Madame Wuff - Aus dem Leben einer Hündin

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Zusammenfassung

Hilfe – ich und ein Hund? Was soll das denn bitte? Aber Herrchen sagt da ganz klar: „Du bist jetzt meine Hündin.“ Und nein, nicht die Sorte, die beim Doggy Style ein bisschen Spaß hat. Sondern die, die nachts im Hundebett schläft. Aus dem Napf frisst. Auf allen Vieren bleibt. Nicht spricht. Und stattdessen allerlei seltsame Dinge erlebt: Agility-Parcours, Hunde-Show, Bergtour, Fotoshooting – alles dabei. Wie’s mir damit geht? Furchtbar. Denn tief in mir weiß ich: Ich wäre so gerne ein afghanischer Windhund. Elegant, stolz, mit wehender Mähne – das würde viel besser zu Herrchen passen. Und stattdessen? Bin ich ein Basset. Tollpatschig. Unsportlich. Und leider ziemlich echt.

Status:
In Arbeit
Kapitel:
11
Rating
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Altersfreigabe
18+

Das Unheil nimmt seinen Lauf ... oder doch nicht? (Bonus-Geschiche)

Ein Tag im Leben einer "Basset-Dame", die so gerne ein "Afghane" wäre ...

Wettschulden sind Ehrenschulden und was man verspricht, das muss man auch halten – das wird einem schon in der Kindheit eingetrichtert. Dass man aber immer, wenn man am wenigsten damit rechnet, auf so etwas festgenagelt wird – durfte ich erleben. Und zwar gänzlich unverhofft…

… an jenem Morgen, als ich aus dem tiefsten Schlaf geklingelt werde. Die Nacht vorher war ziemlich lang, entsprechend spät ich im Bett gewesen. Und dann klingelt es Sturm. Demzufolge war ich auch ziemlich verknautscht und ständig am Gähnen, als ich mich endlich aus den Federn gequält hatte. ImVorbeigehen angle ich mir die rote Fleecedecke vom Sessel und wickle mich hinein – und als ich die Tür öffne, kann ich noch nicht einmal wirklich staunen, als ich blinzelnd dich, meinen Herrn erkenne.

Wie immer wenn du mir gegenüber stehst und mich ansiehst, liegt in deinen dunklen Augen ein warmes Strahlen, als dein Blick meine Gestalt und die dazugehörige Aufmachung umfängt – und wie jedes Mal ist es einfach ein Ankommen, ein Sichwohlfühlen, von deinen Armen umfangen zu werden.

Dass die Decke ins Rutschen kommt und zu Boden segelt, das merke ich noch nicht einmal mehr – zu schön ist es, von dir gehalten und geküsst zu werden. Nackt schmiege ich mich an dich, fühle entzückt die Kühle des Stoffes deines dunklen Anzuges auf meiner noch schlafwarmen Haut und genieße es einfach, dass du da bist.

Doch das hält nicht lange vor.

„Erinnerst du dich noch an den Hundetag, an dem du krank warst?“ wisperst du mit deiner sanften, einschmeichelnden Stimme dicht an meinem Ohr. „Ich habe ihn dir erlassen und dafür etwas gut von dir…“

Meine Gedanken sind noch viel zu träge, mein Gehirn will seine Arbeit noch nicht aufnehmen… aber richtig, ja… da war doch was? Aber was?

Ich werde nicht lange im Unklaren gelassen.

„Heute, meine Kleine… heute werde ich die Schuld bei dir eintreiben. Ich habe etwas ganz besonderes mit dir vor…“

Wirklich, zu dem Zeitpunkt denke ich noch an gar nichts Schlechtes, als ich das höre. Immer noch hänge ich mit seligem Lächeln in deiner Umarmung wie ein in die Haare geklebter Kaugummi und es hätte schon einigen Aufwandes bedurft, mich da wegzubekommen.

„Ich habe dir etwas mitgebracht – meine Pläne erfordern für heute ein besonderes Outfit von dir…“

Mitgebracht?

Nun horche ich doch auf. Das klingt doch ganz eindeutig nach… Geschenk… und ich wäre keine Frau, wenn ich keine Geschenke mögen würde… ich löse mich von dir und luge neugierig nach der weißen Einkaufstasche, die von deiner Hand baumelt und die ich erst jetzt bemerke.

„Was ist da drin?“

„Sieh doch einfach nach, Kleine…“ grinst du. Und hältst mir die Tasche hin.

Sie ist völlig neutral, schimmert perlmuttfarben mit blauen Kordeln als Träger – und als ich sie öffne und einen Blick riskiere… sehe ich nur Schwarz.

Da ich immer noch zögere – so ganz geheuer ist mir dein Grinsen plötzlich nicht mehr und der übermütige Schalk blitzt ja regelrecht aus deinen braunen Augen heraus – ergreifst du nicht nur die Initiative, sondern auch die Einkaufstasche und drückst mir den Inhalt einfach in die Hand.

Es ist nicht gleich zu erkennen, was ich dann in Händen halte – aber so nach und nach erkenne ich es auch in meinem immer noch gähnenden, morgendlichen Tran – es ist ein Bodysuit, schwarz – aus einem Material so ähnlich wie Nylons, nur dicker scheint es und vor allen Dingen blickdicht. Und ein Schnürkorsett aus schwarzem Leder. Dazu eine seltsame Kappe, deren Zweck sich mir noch nicht erschließt… sieht aus wie die von Batman. Komisch…

„Zieh das an…“

Dies kommt in ruhigem, sehr sanften Ton. Mein Herr braucht die Stimme nicht zu heben, um Befehle zu geben… und ich gehorche. Selber neugierig, schlüpfe ich also in diesen seltsamen Anzug. Und der bietet einige Überraschungen. Schon als ich in die Beine schlüpfe, merke ich diese seltsamen Verdickungen an den Knien, ich betaste sie flüchtig… fast wie Polster… wofür die wohl gut sind?

Ich schaue an mir hinab – komische Knubbelknie hab ich damit. Gefällt mir nicht wirklich…

Mit Ächzen und Stöhnen ziehe und zerre ich ihn dann über meine Kurven – und derer gibt es viel zu viele an meinem Körper – und während ich mich noch über die Ausgänge an den Ärmeln wundere – die sind nämlich zugenäht! – machst du mir hilfsbereit den Reißverschluss am Rücken zu.

Komisches Gefühl ist das jetzt. Jetzt sehe ich doch bestimmt aus wie eine genudelte Wurst… das ist eindeutig nicht mein Kleiderstil. Und eigentlich weißt du das auch ganz genau!

Ich schaute noch mal an mir hinab… und diese komischen Ärmel… wozu soll das gut sein? Ich heb eine Hand und will etwas sagen – da zischt du leise. „Pscht…“ und schiebst mir die Kappe über den Kopf.

Das ist noch komischer – solle ich heute tatsächlich Batgirl für dich spielen? Zur Abwechslung mal ein kleines Rollenspiel? Hat das Ding etwa Ohren? Ich schiele unauffällig nach den Scheiben der Wohnzimmervitrine, ob ich mich darin spiegele – aber ich kann nichts erkennen, weil du vor mir stehst. Kluger Taktiker, mal wieder… ich seufze entsagungsvoll. Mir immer einen Schritt voraus… so typisch für diesen Mann…

Dann werde ich wieder abgelenkt. Dreh dich um, heißt es… und dann legt sich das Schnürkorsett fest und schwer um meine Leibesmitte. Ächz und Uff mache ich, als du ohne lange zu zaudern an den Schnüren ziehst und mich einschnürst – aber die zweite Folge der Ächzer und Uffzer klingt schon recht kehlig und gurrend. Je weniger Luft Frau zum Atmen hat, umso eifriger produziert sie einfach an anderer Stelle Körperflüssigkeit… und das ist auch diesmal so. Je enger das schwarze Leder meine Taille umschließt, umso erregter werde ich… und schon hätte ich wieder mal Schnurren mögen.

Ich bin völlig versunken in dem Gefühl, von diesem engen schwarzen Anzug eingeschlossen zu sein und dann auch noch geschnürt – ich vergesse alles um mich herum. Lausche nur in mich hinein, forsche und suche… und finde jenen pochenden Punkt tief in meinem Schoß, der in solchen Fällen immer so eifrig reagiert und sich meldet…

„Was ist los mit dir – träumst du?“ dringt deine Stimme in meine Gedanken. Leicht ungeduldig, wenn auch immer noch belustigt. Und ich schrecke zusammen, als du meinst: „Ich habe gesagt, auf den Boden!“

Ich habe dich wirklich nicht gehört… schnell flutsche ich auf die Knie. Schaue zu dir hoch. Aber deine Stirn ist immer noch kritisch gerunzelt. Nicht gut? Fragend blicke ich dich an. Die Hand zeigt flach zu Boden.

Oh… zögernd sinke ich vorne über, auf alle Viere…

Du trittst an meine Seite, ich fühle deine Hand auf meinem Hinterteil, streichelnd gleiten sie über die von dem schwarzen Nylonstoff straff umspannten Hinterbacken und dann nestelst du an meinem Steiß herum… etwas zippt – und ich erkenne an dem Geräusch erstaunt, du hast einen Reißverschluss geöffnet. Praktischer Anzug, denke ich mir noch… da kann man die Spalte freilegen… und dann quieke ich erschrocken wie ein Meerschweinchen (ein schwarzes, geschnürtes Meerschweinchen) als sich dein Finger ohne Vorwarnung kühl und glitschig auf meinen Anus legt, kurz eindringt – und dann Platz macht für etwas… nein… doch?... ja… einen Plug, der sich kalt und unerbittlich in mich drückt, bis er ordentlich an seinem Platz sitzt.

Wirklich, ich denke mir nichts dabei, als du den Anzug wieder zu machst und dich wieder aufrichtest. Doch als du beiseite trittst, sehe ich meinen Schatten…und dann schlucke ich schwer.

Die Sonne steht um diese Jahreszeit recht flach, scheint zum Wohnzimmerfenster herein und hüllt alles in ihre Strahlen – mein Schatten hebt sich deutlich von dem Laminatboden ab… und mein Schatten hat definitiv eine Schnauze statt einer Nase und… einen langen, leicht nach oben gebogenen SCHWANZ!

Mein Kopf ruckt hoch zu dir… soviel also zu Batgirl…

Und schon in der nächsten Sekunde bestätigst du meinen Verdacht.

„Na, meine kleine Madame Wuff – was meinst du, was jetzt noch fehlt?“

Madame Wuff… das ist der Hundename, den du mir gegeben hast, wenn du nicht deine Sklavin einforderst – sondern die Hündin für dich. Ich bin nicht nur das Eigentum meines Herrn, sondern eben auch seine Hündin nach Bedarf… und dies ist eine Rolle, die mir leider nicht wirklich auf den Leib geschneidert ist. Von Anfang an hatte ich Probleme, mich in diese Rolle einzufinden – ganz egal, was du mich in der Hinsicht machen lässt… egal ob ich aus einem Napf fressen muss oder in dem Hundebett schlafen… ich fühle mich immer nur, als würde ich eine Rolle spielen aber nicht es leben…

… was aber sofort eine sehr drängende Frage aufwirft, derer ich mich nicht entziehen kann. Eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche – mein Herr hat seine Hündin am liebsten nackt, wie Gott (oder McDonalds) sie geschaffen hat. Wozu also diese seltsame „Verkleidung“?

Mit einem mulmigen Gefühl im von der Schnürung arg zusammen gepressten Magen frage ich mich dann schon, was zum Teufel du heute vorhast mit mir.

„Richtig…“ höre ich dich wie aus weiter Entfernung weitersprechen. „Halsband und Leine… sei ein braves Hundchen und bring sie mir!“

Ein Hund der sich Halsband und Leine selber holt?

Ich hatte im Laufe meines Lebens viele Hunde gehabt, beiderlei Geschlechts und alle möglichen Rassen – vom Yorkshire Terrier über English Setter und Schäferhund bis hin zur Deutschen Dogge war alles mögliche vertreten gewesen… aber egal wie intelligent und gelehrig diese Tiere auch gewesen waren, kein einziges hatte sich jemals die Leine selber geholt, wenn es raus wollte… und schon gar nicht das Halsband.

Das übersteigt ja nun definitiv den geistigen Horizont eines Hundes.

Und ich soll heute doch nur eines sein… HUND nämlich. Madame Wuff eben…

Doch als ich meinen Mund öffne, um dir dies kund zu tun – legt sich dein Zeigefinger mahnend und ziemlich eindeutig auf meine Lippen.

„Scht – kein Wort. Ich fordere für heute die Hündin ein wie noch nie zuvor, meine Kleine. Bis ich es dir sage, wirst du die Hündin sein – konsequent, in jeder Hinsicht. Ein Hund spricht nicht – das weißt du doch. Wenn du mir etwas mitteilen möchtest, wirst du es – wie ein Hund tun. Hast du das verstanden?“

Oh ja – sicher habe ich das verstanden. Meine Ohren funktionieren ausgezeichnet. Und deine Worte sind mehr deutlich gewesen. Ich weiche deinem Blick hinter der Kappe aus und senke den Kopf.

„Gut – jetzt ab mit dir, bring mir das Gewünschte…“

Also krabble ich auf allen Vieren ins Schlafzimmer hinüber um zu tun, was du willst…

Ich habe Glück, das Halsband hängt wie immer über dem Kopfende meines Bettes – dort glänzt und funkelt das gute, neue Stück auf das ich so stolz bin. Doppelt genähtes schwarzes Leder, unterlegt mit drei Reihen funkelnden Swarovskisteinen. Am D-Ring die Hundemarke baumelnd, in der dein Initial eingraviert war… ein großes „G“.

Ich nehme es mit dem Mund… pardon… dem Maul… auf und kehre zu dir zurück. Setze mich – wie ein Hund – auf den Hintern und finde mich wieder deinem Lächeln gegenüber.

„Nein, nein – meine kleine Madame Wuff!“ darf ich mir den leisen Tadel anhören und die Härchen stellen sich mir unter dem Material des Anzuges auf. „Du bist noch ganz am Anfang deiner Ausbildung, da braucht es schon etwas anderes als dieses Ding da!“ Dein Finger zeige auf das Glitzerhalsband, das mir so sehr gefällt. „Du holst jetzt das Stachelhalsband und die Leine – aber beeil dich, wir haben nicht ewig Zeit!“

Ich dackel also wieder ins Schlafzimmer – und sehe mich dann dem ersten größeren Problem gegenüber. Besagtes Stachelhalsband und die dazu gehörige Leine befinden sich in meiner Kommode mit den Toys – und wie öffnet man solche Schubladen… als Hund?

Meine „Pfötchen“ – und das sind die zugenähten Ärmel ganz offensichtlich – haben keine Daumen. Die kleinen Griffe mit den Zähnen packen und daran zerren, kommt absolut nicht in Frage, das ist eine Kommode vom alten Schlag – die Schubläden laufen nicht auf Rollen sondern noch auf schön altmodischen Holzschienen, und dies hätte nichts anderes bedeutet, als dass nach dieser Aktion dann eine Rundumsanierung beim Zahnarzt nötig gewesen wäre…

Heidenei… darf sich ein Hund entnervt am Kopf kratzen?

Grimmig starre ich meine Kommode an und denke mir verzweifelt: „Sesam öffne dich!“ aber das blöde Ding versteht wohl kein „hündisch“ und rührt sich nicht.

„Du kommst auf den Sperrmüll! Verbrannt wirst du!“ brodelt es drohend in mir und schon höre ich von nebenan: „Wieso dauert das denn so lange?“

Was tut ein Hund in so einer Situation?

Okay, rein technisch betrachtet käme ein Hund sicher nie in die Verlegenheit, etwas aus einer Kommode oder Schublade holen zu wollen – aber wenn, was würde er dann tun?

Ich tue das Naheliegendste, zumindest das erste was mir einfällt – ich gebe winselnde Laute von mir.

Schon stehst du neben mir.

Ey – das funktioniert ja tatsächlich! Ich staune nicht schlecht…

„Jetzt komm, wir haben genug Zeit vertrödelt!“ brummst du.

Mit gemischten Gefühlen folge ich dir auf allen Vieren aus der Wohnung – ganz gefangen in der Erkenntnis, dass du es tatsächlich das erste Mal tust, was du mir schon so oft und so lange „angedroht“ hast – du nimmst deine Hündin mit hinaus, ins Freie. Raus aus der Sicherheit der eigenen vier Wände…