtung Küche – nur um festzustellen, dass sie hell erleuchtet war wie ein Fußballstadion. Ich stöhnte genervt auf. Während ich hinter der Tür stand, überlegte ich kurz, mich leise in mein Zimmer zurückzuziehen, aber der Durst siegte.
Und er war da drin. Nummer Dreiunddreißig soff meinen Orangensaft direkt aus der Flasche, wie ein Wüstenwanderer, der über seine erste Oase stolpert. Er hatte unseren armen kleinen Zweiersitz-Tisch in Beschlag genommen und ihn in einen Thron verwandelt. Ein massiver Fuß ruhte auf einem Stuhl wie auf einer Fußbank. Er hätte wissen müssen, dass der Saft nicht seinem Betthäschen gehörte. Nennen Sie mich revierbezogen, aber auf allem, was ich in diesen Kühlschrank stellte, stand mein Name. Und ich war mir ziemlich sicher, dass er den Aufkleber mit der Aufschrift „Eloise“ in großen, fettgedruckten Buchstaben auf der Flasche sehen konnte, als er sie nahm. Ach, was soll’s. Nur eine weitere Sache, mit der ich mich abfinden musste, seit ich ein Zimmer in der falschen Gegend gemietet hatte und es teilte.
„Hey“, lallte er, als ich den Raum betrat.
Ich warf ihm einen harten Blick zu und ignorierte seinen Grußversuch geflissentlich.
„Du musst die Cousine und Mitbewohnerin sein. Wow, du bist ja eigentlich viel heißer, als ich dachte. Wie sie dich beschrieben hat, hab ich mir jemanden vorgestellt, der so... farblos ist. Als wüsstest du nicht mal, wie man Spaß schreibt. Das stimmt doch gar nicht, oder?“
Ein weiterer scharfer Blick traf ihn, während ich mir ein Glas vom Tablett holte.
Ein intelligenter Mensch hätte den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden und aufgehört, mich anzuquatschen. Aber seien wir ehrlich: Egal wie nett man es ausdrücken will, manche Barkeeper sind einfach zu hohl! Dieser hier ganz besonders, und ich sah sofort, warum Betsy auf ihn stand.
Er kratzte sich an der feuchten Spur, die der Saft auf seiner Brust hinterlassen hatte, und ließ dann ein eingebildetes Glucksen hören. „Hoffe, wir waren nicht zu laut. Wir sind... etwas abgeschweift. Du weißt ja, wie das ist. Hast du sicher auch schon erlebt.“
Arschloch.
Er rutschte vom Tisch und schob sich näher an mich und den Kühlschrank heran. Ich biss die Zähne zusammen und fing an, im Kopf von zehn rückwärts zu zählen. Ich zwang mich dazu, nicht auszurasten und ihm mit meinem Absatz den Schädel einzuschlagen.
„Also, du bist Eloise. Klingt königlich, wie Elizabeth, Margaret, Claudia, Catherine. Und du bist Anwältin bei Brans-Chocolate. Anwältin – das ist schick. Ich hatte noch keine besonders persönliche Beziehung zu einer Anwältin, aber es klingt nach Spaß.“
Natürlich tat es das. Ich wette, alles in einem Rock klingt für ihn nach Spaß. Die Art, wie er das Wort „persönlich“ über die Lippen kommen ließ, verursachte mir Gänsehaut.
Sicher, er sah nicht schlecht aus. Aber er trug zerrissene, weite Jeans, einen struppigen Bart, einen Ohrring und war voller Tattoos. Er sah aus wie ein Kleinkrimineller, der seinen Lebensunterhalt mit Taschendiebstahl verdient. Überhaupt nicht wie Miguel. Etwas Persönliches mit ihm würde höchstens daraus bestehen, ihn zu bitten, meinen Tisch an der Bar abzuwischen. Halten Sie mich nicht für eine Snobistin – mein Geschmack war durch das Kaliber meiner Ex-Freunde einfach zu verfeinert, um mich mit seinesgleichen abzugeben.
„Du bist sicher das erste Business-Girl, das diese Wohnung gesehen hat. Betsy hat Glück, dass sie dich gefunden hat. Du bist viel besser als die anderen Mädels aus der Bar. Wie hat sie dich eigentlich aufgetrieben?“
Sie hat ihre Mutter – die Schwester meiner Mutter – vorgeschickt. Die bequatschte mich wegen dieser „tollen Bude“, die praktischerweise ganz in der Nähe von Brans-Chocolate lag, wo ich gerade angefangen hatte zu arbeiten. Was sie nicht erwähnte: Es war genau die Wohnung, die sie sich mit zwei Freundinnen geteilt hatte, die sie sich aber nicht mehr leisten konnte. Der Plan war wohl, dass ich die volle Miete zahle, damit sie wieder einziehen und schmarotzen konnte. Und wie die Dumme, die ich bin – immer noch im Vertrauen auf Verwandte, die nur helfen, wenn sie einen Hintergedanken haben –, bin ich voll darauf reingefallen.
Ich schüttete zwei Gläser Wasser hinunter, schob die Flasche zurück in den Kühlschrank und wandte mich zum Gehen.
Er stand im Weg.
Entschuldigung?
„Die Kellnerinnen machen Spaß. Wie sieht’s mit den Anwältinnen aus? Lust auf eine kleine Kostprobe?“
Meine Augen verengten sich zu Schlitzen. Der Vollpfosten schlug doch nicht etwa das vor, was ich dachte? Bevor ich ausholen und ihn in seine Schranken weisen konnte, streckte Betsy den Kopf herein.
„Oh hey, El. Ich wusste gar nicht, dass du noch wach bist. Und ich sehe, du hast Jesse schon kennengelernt“, sagte sie mit einer Stimme, die einen an Mandy Moore erinnern könnte, und lachte schrill. Ich schätze, die Singstimme gehörte zu dem Barbie-Look dazu.
Betsy und ich sehen uns ziemlich ähnlich. Man erkennt sofort, dass wir verwandt sind. Wir beide nehmen nicht zu und sind etwa 1,70 m bis 1,73 m groß. Aber während ich das Gesicht habe, das man leicht vergisst, ist sie mit sonnengeküsstem, goldblondem Haar und diesen hübschen sommerblauen Augen gesegnet. Solche Gene haben in der Familie meiner Mutter schon einige Models hervorgebracht, unsere beiden Mütter inklusive. Und wenn sie sich bei ihrem Manager besser einschleimt oder nach New York zieht, sie vielleicht auch.
Ich winkte nur kurz, während sie ihr Arschloch von Typen wegzerte. Dann schlurfte ich zurück ins Bett und ließ mich hineinfallen. Morgen würde ich vielleicht meinen Job verlieren. Aber heute Nacht schlief ich mit der Frage ein, was mich zuerst fertigmachen würde: der Krach aus Betsys Zimmer oder der Ex, der einfach nicht aus meinem Kopf verschwinden wollte.