CRAVING HIS CRUELTY (Teil 1)

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Zusammenfassung

Er liebt nicht. Er besitzt, kontrolliert und zerstört. Aurelia Carter ist unschuldig, tollpatschig und viel zu vertrauensselig für ihr eigenes Wohl. Sie dachte, die Arbeit für den gefürchtetsten CEO der Stadt, Lucien Vale, wäre nur ein Job wie jeder andere. Bis sie etwas sieht, das sie nicht hätte sehen dürfen. Bis er sie mit seinen kalten Augen fixiert und sagt: „Du kannst jetzt nicht einfach gehen. Du gehörst mir.“ Lucien ist gewalttätig, unerreichbar und über alle Maßen besitzergreifend. Er verfällt nicht ihrer Sanftheit – er ist besessen von ihr. Er bestraft sie mit Flüstern und Seidenseilen, testet ihre Grenzen mit seiner grausamen Zuneigung. Doch wenn die Wut in ihm zu explodieren droht… Legt er niemals Hand an sie. Stattdessen schleift er sie in den Keller – Damit sie zusieht, wie er die Hölle über einen Mann hereinbrechen lässt, den er angekettet hält, ein Gefangener einer rivalisierenden Gang. Denn sie zu verletzen, würde sie zerbrechen. Und Lucien würde eher die Welt in Trümmer legen, als jemals das zu beschädigen, was er als sein Eigen bezeichnet. Aurelia sollte rennen. Sie sollte terrifiziert sein. Doch je mehr sie seine Grausamkeit sieht, desto mehr beginnt sie, sich danach zu sehnen.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
100
Rating
5.0 4 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1: Das Mädchen, das zu leicht vertraute


Das Klackern ihrer Absätze auf dem Marmor hallte viel zu laut in der stillen Lobby wider.

Aurelia Carter klammerte sich an ihre Tasche. Sie presste sie nervös gegen ihre Brust. Das Gebäude wirkte in echt viel bedrohlicher als in der Stellenanzeige. Überall waren Glaswände, Metallkanten und Böden, die fast zu glatt zum Betreten wirkten.

Eigentlich sollte sie noch gar nicht hier sein. Ihr erster Arbeitstag war erst am nächsten Montag. Aber sie hatte eine höfliche Nachricht von der Personalabteilung erhalten. Man fragte sie, ob sie heute kurz vorbeikommen könne, um ihre Unterlagen abzuholen.

Sie sagte natürlich Ja. Das tat sie immer. Es fiel ihr einfach schwer, Nein zu sagen.

Das war eine ihrer größten Schwächen. Zumindest behauptete das ihre ältere Schwester immer.

„Du vertraust den Leuten zu schnell, Aura“, hatte sie sie einmal gewarnt.

„Eines Tages wirst du die falsche Person anlächeln und nie wieder nach Hause kommen.“

Aurelia hatte darüber nur gelacht. Wer sagte denn bitte so etwas?

Sie glaubte an das Gute. Sie glaubte an zweite Chancen und an ein gutes Herz hinter einer kalten Fassade.

Und vielleicht… glaubte sie auch noch an Märchen.

Als sie den Empfang erreichte, sah sie sich um. Ihre zartrosa Bluse flatterte leicht im Luftzug der Klimaanlage. Die Empfangsdame war nicht da. An dem Monitor klebte ein kleiner Zettel: „Bin gleich zurück. Der Fahrstuhl ist offen, falls Sie erwartet werden.“

Erwartet?

Sie zögerte.

Vielleicht war das ein Fehler. Sie könnte sich auch einfach hinsetzen und warten...

Aber sie wollte nicht zu spät kommen, nicht einmal für so eine Kleinigkeit. In der Nachricht stand „oberstes Stockwerk“. Also holte sie tief Luft und stieg in den offenen Fahrstuhl.

Die Zahlen stiegen schnell an. Ihr Spiegelbild schimmerte in den Metallwänden. Sie sah ihre großen braunen Augen und ihre weichen Gesichtszüge. Ihre rosa geschminkten Lippen schienen immer ein Lächeln zu tragen, selbst wenn sie nervös war.

Es machte „Ding“. Etage 50.

Sie trat hinaus in einen Flur, der viel zu leise war. Alles war mit Teppich ausgelegt und menschenleer. An den Seiten befanden sich viele geschlossene Türen.

„Hallo?“, rief sie leise. Ihre Stimme wurde von der Stille regelrecht verschluckt.

Keine Antwort.

Sie biss sich unschlüssig auf die Lippe. Dann bemerkte sie die einzige offene Tür am ganz anderen Ende des Flurs. Sie stand nur einen Spaltbreit offen.

Aurelia ging langsam darauf zu. Sie hob die Hand, um anzuklopfen.

Doch bevor sie dazu kam, drang eine scharfe Stimme von drinnen nach draußen.

„Richten Sie ihm aus: Wenn er noch einen Mann in meine Stadt schickt, schicke ich ihn im Leichensack zurück.“

Ihr Herz blieb stehen.

Die Stimme war tief. Männlich. Gefährlich.

Sie hätte das nicht hören dürfen. Sie sollte gar nicht hier sein.

Sie wich schnell zurück und stolperte fast über ihren eigenen Absatz. Sie hielt sich die Hand vor den Mund und schlich davon. Sie versuchte, so leise wie möglich zu atmen.

Sie hörte keine Schritte. Aber die Stimmung im Raum veränderte sich plötzlich. Es lag eine Spannung in der Luft. Es war, als ob die Umgebung spürte, dass ihre Unschuld gerade auf etwas Kaltes und Gewalttätiges gestoßen war.

Mit klopfendem Herzen rannte sie zum Fahrstuhl.

Erst als sie das Erdgeschoss erreichte, merkte sie, wie sehr sie zitterte. Ihr ganzer Körper bebte. Ihr wurde klar, dass sie gerade an den Rand von etwas sehr Gefährlichem geraten war.

Und was noch schlimmer war…

Diese Stimme hallte immer noch in ihrem Kopf nach.