Sündenfall der Stiefgeschwister

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Zusammenfassung

Durch die Ehe verbunden, durch Hass gespalten. Alex und seine arrogante Stiefschwester Laura haben sich geschworen, einander zu ignorieren. Bis ein Stromausfall, ein einziger Schrei und ein verbotenes Verlangen alles verändern. Nacht für Nacht, Sünde für Sünde geben sie ihrem Drang nach: eine Hand, die im Dunkeln unter Seide gleitet, ein Stöhnen, das gegen die Flurwand erstickt wird, eine einzige Berührung, die die Ehe ihrer Eltern – und sie selbst – zerstören könnte. Sie sind nicht länger nur Stiefgeschwister. Sie sind Sünder. Und das Haus hört zu.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
32
Rating
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Altersfreigabe
18+

Funken in der Dunkelheit

Alex lag alle viere von sich gestreckt auf dem Küchenboden. Die kalten Fliesen bissen ihm in den Rücken. Laura lag auf ihm. Ihr Körper war ein warmes, zitterndes Gewicht, das ihn am Boden hielt. Ihr Atem strich über seine Lippen, heiß und unregelmäßig. Er roch süßlich nach dem Minzkaugummi, den sie ständig kaute. Ihre Augen fixierten seine, weit aufgerissen und aufgewühlt. Ihre Wimpern waren noch feucht von den Tränen vorhin. Ihre vollen Brüste drückten gegen seine Brust, weich und nachgiebig. Sie schmiegten sich an ihn wie verbotene Seide. Weiter unten presste sich ihr Becken gegen seines. Der dünne Stoff ihrer Shorts konnte die Hitze nicht verbergen, die von ihrem Schoß ausging. Er konnte sie riechen. Vanille-Shampoo vermischt mit dem moschusartigen Duft ihrer Haut – berauschend und so verdammt falsch.


Sein Körper verriet ihn. Das Blut schoss nach unten. Sein Schwanz regte sich hart gegen die Naht seiner Jeans. Er wurde mit jedem ihrer flachen Atemzüge dicker. Sie ist deine Stiefschwester, schrie sein Verstand. Aber seine Hüften zuckten unwillkürlich und suchten nach mehr Reibung. Laura bewegte sich nicht. Sie starrte ihn nur mit leicht geöffneten Lippen an. Es wirkte, als hätte der Sturz ihre übliche Arroganz kurzgeschlossen.




Vier Monate zuvor war Alex’ Welt aus den Fugen geraten. Sein Vater hatte vor fünf Jahren seine Mutter verloren. Nun hatte er Lina wiedergeheiratet, eine wunderschöne Witwe mit scharfem Verstand. Sie hatte eine Tochter, die nichts als Ärger bedeutete: Laura. Neunzehn Jahre alt, im ersten Semester am selben College wie Alex. Sie war bereits berüchtigt für ihr herrisches Auftreten als Eiskönigin. Als Alex’ Freunde hörten, dass sie einzog, machten sie keine Witze. Sie bemitleideten ihn.


„Alter, wie willst du das mit der aushalten?“, hatte sein Kumpel Mike gestöhnt und sich geschüttelt. „Laura ist ein wandelnder Albtraum.“


„Ganz einfach“, hatte Alex geantwortet und die Hände in die Taschen geschoben. „Ich ignoriere sie. Ich tue so, als wäre sie Luft.“


Und das hatte er getan. Sie wohnten an den entgegengesetzten Enden des Flurs im zweiten Stock. Die Türen knallten wie stille Kriegserklärungen. Sie stolzierte in winzigen bauchfreien Tops und Leggings herum, die jede Kurve betonten. Jedem, der ihr in den Weg kam, bellte sie Befehle zu. Er vergrub sich in seinen Kursen, ging zum Sport oder zockte bis spät in die Nacht. Es funktionierte. Bis zu den Sommerferien.


Ihre Eltern flogen für die verspäteten Flitterwochen nach Europa. Sie überließen Alex und Laura das riesige Haus. „Seid nett zueinander“, hatte Lina per Videoanruf geflötet, völlig ahnungslos. Alex hatte nur die Augen verdreht. Nett? Zu ihr?




In dieser Nacht war es im Haus viel zu ruhig. Alex entspannte sich in seinem Zimmer und scrollte durch Memes auf seinem Handy. Plötzlich zerriss ein gellender Schrei die Stille. Sein Herz setzte einen Schlag aus. Laura?


Er stürmte die Treppe hinunter, seine nackten Füße klatschten auf das Hartholz. Das Küchenlicht flackerte auf, als er hereinplatzte. Laura stand wie erstarrt an der Anrichte. Tränen liefen über ihre geröteten Wangen. Mit einem manikürten Finger zeigte sie zitternd auf die Wand.


„Was ist passiert?“, verlangte Alex zu wissen und suchte nach einer Gefahr.


Sie sagte nichts, sondern zeigte nur weiter dorthin. Eine dicke, haarige Spinne huschte über den Fliesenspiegel. Alex unterdrückte ein Lachen. Das war der Notfall?


„Warte mal“, murmelte er. Er nahm ein Glas aus dem Schrank und eine Serviette. Vorsichtig fing er den Eindringling ein und ließ ihn draußen frei. Als er sich umdrehte, zitterte Laura immer noch. Sie hielt sich selbst umschlungen. Ihr üblicher Schutzpanzer – dieser hochnäsige Blick – war weg. Sie wirkte verletzlich. Menschlich.


„Sie ist weg“, sagte er leise und trat näher. „Alles okay bei dir?“


Sie nickte und wischte sich mit dem Handrücken die Tränen ab. „Danke“, flüsterte sie mit ganz kleiner Stimme. Alex blinzelte. Danke? Von Laura?


Bevor er das begreifen konnte, ging das Licht aus. Stockfinstere Nacht verschluckte den Raum. Laura schnappte nach Luft. Sie stieß einen erschrockenen Quietscher aus, der ihm einen seltsamen Schauer über den Rücken jagte.


„Wo ist das Feuerzeug?“, fragte sie panisch, ihre Stimme wurde immer höher.


„Nicht bewegen“, befahl Alex und tastete blind umher. „Bleib stehen, ich werde...“


Ein dumpfer Aufprall. Ihr Körper krachte gegen seinen. Sie war warm, kurvig und plötzlich überall. Sie stürzten in einem Gewirr aus Armen und Beinen zu Boden. Das Licht summte wieder an, genau in dem Moment, als Laura auf ihm landete.


Und da lagen sie nun. Ihr Atem in seinem Gesicht. Ihre Brüste, die sich gegen seinen Brustkorb hoben und senkten. Ihre Hüften direkt an seiner wachsenden Härte.


Sie stand nicht auf. Sie starrte ihn nur an, ihre Lippen nur Zentimeter von seinen entfernt. Ihre Augen waren dunkel vor Verlangen. Alex’ Puls raste. Beweg dich, verdammt noch mal. Aber seine Hände juckten danach, ihre Taille zu packen und sie näher heranzuziehen.


„Schwester“, krächzte er. Das Wort schmeckte wie eine Sünde. „Geht’s dir gut?“


Die Realität holte sie zurück. Laura rappelte sich hastig auf, ihre Wangen glühten. Sie strich ihr Top glatt und schaltete sofort wieder in den Boss-Modus. „Warum läufst du im Dunkeln herum? Das ist deine Schuld!“


Alex hievte sich hoch und seufzte. Da ist ja wieder die Zicke, die ich kenne. „Du bist doch in mich reingelaufen. Egal. Was hast du hier unten überhaupt gemacht?“


Sie biss sich auf die Unterlippe. Sie war prall, glänzend und verdammt ablenkend. „Ich... ich wollte Abendessen kochen. Dann die Spinne...“


Alex runzelte die Stirn. „Lina hat Essen im Kühlschrank gelassen. Mach es einfach warm.“


Verwirrung huschte über ihr Gesicht. Sie knabberte an ihrem Finger, eine nervöse Angewohnheit, die ihm noch nie aufgefallen war. „Das hat sie mir nicht gesagt.“


Sie hatte ihre eigene Tochter vergessen? Alex schüttelte den Kopf. „Muss ihr entfallen sein. Ich mach es warm.“


Laura nickte brav und trottete ihm wie ein verlorener Welpe zur Mikrowelle hinterher.


Sie aßen in angespannter Stille an der Kochinsel. Es gab Lasagne, dampfend und duftend. Jedes Klappern der Gabeln fühlte sich bedeutungsschwer an. Alex stahl sich Blicke: wie ihr Top nach oben rutschte und einen Streifen ihres flachen Bauches freigab. Wie sie sich die Soße vom Daumen leckte, langsam und unbewusst. Sein Schwanz zuckte wieder. Hör auf damit.




Eine Stunde später klopfte es an seiner Tür. Alex hörte auf zu scrollen. Laura? Was denn jetzt schon wieder?


Er öffnete und sah sie im Flur stehen. Sie war barfuß und trug winzige Schlafshorts und das gleiche Top. Man sah deutlich, dass sie keinen BH trug. Eine gewisse Schüchternheit machte sie sanfter. „Warst du beschäftigt? Ich kann auch wieder gehen...“


„Nein, passt schon. Brauchst du was?“


Sie trat von einem Fuß auf den anderen und drückte einen Laptop an ihre Brust. „Meine Freundin hat mich herausgefordert, heute Abend allein einen Horrorfilm zu schauen. Aber ich habe... ein bisschen Schiss. Kannst du dich zu mir setzen? Nur während ich gucke?“


Alex zog eine Augenbraue hoch. Schiss? Die Frau Oberboss braucht einen Babysitter? Aber die Verletzlichkeit von vorhin ließ ihn nicht los. „Klar. Ich schau mit dir.“


Ihr Gesicht hellte sich auf. Sie schenkte ihm ein echtes Lächeln, das ihn wie ein Schlag in die Magengrube traf. „Danke, Stiefbrüderchen“, neckte sie ihn und dehnte das Wort spöttisch. „Komm in mein Zimmer.“


Er folgte ihr und brummte innerlich vor sich hin. Eigentlich sollte ich dieser Zicke gar nicht helfen. Aber als sie voranging und ihr Arsch in diesen Shorts hin- und herwippte, konnte er einfach nicht wegsehen.


Ihr Zimmer war ein rosa angehauchtes Chaos aus Postern und Lichterketten. Sie machten es sich auf ihrem Bett gemütlich, Seite an Seite, die Oberschenkel berührten sich. Sie stellte den Laptop auf ein Kissen und drückte auf Play. Der Film war billig – schlechte Schreie und Kunstblut. Alex zuckte kaum mit der Wimper. Aber Laura? Sie schreckte bei jedem Schatten auf und klammerte sich an ein Kissen wie an einen Schutzschild.


Nach ein paar Minuten kam ihm eine Idee. Ein schelmisches Grinsen stahl sich auf seine Lippen. Sie war völlig vertieft, die Augen weit aufgerissen. Langsam schob er seine Hand hinter sie... und riss an einer Strähne ihres seidigen Haares.


Laura schrie auf und warf sich auf ihn. „Irgendwas hat an meinen Haaren gezogen!“


Das reinste Chaos. Sie landete rittlings auf seinem Schoß. Eine Hand klatschte direkt auf seinen Schritt. Ihre Finger streiften die harte Beule in seiner Jogginghose. Ihr Top war im Eifer des Gefechts verrutscht. Eine perfekte Brust purzelte heraus. Der Nippel war hart und rosa und presste sich direkt gegen seine Brust. Hitze schoss durch sein Shirt. Ihr Duft umhüllte ihn. Sein Schwanz pochte unter ihrer Handfläche und verriet jeden seiner sündigen Gedanken.