Erwischt

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Zusammenfassung

Kevin Jung hat sich mit seinem Leben arrangiert. Job, Routine, Einsamkeit, gelegentlicher Frustsex. Funktioniert. Irgendwie. Bis ein Abend alles durcheinanderbringt. Eine Kneipe. Ein falscher Griff nach Nähe. Und plötzlich steht nicht irgendein Fremder vor ihm – sondern sein Chef. Was als einmaliger Kontrollverlust beginnt, entwickelt sich zu einer explosiven Mischung aus Verlangen, Machtspiel und Gefühlen, die definitiv nicht auf dem Firmenplan stehen. Zwischen Meetings, verschlossenen Bürotüren und viel zu häufigem Zuspätkommen verschwimmen die Grenzen schneller, als Kevin lieb ist. Als wäre eine geheime Beziehung mit dem eigenen Chef nicht kompliziert genug, platzt auch noch Kevins Vater mitten hinein – aufmerksam, scharf beobachtend und mit einem Talent dafür, genau im falschen Moment aufzutauchen. Erwischt ist eine leidenschaftliche, direkte Geschichte über Begehren, Kontrolle, Liebe und das Chaos, das entsteht, wenn man sein Glück nicht mehr ignorieren kann. Erotisch, humorvoll, provokant – und garantiert nichts für brave Pausenraum-Lektüre.

Status:
In Arbeit
Kapitel:
3
Rating
5.0 1 Bewertung
Altersfreigabe
18+

Erwischt 0,0

Seit drei Jahren immer der gleiche Trott. Aufstehen, durch die Bohne geschossenen Kaffee aufsetzen, duschen, anziehen, den fertigen wässrigen Kaffee runterkippen, eine Zigarette rauchen, Tür zusperren, ins Auto steigen, durch den frühmorgendlichen Verkehr schlängeln, parken, Auto zusperren, ins Bürogebäude schlurfen, ›Guten Morgen‹ rauswürgen, auf den Fahrstuhl warten, hoch in den 13. Stock fahren, aussteigen, Tür aufmachen, zumachen, Aktenkoffer ablegen, Computer hochfahren, sich in den Drehstuhl setzen, losarbeiten, bis zur Pause reinkommende Mails sortieren, Termine ausmachen, Pause machen, wieder in den Monitor starren, Computer runterfahren, vom Stuhl aufstehen, Aktenkoffer nehmen, Tür zusperren, vor dem Fahrstuhl warten, ›Auf Wiedersehen‹ sagen, in den Fahrstuhl reingehen, nach unten fahren, aus dem Bürogebäude rausgehen, ins Auto steigen, Motor starten und losfahren.

STOPP!

Ich sitze in meinem noch nicht abgezahlten und dennoch altertümlichen Audi und starre aus dem Fenster. Ist das alles? Ist das wirklich alles, was ich vom Leben erwarte? Aufstehen, in die Arbeit gehen und wieder in meine leere und kalte Zweizimmerwohnung zurück?

Was erwarte ich von meinem Leben? Das ist einfach beantwortet: Wärme, Geborgenheit, jemanden, der daheim auf mich wartet. Jemand. Ja, jemand, darin liegt das Problem. In der Firma, in der ich arbeite, hüpfen nur überzeugte Heteros herum und ich, ich bin schwul. Bin zwar schon seit meiner Jugend geoutet, aber das war noch in meiner alten Heimatstadt in Deutschland. Hier, in Amerika, liegt mein Pegel für diese Freiheit doch ziemlich hoch. Zumal ich an jeder Ecke diese Hassreden vernehme.

Nach gefühlten zwanzig rote Ampeln und Stau verursachenden Milliarden, nach Hause strebenden, wütenden Autofahrern, stehe ich in der Einfahrt zu dem Häuserblock, indem ich eine kleine Zweizimmerwohnung bewohne.

Verdrossen schalte ich den Motor ab und starre die Eingangstür an. Kindergeschrei dringt störend in mein Ohr und ich starte erneut den Motor. Ohne weiter zu überlegen, fädele ich mich wieder in den höllischen Verkehr ein und mein Weg führt in eine Kneipe.

Von außen sieht sie nicht besonders einladend aus, wird aber in der Szene des unpersönlichen Sexes hoch angesehen. Das ›Glamour‹.

Nachdem ich einen Parkplatz gefunden habe, steige ich aus und gehe in die Kneipe.

Trotz, dass es früher Abend ist, sind hier schon einige nackte Oberkörper am Schwitzen, die sich geschmeidig im Takt des dröhnenden Basses lasziv bewegen.

Testosteronstrom und eine große Ladung abspritzen, mehr brauche ich für den heutigen Abend nicht.

Es ist gut, dass ich mein unbequemes Jackett bereits im Auto schon ausgezogen habe und die Krawatte stopfe ich in meine Hosentasche. Bin ich froh, dass mein Chef Jeans akzeptiert, sonst würde ich jetzt auftreten, wie ein zu reicher Snob, der ich nun wirklich nicht bin. Geld ist eins der Dinge, an dem es mir stetig mangelt. Das andere Ding bin ich gerade dabei, mir zu holen. Eine reibende Hand, eine feuchte Zunge und jemand, der mir den Verstand rausvögelt. Nun, das sind schon drei Dinge, aber wenn man es anders sieht, ist es nur ein Kerl. Ein Kerl, der weiß, wie man es anpackt.

Ich tanze auf der Tanzfläche, darauf bedacht, so wenig mit den anderen zusammenzustoßen, wie es nur geht. Es gibt immer wieder welche, die es anders auffassen, als wie es in der Wirklichkeit ist. Und darauf habe ich im Moment absolut keine Lust.

Während ich mich im Takt bewege, fällt mir auch sogleich jemand ins Auge. Ziemlich groß gewachsen, dunkle, leicht strubblige Haare, und er kippt gerade seinen zweiten Schnaps hinter die Binde. Der Typ ist eindeutig nicht auf der Suche, er will nur etwas trinken. Ich habe mich geirrt.

Ich sehe, wie er mich in mit seinem Blick fixierte und er kommt langsam auf mich zu. Scheiße! Ich kenne den Typ und ja,… das wäre eine Erfahrung wert. Mit ihm eine Runde Hüpfen.

Kurze Vorstellung. Kyel ist er und ich bin Kevin. Mit einem Zungenkuss wird der heutige Abend klargemacht und doch habe ich das unbeständige Gefühl, dass er nicht bei der Sache ist.

Noch bevor wir in den hinteren Räumen verschwinden, bestellt er sich noch einen Schnaps, den er, wie zuvor die anderen, einfach in sich hineinkippt.


Er drückt mich auf einen Sessel und seine Hände sind plötzlich überall. Er küsst mich in den Nacken und meine Härte hat sich schon mehr als nur eingestellt. Allein der Gedanke, mit ihm rumzumachen, bringt mich in ungeahnten Höhen und doch, …

Er stockt, hält inne und ich mache mich an seiner Hose zu schaffen. Ein einziger Blick genügt und es ist klar, dass er nicht den erhofften Effekt aufweist, und ich mache mich an die Arbeit.

Nichts. Sein bestes Stück will nicht, und als ich hochblicke, ist er gar nicht da. Sein Körper ja, aber sein Geist nicht und als ich ihn mit meinem Mund umschließen will, stößt er mich weg und meint, dass es heute nichts wird.

Ich stehe auf und blicke in sein für meinen Geschmack viel zu trauriges Gesicht.

»Alter, das habe ich schon gemerkt«, erkläre ich und verschwinde aus seinem Umfeld. Ich sehe nur noch, wie er das Glamour verlässt, und trauere meiner unvergesslichen und unvollzogenen Erfahrung nach.

»Ja, das, was du brauchst, hast du entweder schon oder es ist dir weggelaufen«, murmele ich und stoße beim Umdrehen mit jemandem zusammen. Dieser Duft, dieses Parfüm, vibriert in meinen Eingeweiden nach und ich wage es nicht, dieser Person ins Gesicht zu schauen.

»Na, sieh einer an. Kevin Jung. Welch Überraschung.« Diese Stimme und die Tatsache, dass er mich kennt, bringt mich an den Rand der Verzweiflung.

Ich wage es immer noch nicht in sein Gesicht zu blicken und versuche, mit einem ›Tschuldigung‹ mich aus dem Staub zu machen, doch zarte Finger, die sich an mein Kinn geheftet haben und mein Kopf anheben, wollen etwas anderes. Mir bleibt jetzt wirklich nichts anderes übrig, als ihm ins Gesicht zu schauen.

»Oh, Mr. Poetig! Was tun Sie denn hier?« Er schmunzelt mich an.

»Wahrscheinlich das Gleiche, was Sie hier vorhaben.« Seine Augen beginnen zu blitzen. Und trotzdem, dass mein Chef genau vor mir steht, ist diese Begegnung mehr als surreal.

Ich spüre plötzlich seine Hände auf meinem Rücken, die mich an ihn drücken. Die ruckartige Bewegung lässt mich aufkeuchen und mein guter Kumpel, der sich vorhin verdrossen zurückgezogen hat, erwacht zu neuen Leben. Nicht nur ihm scheint es zu gefallen, sondern meinem Chef auch. Er blickt mich verschmitzt an und seine Mundwinkel zucken verräterisch.

»Kevin, ich habe Sie schon länger ins Auge gefasst und als ich Sie hier erblickte, hatte ich das Gefühl, endlich meiner Sehnsucht näherzukommen.«

»Bitte was?« Wieder lächelt er und es ist das schönste Lächeln, welches ich je gesehen habe. Ich versinke direkt darin.

»Mr. Poetig. Ich glaube nicht, dass das eine Gute Idee ist. Das wir … wir … Wir sind nicht immer der gleichen Meinung.«

»Genau deswegen schätze ich dich so. Kevin, du bist jemand, der seinen Stand in meiner Firma erarbeitet hat und nicht erschleimt.«

»Ich! Was?« Warum duzt er mich jetzt? »Mr. Poetig,…«

»Nenn mich Stephan. Kevin ...«

»Mr. Poetig, ich …« Weiter komme ich nicht. Er zieht mich einfach an sich heran und unsere Lippen treffen sich. Seine Zunge fordert Einlass, den ich ihr kampflos gewähre.

Sein Verlangen spüre ich deutlich, das durch seine reibende Bewegung an mir immer härter wird. Gott, der Typ macht mich fertig und meine Beine sind nur noch schmelzende Butter. Keuchend lässt er von mir ab und bevor ich etwas erwidern kann, schleppt er mich aus der Tanzkneipe.

»Heute Nacht gehörst du mir«, haucht er mir ins Ohr. »Und wage es nicht zu widersprechen …« Habe ich auch nicht vor. Zwei seltene Begegnungen an einem Abend sind wie ein Sechser im Lotto. Ich schwebe auf Wolke sieben und steige in seinen Wagen ein. Die Nacht scheint etwas zu versprechen, welches ich mit einem Handkuss entgegennehme.

Als wir bei ihm angekommen sind, steige ich aus und betrachte sein kleines Vorstadthäuschen. Ich bin überrascht, denn ich habe ihn immer in dem Nobelviertel vermutet. Das leise Klicken der Zentralverriegelung holt mich aus meiner Starre und ich folge ihm zur Tür. Er schließt auf, betätigt einen Schalter, damit das Licht im Flur angeht und deutet mit einer Hand geradeaus.

Ich folge seinem Handzeichen mit meinen Augen.

»Schlafzimmer?« Er nickt und ich grinse etwas verhalten. Er kommt auf mich zu und fährt mit seinem Zeigefinger über meine Brust. Mein Mund wird trocken und ich atme tief ein. »Wenn … wenn es Ihnen nichts ausmacht. Ich möchte mich etwas frisch machen. Ich ... Ich …«

»Du bist immer noch in den Klamotten, die du in der Arbeit anhattest. Neben dem Schlafzimmer ist das Bad.«

Ich gehe ins Bad und schließe die Tür. Gott, was geschieht hier nur? Wenn ich jetzt einfach abhaue, dann kann ich ihm morgen nicht mehr unter die Augen treten. Wenn ich da bleibe, dann versinke ich in Scham und kann ihm nicht mehr unter die Augen treten. Egal, wie man es nimmt. Diese Aktion findet kein gutes Ende. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Kevin, jetzt reiß dich zusammen. Du bist ausgegangen, weil du einen schnellen Fick haben wolltest. Weil du deinem Trott entkommen wolltest. Jetzt hast du die Chance und kneifst wie ein verscheuchter Hund.

Ruckartig gehe ich auf die Dusche zu und stelle das Wasser an. Trat unter den Strahl und lasse das warme Wasser über meinen total erhitzten Körper laufen. Nehme das Duschgel und seife mich ein. Wasche mich ab und trete aus der Dusche.

Die Klamotten, die ich zuvor unbedacht auf den Boden geschmissen habe, lasse ich liegen und trete aus dem Bad. Alles ist dunkel, nur durch eine geöffnete Tür dringt etwas Helligkeit und ich gehe auf diese zu.

Öffne sie und blicke mich um. Der Raum ist gemütlich eingerichtet und er steht am Fenster, mit einem Glas Wein in der Hand. Als er mich erblickt, schmunzelt er wieder und zieht genießerisch die Luft ein.

»Welch ein wunderbarer Anblick. Kevin. Wie oft habe ich mir dich so vorgestellt«, haucht er und stellt sein Glas ab. Langsam kommt er auf mich zu, und bevor ich mich versehe, versinke ich in seinem leidenschaftlichen Kuss.

Er ist der Wahnsinn. Seine Küsse erhitzen meine Haut um das Hundertfache. Ich kann es nicht mehr einordnen, wo er mich berührt und wann er es tut. Meine Lust steigert sich, und als sein Mund mich umfasst, bin ich nur noch ein stöhnendes Etwas.

»Kevin, ich will dich!«, stöhnt er selbst und als ich in Anblicke, steht er nackt vor mir. Wann hat er sich ausgezogen? Ich weiße es nicht mehr und mir ist es egal. Ich will nur noch ihn. Ich nicke und er fängt wieder an mich zu verwöhnen. Reizt mich aufs Äußerste, dass mir hören und sehen vergeht.

»Stephan, mach endlich weiter.«

Er tut es. Nimmt mich in seine Hand und reibt. Mit der anderen knetet er mich oder zwickt in meine Brustwarze. Stephan hat herausgefunden, dass ich extrem darauf reagiere. Kurz bevor ich so weit bin, holt er Gleitgel und ein Kondom aus seiner Schublade. Das Gel verteilt er sehr großzügig und zieht sich das Kondom über. Mich weist er an, mich umzudrehen und als ich auf allen vieren vor ihm knie, fängt er an, meinen Eingang zu massieren. Selbst diese Penetration verlangt viel Selbstbeherrschung von mir. Ich will auf keinen Fall vor ihm kommen. Und doch ist es mit mir aus. Ich ergieße mich, als sich seine Spitze in mich reinbohrt.

Ich bin jetzt wirklich nur noch ein keuchendes Elend, als mir bewusst wird, dass er genau darauf hingearbeitet hat. Er lässt nicht locker und bearbeitet mich aufs Neue.

»Scheiße!«, schießt es mir durch den Kopf, als mein Kumpel sich wieder aufstellt.»So will ich dich haben«, keucht Stephan und drückte sich weiter in mich. Ich falle in seinem Rhythmus, dass nur noch das Klatschen der aufeinandertreffenden nackten Haut zu hören ist.

Irgendwann schreie ich meinen zweiten Orgasmus nur noch raus und falle bäuchlings auf sein Bett.

Meine Augen brennen und ich will sie nur noch schließen.

Diese Begegnungen verfolgen mich in meine Träume.


Am nächsten Tag erwache ich und erschrecke fürchterlich. ›Ich habe verschlafen‹, ist mein erster Gedanke, und als ich mich umschaue, ist mir nichts bekannt. Wo bin ich?

Nur langsam, mit jedem ruhiger werdenden Herzschlag, kommt meine Erinnerung zurück.

Schock! Chef… Stephan… zwei Orgasmen… Bar… Kyel…

Nein! Das darf doch nicht wahr sein!

Langsam schäle ich mich aus dem Bett und schleiche zur Tür. Wenn ich Glück habe, begegne ich ihm erst in der Firma und muss mir eine Triade von wegen Zuspätkommen anhören. Denn ich glaube kaum, dass mein Chef jetzt einen auf freundlich macht, nur weil wir miteinander geschlafen haben.

Das Haus ist leer. Das ist gut und ich trotte ins Bad.

Meine Klamotten liegen nicht mehr am Boden, sondern fein säuberlich zusammengelegt auf dem Wäschekorb. Mein Geldbeutel und meine Schlüssel sind noch da und ich ziehe mich an.

Vor der Tür fällt mir ein, dass ich mit ihm hierhergekommen bin, und ich schüttele innerlich mit dem Kopf.

Jetzt heißt es ein Taxi rufen, zum ›Glamour‹ fahren, Auto holen, nach Hause, duschen, umziehen und dann in die Arbeit. Ihm unter die Augen treten.

So, ja, hier ist es … dieses Gefühl, das gestern ständig durch meinen Verstand huschte. Scham. Wie soll ich ihm unter die Augen treten? Verdammt, ich habe mit meinem Chef geschlafen.


Ich parke auf meinem Stellplatz und ein kurzer Blick auf meine Uhr genügt, um zu wissen, dass ich jetzt sogar schon später als die Pause dran bin.

So schnell wie heute war ich noch nie im 13. Stock dieses Bürogebäudes und verschwinde in mein kleines Kämmerchen. Meine Kollegen schütteln nur mit den Köpfen oder bemitleiden mich. Unser Chef hasst Unpünktlichkeit. Genau dieser Chef, der mir dies eingebrockt hat.

Die Tür geht auf und wer steht da? Blickt mich mit absolut keiner einzigen Regung an.

Stephan Poetig.

»Mr. Jung! Haben Sie gestern vergessen, Ihren Wecker zu stellen? Oder war der Verkehr zu stockend? Oder hat ihre Frau ein Baby bekommen? Oder war die Nacht sehr anstrengend? Egal, mit welcher Ausrede Sie mir kommen. Ich habe sie schon alle gehört.« Hier ist er und ich frage mich, warum ich mir vorhin Gedanken darüber gemacht habe.

»Mr. Poetig, bitte entschuldigen Sie mein Zuspätkommen. Wird nicht mehr vorkommen.«

»Das will ich hoffen«, meint er und ich schüttele den Kopf. »Was hocken Sie da noch rum? Das Meeting fängt in zehn Minuten an. Ich muss mit Ihnen noch einmal über ihren Vorschlag unterhalten.« Toll! Aus ist der Traum und ich schnappe mir die Unterlagen für das bevorstehende Meeting und schleppe mich in sein Büro, welches ich mehr als auswendig kenne.

Nachdem ich die Tür geschlossen habe, drückt mich etwas Hartes gegen die Tür.

»Du warst so geil gestern Nacht, Kevin«, haucht genau dieser Chef und leckt mir übers Ohr.

»Das ist keine gute Idee. Das Meeting fängt gleich an.«

»Keine Sorge, ich habe es verschoben. Ich will jetzt nur noch dich!« Ich lasse die Unterlagen fallen und versinke total in sein Liebesspiel.

Nachdem er mich kommen lassen hat, drehe ich mich zu ihm um und gebe ihm einen leichten Kuss auf seine Lippen. Tief blickt er mir in die Augen.

»Ich glaube, ich habe mich in dich verliebt«, flüstert Stephan.

»Hmm, dito.« Wieder treffen sich unsere Lippen.

Die letzte Nacht war mehr als nur unfassbar. Sie war der Wahnsinn.


Info:

Kapitel 1 ist ein Teil - bekannt unter - "Unfassbare Begegenung" der »365 Geile Nacht Geschichten - Januar Band 6.2« von den Homo Schnuddel Nudeln - bleibt so, wie es veröffentlicht wurde. Vielen Dank.

Es war mir eine Freude, mitwirken zu dürfen.

mfg. Conny J. Gross