Drei Tage und zwei Nächte

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Zusammenfassung

Mareike will mit vier Freunden ein gemütliches Wochenende in einer Blockhütte in den Bergen verbringen, aber das Wetter macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Mit Mark, den sie kaum kennt, wird sie vom Wetter im Blockhaus gefangen.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
7
Rating
4.3 3 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Kapitel eins

Reden wir nicht über gestern. Der Tag war furchtbar und ich mag auch nicht aufstehen. Ich wollte eigentlich mit vier Freunden ein "cozy weekend" in einer Blockhütte in den Bergen verbringen, rodeln, spazierengehen, Abends am Kaminofen sitzen, quatschen, Wein trinken...  Aber das Wetter hat uns einen Streich gespielt und mit Mühe und Not haben wir es zur Hütte geschafft, irgendwo im nirgendwo. Erst gab es Eisregen, der die Überlandleitungen zum Einstürzen brachte, und danach dreißig Zentimeter Neuschnee, zumindest bis gestern Abend. Wir haben weder Strom noch Internet, das bisschen edge reicht kaum für sms.  Kein Strom bedeutet, er kann sein beschissenes E-Auto, das er von seiner Firma gestellt bekommen hat, auch nicht aufladen. Wir sitzen in einer eiskalten Hütte in den Bergen fest, hoch an einem Berghang gelegen,  und warten auf besseres Wetter. Wir? Nein, nur Mark und ich. Der feige Thomas mit seinem angeberischen Poser-Pickup hat umgedreht, ohne uns Bescheid zu sagen. Also sind Thomas, Michaela und Julia einfach nach Hause gefahren und haben mich mit einem Kerl zurückgelassen, den ich nur ein paar Mal getroffen habe.


Etwas nasses berührt meine Nase und eine feuchte Zunge leckt mir über die Wange. Müde öffne ich die Augen. Lauri, Marks weiße Labrador Hündin, liegt schwanzwedelnd neben mir im Bett und sieht mich auffordernd an. Mein schlechtes Gewissen meldet sich, weil ich Mark gestern Abend übel angeschrien habe. Er wäre ein Trottel, ein kleines Betamännchen, das zu doof zum Autofahren ist, nur um ein paar Stunden später zitternd und frierend in sein Bett zu kriechen, nicht ohne ihn daran zu erinnern, daß er mich nicht angrabbeln soll. Stoisch hat er meinen Wutanfall wortlos über sich ergehen lassen. Das war kein guter Start und ich fühle mich elend. Und dabei kenne ich ihn kaum, eigentlich nur aus Erzählungen von Thomas. Lauri stupst mich erneut an.

Müde beschließe ich, aufzustehen und das warme Bett zu verlassen.