The Beta's Missing Mate (Band 16 der The Regal Eclipse Pack Serie)

Alle Rechte vorbehalten ©

Zusammenfassung

Aidan Asgrim hätte nie erwartet, seiner Gefährtin in einer Bar zu begegnen, und kann ihrer Schönheit nicht widerstehen. Er nimmt sie mit in sein Hotelzimmer und schenkt ihr die Nacht ihres Lebens, doch als er am nächsten Morgen aufwacht, ist sie verschwunden. Tatiana Sawyer ist beruflich sehr eingespannt und hat keine Zeit für einen Freund. Zudem hat sie den Männern vorerst abgeschworen, da ihre letzten beiden Freunde sie verletzt haben. Aber sie kann Aidan nicht widerstehen. Sie ist sich sicher, dass auch er ihr wehtun wird, und stiehlt sich nach dem besten Sex ihres Lebens davon, überzeugt, dass er es am Morgen bereuen wird. Doch zwischen ihnen besteht eine Verbindung, die sie nicht leugnen kann, und sie ist unfähig, ihn zu vergessen. Werden sie sich wiederfinden? Oder wird Aidan gezwungen sein, eine gewählte Gefährtin zu nehmen? Welche Geheimnisse verbirgt Ana?

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
63
Rating
4.8 51 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Ein Monat vor dem Flugzeugabsturz

Aidan Asgrim lehnte sich gegen die Barwand und fuhr sich mit der Hand über das Gesicht. Er war gestresst und zu Tode gelangweilt. Sein Job hatte ihn in letzter Zeit fertiggemacht. Seit Elsie weg war, versuchte er seine Einsamkeit mit Arbeit zu betäuben. Er hatte sich wahrscheinlich viel zu viel zugemutet.

Aidan arbeitete sowohl als Rudel-Verbindungsmann als auch für Remington Enterprises. Er war ständig unterwegs und kaum zu Hause. Er hatte noch keine Gefährtin gefunden und er hasste es. Er wollte sesshaft werden und sich mit einer Partnerin niederlassen. Er sehnte sich nach der Kameradschaft, die nur eine Gefährtin bieten konnte.

Als Verbindungsmann war es seine Aufgabe, zwischen dem Royal Pack und anderen Rudeln zu vermitteln. Alle zwei Jahre besuchte er seine Rudel. Er prüfte, ob die Rudelführung ihren Job machte und sich gut um ihre Leute kümmerte. Wenn nicht, war es seine Aufgabe, die Dinge wieder geradezurücken.

Manchmal gab es Probleme mit der Führung, manchmal finanzielle Sorgen. Meistens war jedoch alles in bester Ordnung. Aidan musste zum Glück noch nie die Leitung eines Rudels übernehmen. Er war zwar darauf trainiert worden, als Alpha einzuspringen, aber bisher war so eine Situation nie eingetreten.

In den letzten fünf Jahren waren drei neue Rudel entstanden. Er hatte jedem von ihnen beim Aufbau geholfen. Das verlangte ihm viel ab. Er half bei der Standortsuche, erwarb das Land, schulte die Anführer und half beim Einleben. Es war ein Haufen Arbeit, aber es gefiel ihm. Es war eine willkommene Abwechslung zu seinem öden Privatleben und beschäftigte ihn monatelang.

Seit fünf Jahren lief er nun schon auf Hochtouren. Es nervte ihn gewaltig, dass er seine Gefährtin noch nicht gefunden hatte. Er vergrub sich völlig in der Arbeit und tat mehr, als er eigentlich müsste. Meistens machte es ihm Spaß, aber er wollte jemanden haben, mit dem er sein Leben teilen konnte. Jemanden außer seinen jetzigen Begleitern.

Aidan hob sein Glas und nahm einen Schluck. Er nippte schon seit einer Stunde an demselben Drink, obwohl er ihn gar nicht wirklich wollte. Solange es kein Moonlight Bourbon war, wurde er nicht betrunken, egal wie viel er in sich hineinschüttete. Das war ziemlich lästig, da die Bar diesen Bourbon nicht führte. Dabei hätte er heute nichts dagegen gehabt, sich zu betrinken – oder eine Frau zur Ablenkung zu finden.

Willst du heute Abend jemanden flachlegen?

Aidan schnaubte fast über den plötzlichen Einbruch in seine Gedanken und sah zu Xavier auf. Der hatte gerade mit Zane geplaudert, Aidans jüngerem Bruder. Aidan hatte dem Gespräch kaum Beachtung geschenkt. War das ihr Thema gewesen? Frauen für eine Nacht aufreißen? Damit konnte er sich anfreunden. Er musste wirklich dringend mal wieder jemanden ficken.

Normalerweise besuchte Aidan die Rudel zusammen mit Xavier oder Zane. Keiner der beiden betreute so viele Rudel wie er, obwohl auch sie noch ungebunden waren. Dieser Trip nach Saint Louis war jedoch rein geschäftlich. Die Termine nahm er hauptsächlich mit Xavier wahr, Zane war einfach nur mitgekommen.

Zane war in der Hotelsuite geblieben, während sie tagsüber ihre Besprechungen hatten. Jetzt waren sie unterwegs, um sich zu amüsieren. Aidan hatte das Gefühl, dass Zane nur aus einem Grund mitgekommen war: um ein Weibchen für die Nacht zu finden. Sie hätten genauso gut im Hotel bleiben, Bourbon trinken und Karten spielen können.

Wobei, das letzte Mal, als er das mit Xavier und Zane gemacht hatte, hatten sie gewettet und er hatte verloren. Am nächsten Tag landete er in einem Piercing-Studio. Er ließ sich ein Piercing stechen, das er eigentlich nie gewollt hatte. Er grinste in sich hinein. Du weißt genau, warum ich hier bin. Es ist viel zu lange her, antwortete er Xavier gedanklich. Und du?

Nö. Ich bin nicht in Stimmung, schoss Xavier zurück.

Aidan zog eine Braue hoch. „Bist du nicht?“ Warum waren sie dann überhaupt hierhergekommen? Er brauchte weibliche Gesellschaft und Zane höchstwahrscheinlich auch. Aber Xavier hätte es wohl am nötigsten gehabt. Er war manchmal so furchtbar angespannt.

Xavier zuckte mit den Schultern. „Nicht, es sei denn, sie hat rote Haare.“

„Das ist jetzt aber sehr speziell“, murmelte Zane und hob sein Glas.

Aidan wusste genau, was das bedeutete. Xavier hatte angefangen, von seiner Gefährtin zu träumen, und sie war rothaarig. Er würde sie wohl bald finden. Glücklicher Bastard. Bis dahin würde er sich vermutlich für keine andere Frau mehr interessieren.

Aidan wusste auch, dass die letzte Frau, mit der Xavier geschlafen hatte, völlig besessen von ihm war. Xavier hatte ihr klargemacht, dass es nur um Sex ging. Aber sie hatte irgendwie seine Nummer herausgefunden. Sie bombardierte ihn mit Anrufen und Nachrichten, weil sie ihn unbedingt wiedersehen wollte. Der Alpha hatte darauf absolut keinen Bock. Sie war nicht seine Gefährtin. Aidan wusste nicht genau, wie die Sache ausging, aber Xavier hatte seitdem keinen Sex mehr gehabt. Aidan konnte es ihm nicht verübeln.

Xavier sah verdammt gut aus und würde eines Tages der Alpha King sein. Aidan würde sein Beta werden. Die Wölfinnen wussten das. Es kam oft vor, dass die Singles sie anbaggerten, um sie ins Bett zu kriegen und vielleicht sogar als erwählte Gefährten zu gewinnen.

Aidan hatte über die Jahre alles Mögliche erlebt. Er hatte nackte Wölfinnen in seinem Bett gefunden, in seiner Dusche und an jedem anderen Ort, der ihnen einfiel, um ihn zu verführen. Deshalb rührte er sie nie an. Niemals. Es wäre ein Leichtes für eine von ihnen, irgendein krummes Ding zu drehen, und er ließ sich nicht so manipulieren.

„Habt ihr denn keine Vorlieben?“, fragte Xavier die beiden.

„Titten, Arsch und eine enge kleine Pussy“, sagte Zane grinsend und ließ seinen Blick durch die Bar schweifen.

Xavier verdrehte die Augen. „Das ist jetzt aber sehr vage.“

„Mit anderen Worten: Es ist ihm scheißegal“, murmelte Aidan und kippte den Rest seines Drinks hinunter. Er brauchte was Stärkeres.

„Stimmt genau“, pflichtete Zane ihm bei.

„Und was ist mit dir?“, fragte Xavier und wandte sich Aidan zu.

Was war mit ihm? Er hatte keine Träume von einer Gefährtin gehabt. Nichts hielt ihn davon ab, sich jede Frau zu nehmen, die er wollte.

„Noch einen Drink?“

Aidan sah zur Barkeeperin auf. Sie war eine wunderschöne Frau mit Kurven an den richtigen Stellen. Er würde lügen, wenn er behauptete, er hätte nicht schon darüber nachgedacht, sie zu verführen. Sie hatte braunes Haar, grüne Augen und lange Wimpern. Ihre Titten waren schön prall. Er hätte nichts dagegen, sein Gesicht oder seinen Schwanz zwischen ihnen zu vergraben. „Haben Sie was Stärkeres da?“

Sie schürzte nachdenklich die Lippen und musterte ihn langsam von oben bis unten. Ja, die könnte er flachlegen. Der Gedanke, seinen Schwanz in sie zu stecken, ließ ihn nicht kalt. Ganz und gar nicht. Und er wollte heute Nacht auch nicht teilen.

Er hatte früher schon Frauen mit Xavier und Zane geteilt. Aber nicht oft. Er bevorzugte es, wenn die Aufmerksamkeit einer Frau ganz ihm gehörte. Er wollte derjenige sein, der sie dazu brachte, immer wieder seinen Namen zu schreien.

„Wie stark denn?“, fragte sie.

„Das Stärkste, was Sie haben.“ Er schenkte ihr sein charmantestes Lächeln. Er fragte sich, wie alt sie war. Alt genug für den Job in der Bar, also mindestens einundzwanzig. Solange sie über achtzehn war, war es ihm egal. Er wusste, dass er selbst noch wie Mitte zwanzig aussah. Was sie nicht wusste, konnte ihr nicht schaden.

„Wollen Sie einen Everclear?“ Sie lächelte zurück und leckte sich über die Lippen. Sein Schwanz zuckte. Er hätte nichts dagegen, wenn diese vollen Lippen ihn umschließen würden.

Er zuckte mit den Schultern. Das Zeug hatte er noch nie probiert. „Bringen Sie mir die Flasche und drei Shotgläser. Ach was, bringen Sie zwei Flaschen.“

Ihre Augenbrauen schossen hoch und sie sah die drei nacheinander an. „Das Zeug haut rein.“

„Wir kommen schon klar. Wir kennen unsere Grenzen“, sagte er und lächelte sie erneut an. Er würde sie heute Nacht definitiv ficken. Er war schon halb hart, während er ihre Nervosität und gleichzeitig ihr Interesse an ihm beobachtete.

Sie nickte. „Und für euch, Jungs? Sonst noch was?“, fragte sie Xavier und Zane mit einem Lächeln.

„Nur die Gläser“, sagte Xavier völlig desinteressiert.

Zane nickte zustimmend. Er wirkte deutlich eifriger. Aidan wusste: Wenn er nicht bei ihr landete, würde Zane es wahrscheinlich versuchen.

„Bin gleich wieder da.“ Sie drehte sich um und ging zurück zur Bar. Ihre Hüften schwangen dabei sanft hin und her.