A HEAVENLY CHRISTMAS

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Zusammenfassung

Julian Vance braucht ein Weihnachtswunder für sein Image. Jenny Weber braucht den Job ihres Lebens. Eingesperrt im luxuriösen Privatjet North Star gehen sie die gefährlichste Wette ihrer Karriere ein: Jenny muss dem zynischen Milliardär beweisen, dass wahre Weihnachtsmagie existiert. ​Der Einsatz? Der Traumjob gegen eine Nacht ohne Tabus mit dem Mann, der gewohnt ist, immer zu gewinnen. ​Über den Wolken beginnt ein prickelndes Spiel, das ihre Regeln – und ihre Herzen – für immer brechen wird.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
24
Rating
5.0 8 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

KAPITEL 1: JENNY

Der Vance Tower in Midtown Manhattan war eine Kathedrale aus Glas und Stahl, ein Denkmal für grenzenlosen Ehrgeiz. Normalerweise wäre ich beeindruckt gewesen, aber heute war ich nur nervös. Mein Termin mit dem Marketingleiter von Vance Aero war in zehn Minuten, und ich brauchte diesen Job als Event-Beraterin dringender, als ich bereit war, zuzugeben.

Ich stand vor dem Fahrstuhl, versuchte, meine Bluse glatt zu ziehen, und atmete tief durch. Das war meine Chance, das Jahr zu retten.

Gerade als sich die Türen des Aufzugs öffneten, spürte ich, wie mich eine Welle von Wut und Geschwindigkeit traf. Jemand stürmte aus dem Fahrstuhl, ohne auch nur einen Blick nach vorne zu werfen, und bevor ich reagieren konnte, krachte ein hartes Hindernis gegen meine Schulter.

Mein Klemmbrett flog in hohem Bogen. Schlimmer noch: Der große Becher mit heißem Chai Latte, den ich gerade auf dem Weg geholt hatte, um mich zu beruhigen, kippte. Die klebrige, braune Flüssigkeit landete mit einem satten Geräusch auf dem makellosen, hellgrauen Kaschmirmantel des Mannes.

„Was zur Hölle!“, zischte er.

Ich erstarrte. Es gab nur eine Person im Vance Tower, die so eine ungezĂĽgelte Arroganz ausstrahlte, selbst wenn er gerade mit Chai besudelt wurde. Julian Vance. Der CEO selbst.

Ich blickte in ein Paar dunkle, unergründliche Augen. Sie waren wütend, aber auf eine seltsam kontrollierte Weise. Sein Gesicht war durchzogen von jener makellosen, scharfen Eleganz, die in Magazinen verkauft wurde. Charismatisch – ich konnte die Anziehungskraft nicht leugnen, selbst wenn mein halbes Monatsgehalt gerade seine Garderobe ruiniert hatte.

„Das tut mir leid“, murmelte ich, während ich krampfhaft nach Servietten suchte. „Ich… ich stand hier. Sie sind rausgestürmt.“

Er ignorierte meine Entschuldigung. Sein Blick glitt vom braunen Fleck auf seiner Brust zu meinem Gesicht, als würde er versuchen, sich meine Schuld einzuprägen. „Haben Sie keine Augen?“, fragte er kühl. „Ich bin auf dem Weg zu einem Call, der nicht warten kann.“

„Und ich zu einem Jobinterview, das meine Karriere retten soll!“, entgegnete ich, plötzlich siegte mein Stress über die Höflichkeit. Ich zeigte auf das Hinweisschild neben den Aufzügen. „Ich stand im Wartebereich. Sie haben mich gerammt, Mr. Vance.“

Er zog eine Augenbraue hoch, eine Geste, die unheimlich arrogant wirkte. Er schien nicht daran gewöhnt zu sein, dass man ihm widersprach. Er sah auf mein Klemmbrett, das nun am Boden lag, und dann wieder auf mich.

„Vance Aero duldet keine Unpünktlichkeit“, sagte er nur, beendete damit die Debatte und zog eine Kreditkarte aus seiner Brieftasche. Er drückte sie mir fast schon aggressiv in die Hand. „Reinigen Sie den Mantel. Senden Sie die Rechnung an mein Büro. Ich erwarte, dass der Ersatz morgen früh bei meinem Assistenten ist.“

Er behandelte mich wie eine zufällige, ungeschickte Angestellte. Das brachte das Fass zum Überlaufen.

Ich drückte ihm die Karte zurück in die Hand, meine Wange glühte. „Ich brauche Ihr Geld nicht, Mr. Vance. Ich bin nicht Ihre Reinigungskraft, ich bin eine Event-Beraterin. Und ich werde Ihren Mantel mit Sicherheit nicht selbst waschen.“

Ohne auf seine Reaktion zu warten, hob ich mein Klemmbrett auf, ignorierte den Fleck auf dem Marmorboden und stieg mit schnellen Schritten in den nächsten Aufzug. Ich drückte den Knopf für die Marketing-Etage, und während die Türen zufuhren, sah ich Julian Vance im Spiegel. Er stand immer noch da, der Fleck auf seinem Mantel, die Kreditkarte in der Hand, und sein unergründlicher Blick fixierte die Stelle, an der ich gerade gestanden hatte.

Es war kein Blick der Wut. Es war ein Blick der Ăśberraschung, vielleicht sogar ein Hauch von Interesse.

Ich wusste, dass ich meine Chancen bei Vance Aero gerade massiv sabotiert hatte. Aber zumindest hatte ich einem arroganten CEO gezeigt, dass nicht jeder vor ihm einknickt.