Lesbarkeit anpassen
Aa

Business Casual – Spiel mit dem Feuer

Alle Rechte vorbehalten ©

Zusammenfassung

18+ mit đŸŒ¶ïž Szenen Addison Parker hat Noah Carson seit acht Jahren nicht mehr gesehen. FrĂŒher war er der beste Freund ihres Ă€lteren Bruders Caleb, den Addison bereits als Teenager heimlich bewunderte – heute ist er ein skrupelloser Tech-MilliardĂ€r, der ein globales Imperium aufgebaut hat und dazu verdammt gut aussieht. Als die beiden sich unerwartet auf einem Firmenevent wiedersehen, ist die Chemie zwischen ihnen sofort spĂŒrbar. WĂ€hrend sie anfangen, beruflich zusammenzuarbeiten und sich wieder nĂ€herkommen, verschwimmen die Grenzen zwischen Business und Pleasure immer mehr. Kann Addison der Versuchung eines Mannes widerstehen, zu dem sie sich schon immer hingezogen fĂŒhlte?

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
32
Rating
4.7 74 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Addison Parker:ï»ż

„Hi, ich bin Addison Parker und mir gehört Ap Tech. Ja, es ist ein Startup und ich bin noch ziemlich neu im GeschĂ€ft. Aber ich bin 28 Jahre alt und bereit, die Tech-Welt zu erobern.“ Ugh. So ein verdammter Mist. Was war das denn? Eine Vorstellung fĂŒr DrittklĂ€ssler? Versuch’s noch mal, sagte ich mir.

Ich holte noch einmal tief Luft. Dann bereitete ich mich auf einen weiteren, ebenso furchtbaren Versuch vor.

„Hi, ich bin Addison Parker und mir gehört Ap Tech. Sicher, es ist ein Startup, aber ich bin mit der Firma gewachsen. Ap Tech ist eine neue Plattform fĂŒr mentales Wohlbefinden. Wir verbinden Neurowissenschaften, kĂŒnstliche Intelligenz und personalisiertes Gesundheits-Tracking. So verĂ€ndern wir die Art, wie Menschen mit Stress, Burnout und Emotionen umgehen. Das ist das nĂ€chste Level – wortwörtlich. Wir revolutionieren die Nutzung von kĂŒnstlicher Intelligenz.“ Ich zwang mir ein LĂ€cheln ab, wĂ€hrend ich in den Spiegel starrte. Perfekt, absolut perfekt. Besser hĂ€tte ich es nicht sagen können. Überhaupt nicht.

Ich fĂŒhlte mich fast bereit, diese Rede heute Abend ein paar hundert Mal zu halten. Obwohl ich das ganz sicher nicht war.

Aber ich musste zumindest so tun als ob.

Der Druck war riesig. Es war mein erster öffentlicher Auftritt mit meinem Startup.

Ich saß tief in der Kreide, machen wir uns nichts vor. Trotz meiner Ersparnisse reichte das Geld hinten und vorne nicht. GeschĂ€ftskredite waren teuer, so richtig verdammt teuer.

Ich musste einen Weg finden, alles zurĂŒckzuzahlen. Also war ich hier auf einem Marketing-Event, um Investoren zu finden und meine Firma bekannt zu machen.

Wenn ich ehrlich bin, ist es wie bei jeder Dienstleistung, bei der man sich selbst verkauft.

Vielleicht verkaufe ich nicht meinen Körper, aber ganz sicher ein StĂŒck meiner Seele.

Ein Startup zu grĂŒnden und aufzubauen war kein Zuckerschlecken. Es war nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, wie man vielleicht denkt. Und glaubt mir, man denkt es – laut den Medien ist es kinderleicht.

Aber davon war es meilenweit entfernt.

Es war schwer, Investoren zu finden, außer es waren Frauen. Frauen unterstĂŒtzten gerne andere Frauen. Aber MĂ€nner waren eine ganz andere Geschichte. Die als Investoren zu gewinnen, war viel hĂ€rter.

Erfolg flog einem nicht einfach zu. Nicht jeder konnte ĂŒber Nacht zum Tech-Mogul werden, so wie manche MilliardĂ€re.

Ein Paradebeispiel kenne ich selbst. Oder besser gesagt – kannte ich.

Noah Carson.

Noah Carson war alles andere als gewöhnlich. Seine Familie besteht aus MillionÀren. Meine Familie ist auch wohlhabend, versteht mich nicht falsch, aber kein Vergleich zu Noahs Leuten. Er wurde ins Geld hineingeboren. Es war sein Schicksal, noch reicher zu werden.

Das bringt mich zum nĂ€chsten Punkt. Es ist der Hauptgrund, warum ich ĂŒberhaupt ĂŒber jemanden rede, den ich mal kannte. Er hat auch ein Tech-Startup gegrĂŒndet. Mittlerweile ist es aber kein Startup mehr. Er ist jetzt weltweit im GeschĂ€ft und MilliardĂ€r. Wie gesagt, er war dazu bestimmt, noch reicher zu werden.

Warum ich in die Tech-Branche gegangen bin? Nun, zum Teil liegt das an Noah und an meinem großen Bruder Caleb, der zufĂ€llig sein bester Freund war. Caleb und Noah waren verrĂŒckt nach Technik, als das noch gar kein Trend war. Sie waren krasse Gamer. Außerdem waren sie besessen vom Programmieren und schĂŒrften sogar Bitcoins. Lauter Zeug, fĂŒr das sich normale Jungs nicht interessierten. Mit anderen Worten: Sie waren Nerds. Beeindruckende Nerds, die trotzdem MĂ€dels abbekamen, aber eben Nerds.

Ich fing an, mich auch fĂŒr Technik und Code zu begeistern – und fĂŒr alles, was mit Noah zu tun hatte. Dabei war ich nur die nervige kleine Schwester, die Caleb am liebsten losgeworden wĂ€re.

Ich war ein „Unfall“, meine Eltern hatten mich nicht wirklich geplant. Das sorgte fĂŒr einen großen Altersunterschied von acht Jahren. Als Caleb 18 war, war ich 10. Als ich 12 war, war Caleb 20. Als ich 18 war, war er 26. Und Noah auch. Ihr versteht schon. Zwischen Caleb und mir liegen acht Jahre – und zu Noah auch.

Das klingt besessen, und als ich jĂŒnger war, war ich das auch.

Ich war verdammt besessen, wie ein nerviges Teenie-MÀdchen eben. Aber die Zeit Àndert alles.

Meine Besessenheit verschwand, weil Noah und Caleb einfach aufhörten, Freunde zu sein.

Und Mann, ich bin sicher, Caleb bereut es heute. Vor allem, wenn er sieht, wie gut es fĂŒr Noah und seine Firma lĂ€uft.

Aber so ist das Leben. Es dreht sich wie der Wind. Freundschaften sind wie eine Brise, die die Erinnerungen einfach davonweht.

Wie auch immer, ich war Noah Carson seit acht langen Jahren nicht mehr begegnet. Und ich hatte nicht vor, dass sich das heute Abend Ă€ndert. Obwohl die Chance bei einer Konferenz fĂŒr Tech-Unternehmer natĂŒrlich groß war.

Aber ich war schon immer Optimistin, also sollte ich jetzt nicht damit aufhören. Schon allein um meine Nerven zu beruhigen.

Ich stieß einen schweren Seufzer aus und sah mein Spiegelbild an. Perfekte Haltung, lange blonde Haare, ein bisschen zu viel schwarzer Eyeliner und ein nervöses Zucken im Auge. Japp, ich bin ĂŒberhaupt nicht bereit.

Du schaffst das, Addison, sagte ich mir.

Aber ein Teil von mir zweifelte daran. Ich fĂŒhlte mich nicht so, als hĂ€tte ich alles im Griff.

Die NervositĂ€t lastete auf mir. Es fĂŒhlte sich an, als wĂŒrde ich in knietiefem Wasser ertrinken. Normalerweise bin ich eine fantastische Schwimmerin. Aber jetzt konnte ich meine Beine kaum bewegen.

Ich brauchte einen Drink, das wĂŒrde helfen.

Ich goss mir schnell ein riesiges Glas Wein ein. Ein Glas, das so randvoll war, dass man den Kopf senken musste, um einen Schluck zu nehmen, bevor man es ĂŒberhaupt anheben konnte. Ja, genau das brauchte ich jetzt.

Ich kippte den Wein in weniger als einer Minute runter. Sofort spĂŒrte ich, wie der Alkohol mich wĂ€rmte und mir das Selbstvertrauen gab, das ich so dringend suchte.

Die Augen halb geschlossen, eine Weinfahne und ein Funken falscher Mut – ich war bereit fĂŒr die Nacht.

Ich war bereit, Investoren davon zu ĂŒberzeugen, dass mein Startup genau das richtige fĂŒr sie war.

Ich war Addison Parker, Absolventin der Northwestern University, 28 Jahre alt, hĂŒbsch und schlau. Ich wusste, wovon ich redete. Ich hatte die Firma mit vielen schlaflosen NĂ€chten aufgebaut, angetrieben von Koffein und nur drei Stunden Schlaf. Meine Ausdauer ist unschlagbar, meine Arbeitsmoral einzigartig und ich gebe niemals auf. Ich konnte das schaffen. Ich wĂŒrde es schaffen.

Mit einem Klick auf mein Handy bestellte ich ein Uber. Ich wartete ungeduldig fĂŒnf Minuten, bis das Auto mit Warnblinker vor meinem Reihenhaus hielt. Ich wohnte in Back Bay in Boston. Es war gemĂŒtlich und fĂŒhlte sich nach Zuhause an. Ich mochte es, dass es mitten in der Stadt lag, aber von so viel Geschichte umgeben war.

WĂ€hrend der Fahrt starrte ich aus dem Fenster auf die Lichter der Stadt, die historischen GebĂ€ude von Boston und die hĂŒbschen Seitenstraßen aus Kopfsteinpflaster.

Etwa 20 Minuten spÀter hielt der Wagen vor dem Boston Hilton in der Innenstadt. Dort sollte das Networking-Event stattfinden.

Als ich ausstieg, ĂŒberkam mich ein mulmiges GefĂŒhl.

Es war dieses „Ach du Scheiße“-GefĂŒhl, das nie etwas Gutes bedeutete.

Ich wusste nicht genau, warum, aber meine FĂŒĂŸe fĂŒhlten sich bleischwer an. Ich ging auf den eleganten Steineingang des Hilton zu, der in warmes, goldenes Licht getaucht war. Es gab sogar einen Portier. Am Eingang standen zwei MĂ€nner in schwarzen AnzĂŒgen mit ernsten Mienen – Sicherheitsleute. Security war bei solchen Events normal, aber die Art, wie sie alles scannten, machte mich stutzig. Ich bekam wieder dieses flaue GefĂŒhl im Magen.

Sobald ich eintrat, spĂŒrte ich es wieder. Ich sah mich in der Lobby um, blickte zu den hohen goldenen Decken hoch, wĂ€hrend um mich herum GelĂ€chter erklang.



Lass Daphne Anders wissen, was du von diesem Kapitel hÀltst!
Ich liebe es

93

Ich liebe es

Lustig

16

Lustig

Pikant

7

Pikant

Spannend

40

Spannend

Emotional

15

Emotional

TiefgrĂŒndig

12

TiefgrĂŒndig

HerzerwÀrmend

15

HerzerwÀrmend

Schockierend

10

Schockierend

Gutes Schreiben

48

Gutes Schreiben

Überzeugende Handlung

38

Überzeugende Handlung

Toller Charakter

37

Toller Charakter

Starker Dialog

23

Starker Dialog

3 vorherige Kommentare anzeigen

author

💕

8 Monate
2
author

Great start...already hooked...think i am going to love Addison😁...how can you not love someone who sculls a glass of wine like it is waterđŸ˜đŸ˜‚đŸ€Ł

3 Monate
2
author

Great start. I’m looking forward to reading more ! đŸ˜ŠđŸ„°

ein Monat
1