Trinkgeld für den Pagen - das Erlebnis einer NonCon Nacht

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Zusammenfassung

Die Neigung seit vielen Jahren ausleben und dabei alle möglichen Risiken eingehen oder Abenteuer erleben, ist das eine – etwas ganz anderes ist es aber, wenn man sich mit einem völlig Fremden auf eine NonCon Nacht einlässt! Wie gefährlich das Spiel mit einem Domherrn ist, den sie überhaupt nicht einschätzen kann, stellt sie sehr schnell fest. Kaum im Hotel angekommen, bietet er sie dem Pagen als Trinkgeld an, und damit nicht genug, darf dieser dann seine Kollegen einladen. Richtig schlimm aber wird es, als sie dann mit ihm alleine ist …

Genre:
Erotica
Autor:
Sisa Hagen
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
17
Rating
4.7 10 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Am Flughafen

Ich hatte ihn noch nie zuvor gesehen. Er war eine Internetbekanntschaft, wie etliche andere auch. Und trotzdem erkannte ich ihn auf den ersten Blick, als er am Münchner Flughafen inmitten der anderen Passagiere stand, die eben angekommen waren – und suchend in die Runde blickte.

Sekundenlang musterte ich ihn aus sicherer Entfernung heraus.

Im Stillen musste ich ihm bestätigen, dass er wirklich nicht schlecht aussah. Mit solchen Äußerungen war ich immer vorsichtig, wenn sie gemacht wurden. Denn dass er sich selbst für etwas Besonderes hielt, das war schon im Chat rübergekommen. Doch das hieß lange noch nicht, dass er es dann auch wirklich war.

Nun … er schaute wirklich gut aus. Daran war nicht zu rütteln. Er war attraktiv. Groß gewachsen, hatte dunkelblonde Haare, die fast schon ein wenig ins Braune tendierten und war mit einem schicken dunklen Anzug bekleidet. Der schmale Lederkoffer, den er in der Hand hielt, unterstrich noch den Anblick eines erfolgreichen Geschäftsmannes.

Ihn umgab ein Hauch von Macht, der selbst auf die Distanz hin spürbar war.

Im Prinzip hätte er nicht von den anderen Flugreisenden abstechen dürfen, diese Inlandsflüge wurden von vielen Geschäftsreisenden benutzt, und es gab etliche andere Männer, die ihm vom Erscheinungsbild her glichen – zumindest vom Outfit her.

Und doch war an ihm etwas, das ihn von den anderen unterschied.

Denn er war nach München gekommen, um mich zu treffen!

Ich wusste, noch konnte ich einen Rückzieher machen. Noch hatte er mich nicht gesehen.

Nervosität kribbelte in meinem Magen, während ich ihn aus sicherer Entfernung beobachtete.

Für einen Moment überlegte ich tatsächlich, ob ich diesmal nicht einen Fehler machte - auf meiner Suche nach dem ultimativen Kick. Nach dem großen Abenteuer, das mich aus der Eintönigkeit meines Alltags herausreißen sollte …

Er war kein Dom, wie es die anderen waren. Er wollte sich auf keine Abmachungen einlassen und schon gar nicht über irgendwelche Tabus sprechen. Hatte überhaupt nichts darüber verlauten lassen, wie er sich dieses Treffen vorstellte, noch was er für mich plante.

Erwartungen aber stellte er hohe – doch meine Neugier befriedigen wollte er nicht.

Irgendwie hatte er es dennoch geschafft, mir die Zusage zu einem Spiel ohne Regeln und Tabus abzuringen. Hatte mich mit meiner Abenteuerlust geködert, und dann meinen Leichtsinn mühelos gegen mich selbst ausgespielt. Und die Sucht, endlich herauszufinden, wo meine eigenen Grenzen lagen.

Er hatte versprochen, dass es ein unvergessliches Erlebnis für mich werden würde. Dass er der Mann sei, der mich bis über meine Grenzen hinausführen konnte. Und wenn er mit mir fertig wäre, dann wüsste ich erst, was Demut und Unterwerfung waren.

Ich glaubte ihm das nicht wirklich.

Aber was er mir damit in Aussicht gestellt hatte, das reizte mich trotzdem ungemein. Ich konnte es nicht lassen, ich konnte der Versuchung einfach nicht widerstehen. Und so hatte ich mich auf diese Geschichte eingelassen …

Ich gab mir einen Ruck. Setzte mich langsam wieder in Bewegung und ging auf das Terminal zu.

Mit klickenden Absätzen und wiegenden Hüften näherte ich mich ihm, und sprach ihn dann leise an.

"Hallo – ich glaube, du wartest auf mich, oder?"

Beim Klang meiner Stimme drehte er sich um und dann sah ich mich dem strengen Blick seiner Augen ausgesetzt. Sie waren hellblau, hatten einen stählernen Schimmer – und sie musterten mich abschätzend von oben bis unten, sodass mir bei diesem Blick ganz seltsam zumute wurde.

Du kommst zu spät, Süße …", wurde ich dann sogleich angeknurrt.

So gereizt klang er, dass ich sichtbar zusammenzuckte. Hastig wollte ich etwas zu meiner Verteidigung anbringen – schließlich konnte ich nun wirklich nichts für den Stau auf der Autobahn! – aber er hob einfach mit einer arroganten Geste die Hand und winkte ab.

"Später!"

Das kam wieder in einem Ton, der keinen Widerspruch duldete.

Ich schluckte unbehaglich an meinem Protest und seufzte dann leise, kaum hörbar. Obwohl ich ihn noch gar nicht kannte, stürzte mich dieser Mann schon in ein wahres Gefühlschaos, wie ich es selten erlebt hatte. Und ich machte eine für mich ganz neue Entdeckung: Ich "duckte" mich schon vor ihm, noch bevor ich mich ihm überhaupt anvertraut hatte!

Er grinste abfällig, dann sah er mich abwägend an. Sein Blick blieb an meiner Kleidung hängen.

Ich hatte mich sorgfältig für dieses Treffen angezogen und fand, dass ich in dem schwarzen, locker fallenden Blazer und dem engen schwarzen Rock gar nicht schlecht aussah.

Aber ihn interessierte etwas ganz anderes.

"Du trägst doch nicht etwa Unterwäsche, oder?"

Siedend heiß durchfuhr es mich. Oh du meine Güte! In meinem Eifer, ihm ja zu gefallen, hatte ich etwas Grundlegendes total vergessen. Er hasste Unterwäsche, und Bedingung für das Treffen war, dass ich nichts unter meiner Kleidung tragen würde.

Mein jähes Erröten war Antwort genug für ihn.

Seine Miene verdüsterte sich noch um ein paar Grade, dann schüttelte er den Kopf und seufzte entsagungsvoll. Noch ehe ich es verhindern konnte, öffneten seine Hände den Knopf an meinem Blazer und dann starrte er auf den schwarzen, matt schimmernden Satinbüstenhalter.

Sein Mund verzog sich noch etwas mehr.

"Ausziehen!"

"Hier?" krächzte ich ungläubig.

Ich traute meinen Ohren kaum. Schluckte. Wurde abwechselnd blass und rot. Starrte auf die Leute, die in der Eingangshalle des Flughafens an uns vorbei strebten, und ihm dann wieder ins Gesicht.

Doch er blieb unerbittlich. Kniff die Augenlider zusammen und brummte dann irgendwann herausfordernd: "Bitte – wenn du nicht willst, dann kann ich gleich wieder zurückfliegen!"

Es war seltsam, aber als er das sagte, sträubte sich alles in mir gegen die Möglichkeit, dass dieses Spiel schon vorbei war, noch bevor es richtig angefangen hatte.

Ich biss mir auf die Lippe und dann tat ich einfach, was er von mir verlangte – ungeachtet dessen, dass mein Herz mir bis zum Hals hochschlug und meine Handflächen vom Angstschweiß feucht wurden.

Ich versuchte dabei so unbeteiligt wie nur möglich auszusehen. Hob einfach die Hände an meinen Rücken und öffnete unter dem Stoff des Blazers die Häkchen am Büstenhalter. Dann zog ich mir die Träger durch die Ärmel und reichte ihm schließlich das gute Stück.

Völlig unbewegt nahm er es entgegen und steckte es in seine Jackentasche.

Sein Blick hing jetzt an meinen nackten Brüsten, die der Blazer kaum verdeckte. Die Sekunden schienen sich zu einer gefühlten Ewigkeit zu dehnen, als er mich anschaute.

Ich wagte es nicht, seinem Blick auszuweichen – geschweige denn, darauf zu achten, ob uns jemand anderer beobachtete. Starrte ihn an, wie das Kaninchen die Schlange und konnte kaum atmen dabei.

Seiner Miene war immer noch nicht zu entnehmen, was er dachte. Immer noch wirkte er völlig unbeteiligt und fast arrogant auf mich.

Am liebsten wäre ich weggelaufen …

Ich wusste, dass er mir das auch ansehen konnte.

"Lass mal fühlen, ob du geile Nutte schon nass bist!", sagte er plötzlich in das atemlose Warten hinein.

Ich zuckte bei dieser ordinären Titulierung zusammen, aber da war es schon zu spät.

Er machte einen Schritt nach vorne und kam mir so nah, dass wir uns fast berührten. Seine Hände legten sich prüfend auf meinen Hintern. Streichelte die pralle Wölbung. Er verharrte kurz, als er die Träger meines Strapses spürte, und dann legte er seine flache Hand auf meinen Bauch. Glitt damit aufreizend langsam nach unten.

Aufgeregt erschauderte ich, da er mir seine Finger durch den Stoff des Rockes hindurch zwischen die Schenkel schob, in meine Spalte hinein. Er drückte ihn rein, bis der Stoff so sehr spannte, dass es weiter nicht mehr ging.

Sicher konnte er fühlen, dass ich kein Höschen trug. Ich trug so gut wie nie ein Höschen – eine kleine Marotte von mir. Wenigstens das kam seiner Abneigung für Unterwäsche entgegen!

Schließlich nahm er die Hand wieder weg. Er schaute mich hämisch an und grinste, ziemlich abfällig diesmal.

So kam es mir jedenfalls vor.

Beschämt senkte den Kopf und schaute nach, was ihn so belustigt hatte – und errötete jäh, als ich die Bescherung sah. Der nasse Fleck, der sich an dieser Stelle zeigte, an der mich gerieben hatte, war unübersehbar. Er hatte die Baumwolle dunkel gefärbt.

Zögernd schaute ich ihm wieder ins Gesicht.

Ich musste zugeben, plötzlich war ich in einer Situation, wo ich selbst nicht mehr so recht wusste, was ich nun tun sollte – oder was er von mir erwartete. Ich hatte mich auf völliges Neuland begeben, indem ich mich auf dieses Date eingelassen hatte, und das verunsicherte mich nun total.

"Gehen wir!" beschied er mir ansatzlos.

Es schien fast, als hätte er eine Entscheidung getroffen.

Eine, die zu meinen Gunsten ausgefallen war. Geschmeidig bückte er sich nach dem Aktenkoffer, den er zuvor neben sich abgestellt hatte.

Sekundenlang war ich wie erstarrt, dann knöpfte ich hastig meinen Blazer zu. Erst jetzt warf ich einen schnellen Blick in die Runde, aber es schien wirklich, als hätte niemand das Intermezzo beobachtet. Oder kam es mir nur so vor, weil ich wollte, dass es niemandem aufgefallen war?

Ohne weiter auf mich zu achten, wandte er sich einfach zum Gehen und steuerte nun den Taxistand vor dem Eingang an. Eilig folgte ich ihm, etwas unsicher auf meinen hohen Absätzen – verflucht, warum waren meine Knie immer noch so weich? – und dann sank ich neben ihm mit einem heimlichen Aufatmen in das Polster des Rücksitzes.

Der Fahrer schaute neugierig in den Rückspiegel.

"Welches Hotel?", knurrte der Mann neben mir ziemlich gereizt und schnell nannte ich dem Taxifahrer – wieder einmal heftig errötend – den Namen des Hotels.

Als wir das Date verabredet hatten, sagte er mir, Geld wäre Nebensache. Er wünschte ein Zimmer in einem wirklich guten Hotel, und nachdem ich mich umgehört und informiert hatte, war mir mehrmals von verschiedenen Seiten dieses Nobelhotel in der Innenstadt empfohlen worden.

Er schien tatsächlich zufrieden mit meiner Wahl, denn er nickte beifällig.

Gott sei dank, dachte ich mir im Stillen. Wenigstens ein Pluspunkt, den ich sammeln konnte. Bisher hatte ich ja kaum einen besonders intelligenten Eindruck vermitteln können …

Doch diese Einschätzung war ein Irrtum. Er neigte den Kopf leicht in meine Richtung.

"Freue dich nicht zu früh, Süße, der Patzer mit dem zu spät kommen ist noch nicht vergessen", raunte er so leise, dass nur ich es hören konnte.

Unbehaglich zog ich die Schultern hoch und wich seinem Blick aus. Starrte blind aus dem Fenster auf den Verkehr, der immer dichter wurde, je mehr wir uns München näherten. Worauf hatte ich mich da nur eingelassen? Ehrlich gesagt, ich wusste es nicht. Sollte ich nun freudig erregt sein über die Art, wie diese Geschichte ablief - oder mich vor Angst krümmen und mich nach einer Fluchtgelegenheit umsehen, um noch einmal glimpflich davon zu kommen?

So oder so, ich wusste es einfach nicht …