Die Flügel der Drachenflut

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Zusammenfassung

Zusammenfassung – Die Flügel der Drachenflut In einer Welt, in der die Elemente aus dem Gleichgewicht geraten und unaufhaltsame Stürme die Küsten verwüsten, entdeckt die Kartografin Lyara Vaelthorne eine alte Karte, die zu den verborgenen Dracheninseln führt. Die Drachen, einst die Hüter der Elemente, wurden vor Jahrhunderten verbannt – doch nun deutet alles darauf hin, dass ihre Rückkehr bevorsteht. Zusammen mit dem geheimnisvollen Drachenflieger Rhydor Kaelvaris begibt sie sich auf eine gefährliche Reise über stürmische Meere und durch vergessene Tempel, immer verfolgt von den dunklen Kriegern des Zirkels der Stummen Flamme, die das Gleichgewicht der Welt für ihre eigenen Zwecke nutzen wollen. Doch je näher Lyara der Wahrheit kommt, desto mehr wird ihr bewusst, dass die Drachen nicht die einzige Macht sind, die unter den Wellen verborgen liegt. Die Träne von Veythar, ein uraltes Artefakt, birgt die Kraft, die Elemente zu beherrschen – oder die Welt zu vernichten. Und als sich der letzte Kampf über den Himmeln und Meeren entfaltet, muss Lyara sich einer unmöglichen Wahl stellen: Soll sie die Drachen zurückholen oder die Welt vor der Flut retten? Das Schicksal der Welt entscheidet sich mit einer einzigen Tat. Und nichts wird mehr so sein, wie es einmal war.

Genre:
Fantasy
Autor:
Tamara
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
32
Rating
n/a
Altersfreigabe
16+

Prolog: Die Legende der Drachenflut

Es begann mit Feuer.

Nicht dem Feuer, das in den tiefen Essen der Schmieden loderte, nicht dem, das in den Herden der Menschen Wärme spendete. Es war das Feuer, das Sterne formte und Welten zerschlug. Das Feuer der Drachen. Sie waren die ersten Hüter der Elemente, gebunden an den Atem des Windes, das Grollen der Erde, den Tanz der Wellen und die wütende Glut, die tief im Herzen der Welt schlummerte.

Die Drachen waren keine Herrscher, keine Tyrannen, wie es die Chroniken der Menschen später erzählten. Sie waren Bewahrer. Wächter eines Gleichgewichts, das älter war als die ersten Könige, älter als die ersten Kriege. Doch die Menschen sahen in ihrer Macht nicht die Ordnung, sondern eine Bedrohung.

Und so begannen die Lügen.

Die Götter hätten den Drachen ihre Macht genommen. Die Elemente hätten sich gegen sie gewandt. Doch es war nichts weiter als ein gut getarnter Verrat. Die Fürsten der alten Königreiche hatten sich verbündet, ihre Magier hatten die Luft vergiftet, ihre Schwertmeister Klingen aus verdorbenem Silber geschmiedet, das selbst die mächtigsten Schuppen durchtrennte. Die Menschen, klein, schwach und zahlreich, hatten getan, was sie am besten konnten – sie hatten gefürchtet. Und aus dieser Furcht heraus hatten sie zerstört.

Die letzten Drachen wurden nicht einfach besiegt. Sie wurden verbannt.

In einer einzigen Nacht – einer Nacht, in der die Sterne blutrot brannten und die Erde selbst zu schreien schien – schufen die größten Zauberer ihrer Zeit eine Flut, die die Himmel ertränkte. Die Meere stiegen, verschlangen Städte und Küsten, während die Drachen, einst fliegende Feuer Stürme am Firmament, in die tiefsten Abgründe der Ozeane stürzten.

Dort, in der bodenlosen Schwärze unter den Wellen, wo kein Sonnenstrahl je reichte, wurden sie gefangen. Ihre Flügel verstummten, ihre Stimmen erloschen. Doch ihre Herzen – ihre Herzen brannten weiter.

Bevor der letzte von ihnen fiel, sprach der Drachenkönig eine Prophezeiung aus.

„Wenn die Fluten sich erheben und der Himmel brennt, wird die letzte Flamme die Welt neu entfachen.“

Die Worte hallten durch die Zeit, von Generation zu Generation weitergegeben, bis sie nichts weiter waren als ein Märchen. Eine alte Geschichte, um Kinder zu erschrecken, um Schriftrollen zu füllen, um in den Schenken über Feuer und Wein geflüstert zu werden.

Doch Legenden sind kein bloßer Staub der Vergangenheit. Sie sind Scherben einer Wahrheit, die zu groß ist, um sie zu vergessen.

Denn unter den Wellen – tief in der Finsternis, wo die Menschen nicht sehen können – bewegte sich etwas. Langsam. Unerbittlich.

Etwas, das lange geschlafen hatte.

Etwas, das erwachte.