Schule "Ade", ein Lehrer, eine Schülerin

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Zusammenfassung

Schüler(innen) einer Abschlußklasse der Handelsschule wollen feiern gehen. Ihre Schulzeit erhält ein Ende. Sie laden zwei (Ex)Lehrer dazu mit ein. Einer der Lehrer, Professor "Waldi" beginnt näheres Interesse an Sabine (der Erzählerin) zu zeigen. Wie eigenartig! Es wird eine sehr lange Nacht.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
3
Rating
n/a
Altersfreigabe
16+

Kapitel 1

SCHULE "ADE"

Ein paar Tage nach der Abschlussprüfung in Textverarbeitung, erhielt ich die Note „Genügend“ zugesagt. Wie erhofft und ersehnt! Trotz zu langsamer Schnellschriftkenntnisse blieb ich somit ohne Nachprüfung. Ich überstand drei Jahre Handelsschule positiv: „Hurra!“

Meine Klassenfreundin und Namens(vetterin), die hellblonde Locken-Sabine, samt den zwei Michaels jubelten auch: „Wir haben es geschafft!“

Fast alle Klassenkameraden freuten sich auf ihr positives Abschlusszeugnis. Zur Feier des speziellen Ereignisses organisierte man fürs Wochenende, vor der Zeugnisausteilung einen Diskobesuch. Man wählte eine bekannte Diskothek unserer Stadt. Diese Diskothek war ein Tanzlokal, wo man größere Gruppen, geschlossen hineinließ, bei Voranmeldung.

Mich interessierte unsere geplante Feier. Gefühlsmäßig lebte ich im Stimmungshoch. In diesen Tagen wurde ich außerdem achtzehn Jahre alt, das bedeutete die Volljährigkeit. Welch tolle Zeit!

Gegen meine Erwartungen sagte die hellblonde Locken-Sabine leider ab. Es tat mir leid, dass sie sich den Abend nicht Zeit nehmen konnte, da wir uns immer prima verstanden. Also würde ich die einzige Sabine bei der Klassenfeier sein. Auch der blonde Michael sagte ab. Ansonsten bestätigten ziemlich alle von der Klasse ihr Kommen. Außerdem wollten wir zwei Lehrer mitnehmen, den Deutsch- und den Betriebswirtschaftslehrer. Die Jahre über unterrichteten uns beide loyal. Sie waren relativ sympathisch. Wir durften nun zu ihnen DU sagen. Da sie Ex-Lehrer von uns wurden, passte der legerere Umgang miteinander.


Bei den zwei Lehrern handelte es sich um echte Freunde. Durch Klassentratsch wusste ich, die zwei vertrugen sich kumpelhaft gut. Sie waren ca. im gleichen, mittleren Alter. Mit unserer Klasse kamen beide, ohne wesentlichen Ärger zurecht. Der Betriebswirtschaftslehrer war ja Herr Professor Waldbaumer also „Waldi“, welcher öfter im Unterricht sagte: „Stellen wir uns vor, Sabine geht einkaufen, …“

Das Getratsche von uns zwei blonden Sabinen und dem Rest der Klasse, konnte Waldi in seinen Unterrichtsstunden unter Kontrolle halten und zügeln. Er repräsentierte den sportlichen, intellektuellen Typ! Ein älterer Lehrer in den Vierzigern war und blieb Waldi für mich, mit lichter werdenden Haaren und einem Oberlippenbart. Meinem bevorzugten Männertyp entsprach er nicht. Waldi machte aber stets gebräunt, in klassisch, moderner Kleidung, einen auf cool.

Einmal begleitete er unsere Klasse auf einen Schulskikurs. Ich sah, wie toll er Skifahren konnte, nämlich richtig locker, leicht, extrem sportlich. Doch eine spezielle Klatschgeschichte sprach man im Skikurs über ihn. Sie lag im privaten Bereich.

Im Rückblick gab es die Erinnerung ans Gerücht, dass er mit einer jüngeren, hübschen Lehrerin ein Verhältnis hatte. Jemand brachte genau an unserem Skikurs dieses Gerücht in Umlauf. Da Waldi sich öfter im Zimmer der Lehrerin aufhielt, sollte man an einen Wahrheitsgehalt glauben. Ihr Zusammenkommen ging nicht um Lehrerbesprechungen. Sein Aufenthalt im Zimmer der Lehrerin stimmte sicher, denn ich sah ihn auch einmal bei ihrem Schlafzimmer herauskommen.

Waldi war ledig. Ein Verhältnis traute man ihm zu, sowas passiert auch Lehrern! Ihm gelang es bestimmt, manche Frau zu bezirzen, indem er seinen Charme versprühte. Eine junge Lehrerin konnte dabei sein als Eroberung. Mir war das egal.


Für die heiße, sommerliche Disconacht wählte ich als Kleidung einen hellgelben Overall. Solch ein Einteiler war eben IN. Einen dicken, schwarzen Gürtel, trug ich um die Mitte. Der Sommeroverall ließ sich am Ausschnitt, mithilfe eines Reißverschlusses weit offenhalten. Darunter zog ich zur Zierde, einen schwarzen BH an. Man sah ihn ansatzweise. Trotz kleinem Dekolleté mochte ich in der Disco, sexy aussehen. Endlich endete die Schulzeit und sogar erfolgreich genug. Aus diesem guten Grund machte es mir echt Spaß, sexy zur Feier zu gehen, mit den Streberinnen, Besserwissern, Lehrern und den Rest der Klasse.


Zahlreich erschienen meine Klassenkameraden im Lokal. Sie verteilten sich überall und beherrschten es. Alle hatten beste Laune, tranken, tanzten und scherzten. Richtig verbunden fühlten wir uns. Ein feuchtfröhlicher, unterhaltsamer Abend, entwickelte sich. Es lief gelöst und heiter dahin. Unsere zwei Lehrer als Begleitpersonen, waren eine gute Wahl. Schlank und unauffällig, passten sie im gemäßigtem Style als Discobesucher dazu. Sie waren uns nicht peinlich, die zwei Poloshirt Träger, trotz ihres Alters, nämlich sicher mindestens doppelt so alt wie wir.

Auf der Tanzfläche vergaß ich die Lehrer sowieso weitgehend. Am liebsten tanzte ich nämlich in die Nacht hinein, so offen, inmitten der anderen, bei angesagter Musik. Mit Tanzen, Trinken und zwischendurch ein wenig Tratschen, wurde es sehr spät. Berauscht fühlte ich mich, leicht alkoholisiert. Wie rasch die Zeit verstrich!


Die Tanzfläche leerte sich. Kaum jemand anderer befand sich noch in der Diskothek als die Leute meiner Klasse. Zumindest waren diese bis vor Kurzem in Sichtweite, aber auf einmal nicht mehr. Wo gingen alle hin?

Der BWL-Lehrer bemerkte, dass ich aufhörte zu tanzen. Er trat mir entgegen, tat übermäßig besorg: „Passt alles, Sabine? Geht es dir gut?“ Bestimmt sah er genauso, dass sich die Situation verändert hatte, trotzdem sprach ich sie aus: „Die Tanzfläche ist leer geworden.“

Waldi flirtete mich auffällig an. Beharrlich wiederholte er: „Sabine! Ist wirklich alles in Ordnung?“ Sein Tonfall klang ein Stück einfühlsamer und schmeichelnder als sonst, während der Schulzeit. So, dass er mich verwunderte, ich tat aber höflich: „Ja, danke! Ich will nachsehen gehen, was die anderen treiben.“


Seitlich wich ich ab von der Tanzfläche, ging durch einen Torbogen. Es standen dort, ein paar Tische mit Sitzgelegenheiten rundum. An großen Tischen saßen Mädchen und Jungs von meiner Klasse, tranken ihr alkoholisches Getränk.

Gerade wollte ich mich zu ihnen gesellen. Was aber sah ich da? Jeder schmuste? Die Klassenkameraden verhielten sich plötzlich alle, übertrieben ausgelassen und angeheitert! Verständlich! Doch was sie machten, verdutze total! Wobei das miteinander Schmusen, nur als ein Teil von der Überraschung galt. Außergewöhnlich war, dass sie ein paar Augenblicke danach den Partner wechselten! Da sie sich beim Schmusen ablösten, sah das Gesamtbild eigenartig aus. Ein paar Leute feuerten die Beteiligten an, welche dran waren zum Knutschen und wählten Neue lauthals aus. Verwirrend wirkte das Durcheinander. Vergleichbar einem durchtriebenem „Flaschendrehen Spiel“, so lief es ab. Partystimmung herrschte!

Was mich zusätzlich erstaunen ließ, wer bei dem Geknutsche mitmachte! Es ging um die Streberinnen. Staunend beobachtete ich, welche männliche Klassenkameraden sie durchprobierten und wer mit ihnen schmusen mochte. Es schien, jeder war bereit dafür. Das abwechselnde Geschmuse, bot einen einzigartigen Anblick! Falls ich vorher zweifelte, ob das Küken der Klasse, also die kleine Rothaarige der Strebergruppe, schon mal einen Zungenkuss erlebte, dann passierte dies spätestens bei dieser Feier. Alle durften schmusen und sie auch.


Mein Lehrer schritt wieder auf mich zu und fragte erneut: „Ist alles OK?“ Unübersehbar blieb mir Waldi, dicht auf den Fersen. „Mir geht es gut!“, meinte ich. Nach einmal Hinunterschlucken, versuchte ich ihm den Anblick zu erklären: „Das Geknutsche der anderen überrascht. Sie wechseln sich ab dabei!“

„Ja, doch das ist egal. Oder?“, fragte der Lehrer.

„Ist mir eh‘ schnurzegal! Es überrascht mich trotzdem!“, damit wollte ich diese Beobachtung abschließen. Selbst erhielt ich kein Verlangen, an einer Teilnahme im Massengeknutsche, mit den Klassenkameraden. Mittlerweile baggerte mich Waldi, unmissverständlich an. Sein Abstand zu mir verringerte sich. Er wich nicht von meiner Seite. Skeptisch sah ich in seine Augen. Die unausgesprochene Frage lautete: ‚Irre ich mich oder was ist los?’

Der ungebrochene Blick von Waldi schien zu sagen: ‚Ja genau, stimmt! Wir sollten es machen!‘ Keineswegs bildete ich mir seine Anmache ein! Sonst hätte ich die simpelsten Bedeutungen, von jeglicher Mimik verkannt. Große Unterschiede erkennt man, auf natürliche Weise zwischen: ‚Mmm, wie lecker ist das denn.‘ Im Gegensatz zu: ‚Iiihh, wie unangenehm!’

Waldis Augen zeigten Begehren, auffällig und eindeutig! Wir standen schon dicht beieinander und er berührte mich dezent am Arm. Neugierige Blicke anderer Klassenkameraden, ließen sich bereits spüren. In der Disco galt, so wie ich die anderen sah, konnten sie auch Waldi und mich beobachten. Selbst wenn sich niemand einmischen versuchte, wir bekamen Zuseher beim Flirten. Man merkte, Waldi wollte das offensichtlich verhindern. Er drängte nach einer Entscheidung und fragte: „Fahren wir weg von hier? Soll ich dich nach Hause bringen, Sabine?“

Seine Worte klangen gefühlvoll, einschmeichelnd. Darauf wollte ich mich einlassen: „Ja gut!“ Was er vor hatte, erweckte meine Neugier. Gemeinsam fuhren wir mit seinem Auto davon.