Generation Destination

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Zusammenfassung

Die Menschheit ist vor vielen, lange vergessenen Jahrhunderten gezwungen worden, die Erde zu verlassen. Das Generationenschiff Involucrum nimmt seither Kurs auf den Planeten Orbis Domini, der laut alter Wissenschaft lebensfreundliche Bedingungen verspricht. Die Ankunftsgeneration kann OD, wie er genannt wird, in ihrer Lebenszeit erreichen. Nur noch Monate ist er entfernt. Doch was, wenn sich eine tödliche Krankheit auf dem Schiff ausbreitet, der Treibstoff zur Neige geht und neue Erkenntnisse Zweifel am religiös verehrten Zielplaneten säen?

Status:
In Arbeit
Kapitel:
5
Rating
n/a
Altersfreigabe
13+

Kapitel 1

Initialer Logbucheintrag | Lucius

Jahr 1799, Tag 90 nach Start der Involucrum. Mit dem tragischen Tod von Laurin übernehme ich kraft meiner Seniorität im Einklang mit den Prinzipien des Kodex die Pflichten des Ersten Offiziers. Ich widme hiermit mein Leben dem Überleben. Ich werde von hier an bis zu meinem letzten Atemzug ein selbstloser Diener des Volkes sein und erwarte keinen anderen Lohn als seinen Fortbestand.

Ich nutze diese Gelegenheit, unsere Lage als Ganzes zu beschreiben, so wie sie sich mir darstellt. Zu viel von unserer Geschichte ist schon verloren und vergessen worden, ich sehe es als Teil unserer Pflicht an, zu bewahren, was wir noch sicher wissen und verstehen.

Wir stammen von einem fernen Planeten ab, der Erde, und wir nennen uns Menschen. Unsere Vorfahren waren gezwungen, die Erde zu verlassen, aus zwei Gründen. Zum einen waren die natürlichen Lebensgrundlagen in einem Maße zerstört worden, dass keine Technologie sie mehr heilen konnte. Nach unserer Kenntnis ist die Erde heute wahrscheinlich ein reiner Wüstenplanet. Zum anderen ist es der Medizin nicht gelungen, das Morbus-Virus zu bekämpfen.

Die ganze Menschheit trägt Morbus in sich, einschließlich aller Bewohner der ursprünglichen zwölf Generationenschiffe. Morbus verhindert auf noch immer nicht ganz verstandenem Wege das Überleben fast aller Embryonen mit einem Y-Chromosom. Das Ergebnis: Es werden nur noch ganz selten Jungen geboren, und das schon seit bald zweitausend Jahren. Im Zeitalter des Aufbruchs war die Bevölkerungszahl der Erde schon um über 99% zusammengebrochen, von ursprünglich 12 Milliarden auf unter 100 Millionen, darunter weniger als eine Million Männer, Tendenz rapide fallend.

Dieser Umstand hat die Regeln unserer Gesellschaft über Jahrhunderte geprägt. Wenn ein Leser dieses Logbuchs in einer Zeit lebt, in der Morbus besiegt worden ist, könnten sie unverständlich erscheinen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht mit uns: Wir mussten alles tun, um zu überleben.

Wir sind eines von zwölf Generationenschiffen mit unterschiedlichen Zielen. So sollte die Wahrscheinlichkeit maximiert werden, dass mindestens ein Schiff überlebt und einen bewohnbaren Planeten vorfindet. Die Kommunikation mit dem letzten anderen Schiff haben wir vor 140 Jahren verloren. Wir müssen folglich unterstellen, dass wir das einzige überlebende Schiff sein könnten.

Unser Ziel ist der Planet Orbis Domini, der schon im Zeitalter des Aufbruchs als aussichtsreichster Kandidat für einen erdähnlichen Planeten gegolten hat, damals bekannt unter dem Namen Kepler-452b. Unser Überleben hängt von der Bewohnbarkeit von OD ab: Die Involucrum kann keinen weiteren Planeten mehr erreichen. Vitale Komponenten sind am Ende ihrer Lebensdauer angekommen.

Ende des initialen Logbucheintrags.




Das Arboretum

Der Computer speicherte den Logbucheintrag ab und Lucius erhob sich von seinem mit Quarzwolle gepolsterten Sessel an der breiten Fensterfront, an der die Sterne wie Lichter einer fernen Stadt vorbeizogen. Er konnte sich an das Quartier des Ersten Offiziers noch nicht recht gewöhnen. Nie zuvor hatte er auf etwas so Bequemem gesessen.

Es fühlte sich an, als müsste ein erfahrenerer, älterer Mensch hier sitzen und die Fäden in der Hand halten. Lucius war 34 Jahre alt, damit aber der älteste Mann an Bord. Der letzte Mensch, der das Alter von 40 Jahren erreicht hatte, war nicht einmal mehr namentlich bekannt. Lucius fühlte sich nicht wie jemand, der nicht mehr lange zu leben hatte, aber natürlich war ihm klar: Das Leben mit der Strahlung im tiefen All machte längere Leben nun mal nicht möglich. Solange die meisten erwachsen wurden, war es für den Zweck der Expedition aber egal, sagte er sich. Es half nicht wirklich.

Es war das, was die Menschen an Bord der Involucrum Abend nannten: Die Zeit, wenn die Lichter in öffentlichen Bereichen verdunkelt, nicht essenzielle Tätigkeiten unterbrochen wurden und die meisten Menschen ihre Freizeit genossen oder schlafen gingen. Vereinzelt, aber nur noch selten, gab es sogar Familien, die Abends ihre Zeit miteinander verbrachten. Lucius erschienen sie immer wie ein Anachronismus, ein unwahrscheinliches Fragment aus ferner Vergangenheit.

Lucius war nicht nach Schlafen zu Mute. Er hatte Laurin gerne gehabt, und konnte sich nicht vorstellen, am nächsten Morgen an seiner Stelle zum Dienst zu erscheinen. Er sah eine Weile gedankenverloren den vorbeiziehenden Sternen nach und entschloss sich schließlich, sich die Beine zu vertreten.

Er blickte den Irisscanner über der Tür zu seinem Quartier an und die runde, matte Titantür rollte sanft in die Wand daneben. Lucius schritt hindurch und machte sich auf den Weg zum Magnetaufzug am Ende des engen, nach Innen gewölbten Ganges, an dem zwei Menschen so gerade aneinander vorbeipassten. Die anderen Offiziersquartiere waren weit entfernt, um im Falle eines Defekts der Lebenserhaltung in dem Bereich oder eines Meteoriteneinschlags nicht mehrere auf einmal zu verlieren.

Lucius trat ein und gab den Sprachbefehl “Arboretum”. Der Aufzug blinkte grün auf und setzte sich kaum merklich in Bewegung. Nach wenigen Sekunden ging die Tür wieder auf und eröffnete den Blick auf eine diverse Waldlandschaft, die von kleinen Laternen an einem Pfad aus Erde beleuchtet wurde. Vielleicht die einzige verbliebe Erde von der Erde, war Lucius immer bewusst. Frische Luft strömte in den Aufzug und Vogelgezwitscher war zu hören. Genau das, was er gerade brauchte.

Zu später Stunde war das Arboretum Offizieren vorbehalten, und Lucius hatte es noch nie so leer gesehen. Er begab sich auf den Pfad und atmete tief durch. Lucius kam oft hierher, aber ohne andere Menschen fühlte es sich sehr anders an. Das ganze Arboretum war aus schiffebaulichen Gründen keine zwanzig Meter hoch (und auch damit schon der Raum mit der größten Deckenhöhe an Bord), aber es fühlte sich an, als hätte man den Himmel über dem Kopf. Es gab eine einzige kleine Erhebung, auf der eine Holzbank stand, und Lucius ging oft dorthin, wenn er nachdenken wollte.

Er ging den Pfad immer schneller entlang und hätte sich fast endlich ein wenig entspannt, als die Bank in sein Blickfeld geriet und er eine Frau in dunkelblauer Uniform mit weißem Kragen dort sitzen sah. Ein hoher Rang, wusste er. Im Näherkommen, bei dem er laut auf den Boden trat, um sich anzukündigen und die Kollegin nickt zu erschrecken, erkannte er erst, dass sie keine Schulterklappen trug, dafür aber das Wappen der Involucrum auf ihrem Kragen, ein Allquantor auf einem Peace-Symbol im Kreis, schwarz auf weißem Grund.

Es war Aurelia, die Kapitänin.




Das Gewicht des Ruhms

Die Kapitänin sah Lucius sorgenvoll in die Augen, aber es war ihr anzusehen, dass sie sich freute, dass er kam. Sie hatte jahrelang mit Laurin zusammengearbeitet und hatte ihn noch besser als Lucius gekannt. Dieser freute sich immer, sie zu sehen. Aurelia war die einzige Frau an Bord, die ihr Verhalten nicht komplett veränderte, wenn sie ihn sah. Außerdem war sie seine Altersgenossin und fast die einzige Person aus seinen Kindheitserinnerungen, die noch da war. Und wann traf man schon mal einen anderen Mann?

“Da waren’s nur noch zwei”, sagte Lucius in einem verfehlten Versuch, locker zu wirken, “Mein herzliches Beileid, Auri.” Er setzte sich neben sie. Aurelia nickte nur und sah in die simulierte Weite. Sie war brünett, durchschnittlich groß und hatte scharfe, grüne Augen, die ihr früher ein katzenartiges Aussehen gegeben hatten. Sie war 35 Jahre alt und sah auch nach den wohlwollendsten Maßstäben älter aus. Die Aufgabe der Kapitänin war auslaugend und machte alt, wenn nicht krank. Das war auch der Grund, wieso die Tradition, einen Mann zum Ersten Offizier zu machen, oft kritisiert wurde. Männer, die verfrüht starben, oder gar wie Laurin bei einem Arbeitsunfall, sollten um jeden Preis vermieden werden. Aber man blieb dabei, die Stelle männlich zu besetzen, denn niemand wollte den Anblick einer Kommandobrücke, auf der die Männer ausgestorben zu sein schienen.

“Du wirst den Job schon gut machen, Lu”, sagte sie nach einer Weile. “Sorg dafür, dass das Schiff nicht auseinanderfällt, und lass dich nicht unnötig umbringen. Noch zehn Monate und wir erreichen das Paradies, nicht wahr?” Es war keine Überzeugung in ihrer Stimme. Lucius hörte einen vagen Anklang von Zynismus und blieb stumm. Schließlich sagte er: “Bleib du auch am Leben. Du bist die einzige Frau, mit der man ein normales Gespräch führen kann.”

“Anderen Männern geht es nicht darum, normale Gespräche zu führen”, sagte Aurelia, jetzt etwas amüsiert. “Du bist schon als kleiner Junge anders gewesen. Die ganze Aufmerksamkeit kam dir unnatürlich vor. Du hast schon immer die Wahrheit gesehen.” Lucius zuckte mit den Schultern. Er blieb noch eine Weile schweigend sitzen und wünschte Aurelia dann eine gute Nacht, um sich auf den Rückweg zu machen.

Jemand musste beobachtet haben, dass sich Lucius von seinem Quartier entfernt hatte. Das konnte nur eines bedeuten: Er musste früher oder später zurückkommen. So etwas sprach sich schnell herum: Männer hatten schließlich enormen Seltenheitswert, und die Nacht mit einem zu verbringen war wie ein Lotteriegewinn. Es wimmelte nur so von Frauen und Mädchen auf dem Schiff, die diesen Lotterieschein ausfüllen wollten.

Lucius hatte ohne Umwege den Aufzug zurück zu seinem Quartier genommen. Als sich die Türen öffneten, bot sich ihm ein typisches Bild, das er für gewöhnlich zu vermeiden versuchte, welches nunmehr jedoch durch seine neue Stellung als Offizier eher noch verstärkt wurde. An beiden Wänden standen dicht an dicht aneinandergedrängt leicht und in den buntesten Farben bekleidete Mädchen, zwischen denen er sich nicht hindurchzwängen konnte, ohne dabei alle zu berühren, was zweifellos gewollt war. Als sich die Türen öffneten, brach ein Jubel aus, so als sei ein Rockstar eingetreten und würde jeden Moment mit seinem Konzert beginnen.

Lucius trat resigniert aus dem Aufzug und bemühte sich, sichtbar den Weg zu seinem Quartier und niemand im Einzelnen anzuschauen, um keine Hoffnungen zu wecken, die er dann enttäuschen würde. Die wildesten Rufe in den höchsten Tonlagen waren zu hören: “Commander, ich tue alles, was Sie wollen!”, “Bitte mich, Commander, bitte!”, “Ich werde Sie nicht enttäuschen!” Es war verpönt, Männer namentlich anzusprechen, wenn man nicht gerade selbst im Offiziersrang war.

Die Reihen schlossen sich vor ihm und Lucius wurde klar, dass er sein Quartier nicht erreichen würde, ohne eine auszusuchen und mitzunehmen. Für diesen Fall hatte er eine Strategie: Er schaute, wer ganz hinten stand und sich nicht durch Tänze oder Schreie hervortat. Diejenigen, die sich nicht richtig trauten, und ihm nachher nicht die Ruhe rauben würden. Er drängte sich an der Menge vorbei bis zu einem Mädchen, das er noch nicht kannte. Sie war ganz klein, vielleicht anderthalb Meter, und trug eine Art Slutty Angel-Kostüm: Ein knappes Oberteil mit Flügeln auf dem Rücken, aus einem weichen weißen Federmaterial, dazu ein glänzender silberner Lederrock, auf der einen Seite knielang und schräg abgeschnitten, auf der anderen so kurz, dass das Höschen sichtbar war. Dazu ein Haarreif mit nicht wirklich zum Outfit passenden Öhrchen. Sie hatte ein schneeweißes Gesicht mit himmelblauen Augen und in Kontrast dazu tiefschwarzen, schulterlangen Haaren. Sie gefiel Lucius, was nicht oft vorkam, und sah ihn in diesem Moment etwas erschreckt und sehr überrascht an.

Er blieb stehen, neigte sich zu ihr hinunter und flüsterte ihr ins Ohr: “Wie alt bist du?” Sie wurde ganz rot, tat verlegen und sagte: “Neunzehn, Commander.” Lucius musterte sie kritisch und vergewisserte sich: “Wirklich?”. Sie nickte und sah auf den Boden. Um ihn herum machte sich Enttäuschung breit und es wurde deutlich ruhiger, man konnte den Aufzug davonzischen hören, die ersten hatten aufgegeben. Lucius nahm ihre Hand und bedeutete ihr, ihm zu folgen. Das tat sie, in kleinen Schritten, mit kaum merklich zittrigen Händen und einem Kopf rot wie eine Tomate. Es war ihr anzusehen, dass sie noch nie ausgewählt worden und nervös darüber war, was jetzt kommen würde.




Annie

Lucius sah in den Scanner, die Tür rollte zur Seite, und er schob das Mädchen sanft in sein Quartier. Er folgte ihr, die Tür schloss sich wieder und diesmal konnte man ihr Zittern gut erkennen. Lucius war schon oft genug in seinem Leben in dieser Situation gewesen um zu verstehen, dass das reines Schauspiel und Teil ihrer Marketingstrategie sein könnte.

“Wie heißt du?“, fragte er.

“Annie”, antwortete sie. Es sollte die letzte Frage des Abends sein, deren Antwort sie sich sicher war.

“Bitte sieh mir in die Augen, wenn du mit mir sprichst.”

Annie hob vorsichtig den Blick. Sie wirkte überrascht, nicht wegen der Ruppigkeit von Lucius Sprache, sondern weil es vielleicht das erste Mal war, dass ein Mann “Bitte” zu ihr gesagt hatte.

“Annie, wieso bist du hier?”

Diese Frage brachte sie völlig aus dem Konzept und war allem Anschein nach nun wirklich nicht das, was sie erwartet hatte. Vermutlich hatte sie gar nicht damit gerechnet, dass mit ihr gesprochen werden würde.

“Ist das wichtig?”, fragte sie, mittlerweile fast flüsternd.

“Natürlich ist das wichtig. Du wirkst ängstlich, aber es gibt keinen Grund, ängstlich zu sein. Die Tür ist da vorne, du kannst jederzeit gehen, hier geschieht nichts, was du nicht willst.”

Annie schien sich schlagartig zu erinnern, wie viel Mühe es sie gekostet hatte, endlich auf diese Seite der Tür zu gelangen. Sie zupfte nervös an ihrem Haarreif, aber lächelte zum ersten Mal.

“Ich möchte schwanger werden. Das ist die einzige Pflicht auf einem Generationenschiff”, sagte sie in einer Wortwahl, die sie vielleicht von ihrer Mutter gelernt hatte.

“Vielleicht”, entgegnete Lucius, “aber möchtest du das jetzt sofort? Das Leben verändert sich, wenn man ein Kind hat, weißt du.”

Annie zuckte mit ihren kleinen Schultern, so als sei das eine sehr dumme oder zumindest offensichtlich unwichtige Frage. “Jetzt habe ich die Gelegenheit, die so seltene Gelegenheit...” antwortete sie und begann, ihr Oberteil abzunehmen. Lucius hob den Finger und sie hielt inne.

“Warum machen wir nicht einen Deal, du und ich. Ich kann doch sehen, dass du Angst hast. Warum gehst du nicht nach Hause und ich verspreche dir, wenn du wirklich bereit bist, darfst du wiederkommen und dann mache ich dich schwanger, egal, wie viele Versuche es braucht. Ich gebe dir mein Wort.”

Annies Augen glänzten, so als wäre ihr gerade ein halbes Königreich geschenkt worden. Eine Träne kullerte hinunter und ihre Knie wurden weich. “Ganz ehrlich? Ich will es nicht vermasseln! Sie würden mich doch nicht anlügen, oder? Würden Sie?”

Lucius sah sie streng an und sagte: “Dieses Raumschiff wäre verloren mit einem Lügner als Erstem Offizier. Du solltest dir an die eigene Nase fassen. Ich habe keine Sekunde geglaubt, dass du neunzehn Jahre alt bist. Ich erwarte, dass du nicht wieder hierhin kommst, ehe du mindestens achtzehn bist.”

Annie verbeugte sich tief und ging zur Tür. Doch Lucius sah den Scanner nicht an. “Bleib lieber noch eine Stunde hier und lies ein Buch oder so. Die anderen zerreißen dich, wenn du sie denken lässt, du wärst unvollendeter Tatsachen zurückgekehrt. Die Welt ist nicht fair, weißt du.”

Annie nickte, wischte sich die Träne aus dem Gesicht und ließ sich auf den Sessel aus Quarzwolle fallen, der im Verhältnis zu ihr riesig wirkte. Sie sah die Sterne vorbeisausen und merkte wohl, wie viel Kraft sie das alles gekostet hatte. Als Lucius sie nach einiger Zeit nach Hause schicken wollte, sah er, dass sie eingeschlafen war. Er nahm eine Wolldecke, deckte sie vorsichtig zu und schüttelte den Kopf. Er musste mit Aurelia darüber sprechen, wie man dafür sorgen könnte, dass es auf dem Schiff nicht wie in einem mafiösen Puff zuging. Vielleicht konnte er als neuer Erster Offizier ja mehr bewirken, als er gedacht hatte.