The Lost Alpha’s Mate (Band 1)

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Zusammenfassung

Natalie Gray war nur eine Ausreißerin. Bis sie nach Black Hollow zog. Bis sie schlafwandelnd in den Wald ging. Bis er sie fand. Jetzt ist sie an einen verbannten Werwolf gebunden… und wird von etwas weitaus Schlimmerem gejagt. Ein rivalisierendes Rudel will Blut sehen. Doch etwas Dunkleres ist im Anmarsch.

Genre:
Fantasy
Autor:
Victoria
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
36
Rating
4.5 10 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Prolog



Die Wanderung sollte eigentlich seinen Kopf frei machen.

Das hatten sie zumindest gesagt — frische Luft schnappen, abschalten und dem Alltag entfliehen.

Aber am Ende wurde die Stille dadurch nur noch lauter.

Seine Stiefel knirschten auf dem Kies. Der Pfad wand sich wie eine Ader durch die Bäume. Feuchte Blätter klebten an seinem Nacken. Seine Oberschenkel brannten und sein Mund war trocken. Trotzdem kehrte er nicht um. Er brauchte das hier einfach.

Der Wald fühlte sich hier anders an. Älter und wilder. Es war, als würden die Bäume nicht nur dort stehen — sie schienen ihn zu beobachten.

Er war gerade am Aussichtspunkt vorbei, als er sie sah.

Eine Frau.

Sie stand auf einem Felsblock, als wäre sie direkt aus dem Stein gewachsen. Für die Dämmerung war sie viel zu blass und stand zu still da. Ihr dunkles Haar fiel ihr wild über die Schultern. Schwarze Stiefel. Nackte Beine. Kein Rucksack und keine Jacke.

Sie gehörte nicht hierher. Erst recht nicht so kurz vor Einbruch der Dunkelheit.

Er wurde langsamer.

Sie legte den Kopf schief. Ihre Lippen formten ein Lächeln, als hätte sie genau auf ihn gewartet.

In seinem Inneren spannte sich etwas an.

Sie war wunderschön — aber nicht auf eine nette Art. Sie sah gefährlich aus. Eine Schönheit, die einem direkt in die Magengrube fährt.

„Geh einfach weiter“, sagte er sich selbst. „Lass dich nicht auf so was ein.“

Doch seine Füße blieben trotzdem stehen.

„Haben Sie sich verlaufen?“

Ihr Lächeln wurde breiter, geheimnisvoll und scharf. „Normalerweise werde ich gar nicht bemerkt. Sie haben wohl bessere Augen als die meisten.“

„Oder Sie stehen einfach mitten auf dem Weg.“

Sie lachte leise. Der Klang umhüllte ihn wie Rauch. „Vielleicht. Aber ich hatte gehofft, dass jemand wie Sie mich bemerkt.“

Ihr Blick wanderte langsam und gezielt an seinem Körper hinunter und dann wieder herauf. Hitze stieg ihm unter den Kragen.

„Sie wirken sehr angespannt“, murmelte sie. Sie trat so nah an ihn heran, dass ihr süßer, metallischer Duft ihn einhüllte.

„Nur… ein langer Tag“, brachte er heraus.

Ihre Finger streiften sein Handgelenk. Ihre Nägel kratzten über seinen Puls, als würde sie ihn prüfen.

„Armer Junge“, flüsterte sie. „Sie tragen all diesen Druck in Ihrer Brust. Wollen Sie ihn nicht endlich loslassen?“

Sie legte ihre flache Hand auf sein Brustbein. Sein Herz hämmerte gegen ihre Handfläche.

Er hätte zurückweichen sollen. Aber er tat es nicht.

Als ihr Mund seinen berührte, war das kein vorsichtiges Zögern. Es war eine Besitzergreifung.

Ihre Lippen waren kalt, aber fordernd. Ihre Zunge glitt mit einem hungrigen Verlangen gegen seine. Er stöhnte auf, bevor er sich zurückhalten konnte. Er packte sie an der Hüfte und zog sie eng an sich.

Für einen Moment fühlte es sich wie ein Traum an. Allein im Wald, atemlos geküsst von einer Fremden, die zu schön war, um wahr zu sein.

Sie schmeckte süß. Süß wie Kupfer.

Ihr Körper bewegte sich gegen seinen wie bei einem langsamen Tanz. Ihre Nägel kratzten über seine Brust — jetzt viel schärfer. Sein Shirt riss mit einem leisen Geräusch ein.

Jacks Puls raste.

Sie lächelte an seinem Mund. „Wissen Sie, was ich an Männern wie Ihnen liebe?“, schnurrte sie. Ihre Lippen wanderten zu seinem Kiefer und seinem Hals. „Sie denken, Sie würden weglaufen. Sie denken, Sie würden kämpfen. Aber tief im Inneren…“ Ihre Zunge leckte über seine Haut. „…wollen Sie einfach nur völlig zerstört werden.“

Sein Lachen verwandelte sich in ein Zittern. „Was zum Teufel machen S—?“

Der Rest der Worte ging in ihrem Biss unter.

Ihre Reißzähne schnitten durch die Haut wie heiße Messer.

Jacks Keuchen wurde zu einem erstickten Schrei. Das Blut schoss aus seinem Hals und floss heiß und dick über seine Brust. Sie saugte sich fester an ihm fest. Sie stöhnte, als wäre er das Süßeste, was sie je gekostet hatte.

Das Geräusch war unanständig — nass, gierig, fast schon sexuell.

Sein Körper zuckte und seine Knie gaben nach. Aber sie hielt ihn aufrecht und wiegte ihn wie eine Liebhaberin, während sie trank. Sein Herz hämmerte noch einmal, dann noch einmal… und geriet ins Stocken, als der Wald um ihn herum wegkippte.

Seine Sicht verschwamm. Alles wurde schwarz.

Er versuchte, sie wegzustoßen. Seine Hände krallten sich in ihren Rücken. Aber sie schmiegte sich nur noch enger an ihn, trank tiefer und zitterte vor Ekstase.

Als sie sich schließlich von ihm löste, glänzten ihre Lippen rot. Ihre Zähne schimmerten heller als das Mondlicht.

„Besser als in Ihrer Fantasie, oder?“

Jack würgte, Blut blubberte an seinen Lippen. Sein Körper gab auf und er sackte gegen sie.

Sie ließ ihn einfach fallen.

Der Wald schluckte das Geräusch, bevor es überhaupt zu einem Schrei werden konnte.








Leiche nahe der Black Mountain Schlucht gefunden

Aktualisiert vor einer Stunde

Die Überreste eines unbekannten Mannes wurden heute Morgen von zwei einheimischen Jägern abseits des Schluchtenpfades entdeckt.

Die Polizei von Black Hollow hat bis zur Obduktion noch keinen Namen oder eine Todesursache bekannt gegeben.

Dies ist bereits der fünfte ungeklärte Todesfall in oder nahe den geschützten Wäldern von Black Hollow in diesem Jahr.

„Wir bitten die Anwohner, auf den markierten Wegen zu bleiben“, sagte Chief Ramos. „Vermeiden Sie es außerdem, in der Dämmerung allein zu wandern.“

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