Ashamed

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Zusammenfassung

- Ich öffne meine Augen und schaue in das Gesicht des Mannes, der vor nicht einmal zwei Stunden meine Fantasie beflügelt hat. Vor mir, mit einem Arm um Jace und den anderen um Matthew Fairchild steht der Mann aus London, welcher in einer kalten dunklen Herbstnacht mich um den Verstand vögelte und am nächsten Morgen zu seiner Frau zurückkehrte. - Der gelebte Traum und doch im Schatten, eine Maske um zu verdrängen wer man ist. Der Fußballplatz ist kein Ort für Toleranz. Macht und Geld bestimmen wer man zu sein hat. Homophobie auf dem Fussballplatz treibt so manchen schwulen Mann zu Taten, von denen wir nicht einmal träumen. Diese Geschichte zeigt, wie es sein sollte. Toleranz und aktive offen schwule Fußballspieler. Homophobie ist scheiße. Dies ist meine Antwort. Schäme dich nie dafür wer du bist... Die Charaktere gehören Cassandra Clare. Die Geschichte gehört mir. Kopieren verboten. Smut und boyxboy. Don't like it, don't read it.

Genre:
Lgbtq
Autor:
RaKoVader
Status:
In Arbeit
Kapitel:
38
Rating
5.0 2 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Für den Bruder meines Herzens, einen Freund, den ich nicht suchte und doch fand. Ich wünsche Dir, dass Du eines Tages die Liebe deines Lebens finden wirst. Einen Mann, der dich so liebt, wie du bist. Mit jeder Faser seines Körpers und Dir jeden Tag aufs Neue zeigt, wie schön es ist, zu leben. Ich liebe dich mit jedem einzelnen Schlag meines Herzens. Schäme dich nie für das, was du bist mein Freund.

❤ Liebe ist Liebe. ❤

"Magnus, Liebling wir müssen los."

"Wohin?", frage ich meinen Freund und ernte einen schockierten Blick.

"Hast du es vergessen? Du hast es vergessen. Mal wieder. Oh Baby warum? Wir haben doch so oft darüber gesprochen." Und es geht los. Die Augen meines Freundes glänzen verräterisch und als er blinzelt, fließt die erste Träne über seine Wange. Ich unterdrücke ein genervtes Augenrollen. Es ist jedes Mal das gleiche.

"Jonathan. Beruhige dich bitte. Über was reden wir überhaupt? Was habe ich vergessen?", frage ich sanft und gehe in Gedanken die Wochentage durch. Heute ist Freitag. Freitags habe ich frei. Nein nicht wirklich. Freitags arbeite ich von Zuhause aus. Meistens bis in den Abend. Jonathan kocht jeden Freitag indonesisch. Er versucht es zumindest. Ich esse immer brav auf und anschließend überhäufe ich ihn mit Komplimenten. Danach schauen wir einen Film und wenn es noch nicht zu spät ist haben wir Sex. Also was habe ich vergessen?

"Jace", sagt er und ich habe noch immer keinen Plan.

"Heute ist Jace Geburtstag. Er wird 28. Und Clary hat eine Party organisiert", beantwortet er meine nichtgestellte Frage. Und somit liegt die Antwort direkt vor mir. Ich habe die Party vergessen. Fuck.

"Ist es zu spät für Kopfschmerzen?", frage ich entschuldigend. Jonathan findet das alles andere als witzig. Mit vor Wut hochrotem Kopf und Tränen in den Augen rauscht er an mir vorbei ins Schlafzimmer. Die Tür fällt laut krachend ins Schloss und ich weiß, dass er jetzt einen Moment für sich braucht.

Jace ist sein bester Freund. Sie kennen sich seit der Highschool und waren seitdem immer zusammen. Es vergeht nicht ein Tag wo sie nicht miteinander telefonieren oder zumindest eine Nachricht schreiben. Zu Beginn unserer Beziehung machte mich das rasend eifersüchtig. Auch die Tatsache, dass Jace in einer Beziehung mit seiner langjährigen Freundin und Sandkastenliebe Clary war, machte es nicht besser. Er wäre nicht der erste Mann der versucht ein normales Leben zu leben und sich im Schutze der Dunkelheit das holt was er begehrt. Einen Kerl der ihm den Verstand raus vögelt.

Woher ich das weiß? Weil ich es selbst erlebt habe. Ein Kerl so schön wie eine römische Statue, mit Muskeln hart wie Stahl und einem bezaubernden Lachen. Noch heute denke ich an ihn und nicht nur einmal sah ich ihn in meinen Gedanken wenn ich mit Jonathan schlief. Ich bin nicht stolz darauf, er weiß nicht was vor drei Jahren auf einer Geschäftsreise nach London passierte. Und es ist besser, wenn er es nie erfährt. Wozu die Gedanken quälen, wenn es nichts von Bedeutung war? Das hat Jonathan nicht verdient und es nimmt mir auch nicht die Last der Schuld. Seufzend erhebe ich mich und schlurfe in das kleine Bad. Ich dusche und bereite meinen Körper für die kommende Nacht vor. Eine Ganzkörperrasur gehört ebenso zu meinem Ritual wie eine Befriedigung meiner Fantasie von blauen Augen und wunderschönen geschwungenen Lippen, die sich perfekt an die meinen schmiegen.

Mit einem Handtuch um den Hüften betrachte ich mich im Spiegel. Die letzte Nacht war eindeutig zu kurz, der Schlaf immer wieder durch das Schnarchen meines Freundes unterbrochen. Es ist ein leidiges Übel, aber nach einer desaströsen Nacht auf unserem Sofa schlucke ich diese bittere Pille. In manchen Nächten ist es schlimmer, in anderen auszuhalten. Am leichtesten zu ertragen ist es, wenn mein Kopf weinselig und ich betrunken bin. Dann schlafe ich ein, sobald mein Körper die weiche Matratze berührt und erwache erst wieder am nächsten Morgen. Die Einnahme einer Schmerztablette hilft jedes Mal gegen die hämmernden Männer in meinem Kopf. Ich trinke nicht oft und wenn, dann nur zusammen mit Clary. Der Pegel meiner Motivation zu dieser Party zu erscheinen ist noch nicht gestiegen. Wahrscheinlich ist heute einer dieser Abende, an denen ich mich mal wieder betrinken werde.

Wann ist mein Leben so geworden? Was ist passiert? Früher bin ich gerne auf Partys gegangen. Tanzen war meine Leidenschaft. Doch mit Übernahme der Geschäfte meines Vaters, blieb keine Zeit mehr für solche Spielereien. Ich erinnere mich noch genau an seine mahnenden Worte als ich vollkommen übernächtigt im Büro erschien und meine Augen kaum offen halten konnte. Dabei war alles was ich wollte meinen Vater stolz zu machen. Aber ich wollte auch ein ungezwungenes Leben. Mein Vater stellte mich vor die Wahl. Entweder hörte ich auf jede Nacht in Clubs zu verbringen und mir einen Mann nach dem anderen ins Bett zu holen, oder ich ließ dieses Leben hinter mir und widmete mich endlich meinen Aufgaben in der Firma. Selbstverständlich war so wie alles in meinem Leben mit Konsequenzen verbunden. Ich wechselte von Tanktop und enger Jeans zu Maßanzügen und blankpolierten Schuhen. Kurze Zeit später lernte ich Jonathan kennen. Das ist jetzt fast acht Jahre her.

Acht Jahre in denen so viel passiert war. Meine Mutter starb und kurz darauf auch mein Vater. Mein Bruder lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Boston und einmal im Jahr treffen wir uns im Sommerhaus an der Küste von Maine und verbringen drei unbeschwerte Wochen zusammen. Ragnor wollte nie in die Firma unserer Familie einsteigen. Ich zahlte ihm seine Anteile aus und er verwirklichte seinen Traum von einer Professur an der Boston University. Ich bin sehr stolz auf das was er erreicht hat. Wir wurden nicht mit einem goldenen Löffel im Mund geboren. Meine Eltern haben hart für ihren Erfolg gearbeitet. Mein Vater mehr als meine Mutter. Trotzdem waren sie ein unschlagbares Team und die Fußstapfen in die ich trat, riesengroß.

Noch immer starre ich mein Spiegelbild an und beschließe, den Magnus von vor acht Jahren heute Abend frei zu lassen. Jonathan kennt mich und meine Vorlieben. Es ist länger her, dass ich mich in der Öffentlichkeit so zeigte. Ich bin mir nicht sicher über die Reaktionen der anderen Gäste. Leichte Zweifel regen sich. Ich kenne kaum einen der Anwesenden. Es könnte mir egal sein. Und doch verspüre ich einen leichten Stich über eine mögliche Ablehnung. Ich atme tief durch und öffne die Schublade mit meinen Heiligtümern. Andächtig streiche ich über die kleinen Flaschen mit buntem Lack und lächele über das freudige Kribbeln welches sich ausbreitet. Schwarz ist die Farbe des heutigen Abends und ich beginne damit, mein Gesicht zu verwandeln. Nach Beendigung meines Werkes bin noch immer ich derjenige, der im Spiegel zu sehen ist. Doch meine Augen sind dunkel und der Kajal betont ihre exotische Form. Die kleine Narbe auf meinem rechten Wangenknochen ist nicht mehr zu sehen und meine Lippen glänzen verführerisch. Der schwarze Lack fühlt sich gut an. Richtig. Es ist wie eine zweite Hälfte, die endlich wieder ihr Gegenstück gefunden hat. Ich fühle mich frei und lächele selig.

Vorsichtig öffne ich die Tür unseres Schlafzimmers und finde es leer vor. Enttäuschung macht sich breit und ich kehre in den Wohnraum zurück. Kein Zettel liegt auf dem Esstisch und wenn ich ehrlich bin, habe ich auch keinen erwartet. Kopfschüttelnd gehe ich zurück in das Schlafzimmer und öffne schwungvoll die Tür des Kleiderschrankes. Ich muss nicht lange suchen und ziehe die passenden Sachen für den heutigen Abend hervor. Ich danke meinen Eltern für ihre guten Gene und schlüpfe mühelos in eine enge schwarze Jeans, die auch nach Jahren der Abstinenz noch immer perfekt passt. Der Nietengürtel gleitet durch die Schlaufen und das blaue Shirt sitzt noch immer wie eine zweite Haut. Ausgiebig betrachte ich mich im großen Spiegel gegenüber dem Bett und neige meinen Kopf zur Seite. Etwas fehlt. Ein entscheidendes Detail. Ich berühre die Stelle an meinem Ohr, die ohne das passende Accessoire nackt wirkt. Aufgeregt springe ich zu meinem Nachttisch und öffne die obere Schublade. Hektisch wühle ich mich durch verschiedene Dinge, Gleitgel, Taschentücher, Kondome, ein Buttplug aus Silikon, der berauschende Analvibrator mit Fernbedienung und schwarze Ledermanschetten. Nur das Gesuchte ist nicht dabei.

In der unteren Schublade werde ich endlich fündig. Mit einem Jubelschrei wandert die Schatulle auf meine Seite des Bettes. Ich bin aufgeregt wie ein Kind an Weihnachten. Seit der Expansion mit London habe ich die Schmuckstücke nicht mehr getragen. Mein Herz macht einen freudigen Hüpfer als der Deckel sich quietschend öffnet und ich fühle mich wie eine Elster beim Betrachten ihrer Schätze. Funkelndes Silber und ein blutroter Rubin strahlen mir entgegen. Ich muss nicht lange überlegen und greife zielsicher nach der Ohrklemme mit dem Schlangenkörper. Ganz automatisch finden meine Fingerspitzen den richtigen Platz und mit einem tiefen Seufzer fühle ich das Metall auf meiner Haut. Schnell streife ich die Armbänder über mein Handgelenk und denke an den Mann, dem ich sie nach einer leidenschaftlichen Nacht abgenommen habe.

"Wow. Ich habe dich lange nicht mehr so gesehen", höre ich Jonathan sagen.

"So so. Du bist also doch noch da", antworte ich beleidigt und ignoriere den Stich im Herzen, als seine Finger mein Handgelenk umschließen und somit die schwarzen Perlen des Armbandes bedecken. Ich weiß genau warum ausgerechnet heute die Erinnerung an London so präsent und schmerzvoll ist.

"Magnus. Ich bin zurück gekommen um mit dir zu reden. Um dich davon zu überzeugen doch noch mitzukommen."

"Das ist süß von dir", sage ich leise. "Aber wie du siehst, bin ich bereits fertig. Nur noch ein letzter Schliff," Und als hätte ich eine Zauberformel gesprochen, löst Jonathan den Griff und ich nehme die silberne Armspange und reiche sie ihm.

"Legst du sie mir an?", frage ich versöhnend und sehe ein sanftes Lächeln auf seinem Gesicht. Diese Armspange ist ein Geschenk von Jonathan zu unserem Einjährigen. Leider habe ich sie nicht oft getragen. Jonathans grüne Augen funkeln und seine Lippen berühren hauchzart die meinen. Ich vermisse die leidenschaftlichen Küsse unserer beginnenden Beziehung. Sovieles ist Routine geworden und egal wie oft ich versucht habe etwas zu verändern war es immer Jonathan, welcher sich dagegen gesträubt hat. Acht Jahre sind wir ein Paar und in dieser Zeit gab es zügellose Leidenschaft und erdrückendes Schweigen. Stunden der Vertrautheit wichen Tage der Frustration. Aufgeregtes Kribbeln wechselte zu Tristesse. Sanft streichelt Jonathan über meinen Oberarm und streift das kühle Metall des glänzenden silbernen Schmuckes.

"Clary hat ihn gefunden", sagt er leise. Kühle Finger umschließen meine Hand und ich setze mich auf die Kante unseres Bettes.

Jonathan steht noch immer vor mir und sieht mich eindringlich an.

"Wen hat sie gefunden?", frage ich leicht verwirrt. Ich habe keine Ahnung von wem er spricht. Und dennoch beschleicht mich das ungute Gefühl, etwas Entscheidendes verpasst zu haben.

"Ich habe dir doch erzählt, dass wir zu dritt waren. In der Highschool. Jace, Alec und ich. Wir waren unzertrennlich, wie festgewachsen an den anderen und haben jede freie Minute miteinander verbracht. Wir waren im gleichen Fußballteam, Alec war unser Kapitän. Er ist ein begnadeter Spieler. Durch ihn habe ich entdeckt das ich schwul bin. Es gab da einen Moment im Sommerlager. Vielleicht auch zwei", sagt er und ich schlucke trocken. Was versucht er mir hier gerade zu sagen?

"Jona, warum erzählst du mir das alles? Was sollen die alten Geschichten über deinen ersten Freund..."

"Wir waren nicht zusammen. Hörst du?", unterbricht er mich.

"Wir waren nicht zusammen. Alec und ich. Aber ich wäre gerne sein fester Freund gewesen. Er war mein Erster. In allem. Und dann traf ich dich. Clary hat ihn gefunden. Er lebt in Europa und spielt dort Fußball. Sehr erfolgreich sogar. Ich habe nach seinem Weggang dem Sport abgesagt wie du weißt. Ohne ihn war es nicht das gleiche. Und Jace hatte nach der Highschool kein Interesse mehr an Fußball. Ich wollte ihn nicht sehen. Es hat mich einfach zu sehr verletzt, dass er uns keine Chance gab. Er hätte nur ein Wort sagen müssen. Nur eines. Ich weiß, dass der Fußball homophob ist. Wir haben jahrelang zusammen auf dem Platz gestanden. Und da gab es sowas wie schwule Spieler nicht. Nicht offiziell. Das wir uns hinter verschlossenen Türen das Hirn rausvögelten, wusste niemand. Und es war auch nicht wichtig. Ich war neidisch, auf ihn und seinen Erfolg und der Tatsache, dass er uns einfach verließ."

Stumm höre ich mir an was er zu sagen hat und sehe deutlich, wie schwer ihm das Ganze fällt. Ich drücke seine Hand und ziehe ihn zu mir auf den Schoß. Seine Arme umschlingen meine Taille und er legt den Kopf in meine Halsbeuge.

"Du hast Angst ich könnte eifersüchtig werden", stelle ich fest und höre sein zustimmendes Brummen.

"Aber Jona, er lebt in Europa. Was interessiert es mich? Er ist deine Jugendliebe. Na und? Meine heißt Sebastian Morgenstern und ist nicht mehr unter uns."

"Er kommt zur Party. In Europa ist Sommerpause und er..."

"Er kommt zur Party", sage ich und streiche beruhigend über Jonathans Rücken.

"Warum macht dich das so nervös?", frage ich. Ich kann mir vorstellen, dass es aufregend ist seinen Kindheitsfreund und heimliche Liebe nach all der Zeit wiederzusehen. Dennoch verstehe ich seine Unruhe nicht so ganz.

"Ich habe ihn gestalkt. Heute früh. Als Clary mir schrieb, dass sein Flieger gelandet sei und sie ihn abgeholt hat. Jace wusste nicht das er kommt. Ich kann mir gut vorstellen wie er freudig umhersprang und Alec mit Umarmungen überhäufte. Jedenfalls habe ich ihn im Internet gesucht und auch gefunden. Das war nicht schwer. Er sieht gut aus. Ach scheiße Magnus, er sieht heiß aus und ist genau dein Typ. Aber ich muss mir keine Sorgen machen oder? Du bist mit mir zusammen und liebst mich. Außerdem ist Alec verheiratet. Seine Frau sieht nett aus." Daher weht also der Wind. Jonathan weiß genau, dass ich Männer mit dunklen Haaren äußerst attraktiv finde. Daher färbt er sich seit Jahren die Haare in einem schönen dunklen Braun.

"Lass uns zu der Party gehen. Wer weiß, vielleicht ist dieser Alec ja auch ein richtiges arrogantes Arschloch geworden", sage ich und küsse sanft seine Lippen.

"Dann musst du dir keine Gedanken machen und wir können einen schönen Abend miteinander verbringen."

"Okay. Du siehst gut aus. Ich liebe dich", haucht er gegen meine Lippen und ich vergrabe meine Hände in seinen vollen Haaren und verschließe seinen Mund mit meinen. Jahrelange Küsse, unzählige Momente in denen wir uns so nah waren. Noch immer schmecken seine Küsse süß und langsam streift meine Zunge über seine Oberlippe. Ein Seufzen verlässt seinen Mund als meine Zunge die seine umschlingt und wir uns einfach der Reinheit dieses Augenblicks ergeben. Jeder Versuch diesen Kuss zu vertiefen und somit ein wenig von der Unbeschwertheit zurück zu bekommen, wird von Jonathan verhindert. Er war noch nie der forderndere Typ in unserer Beziehung. Aber seit zwei Jahren fühlt es sich seltsam eingeschlafen an.

"Wir sollten gehen. Sonst artet das hier noch aus", unterbricht er unseren Kuss und ich schaue ihn verletzt an.

"Was wäre so schlimm daran?", frage ich, doch erhalte keine Antwort. Stattdessen steht er auf und geht ohne ein Wort zu sagen aus dem Schlafzimmer und ich schaue ihm verdutzt hinterher. Was ist hier gerade passiert?