Kapitel 1
Hallo zusammen. 🙋♀️
Aufgrund einiger Anfragen versuche ich nun, meine Bücher ins Englische zu übersetzen. Mein Englisch ist jedoch nicht besonders gut. Deshalb benutze ich nur einen Deutsch-Englisch-Übersetzer aus dem Internet. Falls die Übersetzung also Fehler enthält, bitte ich dies nicht falsch zu verstehen.
Es kann eine Weile dauern, bis ich auf englische Kommentare antworte, da ich nicht immer einen Übersetzer verwenden kann.
Dieses Buch ist auf Deutsch noch nicht fertig. Sobald Inkitt es freigegeben hat, werde ich alle drei Tage ein neues Kapitel hochladen.
Ich hoffe, ihr habt Spaß beim Lesen.😉
Um den Überblick zu behalten, wann neue Kapitel hochgeladen werden, schaut bitte ab und zu auf meiner Pinnwand vorbei.
Mit zwanzig Jahren hat Sophia kein auch nur annähernd angenehmes Leben hinter sich. Sowohl ihr Äußeres als auch ihr Inneres waren von ihrer Vergangenheit, ihren Verlusten, den Zurückweisungen und dem Missbrauch gezeichnet. Sie spürte ihren Wolf nicht mehr. Selbst ihre Wolfsfähigkeiten waren mit der Zeit fast vollständig verschwunden. Wird sich ihre Zukunft ändern? Kann sie sich aufraffen, ihre traumatisierende Vergangenheit hinter sich lassen und ein neues, starkes Selbst werden?
POV: Sophia
Nachdem mein erster Mate mich zurückgewiesen hatte, verlor ich meinen Wolf.
Aber das war noch nicht alles.
Sowohl mein erster Mate, der ein Alpha war, als auch sein Rudel töteten meine Eltern. Sie folterten und missbrauchten mich wochenlang, bis ich endlich entkam.
Nur wenige Monate später fand ich meinen zweiten Mate, einen Beta.
Da er keinen wolfslosen Mate wollte, wies er mich ebenfalls zurück, wodurch ich fast alle Fähigkeiten verlor, die ich bis dahin noch hatte.
Ich wurde zu einem normalen Menschen, der zwar besser hören, riechen und sehen konnte, aber sonst nichts hatte.
Die Folter, der Missbrauch, die Zurückweisungen, der Verlust meiner Eltern und meines Wolfes machten mich zu einer gefühllosen Hülle.
Warum lebte ich noch und hatte dem Ganzen nicht selbst ein Ende gesetzt?
Ich habe keine Ahnung. Ich wusste nicht, was mich am Leben hielt.
Ich saß auf dem Balkon meines Einzimmer-Apartments und starrte in den Sternenhimmel.
Der Vollmond leuchtete direkt über mir und löste ein Ziehen in meinem Herzen aus.
Mit einem Seufzer stand ich auf, um einen Spaziergang zu machen, wie in jeder Vollmondnacht zuvor.
Auch wenn ich meinen Wolf nicht mehr hatte und mich deshalb nicht mehr verwandeln konnte, zog mich jeder Vollmond an und zwang mich nach draußen.
Es waren fast 20 Grad draußen, aber trotzdem zog ich eine Steppjacke über mein schlichtes schwarzes T-Shirt.
Danach zog ich meine Laufschuhe an und warf einen letzten Blick in den Spiegel.
Ich war erst Anfang zwanzig, sah aber schon aus wie fast 30.
Mein altes Leben hatte meinen Körper und mein Aussehen schwer gezeichnet.
Mein rotes, inzwischen schulterlanges, welliges Haar war zu einem unordentlichen Dutt zusammengebunden. Es frustrierte mich immer wieder, dass es schon lange nicht mehr geglänzt hatte.
Es sah einfach nur stumpf und farblos aus.
Ich war 1,70 Meter groß, hatte aber längst meine muskulöse Figur verloren. Jetzt war ich nur noch dünn und hatte keine Kurven mehr.
Ein weiterer Seufzer entwich meinen trockenen, rissigen Lippen.
Ich schüttelte den Kopf, schnappte mir meinen Wohnungsschlüssel und meinen bereits gepackten Rucksack und verließ die Wohnung.
Draußen angekommen, atmete ich tief durch.
Vor ein paar Monaten schaffte ich es noch, fast die ganze Nacht lang zu laufen, aber das war jetzt nur noch ein Traum.
Ich wohnte am Rande einer großen Stadt, die an einen großen Wald grenzte.
Und genau diesen Wald suchte ich immer wieder auf, wenn der Vollmond mich nach draußen zwang.
Nach etwa einer Stunde Fußmarsch stand ich mitten im Wald und starrte wortlos in den Himmel.
Ich genoss es, doch dann kribbelte mein Nacken, sodass sich meine feinen Härchen aufstellten.
„Bitte, nicht schon wieder!“, hauchte ich, während ich die Augen schloss und meine Lippen zu zittern begannen.
Ein Jaulen ertönte in der Nähe, aber ich stand immer noch da, wie angewurzelt, mit geschlossenen Augen.
„Nicht noch ein Mate! Bitte, Mondgöttin, tu mir das nicht an!“, flehte ich stumm, während meine ganze Haut zu kribbeln begann.
Ich hörte, wie in der Nähe Äste knackten, was mich die Augen öffnen ließ.
Ein großer, brauner und wütend aussehender Wolf kam direkt auf mich zu.
Kurz bevor er mich erreichte, verwandelte er sich in seine menschliche Form, während hinter ihm noch weitere Wolfsgestalten auftauchten.
Er sah zwar schön und muskulös aus, aber sein wutverzerrter Ausdruck strahlte alles andere als Freude aus.
Auch er würde mich zurückweisen.
Das war so sicher wie das Amen in der Kirche.
„Ein Mensch? Mondgöttin, willst du mich verarschen?“, fluchte er mit wutverzerrter Stimme, die für mich dennoch schön klang.
Er musterte mich missbilligend, und sein Gesicht verriet, wie sehr er mich verachtete.
„Schnappt sie euch!“, befahl er laut, woraufhin sich zwei weitere Wölfe in ihre menschliche Form verwandelten und mich schnell an den Schultern packten.
An seiner befehlenden Stimme und seinem Charisma erkannte ich, dass er ein Gamma war.
Ich wehrte mich nicht. Warum auch?
Sein Blick glitt wie der eines Süchtigen über meinen Körper, bevor er ein Knurren ausstieß und sich direkt vor mich stellte.
Er packte mich grob am Kinn und versuchte, mich zu zwingen, ihn anzusehen.
Das musste er gar nicht, denn ich wusste bereits, warum der Blickkontakt nötig war, und ich hatte nicht vor, ihn davon abzubringen.
Ich hatte schon lange aufgehört, mich nach jemandem zu sehnen, der mich wirklich liebte.
„Pass auf, ich weiß, dass du das nicht verstehst, weil du nur ein dummer Mensch bist, aber ich rate dir, das zu tun, was ich verlange. Wir können es auf die einfache oder die harte Tour machen, das liegt ganz bei dir“, knurrte er, während mir beim Sprechen seine Spucke ins Gesicht flog.
„Ich, Oliver Trickev, weise dich als meine Mate zurück!“, grummelte er kurz darauf, was mich nur hämisch grinsen ließ und ihn verwirrt dreinblicken ließ.
Er öffnete den Mund, wahrscheinlich um mir, dem „dummen Menschen“, zu sagen, dass ich seine Zurückweisung akzeptieren müsse.
Ich kam ihm jedoch zuvor und sagte gefühllos: „Ich akzeptiere deine Zurückweisung, Gamma!“
Das Wort „Gamma“ spuckte ich ihm regelrecht entgegen.
Er stand nur da und starrte mich schockiert an. Doch nur wenige Sekunden später sank er auf die Knie, sein Ausdruck vor Schmerz verzerrt.
Ich fragte mich innerlich, warum ich bei seiner Zurückweisung keinen Schmerz spürte, aber nach der dritten Zurückweisung sollte man meinen, dass man ohnehin kein Schmerzempfinden mehr hätte, oder?
Sogar die Hände seiner Rudelmitglieder ließen von meinen Schultern ab.
Ich sah ihm tief in die Augen, der Schmerz war unverkennbar, und fügte kalt hinzu: „Du hast bekommen, was du wolltest, und jetzt lass mich gehen oder bring mich um.“
Seine Augen weiteten sich, als würde er erst jetzt begreifen, was er getan hatte, aber ich warf ihm sofort seine eigenen Worte zurück: „Wähl die einfache oder die harte Tour, es liegt an dir!“
„Warum krümmt sie sich nicht auch vor Schmerz?“, fragte einer der beiden, die mich festgehalten hatten, und ich konnte die Überraschung in seiner Stimme deutlich hören.
Ohne ihn anzusehen oder den Blick von dem vor Schmerz gekrümmten Haufen vor mir abzuwenden, sagte ich stumpf: „Schmerz? Was ist das? Glaub mir, nach drei Zurückweisungen spürst du nichts mehr.“
Dann drehte ich mich um und ging von ihnen weg.
In mir drin war alles leer und hohl.
Ich fühlte mich seelenlos, aber wenigstens hatte ich keine Schmerzen.
Zumindest dachte ich das, bis ein harter Schlag meinen Hinterkopf traf und mich eine vertraute Dunkelheit begrüßte.