The other world

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Zusammenfassung

Lilian ist ein normales Mädchen. In einer normalen Stadt. Mit einem normalen Leben. Nun ja, das dachte sie jedenfalls. Bis ein unbekannter Junge ihr Dinge erzählt die sie an ihrem Verstand zweifeln lässt...

Status:
In Arbeit
Kapitel:
1
Rating
n/a
Altersfreigabe
13+

EINS

„Endlich Ferien!“ jubelte mein bester Freund Lyon und stürmte aus dem Klassenzimmer. Ich fing an zu Lachen und stürmte ihm hinterher. Auf den Gängen gab es dichtes Gedränge. Jeder wollte so schnell wie möglich aus der Hölle, die sich Schule nennt. So auch ich und Lyon. Nur hatte mein bester Freund aufgrund seiner Größe und Stärke kein Problem damit sich durch die Menge zu kämpfen. Ich die viel kleiner und schwächer war musste sich irgendwie durchschlängeln. Leichter gesagt als getan. Ich wollte Lyon einfach hinterhergehen, verlor ihn jedoch aus den Augen. Natürlich mussten irgendwelche riesigen Arschlöcher vor mir gehen, sodass ich nicht einmal seinen Kopf sehen konnte. Ich hasse es manchmal so klein zu sein. Als ich endlich durch die großen Schultore ins Freie trat, sah ich meinen Freund schon auf mich warten. Er winkte mir zu und schrie über die Menschenmassen: „Zum Glück bist du lebend rausgekommen. Ich dachte schon ich muss noch einmal in dieses schreckliche Gebäude rein und deine Leiche suchen.“ Ich verdrehte die Augen und grinste. Ich bezweifelte das er, selbst wenn meine Leiche drin liegen würde, freiwillig einen Schritt in das Schulgebäude machen würde. Lieber würde er sich vorher erschießen. Aber er hatte Recht es war lebensgefährlich aus der Schule rauszukommen. Ich selbst wurde ein paar Mal zusammengequetscht und ich bin mir sicher das ich auch ein paar blaue Flecken hatte. „Können diese Behinderten Kinder nicht einfach normal rausgehen? Diese paar Minuten machen jetzt auch keinen Unterschied. Ich wurde fast zu einem Sandwich.“ Beschwerte ich mich lautstark bei ihm. „Wärst du schneller gewesen hättest du dich nicht zusammenquetschen müssen. Ich hätte dann aber wenigstens, was zum Essen gehabt.“ Er wollte mich Essen??? Seine eigene beste Freundin. Boah, war er nett zu mir. „Auf was warten wir eigentlich noch? Lass uns gehen und die Sommerferien genießen.“ Zwei ganze Monate befreit von der Schule und allen Pflichten, die ein Jugendlicher so hatte. Man konnte einfach Spaß haben und man musste sich keine Sorgen machen, ob man Ärger bekam, wenn man zu spät in die Schule kam. „Wir müssen noch auf Leana warten. Sie kommt ja mit ins Freibad.“ Leana ist meine beste Freundin und neben Lyon meine engste Vertraute. Sozusagen waren wir drei eine Clique. „Ich dachte sie darf nicht mit?“ „Jetz schon ich habe meine Eltern so lange genervt, bis sie ja gesagt haben. Und vielleicht habe ich ein bisschen auf Mitleid gemacht weil wir ja nur mehr bis Montag was zusammen machen können“ Da war sie ja schon. Sie war 15 Jahre alt, die jüngste aus unserer Gruppe. Lyon wurde in ein paar Monaten 17 und ich war seit drei Wochen 16. Leana wurde erst in drei Monaten 16. Sie hatte lange, dunkelbraune- fast schwarze Haare, grüne Augen, und war wie ich 1,66 groß. Und ja ich und sie waren wirklich gleich groß. Lyon hatte kurze, schwarze, immer gestylte Haare. Er war 1,78 groß und breit gebaut. Achso bevor ich es vergesse: Ich bin Lilian Melevan, lange, schwarze Haare, blaue Augen und (fast) immer gut gelaunt. „Ja warum musst du auch die gesamten Sommerferien in Italien sein?“ seufzte Lyon. „Ist ja nicht so als ob ich mir das ausgesucht hätte. Viel lieber wäre ich bei euch gebliebn aber meine Eltern haben den Urlaub ja gebucht ohne mit mir darüber zu sprechen.“ .“ „Das ist so unfairrrr!“ maulte ich. „Wir finden es alle unfair. Können wir jetzt gehen? Ich will nicht noch mehr Zeit hier verschwenden.“ Er hasste Schule wirklich. Keine Ahnung, was es ihm angetan hat, aber es musste wirklich schlimm sein. Was labere ich hier. ER hat einfach kein bock auf schule. Wie jeder. Ich ja eigentlich auch. Die Schule konnte ihm ja gar nichts getan haben. Jetzt haben wir endlich Ferien nur leider konnte wir nur 2 Tage zu dritt verbringen. . „Ja lass uns gehen. Ich hoffe jeder hat seine Schwimmsachen mit weil ich habe keine Lust noch mal nach Hause zu gehen und sie zu holen.“ Sagte Leana zu uns. Wir gingen vom Schulgelände in Richtung des Schulparkplatzes. Ja Lyon hatte schon seinen Führerschein und ein eigenes Auto. Einen Mercedes, um genau zu sein. Ich weiß nicht, was alle immer mit ihrem Mercedes haben. Diese Marke war so scheiße. BMW war viel besser. Wenn ich meinen Führerschein und genug Geld hatte dann kaufe ich mir auch einen BMW. Der Parkplatz der Schule war ein paar Straßen weiter. Fragt mich nicht, warum es Schulparkplatz hieß. Es gehörte ja nicht einmal zum Schulgelände. Wir sollten froh sein das wir überhaupt einen Parkplatz haben, das hatte die Schule zu uns gesagt. „Kannst du dich das nächste Mal nicht einfach in die Nähe von der Schule stellen? Bei diesem Supermarkt Parkplatz? Ein paar anderen aus der Schule stehen doch auch immer dort.“ Schimpfte ich, genervt so weit gehen müssen. „Nur ich hab im Gegensatz zu den anderen ein Problem damit, wenn mein Auto abgeschleppt wird. Der Supermarkt ist Privatgelände und das weißt du ganz genau. Wenn du einmal ein Auto hast, kannst du gerne dort stehen aber mein Auto bekommst du dort nicht hon.“ widersprach er mir. „Lilian hat aber Recht, es nervt schon das wir so lange zum Auto gehen müssen. Ich habe noch nie davon gehört das dort jemals ein Auto abgeschleppt worden ist.“ fügte Leana hinzu. „Dann fahr doch mit einem dieser Idioten im Auto mit. Dann musst du nicht so weit gehen.“ Brummte er. „Ich habe nicht gesagt das ich mit denen mitfahren will. Die die dort stehen sind arrogante Arschlöcher.“ Er zog seine Augenbrauen zusammen. „Dann wäre ich, wenn ich dort stehe, doch auch ein arrogantes Arschloch, oder nicht? Ihr werdet die fünf Minuten die wir dort hingehen müssen, schon überleben.“ Ich schüttelte den Kopf. „Nein ich werde das nicht überleben, ich hab nicht mehr die Energie dazu und Lust habe ich auch keine. Ich denke aber das du so oder so ein arrogantes Arschloch bist, egal ob du dort stehst oder nicht. Ist wirklich nicht böse gemeint aber es ist die Wahrheit.“ „Oh danke, du bist wirklich nett zu mir.“ Ich grinste ihn an. „Ich weiß, oder?“ Er schüttelte lachend den Kopf. „Können wir jetzt einfach zum Auto gehen und uns nicht darüber streiten, wo ich stehen soll und wo nicht? Sonst sind alle guten Plätze im Freibad weg.“ Murrte Lyon. Wir gingen jetzt etwas zügiger und redeten über alles, was wir im Sommer machen sollten. Also ich und Lyon, Leana fügte nur ein Paar Sachen hinzu die wir unbedingt machen müssen. „Ah, Lyon hat Angst sein Auto vor den Supermarkt zu stellen, wahrscheinlich kriegt er sonst Ärger von seinen Eltern. Oh, warte Mal das Auto ist ja eh nur Schrott dafür kriegt man keinen Ärger. Sie sind dann froh, dass das Auto weg ist.“ Hörten wir eine spöttische Stimme neben uns. Schon als ich das Auto sah, wusste ich wer das war. Noah Cooper. 17 Jahre alt, arrogant, Mädchenschwarm, hübsch, reich. Braune Haare, Blaue Augen, und einfach nur hübsch. Der beliebteste Junge der Schule. Keiner wusste es, aber insgeheim war ich ein wenig verleibt in ihn. Wenn ich es meinen beiden Freuden erzählen würde, würden beide mich hassen. Ich und er hatten eigentlich nichts gegeneinander. Um ehrlich zu sein wusste ich nicht, was unsere Freundesgruppen gegeneinander hatten. Irgendwas muss zwischen meinen beiden Freunden und Coopers Freundesgruppe passiert sein. „Cooper, halt deine Klappe. Mein Auto ist mehr wert als dein Auto und deine Ehre zusammen. Also lass uns in Ruhe und fahr weiter.“ Knurrte er wütend. „Was redest du da er hat gar keine Ehre, die man kaufen könnte.“ „Pass auf was du sagst Leana. Lilian willst du nicht bei uns mitfahren, wir haben noch einen Platz frei. Alle wissen doch wie sehr du BMWs liebst.“ Lieber würde ich sterben als in sein Auto zu steigen. Auch wenn es ein BMW ist, meine Freunde lass ich nicht im Stich. „Danke für das Angebot aber nein danke.“ Noah der mich zuvor noch angegrinst hätte schaute mich jetzt genervt an. „Wie du willst Meläna. Dann bekommst du eben einen schlechten Platz im Freibad selbst Schuld.“ „Lieber ein schlechter Platz im Bad als meine Freunde im Stich zu lassen. Aber davon hast du keine Ahnung, in deinem Leben hattest du nämlich noch nie wahre Freunde.“ Antwortete ich kalt. „Dann häng weiter bei den Losern ab.“ Mit diesen Worten trat er aufs Gaspedal und war weg. „Ehrlich jetzt was genau habt ihr euch angetan das ihr so einen Hass gegeneinander habt?“ Fragte ich. „Gar nichts!“ reif Lyon etwas zu schnell. Misstrauisch sah ich ihn an. „Man merkt es. Könnt ihr es mir nicht einfach erzählen?“ Ich hasste es wenn wir Geheimnisse voreinander hatten. Sie wussten alles über mich. Außer vielleicht das ich Crush auf Noah hatte, das sagte ich ihnen aber aus Selbstschutz nicht. Sie würden ausrasten, wenn ich ihnen das sagen würde. „Es ist nichts. Glaub uns. Wir sind doch Freunde, wir würden dir alles erzählen.“ Versuchte Leana mich zu beruhigen „Dann sagt mir doch einfach, was das Problem ist!“ rief ich leicht wütend. „Es gibt kein Problem. Warum bist du so paranoid?“ sagte Lyon scharf. Paranoid? Was für. Ich will doch nur wissen, warum sie sich hassen. „Ich bin nicht paranoid, ich will nur wissen warum ihr euch immer streitet. Ich will nicht immer in etwas reingezogen werden das aus meiner Sicht grundlos ist.“ „Leute hört auf darüber zu streiten. Wir könne das auch normal klären.“ Versuchte Leana die Situation zu retten. Und scheiterte kläglich. „Sie hat ja angefangen, nicht ich.“ Ich verdrehte die Augen. Kann man jetzt nicht einmal fragen, oder was? „Ich will ja nur wissen, warum ihr euch so hasst. Wenn es keinen Grund gibt, dann ist es okay, aber dann zieht mich nicht mit rein.“ Offenbar hatte ich das falsche gesagt, denn er rief wütend. „Wenn es dir ja so viel ausmacht, dann geh doch zu Cooper. Sogar ein Blinder merkt das du auf ihn stehst! Glaub nicht ich hätte das nicht bemerkt.“ „Vielleicht tuh ich das ja wirklich! Bei denen ist es wahrscheinlich eh viel besser. Und ich steh NICHT auf ihn!“ Er schnaubte verächtlich: „Ja genau. Rede dir das nur weiter ein.“ Wütend drehte ich mich um und ging weg. So viel dazu gemeinsam den Tag in Freibad zu verbringen und das alles nur weil es einen Scheiß Beef mit diesem Cooper gibt. An einer roten Ampel blieb ich stehen und holte mein Handy aus der Hosentasche und sah das ich eine Nachricht von Leana hatte. Von Leana. (L=Lilian, Le= Leana)

Le: Sorry, wegen Lyon. Kann verstehen, wenn du nicht mehr mit schwimmen gehen willst. Wirklich ich wollte es dir schon länger erzählen, aber Lyon hat mir verboten etwas zu sagen.

Er hat ihr verboten mir etwas zu sagen? Was zum…?

L: Alles gut 😊Bin dir eh nicht böse. Nur ein bisschen auf Lyon. Ich werde nach Hause gehen und bei meinem neuen Beat weiter machen.

Ich machte leidenschaftlich Beats. Sozusagen war ich ein Hobby DJ. Viele Leute von meiner Schule fragen mich nach Musik wenn sie eine Party schmeißen.

Le: Oh okay. Schade. Ich hoffe wir klären das, damit wir noch was zusammen unternehmen können.

L: Hoffe ich auch. Viel Spaß euch im Schwimmbad.

Le: Thxxxx

Ich steckte mein Handy zurück in die Hosentasche und ging weiter über die mittlerweile grüne Ampel. . Nach dem halben Weg überkam mich ein ungutes Gefühl. Kennt ihr das wenn ihr plötzlich das Gefühl habt beobachtet zu werden? Genau dieses Gefühl hatte ich gerade. Unbehaglich schaute ich zurück. Da war niemand. Außer ein Typ mit einem Kapuzenpulli der ein paar Meter hinter mir ging. Ich schätzte ihn auf 17. Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Sein Gesicht konnte ich nicht erkennen. Ich schaute noch einmal zurück. Er sah auf und starrte mir direkt in die Augen. Ab der Sekunde, in der wir Augenkontakt hatten, überkam mich eine Gänsehaut. Ich war wie in Trance, um mich herum bekam ich nichts mehr mit. Der unbekannte Junge musterte mich aus seinen schwarzen Augen. Ich zuckte zusammen, als ich ein Hupen und das Quietschen von Bremsen hörte. Logischerweise hatte ich auch nicht mehr auf die Straße geachtet. „Sorry, war in Gedanken.“ Entschuldigte ich mich bei dem Autofahrer der mich gerade fast überfahren hätte. Mit wild klopfenden Herzen ging ich weiter. Als ich zurück blickte war der Junge verschwunden.