Neue Liste erstellen
Mit deinen Freunden teilen
Lesbarkeit anpassen

Die Flüsternden Flammen

Alle Rechte vorbehalten ©

Zusammenfassung

Zusammenfassung: Die Flüsternden Flammen Als das Herz der Flammen gestohlen wird, geraten die Drachen in Aufruhr und das Land Aeryndor droht in Chaos zu versinken. Aurelia, die bisher ein ruhiges Leben als Kräuterkundige führte, wird von einer erschreckenden Vision heimgesucht – ein Krieg, entfacht durch das gestohlene Herz, wird alles vernichten. Ezra, ein mysteriöser Wissender, warnt sie, dass sie die Einzige ist, die das Herz zurückholen kann. Doch als die Hüter des Waldes ihre Blutlinie der Schuld bezichtigen und Drachen ihr Dorf niederbrennen, bleibt ihr nur die Flucht. Auf ihrer Reise trifft sie auf Ashar, einen Drachenwandler, der sich selbst nicht vertraut und zwischen zwei Identitäten gefangen ist. Gemeinsam beginnen sie, die dunklen Geheimnisse des Herzens zu entschlüsseln – und stoßen auf die wahre Bedrohung: Lady Sythra, eine machtvolle Magierin, die das Herz nutzen will, um die Welt nach ihrem Willen zu formen. Während Aeryndor in Unruhen versinkt, suchen Aurelia und ihre Gefährten nach Antworten. In den Nebelklippen offenbaren uralte Schriftrollen die wahre Geschichte des Herzens der Flammen: Es war nie als Geschenk gedacht, sondern als Waffe. Ein Pakt zwischen Drachen und Hütern wurde vor Jahrhunderten mit Blut besiegelt – und Aurelia´s Familie spielte dabei eine entscheidende Rolle. Doch während die Wahrheit ans Licht kommt, wird die Gruppe verraten. Ezra gesteh

Genre:
Fantasy
Autor:
Tamara
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
35
Rating
n/a
Altersfreigabe
16+

Kapitel 1: Die Flüsternden Flammen

Die Nacht lag schwer über dem endlosen Wald von Aeryndor, ein gewaltiges Meer aus uralten Bäumen, deren dichte Kronen den Himmel verdeckten. Die Luft war kühl, erfüllt vom würzigen Duft feuchter Erde und dem sanften Rauschen der Blätter, das wie ein uraltes Lied klang – ein Lied, das die Geschichte dieses Landes in sich trug. Doch an diesem Abend wirkte der Wald unruhig. Schatten bewegten sich zwischen den Stämmen, als würde etwas in der Dunkelheit lauern, etwas, das nicht dort sein sollte. Die Sterne, sonst funkelnd wie Silber, verbargen sich hinter dichten Wolken, als fürchteten sie sich vor dem, was kommen mochte.

Aurelia spürte die Anspannung in der Natur. Seit Tagen war sie von einer namenlosen Unruhe erfüllt, einem Gefühl, das tief in ihrem Inneren nagte. Ihre Hände ruhten auf der rauen Rinde einer alten Eiche, deren Stamm so breit war, dass er Generationen von Stürmen getrotzt haben musste. Sie schloss die Augen, versuchte sich mit den Wurzeln zu verbinden, den Puls des Waldes zu fühlen. Doch da war nichts als Stille. Eine Stille, die nicht beruhigend, sondern bedrückend war – als hielte die Welt den Atem an.

Sie öffnete die Augen und sah sich um. Ihr kleines Dorf, versteckt zwischen den uralten Bäumen, lag in friedlicher Dunkelheit. Rauch stieg aus den Kaminen auf, und der ferne Klang einer Laute drang aus einer der Hütten. Sie hätte in dieser Stille Trost finden sollen, doch etwas war anders. Die Nacht roch nach Veränderung. Nach Gefahr.

Ein kalter Schauer rann über ihren Rücken, als sich ein Zittern durch ihre Glieder zog. Dann traf es sie – mit der Wucht eines Feuers, das unbarmherzig alles verschlingt.

Plötzlich war sie nicht mehr im Wald. Die Welt um sie herum zerbarst. Die Erde bebte unter ihren Füßen, ein heißer Wind riss an ihrer Haut. Als sie aufsah, war der Himmel in Flammen getaucht. Ein Ozean aus Feuer breitete sich aus, flackerte in grellen Orange- und Rottönen, züngelte wie lebendige Wesen über das Land. Die hohen Bäume der Wälder von Aeryndor – uralte Zeugen der Geschichte – standen in Brand, ihre mächtigen Stämme barsten unter der Hitze. Schreie hallten durch die Nacht, unmenschlich, voller Schmerz und Verzweiflung.

Dann sah sie sie.

Drachen.

Hunderte von ihnen, riesige Wesen mit Schuppen, die in der Feuersbrunst glänzten wie geschmolzenes Gold und tiefes Onyx. Ihre Flügel zerschnitten die Luft mit ohrenbetäubendem Donnern, während sie Feuerströme auf das Land hinab Regnen ließen. Ihre Augen brannten mit einer Wut, die alles verzehrte. Aurelia wollte sich bewegen, wollte fliehen, doch ihre Beine gehorchten nicht. Sie war gezwungen, zuzusehen, wie das Land, das sie kannte, in Asche versank.

Ein Drache – größer als alle anderen – erhob sich über die brennenden Ruinen. Seine Schwingen warfen Schatten, die sich über den Himmel legten wie eine drohende Finsternis. Seine Augen, rot glühende Kohlen, richteten sich auf sie. Und dann – ein Wort. Ein einziges Wort, das durch ihr Bewusstsein schnitt wie eine Klinge aus Eis.

„Verrat.“

Die Welt zerbarst erneut.

Aurelia schrak hoch, keuchend, ihr Körper schweißgebadet. Die Dunkelheit des Waldes war zurück, die Nacht unberührt, als wäre nichts geschehen. Doch ihr Herz schlug rasend, und ihre Hände zitterten. Sie wusste es. Sie hatte keine gewöhnliche Vision gehabt. Dies war eine Warnung.

Sie presste die Finger gegen ihre Schläfen, versuchte die Bilder aus ihrem Geist zu vertreiben. Doch das Wort hallte noch immer in ihr nach. Verrat. Wer hatte wen verraten? Und warum hatte sie diese Vision erhalten?

„Du hast es gesehen.“

Die Stimme ließ sie zusammenzucken. Ein Zittern ging durch die Blätter, als sich ein Schatten zwischen den Bäumen regte. Dann traten sie hervor – drei Gestalten, ihre Umhänge von Blättern und Rinde durchzogen, ihre Gesichter halb verborgen unter Kapuzen. Die Hüter des Waldes. Ihre bloße Präsenz ließ die Luft um sie herum pulsieren, als wäre die Natur selbst durch sie zum Leben erwacht.

Der Älteste unter ihnen trat einen Schritt vor. Seine Augen – tief, alt, voller Wissen – musterten Aurelia mit einer Mischung aus Mitgefühl und Ernst. „Es beginnt,“ sagte er leise.

Aurelia schluckte hart. „Was beginnt?“ Ihre Stimme klang rau, als wäre sie durch das Feuer selbst geschliffen worden.

Der Hüter musterte sie lange. Dann hob er eine Hand, und eine Brise zog durch den Wald, raunte durch das Laub, brachte eine unheilvolle Botschaft mit sich.

„Der Sturm, den wir fürchteten, ist gekommen.“

Aurelia spürte, wie sich ihr Magen zusammenzog. Sie wollte widersprechen, wollte sagen, dass das nur ein Traum gewesen war. Doch tief in ihrem Inneren wusste sie es besser. Dies war keine bloße Vision.

Dies war ein Vorzeichen.

Ein Flüstern in der Dunkelheit.

Ein Vorbote des Feuers.


Lass Tamara wissen, was du von diesem Kapitel hältst!
Ich liebe es

1

Ich liebe es

Lustig

0

Lustig

Pikant

0

Pikant

Spannend

3

Spannend

Emotional

0

Emotional

Tiefgründig

0

Tiefgründig

Herzerwärmend

0

Herzerwärmend

Schockierend

1

Schockierend

Gutes Schreiben

1

Gutes Schreiben

Überzeugende Handlung

0

Überzeugende Handlung

Toller Charakter

2

Toller Charakter

Starker Dialog

0

Starker Dialog

Weitere Empfehlungen

Grimtorn Gamma - Zwischen Macht und Mythos

Kristin: Eine fantastische Geschichte, überraschend bis zum Ende, wo alle Fäden zusammen laufen❤️ Richtig schön geschrieben und auch noch eine eigene Sprache erfunden. Mega 🤩 Ich bin froh, dass ich meine Muttersprache einigermaßen beherrsche und hier wird mal eben einen neue Sprache aus dem Ärmel geschüttel...

Jetzt lesen
Destino Secreto

Karin Rogowski: Gut geschrieben und beschrieben. Die Charaktere und Situationen sind stimmig und nehmen einen gefangen. Mich hat das Buch ab der ersten Zeile fasziniert, genau wie die anderen Bücher davor. Sehr guter Schreibstil und eine sehr gute Übersetzung, nebenbei bemerkt. Dankeschön, dass Du Deine Bücher ...

Jetzt lesen
Schlummernde Wölfin

sk8erhasi: Ich mag keine Geschichten, die am Anfang sich endlos ziehen und dann der spannende Teil grad mal ein Kapitel ist. Wo ist der zweite Teil? Es sind noch so viele offene Fragen. Was ist mit ihrem Vater, was mit dem bösen Alpha usw. Ansich ist das Buch echt gut geschrieben, aber irgendwie unvollständig...

Jetzt lesen
Werwolf Rosenschwestern

Miasomie: Also, ich bin nicht gut in Bewertungen abgeben. Also danke schonmal für die Anregungen. Also gut finde ich, dass bei den beiden Haupt-Charakteren nicht alles so glatt läuft, sondern Höhen und Tiefen sich abwechseln und die Selbstentwicklung gut eingebaut ist. Auch dass immer wieder neue Aspekte auf...

Jetzt lesen
Die Rudel-Saga - Buch 1

hannesscheel: Verhältnismäßig kurze, dafür aber prallgefüllte Wandler-Story.Viel Romantik, viel Erotik, viel Liebe.Sehr lesenswert.

Jetzt lesen
The ruler of my soul!

Drea Mohr: Ein sehr emotionales Buch, aber man kann nicht aufhören weiter zu lesen. Einem ist teilweise echt zum heulen zumute.😢 Man das arme Mädchen kommt nicht zum durchatmen. Bin echt gespannt ob das alles noch gerächt wird,die ganzen Qualen und der Übermut der arroganten Gestaltwandler.🐺 Ich wünsche Ihne...

Jetzt lesen
In einem Feld voller Schmetterlinge

lunavanlaar1: ★★★★★ (5/5 Sterne)Eine absolut fesselnde Geschichte, die alles mitbringt, was eine richtig gute Storyline braucht! Das Buch schafft es auf beeindruckende Weise, dass man beim Lesen fast jede Emotion mitgehen kann: Manchmal ist es nervig, dann wieder so gefühlvoll und manchmal wird man mit und wegen ...

Jetzt lesen
Der dunkle Alpha

steffiosses: Deine Geschichte hat alles, was man sich wünscht. Spannung, Romantik, Erotik aber auch Selbstbewusstsein mir den dazugehörigen Auseinandersetzungen. Es hat so viel Spaß gemacht sie zu lesen. Danke!

Jetzt lesen
Die Stimme des Wolfes

alabed2: Schön geschrieben, Sexleben nicht zu ausführlich beschrieben, genau richtig, war alles dabei, Spannung, Humor und Liebe

Jetzt lesen