The Alpha Twins: Mating Dilemmas (Band 23 der The Regal Eclipse Pack Serie)

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Zusammenfassung

Kit und Kameron Beckham sind auf einer Geschäftsreise in Arizona, als sie beide ihren Mates begegnen. Es sind die Töchter eines Twin Alpha, die wunderschön und perfekt für sie sind. Doch nach einer mysteriösen Nacht geschieht etwas Schlimmes, und niemand weiß genau, was. Beide Prinzen sind fassungslos und haben keine Ahnung, was passiert ist. Werden sie bereit sein, noch einmal ein Risiko einzugehen?

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
72
Rating
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Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Es war ein wunderschöner Junitag in New York City. Die Sonne schien und keine einzige Wolke trübte den Himmel. Die Temperaturen waren hoch und die Luftfeuchtigkeit drückend. Designeranzüge klebten unangenehm an den Körpern. Da wurde die Sehnsucht nach einer Klimaanlage immer größer. 

Isabella Myers saß auf einem Hocker hinter dem Tresen ihres kleinen Ladens und zeichnete einen Wolf. Sie liebte Kunst und das Zeichnen. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätte sie Kunst studiert. Aber ihre Eltern hatten sie nie dazu ermutigt. Stattdessen wollten sie, dass sie einen Job in der Firma des Rudels annahm. Doch darauf hatte Bella absolut keine Lust.

Sie hatten ihr bei jeder Gelegenheit Steine in den Weg gelegt. Sie wollten sie davon abhalten, ihren Träumen zu folgen. „Das ist ein Job ohne Zukunft“, sagte ihr Vater ständig zu ihr.

Aus Rebellion entschied sie sich, Tätowiererin zu werden. Sie fand jemanden, bei dem sie eine Zeit lang in die Lehre ging und das Handwerk lernte. Die Arbeit als Lehrling hatte ihr Spaß gemacht und manchmal vermisste sie diese Tage. Aber in ihrem eigenen Laden verdiente sie jetzt besseres Geld. Sie hatte auch gelernt zu piercen und bot nun beide Dienste an.

Die meisten ihrer Tattoos machte sie nach Termin, und ihr heutiger Plan war noch leer. Sie würde jeden nehmen, der einfach so reinkam. Aber an diesem heißen Tag schien es, als wollten alle lieber draußen sein oder bei der Klimaanlage zu Hause bleiben. Das Wochenende stand vor der Tür, dann würde sie viel mehr zu tun haben. Sie hoffte aber, heute wenigstens ein paar Piercings zu stechen.

Die Glocke an der Tür bimmelte und kündigte einen Kunden an. Bella blickte von ihrem Skizzenbuch auf. Das war ihre Hauptbeschäftigung in der Freizeit während der Arbeit. Ein bisschen Kunst konnte ihren ganzen Tag aufhellen. Besonders an so ruhigen Tagen wie heute. Zumindest war es im Laden schön kühl. Ein Teil von ihr fragte sich allerdings, wie hoch die Stromrechnung diesen Monat wohl sein würde. Dieser Juni war wirklich extrem heiß.

Nicht, dass sie wirklich oft ruhige Tage hatte. Da ihr Laden in Brooklyn lag, war sie meistens ziemlich beschäftigt, und sie liebte es. Sie liebte ihren Job und genoss es, Leute kennenzulernen. Ihre Kunden kamen aus der ganzen Welt und hatten immer eine Geschichte zu erzählen. New York hatte viel Tourismus. Und was gab es Schöneres, als sich zur Erinnerung an den Städtetrip tätowieren zu lassen? Sie selbst würde das wohl nicht machen, aber es brachte Geld ein, und das war die Hauptsache.

Bella hatte selbst nicht viele Tattoos. In dieser Hinsicht war sie wohl etwas ungewöhnlich. Aber sie hatte ein Half-Sleeve an einem Arm, das sie irgendwann erweitern wollte. Außerdem wollte sie sich ihren Wolf auf den Rücken tätowieren lassen. Genau daran arbeitete sie gerade: an einer Zeichnung ihres Wolfes Krista. Sie entwarf schon seit einiger Zeit Skizzen, und ihr Buch war voll davon. Trotzdem war sie noch nicht zufrieden. Sie hatte noch kein Bild geschaffen, das sie für immer auf ihrem Körper haben wollte.

Plötzlich stieg ihr der Geruch von Werwölfen in die Nase. Sie verstaute ihre Malsachen und versuchte, den Geruch einzuordnen. Es waren Werwölfe, aber der typische Rudelgeruch fehlte. Auch eine Aura war nicht zu spüren. Das hieß wahrscheinlich, dass sie keinen hohen Rang hatten. Sie rümpfte nachdenklich die Nase. Nein, es waren drei deutlich verschiedene Gerüche. Das machte sie etwas nervös, denn sie war sich ziemlich sicher, dass es alles Männer waren. Sie atmete langsam aus und ging in den vorderen Bereich. Wenigstens rochen sie nicht wie Rogues. Hoffentlich gab es keinen Ärger.

Sie betrachtete die drei Männer, die still in ihrem Laden standen. Sie waren jung und verdammt gut aussehend, wie männliche Werwölfe es meistens waren. Zwei von ihnen waren eineiige Zwillinge mit dunklen Haaren und türkisfarbenen Augen. Beide trugen dunkle Jeans. Einer hatte ein schwarzes T-Shirt an, der andere ein dunkelblaues. Beide hatten Bartstoppeln am Kinn. Ihr fiel auf, dass der in Schwarz zwei komplette Sleeves hatte, während der andere nur einen hatte. Beide waren unglaublich heiß. Sie passten genau in das Schema von Männern, auf die sie total stand.

Der dritte Mann hatte helleres braunes Haar und wunderschöne blaue Augen. Er hatte ein wahnsinnig sexy Lächeln. Er trug ein hellblaues T-Shirt zu seinen Jeans. Er hatte einen Vollbart, der aber kurz gestutzt war. Auch er hatte beide Arme voll tätowiert. Er beobachtete sie ebenfalls, sogar intensiver als die Zwillinge.

Alle drei waren genau ihr Typ. Heiße Werwölfe mit einer gefährlichen Ausstrahlung. Sie hatte eine Schwäche für tätowierte Typen, erst recht, wenn sie Werwölfe waren. Schade nur, dass sie keine Ahnung hatte, zu welchem Rudel sie gehörten. Vielleicht gehörten sie sogar zu ihrem eigenen. Sie hatte sie zwar noch nie gesehen, aber in einer Stadt mit acht Millionen Einwohnern konnte das leicht sein. Sie kannte schließlich nicht jeden.

Bella wusste, dass manche Werwölfe ihren Geruch tarnen konnten, aber das war selten. Offenbar konnten diese drei es, was sie noch interessanter machte. Sie musste wirklich Langeweile haben. „Kann ich euch helfen, meine Herren?“

Alle drei Männer starrten sie nun intensiv an. Sie schluckte schwer. Es war ihr ein wenig unangenehm, so im Mittelpunkt von drei Prachtkerlen zu stehen. Sie hoffte, dass sie einigermaßen gut aussah, auch wenn es eigentlich egal war. Sie hatte nicht darauf geachtet, ob einer von ihnen markiert war. Aber wahrscheinlich war es mindestens einer, wenn nicht alle. Keiner von ihnen war ihr Gefährte.

Einer der Zwillinge, der im blauen Shirt, trat vor. „Hi. Wir wollen uns alle piercen lassen.“

„Okay. Was genau habt ihr euch vorgestellt?“, fragte sie. Ihr Blick glitt kurz über die Männer. Keiner hatte sichtbare Piercings, nur Tattoos. Sie hatte erst gedacht, sie kämen wegen neuer Tattoos. Offenbar nicht.

Derjenige, der gesprochen hatte, zog eine Augenbraue hoch.

Bella hätte am liebsten die Augen verdreht. Stattdessen zog sie ebenfalls eine Braue hoch. Sie konnte zwar keine Gedanken lesen, aber sie hatte so eine Ahnung, worauf das hinauslief.

Ein Lächeln stahl sich auf seine Lippen, was ihn noch schöner machte. „Frenum-Piercings.“

Natürlich. Warum hatte sie auch etwas anderes erwartet? Ein Frenum-Piercing wird durch die Haut am Penisschaft gestochen. Wenn ein Mann sich so eines stechen lässt, bleibt es meistens nicht bei einem. Oft ist es eine ganze Reihe, die dann wie eine kleine Leiter aussieht. „Alle drei?“

„Ja“, sagte er, und die Augenbraue ging wieder nach oben. War das eine Herausforderung?

„Okay. Wollt ihr jeweils nur eines oder mehrere?“, fragte sie. Normalerweise empfahl sie bei Frenum-Piercings nur zwei oder drei auf einmal. Bei mehr würde die Schwellung es schwer machen, sie gerade auszurichten. Ganz zu schweigen von den Schmerzen. Aber da sie Werwölfe waren, war ihre Schmerzgrenze sowieso extrem hoch.

„Drei für jeden von uns.“ Er blickte zu den anderen beiden, die beide bestätigend nickten.

„Alles klar, drei sind ein guter Anfang. Ich erkläre euch kurz, was euch erwartet.“ Es war ihr Job, dafür zu sorgen, dass sie wussten, wie man die Piercings pflegt. Sie betonte immer, wie wichtig das war. In den nächsten Minuten erklärte sie ihnen die Pflegehinweise und alles Nötige. Sie wusste, dass sie alle drei schneller heilen würden als Menschen. Das war ein Vorteil, aber sie hielt ihnen trotzdem den Vortrag über die normale Heilungszeit. „Es ist verdammt wichtig, alles sauber zu halten. Niemand will, dass ihm der Schwanz abfällt. Noch Fragen?“

„Nein, ich denke, wir wissen Bescheid“, sagte der erste Zwilling. Er sah die anderen nicht einmal an, aber er wirkte amüsiert über ihren Spruch. Sie entschied, sie später alle einzeln zu fragen, anstatt ihn für alle sprechen zu lassen.

„Gut. Dann füllt bitte diese Formulare aus. Ich brauche auch eure Ausweise.“ Bella beobachtete, wie sie ihre Geldbeutel herausholten. Sie legte drei Formulare und drei Stifte auf den Tresen. Davon würde sie wieder überall Fingerabdrücke haben, aber egal. Sie würde später einfach drüberwischen.

Sie trat zu dem Redner vor, zu dem sie sich am meisten hingezogen fühlte. Sie nahm seinen Ausweis in die Hand und war überrascht. Er kam aus Pennsylvania. Welches Rudel war dort nochmal ansässig? Es fiel ihr gerade einfach nicht ein.